Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wer ist noch dümmer als Männer? Journalisten.

Hadmut
15.12.2014 11:31

Die Neue Zürcher Zeitung über den Hoax, wonach die Darwin Awards belegten, dass Männer dümmer sind. Ging darum zu zeigen, wie das Einschlagen auf Männer heute zum Standard geworden ist und wie gern und leichtfertig Journalisten jede noch so hirnlose und leicht als Fehler zu erkennende Vorlage verwenden, um auf Männer einzuprügeln.

Die Wirkung war erstaunlich. Und die Presse ist bewiesen dumm. Oder anders gesagt: Sich umzubringen ist nicht der einzige Weg, die eigene Dummheit nachzuweisen.

Nachtrag: Das würzt natürlich enorm, dass SWR3/Stefanie Tücking es nicht nur nicht gemerkt hat, sondern sich auch noch beleidigt gefühlt hat, als ich sie per Studio-Mail drauf hinwies, dass schon kleines Nachdenken zeigt, dass die Schote nicht stimmen kann. Und dann noch so von oben herab antwortet. Jeder blamiert sich, so gut er kann.


29 Kommentare (RSS-Feed)

JochenH
15.12.2014 11:50
Kommentarlink

Das Wort “Beweis” wird außerhalb der Mathematik oft recht leichtfertig gebraucht. Ein echter Beweis der Dummheit von Männern kann sicher nicht durch 20 Einzelbeispiele erbracht werden.

Ebensowenig könnte jemand “beweisen”, dass es keine Primzahlen gäbe, wenn er nur 20 Zahlen aufzählt, die keine sind.

Ich habe übrigens sämtliche Printmedien abbestellt, weil ich mich zunehmend mehr ärgere über die Artikel. Online lesen ist zwar nicht besser, aber kostet nichts.


Hadmut
15.12.2014 11:58
Kommentarlink

> Ich habe übrigens sämtliche Printmedien abbestellt,

Fachzeitschriften habe ich noch.

Aber Zeitungen bzw. Nachrichtenmagazine kaufe ich eigentlich nur noch in Einzelfällen, um besonders dumme Artikel in die Sammlung aufzunehmen. Ich könnte mich jetzt spontan nicht erinnern, in letzter Zeit irgendeine Zeitung noch wegen eines guten Artikels gekauft zu haben.


Aus meiner Zitatensammlung:
“Er ist dumm wie drei Journalisten”
.


derdiebuchstabenzählt
15.12.2014 12:22
Kommentarlink

Ob die sich schämen? … und morgen wieder zB das Märchen vom Gender Pay Gap erzählen? Man wird doch von jedem Gespester Bob, in dessen Gespensterbahn, auf einem beliebigen Rummel besser informiert. Bleigiessen zu Silverster ist auch aussagekräftiger als Zeitungslektüre. 🙂


Joe
15.12.2014 12:27
Kommentarlink

Ich habe übrigens sämtliche Printmedien abbestellt

Ich habe sie nie abonniert, zunächst aber aus anderen Motiven. Oben drauf habe ich Ende der 90er GEZ und Kabel abbestellt (auch aus anderen Motiven, ich brauchte das damals knappe Geld für den Internetzugang).

Nun, 15 Jahre später bin ich nicht einmal fähig, ein “Mediathek”-Video länger als ein “Schni”*) lang zu tolerieren. Möglicherweise konnte ich mich durch die Mediendiät nicht an die steigernde Intensität der Propaganda gewöhnen und nun kommt eben binnen weniger Sekunden das Kotzen. 🙂

*) Ein Schni ist die Zeit, die es brauchte, um die Sendung des Karl Eduard von Schnitzler im DDR-Fernsehen, den “Schwarzen Kanal” abzuschalten, während dieser sich zu Beginn mit dem Namen vorstellte.


Fry
15.12.2014 13:15
Kommentarlink

In der Natur dominiert das intelligentere Lebewesen Mensch alle übrigen.

Und der Feminismus will uns weismachen, bei den Geschlechtern wäre es genau andersherum.

Wenig einleuchtend.


Gerd
15.12.2014 14:06
Kommentarlink

> Ein Schni ist die Zeit, die es brauchte, um die Sendung des Karl Eduard von Schnitzler im DDR-Fernsehen, den “Schwarzen Kanal” abzuschalten, während dieser sich zu Beginn mit dem Namen vorstellte.

Die Zeiteinheit hies bei uns immer “Ein Schnitz”. Man war halt nicht so schnell und die Fernbedienung hatte eine leichte Verzögerung.

Ein Schnitz oder “Ein Kleb”*) – das alte bleibt das neue.

*) Claus Kleber, ZDF.


Andreas
15.12.2014 14:17
Kommentarlink

Das ist jetzt aber ungerecht – wo wir doch wissen, dass mehr Frauen als Männer einen Universitätsabschluss machen…

Egal worin…


Dieter R.
15.12.2014 15:25
Kommentarlink

Sehr schön finde ich auch den Kommentar einer “Sina Meier” unter der Story in der NZZ. Der liest sich viel zu ausgefeilt, um seinerseits ein hoax zu sein. Frau Meier befindet:

“”Wiedermal eine unnötige Studie. Dass das so ist, dass Männer prozentual gesehen idiotischer sind als Frauen, hätte ich auch ohne Studie sagen können.””

Richtig, Frau Meier! Warum den Artikel zu Ende lesen? Man weiß doch, was drin steht, gelle?


maSu
15.12.2014 15:40
Kommentarlink

Ich finde es fantastisch, dass ausgerechnet eine Frau Anja Garms (dpa) ausgerechnet durch den Idiotentest gefallen ist. es ist doch grandios wenn eine Frau durch den Journalisten-Idiotentest fällt und alle Männer Idioten nennt.

Besser kann es doch gar nicht laufen.

Nur einen Haken hat die Sache:
Nur eine erschreckend kleine Minderheit hat den Idiotentest verstanden. Die Mehrheit wird die Dummheit der Anja Garms ungefragt übernehmen :/

Fazit:
Liebe Forscher: Der Idiotentest muss so gestaltet sein, dass alles mit dem IQ von einem Stück Brot erkennt, dass es ein Idiotentest ist. Sonst merkt das in diesem Land kaum einer – Journalisten erst recht nicht.


Den wichtigsten Beweis hast Du vergessen. Diese Koniferen können nur voneinander abschreiben — neben ihrer Giftspritzerei.

Carsten

“Poroshenko hat heute drei Ausländern die ukrainische Staatsbürgerschaft per Präsidialdekret erteilt. Diese drei Ausländer sollen Ministerposten der Ukraine übernehmen.”
Quelle: quer-denken.tv


Pjotr
15.12.2014 16:34
Kommentarlink

Ich habe übrigens sämtliche Printmedien abbestellt, weil ich mich zunehmend mehr ärgere über die Artikel.

Vor einigen Jahren hab ich mir noch ab und zu Printmedien am Kiosk gekauft, manchmal den Spiegel oder Focus und ab und zu eine Tageszeitung. Damit hab ich aufgehört. Jetzt gehe ich in die Freihandbibliothek. Da kann ich alles lesen. Unterstützen will ich die nicht mehr.
Die Journalisten haben offensichtlich noch nicht begriffen, dass in den Zeiten des Internets Recherchen für jeden mit relativ geringem Aufwand möglich sind, d.h Desinformation lässt sich oft recht schnell als solche entlarven. Journalisten müssten heutzutage eigentlich sehr viel sorgfältiger recherchieren. Mir scheint das Gegenteil der Fall zu sein.


vortex
15.12.2014 17:52
Kommentarlink

@Hadmut

Also muß ein Journalist es jetzt möglichst schlimm verbocken um sein Papier unter den Mann zu bringen?
Dann hat der Wahnsinn eventuell Methode.


prx
15.12.2014 19:35
Kommentarlink

@Pjotr: In Online-Medien kriegt nicht die qualitativ am besten informierende Site die ganzen Werbe-Klicks, sondern die erste die es bringt. Viel Zeit für Recherche bleibt da nicht. Zeit is Geld, ganz wörtlich.

Printmedien werden durch die Online-Konkurrenz ebenfalls unter Druck gesetzt. Auflagenzahlen sinken beständig, weil die Leute sich lieber online als offline Informieren, notfalls nimmt man eben das Tab mit aufs Klo.

Sinkende Auflage bedeuten hoher Kostendruck auf die Redaktionen, und da insbesondere auf die überregionalen Redaktionen. Zeitungen einer Verlagsgruppe legen ihre überregionalen Teile zusammen und Redaktionen werden von ehemals denkenden Journalisten zu Leuten, die Agenturmeldungen auf den vom Layout diktierten Platz adaptieren.

Bei Auslandsberichterstattung ist die Vielfalt selbst dann eine scheinbare, wenn dafür (freie) Mitarbeiter mitmischen, statt nur Agenturen. Die können davon nur leben, wenn sie der halben Presselandschaft ihre Artikel verkaufen. Und so findet man dann in einigen Blättern den gleichen Text vom gleichen Autor, jeweils ein wenig umgestellt damit es nicht ganz so auffällt.

Anno Tobak gab es in Redaktionen auch Leute, die den Kram Korrektur gelesen haben. Heute: keine Zeit, kein Geld. Und man merkt es.

Ist nicht so, dass die Redaktionen nur blöd sind. Die stehen erheblich unter Druck, sichere Arbeitsplätze sind das nicht mehr.

Die Frag ist, wie man aus dieser Informationsmisere raus kommt. Fordern tut das zwar jeder Kunde. Aber dementsprechend handeln und insbesondere dafür zahlen will er bisher nicht. “Ich bin doch nicht blöd”.


Gedöns
15.12.2014 19:44
Kommentarlink

@Gerd
>>Die Zeiteinheit hies bei uns immer “Ein Schnitz”. Man war halt nicht so schnell und die Fernbedienung hatte eine leichte Verzögerung.<<
Fernbedienung in der DDR??


Pete
15.12.2014 20:05
Kommentarlink

@Gedoens,
du wirst lachen, natuerlich gab es das. Wenn man den Leuten das viele Geld fuer einen RFT-TV aus dem Kreuz leiern wollte, musste man schon was bieten. Ne Russenkiste (hatte um 1980 etwa den technischen Stand eines z.B. Grundig von 1970) war da deutlich billiger, ohne FB und dafuer mit technischen Nickeligkeiten.


Klaus
15.12.2014 20:20
Kommentarlink

>Ist nicht so, dass die Redaktionen nur blöd sind. Die stehen erheblich unter Druck, sichere Arbeitsplätze sind das nicht mehr.<
.
Ich erinnere die Zeit vor etwa 10 Jahren, also diese Journalisten die Urheber (und die ganze Musikindustrie) in zig Artikel verhöhnten und anpinkelten, weil die Komponisten, Musiker und ihre Verleger und Labels, ihre ganze Infrastruktur durch die Digitalisierung und dann durch's immer schnellere Internet (also durch illegale downloads und Kopieren) 'ne Menge Geld verloren; ich bin einer von denen.
Man merkte den Artikeln in SZ, ZEIT, FAZ etc. deutlich an, dass die Schreiber zu 90% keinerlei Ahnung von der Musikbranche hatten – sie velwechserten nämlich andauernd die Begriffe. Immer wieder.
Heute geht's ihnen selbst an den Kragen und meine Freude darüber ist nicht klammheimlich sondern groß.


Yannick
15.12.2014 20:22
Kommentarlink

Der Titel ist nicht gendergerecht. Er sollte besser lauten:

Wer ist noch dümmer als Männer? Journalist*Innen.

Hier eine Liste mit Männerhasser*Innen, die genüsslich ihrem grenzenlosen Hass freien Lauf ließen:

http://sciencefiles.org/2014/12/12/idiotentest-fur-journalisten-fordert-die-ersten-opfer/

Allerdings sind die bestimmt genauso hinterhältig und sagen jetzt einfach, sie wollten auch nur testen, ob die deutschen Leseridiot*Innen auf diesen fake reinfallen….


Rocco
15.12.2014 20:46
Kommentarlink

@Gedöns:
Ja, gab es.
Kühlschränke gab es auch. Eiderdaus, wer hätte es gedacht.


Radio Eriwan
15.12.2014 21:09
Kommentarlink

@Gedöns, man glaubt es kaum, doch sowas gab es z.B. Color 40 und der Chromat. Aber so wie vieles sehr schwer zu bekommen 😉

Ansonsten war es die Zeit bis man etwas passendes zum ‘Auswerfen’ gefunden hatte.

so long and thanks for all the fish


Borstie
15.12.2014 22:39
Kommentarlink

@Gedöns:
“Fernbedienung in der DDR??”
Jepp, gab es.


Mme. Haram
16.12.2014 5:40
Kommentarlink

Abt. Unizeitungen:
Student, Autor im rechten UND im linken Studentenblatt, konservativer Moslem, kritisiert bzw. parodiert political correctness, wird als Autor hinausgeschmissen. VermummtInnen verwüsten sein Zimmer, ziehen sich aber dummerweise vor einer Überwachungskamera um.

https://www.youtube.com/watch?v=S51pRQ4p4tk

http://reason.com/blog/2014/12/15/social-justice-bandits-vandalize-apartme


Claas
16.12.2014 9:43
Kommentarlink

Mensch, Gedöns, das erinnert wieder einmal daran, dass es Manipulation in den Medien schon viel, viel länger gibt.

Der brave Westleser und Fernsehzuschauer hielt die DDR für eine Art Entwicklungsland.

Warum? Nun, weil ihm das seine Medien so vermittelten.

Damals schon, ganz ohne den heutigen Kostendruck in den Redaktionsstuben.

Nach der Wende habe ich Leute getroffen, die allen Ernstes völlig verwundert waren, dass es “im Osten” die Pille gab. (Sogar kostenlos, übrigens).

Also, zum Mitschreiben: Ja, im “Osten” gab es Fernseher. Ja, auch in Farbe. Es gab sogar Fernsehgeräte mit “Westfarbe”!
Die kosteten allerdings, wie jede Zusatzausstattung, etwas mehr.

Es gab natürlich auch die Pille, es gab Anrufbeantworter, Aufzüge und Fernheizung. Und natürlich auch die Fernbedienung, es gab Kühlschränke, Gefrierschränke.

So weit waren die nun auch wieder nicht hinter dem Mond. 😉


Dirk S.
16.12.2014 9:46
Kommentarlink

@ Gedöns

> Fernbedienung in der DDR??

Klar, bei Westgeräten. 😉 Oder die Ehefrau: 🙂 🙂

Fernbedienbare Grüße,

Euer Dirk


JochenH
16.12.2014 10:06
Kommentarlink

Zur Aussage bzgl. Dummheit hat sich der Journalist ja wohl selber ins Abseits gestellt. Das ist jedes Zerpflücken Leichenfledderei.

Zu den Medien: Das Aufkommen der Online-Medien hat die Printmedien zu mehr Tempo gezwungen, was zu weniger Qualität führt. Sinkende Einnahmen bei mehr Druck läßt die Qualität in den freien Fall übergehen, was wohl systemimmanent ist.


patzer
16.12.2014 10:26
Kommentarlink

_Josh
17.12.2014 1:26
Kommentarlink

@Yannick:

Allerdings sind die bestimmt genauso hinterhältig und sagen jetzt einfach, sie wollten auch nur testen, ob die deutschen Leseridiot*Innen auf diesen fake reinfallen.

Glaube ich eher nicht, denn die maßgeblichen (Erst-)Abschreiberinnen Garms und Kurth, mit glaubhaft demonstrierten, weit unterdurchschnittlichen Englischkenntnissen, deren Unfähigkeit, grundlegenden, journalistischen Minimalanforderungen zu genügen, Vitae mit reichlich Germanistik, Soziologie, Springer-/ Bertelsmann-Stationen, dürften für alle Zeiten “verbrannt” sein.

Größter Klopper dürfte dabei Kurth sein: Ab August 2014 Wissenschafts-Redakteurin. Sie ist Gutachterin bei Medien-Doktor.de – the German HealthNewsReview und im Beirat von Pro Exzellenzia Hamburg.

Questions, anyone?


Joe
17.12.2014 13:41
Kommentarlink

Der brave Westleser und Fernsehzuschauer hielt die DDR für eine Art Entwicklungsland.

Was urkomisch ist angesichts der Tatsache, daß die Bundesrepublik 2015 tatsächlich eines ist:

Korruption allerorten, eine inflationäre Weichwährung in der Dauerkrise, fragile und unterwanderte/zersetzte politische Strukturen aus den 1940er Jahren, die analoge und digitale Infrastruktur völlig verrottet, fürs Internet Telekommunikationsgesetze aus der Steinzeit, dafür eine völlig unlesbare gegenderte Straßenverkehrsordnung. Habe ich was vergessen? Die Liste ließe sich sicher endlos fortsetzen.

Frauenrat: Politik muß härter gegen Cybermobbing vorgehen

Bisher sind vor allem Feminazis durch Cybermobbing aufgefallen, ganz besonders auffällig wurde das beim Skandal um “Gawker Media” (aka “Gamergate”), wo das sog. “Doxxen” (Veröffentlichen persönlicher Daten) als Standardmethode angewandt wurde.


Geier
18.12.2014 18:22
Kommentarlink

Es ist nie zu spät, auf einen entgleisten Zug aufzuspringen, dachte sich dieser Tage offensichtlich Frau Dr. v. Lutterotti und hat die Geschichte in der F.A.Z. noch einmal aufgewärmt:
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/ist-dummheit-maennlich-13323435.html