Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

“Gendergerecht auswerten”

Hadmut
6.8.2014 20:12

Wieder mal was vom Medizinertest in Österreich.

Männer haben zwar anteilig wieder besser als Frauen abgeschnitten, die Mehrheit der Studienplätze geht aber bereits an weibliche Bewerber.

Es werden an Frauen einfach niedrigere Anforderungen als an Männer gestellt.


40 Kommentare (RSS-Feed)

Rechnungsprüfer
6.8.2014 20:24
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anonKlaus
6.8.2014 21:29
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Wer geht denn dann noch freiwillig zu einer Ärztin, wenn schwarz auf weiß steht, dass sie nur wegen einem fehlenden Glied zugelassen wurde? Die kompetenten Ärztinnen müssen sich doch verarscht vorkommen – oder das Geschlecht wechseln.


Leser371
6.8.2014 21:37
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Es ist vielleicht eine Erwähnung wert, dass zur Aufnahmeprüfung 59 % Frauen und nur 41 % Männer antraten. Zumindest im Jahr 2012 wurde noch “gendergerecht” * ausgewertet, aus dem verlinkten Artikel geht meiner Einschätzung nach nicht hervor, ob das heute auch noch der Fall ist. Ungeachtet dessen bedeutet das aber, dass der Umstand, dass mehr Frauen als Männer aufgenommen wurden, auch alleine an der ungleich höheren Quote an Bewerberinnen liegen könnte. Die Frauen müssten schon deutlich schlechter abschneiden, damit der Männeranteil unter den Aufgenommenen höher als der Frauenanteil wäre.

(*) Die Auswertung “gendergerecht” zu nennen ist übrigens absurd: Hier wird de facto nicht nach “gender” ausgewertet, sondern nach “sex” – letzteres lehnen Gender-Ideologen jedoch andernorts wieder als Kriterium ab, weil das Geschlecht ihrer Ansicht nach ausschließlich “konstruiert” sei. Würde man tatsächlich nach “gender” auswerten, würden die Gender-Ideologen in eine ihnen missliebige Lage geraten: Jeder Mensch könnte sein Geschlecht nach Gutdünken selbst festlegen und mitunter variieren (da es konstruiert wird, wird es sich wohl im Zeitablauf ändern können!), was eine sinnvolle Quotierung verunmöglichen würde, denn die Leute würden sich dann wahrscheinlich selbst in das jeweils von der Gesellschaft präferierte Geschlecht hineinselektieren und die Gender-Ideologen würden nicht mehr profitieren.


oliver
6.8.2014 21:48
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@Hadmud

Bewerber:
59 Prozent Frauen und 41 Prozent Männer.

Angenommen:
52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männer.

–> es wurden überproportional viel Männer angenommen. Vermutlich bedingt durch das besser Test-Ergebnis für Männer. Habe ich da einen Denkfehler?


lars
6.8.2014 21:50
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Männer haben zwar anteilig wieder besser als Frauen abgeschnitten, die Mehrheit der Studienplätze geht aber bereits an weibliche Bewerber.

Wobei diese Aussage alleine noch nicht ausreicht um eine Benachteiligung nachzuweisen. Beispielsweise wäre es möglich, dass nicht alle Bewerber den Test machen mussten.

800 weibliche Bewerber (w), 600 Männliche (m), 400 weibliche Bewerber wurden direkt genommen – 400 w mussten mit 600 m in den Test. Dabei schnitten die Männer alle besser ab als jede Frau und die 50 restlichen Plätze wurden daher an die besten 50 m vergeben.

Ergebnis: 400 w, 50 m wurden genommen, Männer schnitten beim Test besser ab, sind mit ~11 % hingegen (gemessen an männlichen Bewerbern ~43 % VORM Test) “unterrepräsentiert”.

Ohne die genaue Vergabeordnung der Plätze lässt sich aufgrund der knappen Meldung nicht unterscheiden ob dies ein Skandal oder nur Boulevardjournalismus ist.


lars
6.8.2014 21:55
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@Rechnungsprüfer: (SPD: Redeverbot für Männer)

§ 2 VERSAMMLUNGEN
(1) Präsidien von Bundesversammlungen werden
paritätisch besetzt. Die Versammlungsleitung
übernehmen Frauen und Männer abwechselnd.
Redelisten werden getrennt geführt, Frauen und
Männer reden abwechselnd. Ist die Redeliste der
Frauen erschöpft, ist die Versammlung zu befra-
gen, ob die Debatte fortgesetzt werden soll.

(2) Diese Regelungen sollen auch für sonstige Ver-
anstaltungen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
gelten.

Quelle: Frauenstatut der Grünen

(Dort sind noch einige Zuckerl enthalten)

Von daher gut möglich dass etwas an ihrer Meldung dran ist.


Lercherl
6.8.2014 21:57
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Die Formulierung in dem Artikel ist etwas unklar. Im fast wortgleichen Artikel auf http://derstandard.at auch — offensichtlich haben beide „Qualitätszeitungen” dieselbe Agenturmeldung abgeschrieben.

Die „gendergerechte” Auswertung gab’s vor einem Jahr oder zwei in Wien, diehaben sie aber wieder abgeschafft. Die hat tatsächlich garantiert, dass bei 60% Bewerberinnen 60% Frauen genommen wurden.

Das Verfahren hätte man herrlich sabotieren können: Jeder Mann bringt noch drei Männer mit, die pro forma den Test machen, aber ganz schlecht abschneiden, weil sie nur irgendeinen Blödsinn ausfüllen. Damit gibt es statt 40% Männer plötzlich 75%, was die Chance für jeden einzelnen Mann deutlich erhöht.

Das zeigt dass die gendergerechte Auswertung mathematisch ein Unfug ist — und auch dass das bessere Abschneiden der Männer alleine noch nicht aussagt, dass Männer allgemein für diesen Test fähiger sind: das lässt sich nur für jene Subgruppen von Männern und Frauen aussagen, die sich für einen Studienplatz beworben haben.

Diesmal gibt es in Wien bei 59% Frauen, die sich beworben haben, 53% die genommen werden, wobei anscheinend wirklich nach Leistung (Punktezahl) und nicht nach Geschlecht vergeben wird.

Bei früheren Tests war das Verhältnis etwa 60:40 bei Bewerbern und 40:60 bei den vergebenen Studienplätzen. Dass sich das Verhältnis erreichte Studienplätze/Bewerbungen für die Frauen verbessert hat, sagt weder aus, dass

* Die Leistungen der Frauen sich verbessert haben
* Der Test jetzt „geschlechtergerechter” ist, früher war er frauenausgrenzend.

(obwohl beides nicht ausgeschlossen werden kann).

Eine plausible Erklärung ist: Frauen sind heute besser über den Test informiert als früher, es zirkulieren mehr Testfragen aus früheren Tests, sodass sie zu einer realistischeren Selbsteinschätzung kommen, und sich mehr Begabtere und weniger Unbegabte Frauen bewerben.


Oppi
7.8.2014 3:04
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“Eine plausible Erklärung ist: Frauen sind heute besser über den Test informiert als früher, es zirkulieren mehr Testfragen aus früheren Tests, sodass sie zu einer realistischeren Selbsteinschätzung kommen, und sich mehr Begabtere und weniger Unbegabte Frauen bewerben.”

Wo ist das bitte plausibel ? Das müsste ja für die Männer ebenso gelten, das Verhältnis dürfte sich dann also nicht ändern.


MichaelB
7.8.2014 7:33
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Ist das wirklich so?
“Durch die vorgeschriebene Quotenregelung für das Medizinstudium kommen 75 Prozent der Qualifizierten aus Österreich, 20 Prozent sind EU-Bürger und fünf Prozent stammen aus Drittstaaten. Bei den Bewerbungen sah die Verteilung anders aus. Von den 4861 Kandidaten kamen 67,1 Prozent aus Österreich, 29,8 Prozent aus EU-Staaten und 3,1 Prozent aus Drittstaaten.”

Ist das eigentlich nicht eine Benachteiligung der EU-Bürger? Nur 20% werden zugelasen, obwohl sie zu 29,8% antreten?

Brüssel, wo bist Du um diesen Quotenfanatiker die Leviten zu lesen?

Ach, habe vergessen: Ihr Euro-Bürokraten seid ja auch für die Frauenquote.


node14u
7.8.2014 7:38
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war gerecht teilen nicht irgendwas um 50/50 ??

oder ist DIE mathematik dem genderismusbeigetretenund elastisch geworden?


MichaelB
7.8.2014 8:53
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@node14u
Die Mathematik
Die Logik
Die Wissenschaft

Alles weiblich?
Vielleicht doch nur eine Patriarchale Lüge?


Emil
7.8.2014 9:22
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@MichaelB
> … Ist das eigentlich nicht eine Benachteiligung der EU-Bürger?

Interessante Frage! Ich finde es richtig, dass ein Staat seine eigenen Bürger und inländische Firmen bevorzugt behandelt, eben weil sie die Steuern aufbringen, mit denen diese staatlichen Leistungen finanziert werden.

Aber die EU sieht das nicht so. Von daher ist es durchaus fraglich, ob eine solche Quotenregelung, die EU-Bürger benachteiligt, nach EU-Recht zulässig ist.


Dirk
7.8.2014 10:02
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> Es werden an Frauen einfach niedrigere Anforderungen als an Männer gestellt.

Das ist leider immer wieder so. Das beginnt mit dem Schulsport (1000 m in 5 min: Junge 5, Mädchen 3, wo bleibt da die Gerechtigkeit?), geht über die Anforderungen beim der Bundeswehr (jedenfalls solange bis es knallt) und bleibt bis zur Rente bestehen (früher konnten Frauen mit 60 in Altersrente gehen, Männer erst mit 65, hat sich da was geändert?).

Wenn ein Frau einen Nagel gerade in Wand bekommt, ist sie eine tolle Handwerkerin. Bei einem Mann wird das vorausgesetzt.

Zahlquoten bei Kindesunterhalt: Männer über 95%, Frauen um 50%. Und aufgeregt wird sich über die 5% männlicher Unterhaltnichtzahler.

Ich bin voll und ganz dafür, die weibliche Previligierung zu dekonstruieren. Ach nee, darum geht es ja gar nicht. Wie konnte ich das vergessen?

Previligierte Grüße,

Euer Dirk

PS: “Dekonstruieren” ist so ein schöner Ausdruck, hört sich so positiv an. Steckt schließlich das Wort “konstruieren” drin, etwas herstellen, aufzubauen. Das korrekte deutsche Wort für “Dekonstruieren” wäre demnach “zerstören”. Und genau das ist es, was Genderistas wollen. Die sind von Grund auf destruktiv.


RedHead
7.8.2014 10:23
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Frauen zu einem leichteren Medizinabschluss zu verhelfen ist langfristig keine Frauenförderung, ganz im Gegenteil. So lange wir freie Arztwahl haben, suche ich mir den kompetenteren Arzt (anhand der beschränkten Informationen, die ich habe). Das Geschlecht spielte dabei bisher überhaupt keine Rolle. Sobald ich aber davon ausgehen muss, dass ein weiblicher Arzt mit Wahrscheinlichkeit >0,5 weniger kompetent ist als ihr männlicher Konkurrent, weil ihr das Studium leichter gemacht wird, dann wird das Geschlecht eben doch zu einem Auswahlkriterium und zwar zum Nachteil von Frauen. Leider auch inklusive derer, die wirklich etwas drauf haben (die wird es ja trotz allem noch immer geben), so lange ich von deren Kompetenz nicht irgendwie Kenntnis genommen habe.


Dirk
7.8.2014 10:54
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@ MichaelB

> Alles weiblich?
> Vielleicht doch nur eine Patriarchale Lüge?

Äh, nein, eine reine Grammatiksache. Die grammatikalischen Geschlechter sind im großen und Ganzen recht willkürlich verteilt.

Aber ich weiß ja, dass du das weißt. 😉 Ich hab’ das nur noch mal für die Genderistas hingeschrieben, damit die so richtig durcheinanderkommen und sich aufregen können.

Vielleicht ist das ja auch die richtige Strategie gegen die. Diese kleinen Hysterikerinnen solange aufregen, bis sie einen Herzinfakt erleiden. (Hirninfakt geht nicht, jeder Infakt setzt ein funktionsfähiges Organ voraus.) Die Behandlung müssen die konsequenterweise ablehnen, da die moderne Medizin ja nur eine böse patrichale Frauenunterdrückungseinrichtung ist und OPs vollkommen unnatürlich sind. Gluboli sind viel besser. Dann sterben die Genderistas aus und die Sache erlegigt sich biologisch. Wo die doch die Biologie (und bitte weitere Wissenschaften der Wahl einsetzen) hassen.

Kämpferische Grüße,

Euer Dirk


yasar
7.8.2014 10:58
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Interessante Frage! Ich finde es richtig, dass ein Staat seine eigenen Bürger und inländische Firmen bevorzugt behandelt, eben weil sie die Steuern aufbringen, mit denen diese staatlichen Leistungen finanziert werden

Nur haben die Studenten in Spe meist noch keine Steuern gezahlt, sondern höchstens deren Eltern und Anverwandten.

Und nach dem Studium besteht meist eine gute Möglichkeit, daß die Studierten, wenn man sie denn im Land arbeiten läßt, auch zu Steuerzahlern werden.


Dirk
7.8.2014 11:03
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@ Lercherl

> Eine plausible Erklärung ist: Frauen sind heute besser über den Test informiert als früher, es zirkulieren mehr Testfragen aus früheren Tests, sodass sie zu einer realistischeren Selbsteinschätzung kommen, und sich mehr Begabtere und weniger Unbegabte Frauen bewerben.

Eine weitere Erklärung wäre, dass man den Test so umgestaltet hat, dass er für Frauen leichter wurde. Es gibt Intelligenztests, bei denen das Ergebnis durchaus mit dem Geschlecht korreliert. Bei einigen Tests sind Frauen besser als Männer, bei anderen Männer besser als Frauen. Wenn ein Intelligenztest Teil der Testsuite ist, kann man so auf eine unauffällige Art Frauen bevorzugen. Und das sogar gerichtssicher.

Sichere Grüße,

Euer Dirk


Horsti
7.8.2014 12:18
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Ehrlich, ich bin inzwischen soweit, daß ich weibliches Personal meide wo ich kann, weil die ja stets über die Frauenquote in die Jobs gehievt werden könnten.


Lercherl
7.8.2014 13:30
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@Oppi

Wo ist das bitte plausibel ? Das müsste ja für die Männer ebenso gelten, das Verhältnis dürfte sich dann also nicht ändern.

Es gibt eine Menge Gründe die jemanden, bewegen, sich für das Medizinstudium zu bewerben oder auch nicht, jeder einzelne dieser Gründe kann für Männer und Frauen unterschiedlich gewichtet sein, deshalb kann eine Verschiebung bei einem dieser Faktoren sich unterschiedlich auswirken.

Beispiel:

* X ist naturwissenschaftlich interessiert und begabt und weiß das auch. Gleichzeitig ist X ein faules Schwein und hat keinen Bock, sich auf den Test vorzubereiten, weil „das schaff ich eh“.
* Y interessiert sich für Medizin, weil „ich Menschen helfen möchte“, kommt aber bei der Vorbereitung drauf, nicht imstande zu sein, auszurechenen, wieviele Mol pro Liter 5 g NaCl in 100 ml Wasser ergeben. (In dieser Kategorie sind die Testfragen, soviel ich weiß.)

Wenn die X- und Y-Typen unter den Geschlechtern unterschiedlich verteilt sind, ändert sich durch bessere Möglichkeiten der Vorbereitung die Verteilung.

Ja, Arbeiten mit aggregierten Daten macht Spaß, da kann man die schönsten Fehlschlüsse ziehen!


Dirk
7.8.2014 15:24
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@ Rechnungsprüfer

Was erwartest du? Wenn Frauen nichts zu sagen haben, wollen sie, dass Männer auch nichts sagen. Und wenn Frauen reden, sollen Männer immer noch schweigen.

Schweigende Grüße,

Euer Dirk


Dirk
7.8.2014 15:57
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@ anonKlaus

> Die kompetenten Ärztinnen müssen sich doch verarscht vorkommen

Nicht nur die. Alle kompetenten Frauen müssen sich von Gender verarscht vorkommen. Und wie man liest, tun sie sich das auch. Es besteht noch Hoffnung!

Kompetente Grüße,

Euer Dirk


Alexander Roslin
7.8.2014 16:27
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@ Iars

*Wobei diese Aussage alleine noch nicht ausreicht um eine Benachteiligung nachzuweisen. Beispielsweise wäre es möglich, dass nicht alle Bewerber den Test machen mussten.*

Richtig. Das Wörtchen “bereits” sollte Dir aber einen Hinweis geben.

Wenn Frauen schlechter abschneiden als Männer, werden entweder die Tests geändert, bis sie nicht mehr ganz so schlecht abschneiden oder die Auswertung wird frauenfreundlich verzerrt.

Wenn Männer schlechter abschneiden, was macht man dann?

Richtig: GAR NICHTS.

Denn das ist nur gerecht, weil Männer entweder selber schuld oder einfach schlechter abgeschnitten haben.

Sie haben keinen Anspruch darauf, genauso gut abzuschneiden wie Mädchen/Frauen und wenn sie’s nicht tun, Unterdrückung/Benachteiligung etc. zu reklamieren.

Weshalb Männer auf ihren Nachteilen hocken bleiben und nur die der Frauen politisch bekämpft werden.


Alexander Roslin
7.8.2014 16:31
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@ Dirk

*Eine weitere Erklärung wäre, dass man den Test so umgestaltet hat, dass er für Frauen leichter wurde. Es gibt Intelligenztests, bei denen das Ergebnis durchaus mit dem Geschlecht korreliert. Bei einigen Tests sind Frauen besser als Männer, bei anderen Männer besser als Frauen. Wenn ein Intelligenztest Teil der Testsuite ist, kann man so auf eine unauffällige Art Frauen bevorzugen. Und das sogar gerichtssicher.*

Richtig.

Das Sprachvermögen/Wortverständnis/Leseflüssigkeit von Frauen ist im Schnitt besser als das von Männern. Dafür schneiden die bei abstrakten Logikfragen (Mustererkennung/-ergänzung), mathematischen Aufgaben, naturwissenschaftlichen Fragen besser ab.

Wenn ich also in einem Test mehr Sprachelemente einbaue, kann ich Frauen besser aussehen lassen, lege ich mehr Gewicht auf abstraktes Denken/Mathematik/”harte” Naturwissenschaften Männer.


lars
7.8.2014 20:05
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@Alexander Roslin:
Natürlich ist der Skandal an der Sache dass bei diesem Test überhaupt das Geschlecht _unbegründeterweise_ als Bewertungskriterium herangezogen wird.

Ihre sicherlich zutreffende Beobachtung über den unterschiedlichen Umgang bei *möglichen* Benachteiligungen einer Gruppe gleichen Geschlechts ist ein übles Symptom dass es zu bekämpfen gilt. Aber das ist ja hier im Blog nichts neues.


MichaelB
7.8.2014 20:15
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@Alexander Roslin
Frauen haben ein höheres “Sprachvermögen/Wortverständnis/Leseflüssigkeit”?
Dann müsste dieser Dame hier
http://static.diepresse.com/images/uploads_288/d/9/e/3812766/quiz_madritt_1401264921907873.jpg
klar sein, dass kein einziger Mann sie mitnehmen würde.

Welcher Mann würde auf eine Dame zugehen, die ihm einen “Mad Ritt” verspricht?


kardamom
7.8.2014 23:19
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@ Dirk:

“Dekonstruieren” ist so ein schöner Ausdruck, hört sich so positiv an. Steckt schließlich das Wort “konstruieren” drin, etwas herstellen, aufzubauen. Das korrekte deutsche Wort für “Dekonstruieren” wäre demnach “zerstören”.

Meines Erachtens darf es eigentlich nur den Ausdruck “Destruieren” resp. “Destruktion” geben.

“Dekonstruktion” ist eine Art Sprachmonströsität wie es (un-)sinngemäss das Wort “Abaufbau”(erst “aufbauen”, dann “abbauen”) wäre.


Fritze
8.8.2014 3:53
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http://spd-berlin-mitte.de/wp-content/uploads/2012/02/Leitbild-zur-Gleichstellung-und-Beteiligung-von-Frauen-du-M%C3%A4nnern-im-Kreis-Mitte.pdf

“• Quotierte Redelisten
Redelisten sind bei allen Veranstaltungen quotiert. Bei Kreisdelegiertenversammlungen und
Kreisvorstandssitzungen wird die Redeliste geschlossen, wenn die Quote nicht mehr eingehalten
werden kann. Bei sehr wichtigen Themen kann die Redeliste per Geschäftsordnungsantrag für jeweils
drei weitere Personen eines Geschlechtes geöffnet werden. Dies stellt aber nur den Ausnahmefall und
keinesfalls die Regel dar. “


Dirk
8.8.2014 9:54
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@ kardamom

Ich geb’s zu, ich wollte nur über Genderistas lästerm. 🙂

Konstruktive Grüße,

Euer Dirk


Dirk
8.8.2014 10:10
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@ Alexander Roslin

> Das Sprachvermögen/Wortverständnis/Leseflüssigkeit von Frauen ist im Schnitt besser als das von Männern.

Sicher? Warum gibt es mehr männliche Literaturnobelpreisträger (Sprachvermögen) als weibliche? (Trotz einsetzender Quotierung! Wenn das der Alfred wüsste.)
Warum haben schon früher Mädchen größere Schwierigkeiten mit Textaufgaben (Wortverständnis) gehabt als Jungen? (Nicht beim rechnen, dabei die Aufgabe zu verstehen.)
Schon mal einen Frauenroman (Leseflüssigkeit) gelesen? Wer dort nicht flüssig liest sollte seine Grundschulabschluss zurückgeben. (Das gilt allerdings für alle Groschenromane.)

Und vor allem, welche von diesen Eigenschaften haben Genderistas? Die beweisen doch immer, dass sie keine davon haben.

Ich halte das für ein Vorurteil.

Sprachverständliche Grüße,

Euer Dirk


prx
8.8.2014 12:43
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@Dirk: Das ist wie Abbruch v. Rückbau. Das eine machst du mit Sprengstoff und Abrissbirne, das andere gezielt Stück für Stück.

Insofern wär mir, wenns denn sein muss, die gezielte Variante lieber als der Sprengstoff.


prx
8.8.2014 12:43
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Sorry, @hardammon, nicht @Dirk.


Fredi
8.8.2014 12:45
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Hm, irgendwie scheint hier mal wieder nur eine absolute Minderheit den Artikel wirklich gelesen und verstanden zu haben.
Es wird eben nicht ‘geschlechtergerecht’ ausgewertet, das war nur ein Versuch der wieder beendet wurde.
Und nein, an Frauen werden keine geringeren Anforderungen gestellt.
Hadmut, das ist jetzt schon der zweite missverstandene Artikel von dir in sehr kurzer Zeit. Brauchst Du Urlaub oder ist einfach nur Sommerloch?


Hadmut
8.8.2014 12:51
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> Brauchst Du Urlaub oder ist einfach nur Sommerloch?

Ich brauch Urlaub…


Dirk
8.8.2014 13:14
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@ prx

> Insofern wär mir, wenns denn sein muss, die gezielte Variante lieber als der Sprengstoff.

Rums-Bums-Knall ist doch geil. Bin ich immer für zu haben. 🙂

Knallende Grüße,

Euer Dirk


FUZ
8.8.2014 18:23
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Hadmut, bitte lese dir einmal durch, was das Simpson-Paradoxon ist, denn diesem bist du in deiner Beurteilung dieser Statistik zum Opfer gefallen.


Hadmut
8.8.2014 18:40
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> Hadmut, bitte lese dir einmal durch, was das Simpson-Paradoxon ist, denn diesem bist du in deiner Beurteilung dieser Statistik zum Opfer gefallen.

So’n Quatsch.

Erstens kenne ich das Simpson Paradoxon, ich habe ja im Buch und im Blog schon ausführlich drüber geschrieben.

Zweitens kann das Simpson Paradoxon hier nicht vorliegen, weil es keine Kombination aus verschiedenen Gruppen gab. Es wurden ja nur Mediziner betrachtet und nicht etwa Mediziner und Ingenieure zusammengefasst. Und nur in dieser Zusammenfassung verschiedener Gruppen entsteht das Simpson-Paradoxon. Ich würde Dir erst mal selbst empfehlen, es zu lesen.

Drittens unterstellst Du , dass meine Beurteilung falsch wäre. Das stimmt aber nicht.

In diesem Artikel steht nur, dass bei den Bewerbern das Verhältnis 59 Prozent Frauen und 41 Männer war, bei den Aufgenommenen aber 52:48. Da sie aber nichts über die erzielten Noten sagen, außer dass Männer besser abgeschnitten haben, ist es durchaus fragwürdig, wenn trotzdem mehr Frauen aufgenommen werden. Denn das wäre nur dann vertretbar, wenn entweder alle Männer aufgenommen worden wären (und einfach nicht mehr Männer da waren) oder wenn die Leistungsunterschiede nicht allzu groß waren. Bisher waren sie aber groß.

Eine Bestenauslese hat sich nunmal nicht an Geschlechterverhältnissen zu orientieren. Insofern wäre ein deutlich stärkeres Verhältnis zugunsten der Männer zu erwarten gewesen, und dass es nicht der Fall ist, deutet auf Manipulationen zugunsten der Frauen hin.

Schon erstaunlich, wieviele Leute aufgrund reiner Prozentzahlenvergleiche in diese Quotenrechnung fallen und mir Fehler unterstellen.


Fredi
8.8.2014 19:53
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Es ist auch erstaunlich, wie Du aufgrund von Prozentzahlen sofort unterstellst, dass an Frauen niedrigere Anforderungen als an Männer gestellt werden.
Warum sollte es fragwürdig sein, dass mehr Frauen als Männer angenommen werden? Es traten ja auch mehr Frauen als Männer an. Bei den Aufgenommenen sind Männer dabei prozentual besser vertreten als bei den Angetretenen, woraus man schließen kann, dass Männer durchschnittlich besser abschnitten. Weil sie aber einfach von Anfang an weniger waren (fast 20%!) sind am Ende trotzdem noch mehr Frauen dabei.
Gibt’s bei diesem Test überhaupt Noten oder geht’s da nur um ‘Bestanden’ und ‘Nicht Bestanden’?
So oder so gibt es einfach nicht genug Informationen um sofort und absolut zu unterstellen, dass an Frauen geringere Anforderungen gestellt wurden.


Dirk
9.8.2014 0:08
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@ Fredi

Schon letztes Jahr gab es einen Bericht darüber, dass in AT die Anforderungen zur Zulassung zum Medizinstudium für Frauen (und nur für Frauen) per Odere de Mufti gesenkt wurden. Es ist kaum anzunehmen, dass jemand einsehen hatte und diese Anweisung außer Kraft gesetzt hat. Das wäre eine Nachricht gewesen.

Berichtende Grüße,

Euer Dirk


Alex
9.8.2014 11:13
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Es geht aus dem Artikel nicht hervor, ob die Zulassung gerecht oder ungerechtgendergerecht verlaufen ist.

Dass Jungs “anteilig besser abschnitten” kann durchaus mit der Eigenschaft dass eben ein größerer Anteil (der wenigeren Jungs) zugelassen wurde (was aber in Kombination eben noch immer weniger ergab, als bei den Mädchen) — daher sehe ich auch nicht, dass es hier zwangsläufig eine Benachteiligung gab.

Interessanter wäre meines Wissens die Frage, ob die Diskriminierung der Männer letztes Jahr dazu führte, dass dieses Jahr weniger Männer sich beworben haben bzw. weniger fähige Männer…

Ansonsten stimme ich natürlich Hadmut zu — wenn im Voraus bekannt wird, dass ungerecht gendergerecht ausgewertet wird, würde ich auch immer n paar Kumpels mitschleppen um die Anteile zu verzerren 🙂