Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gender Pay Gap

Hadmut
18.12.2012 21:29

Oh, liebe Zeit.

Keine Ahnung, wie ich zu der Ehre gekommen bin, aber eine gewisse Kayla Evans (Amerikanerin?) nervt mich seit einiger Zeit intensiv per E-Mail damit, dass ich doch endlich mal ihre Aufklärungsgraphiken in meinem Blog veröffentlichen möge. Geht eigentlich schon in den Bereich des Stalking (oder Feministinnen würden das im umgekehrten Fall bereits als Sexual Harassment einstufen und den Täter vor Gericht zerren).

Also gut, wenn’s denn sein soll, hier ist der Link zu „Learnstuff”, auf den ich verweisen soll, und unten kommt die Grafik, die ich einbinden soll.

Sie meint, dass Frauen allein schon deshalb, weil ihre Ausbildung an den Universitäten die gleichen Studiengebühren gekostet haben, das gleiche verdienen müssten. Ob ein Fach nützlich oder nutzlos ist und ob die Leute die gleiche Arbeit leisten oder nicht, kommt schon gar nicht mehr drin vor. Was ich auch schon im Buch angesprochen habe, dass der angebliche „Gender Pay Gap” bei Licht betrachtet auch nur die Forderung ist, vergleichbare Stellen gleich zu bezahlen, also einen leistungslosen Einheitslohn einzuführen. Sie fordern zwar immer gleichen Lohn für gleiche Arbeit, komischerweise taucht dann in ihren Behauptungen von gleicher Arbeit aber gar nichts auf. Es wird einfach blind unterstellt, dass alle die gleiche Arbeit leisten bzw. die Qualität der Leistung ausschließlich vom formal erreichten Abschlussgrad abhängt (für den ja auch schon nicht das gleiche geleistet wurde).

Also hier die Graphik, die ich unbedingt bringen soll, immerhin ein schöner Beleg für die schon im Buch aufgezeigten Täuschungsmechanismen und Wissenschaftsschwindeleien (wahrscheinlich melden sich dann nächste Woche die Kreationisten oder Zeugen Jehovas bei mir und nerven, bis ich hier Bibelseiten ablege):


41 Kommentare (RSS-Feed)

Hanz Moser
18.12.2012 23:13
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LOL

Entschuldigung, aber mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein. Ja, 9% mehr GDP, wenn man Frauen gleich bezahlt, und damit sind die Probleme der Überschuldung für Privathaushalte vorbei.
Ich glaube die kindgerechte Aufmachung ist nicht Zeugnis der Zielgruppe, sondern der Autorin.


Hadmut
18.12.2012 23:15
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Sie nervt mich seit einiger Zeit, dass ich es in meinem Blog veröffentlichen sollte. Bitte, da hat sie es.

Wie sagt man so schön? Bedenke, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden…


Manuel
18.12.2012 23:29
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Mich hat ja überrascht, dass Asiaten besser als Weiße verdienen sollen, wo doch überall der weiße heterosexuelle Mann der Unterdrücker ist, der von den herrschenden Verhältnissen am meisten profitiert. Also jetzt neues Feindbild: Der heterosexuelle männliche Asiate?


Lars
18.12.2012 23:29
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Setz doch auch noch ein rel=”nofollow” an den Link! 🙂


Thomas
18.12.2012 23:29
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Das fällt dann wohl in die Kategorie “Desinformationsgrafik”.


ein anderer Stefan
19.12.2012 0:42
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Mir fiel ein Bolzen besonders ins Auge: Der Vergleich unterschiedlicher Ethnien, bei denen die Unterschiede noch schärfer wären. Bei White und Asian ist der Unterschied etwa gleich, bei Black und Hispanic ist er bei niedrigerem Gesamtniveau sogar geringer. Kann die nicht mal ihre eigene Grafik lesen?

Wenn man es vergleichen will, muss man gleiche Qualifikation (und zwar genau gleiche, nicht bloß allgemein Studium) mit gleichen Noten und sehr ähnlichen oder gleichen Berufen und auch sonst gleichen Biografien nehmen. Ich kann wohl kaum den Wall-Street-Broker mit der Lehrerin (oder von mir aus Bankangestellten) im ländlichen Utah vergleichen.


Hadmut
19.12.2012 0:43
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Das ist aber kein Problem nur dieser einen Feministinnen.

So funktionert der angebliche Gender Pay Gap auch andernorts. Nur verstecken die es besser.


ein anderer Stefan
19.12.2012 0:44
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Ich habe mir mal kurz die Seite angesehen – die ist wohl eher für ein sagen wir mal, einfacherers Publikum gedacht.


O.
19.12.2012 2:49
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Naja, die bekannten statistisschen Fehlschlüsse und tatsächlich vorhandene Bezahlunterschiede schliessen sich ja nicht gegenseitig aus.

Es könnte auch beides der Fall sein.

Um das zu beurteilen müsste man sich die Mühe machen
und die Erhebungen zu dem Thema genauer unter die Lupe zu nehmen.

Hier ein paar Links (habe es selbst noch nicht gelesen, gebe Euch aber schon mal Futter):

http://www.sueddeutsche.de/karriere/oecd-studie-zu-geschlechtergleichheit-deutschland-auf-den-letzten-raengen-1.1550780

http://www.oecd.org/gender/Closing%20the%20Gender%20Gap%20-%20Germany%20FINAL.pdf

http://en.wikipedia.org/wiki/Gender_pay_gap


Hadmut
19.12.2012 7:11
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@O.: Genau das, sie etwas näher unter die Lupe zu nehmen, habe ich ja im Buch gemacht.


EI
19.12.2012 6:28
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Ein Artikel zu einem ähnlichen Thema: Tina Baier: Hochbegabte Mädchen werden seltener gefördert.


felix
19.12.2012 8:07
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In meiner arfahrung gibt es die gender pay gap. Zumindest bei einstiegsgehältern habe ich sie beobachtet. Eine Kollegin und ich, beide Physiker, beide öffentlicher dienst mir ähnlicher Erfahrung haben uns neulich auf ebenfalls ähnliche stellen in der Wirtschaft beworben. Ich war schockiert wie niedrig ihre Angebote waren. Das hätte bei einem Mann keiner gewagt sowas anzubieten. Für sie war der Gang in die Wirtschafts. Finanziell ein Rückschritt. Ich habe lässig 25% mehr bekommen. Und wenn das einstiegsgehalz so weit unten liegt wird es natürlich auch schwierig das. ieder aufzuholen.


patzer
19.12.2012 10:26
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http://www.zeit.de/2012/52/Martenstein

Politikerinnen:Nur leicht OT.


Joe
19.12.2012 11:59
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Eine Kollegin und ich, beide Physiker, beide öffentlicher dienst mir ähnlicher Erfahrung haben uns neulich auf ebenfalls ähnliche stellen in der Wirtschaft beworben. Ich war schockiert wie niedrig ihre Angebote waren. Das hätte bei einem Mann keiner gewagt sowas anzubieten.

Und bei den Männern hätte es auch keiner gewagt, die übliche weibliche Arbeitsleistung zu erbringen. Regelmäßig Urlaub auf gelben Schein, mal fix in den Mutterschutz abmelden, Überstunden ablehnen oder sich zur Frauenbeauftragten wählen lassen – das kann sich kein Mann in der freien Wirtschaft erlauben.

Natürlich kann bei einem im Uni/ÖD-Schutzbiotop der Eindruck entstehen, man wäre “gleich” qualifiziert, weil man ja in derselben BAT/TVÖD-Lohnstufe steckt. Tatsächlich ist es aber so, daß Du als Mann im Frauenparadies ÖD einfach 25 % unter Deinem Leistungsniveau bezahlt wirst.


Hadmut, ich verstehe nicht ganz dein “reasoning”, warum du dieser Feministin nachgegeben hast. Könntest du näher erläutern, warum ihr Stalking gefruchtet hat?


Hadmut
19.12.2012 19:15
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@Frauenhaus: Weil ich mir die Graphik zum ersten Mal angesehen habe und der Meinung war, dass sie so lächerlich ist, dass ihre Veröffentlichung meinem Standpunkt zuträglich ist.

Davon ganz abgesehen sehe ich das wissenschaftlich und pflege den Disput, möchte auch Gegenargumente nennen und abklopfen. Ich hab es nicht nötig, meinen Standpunkt durch Totschweigen der Gegenmeinung oder gar durch Abschneiden des Wortes zu zementieren (wie Genderisten es machen). Zudem ist – siehe Buch – das Ignorieren von Andermeinungen ein Merkmal von Unwissenschaftlichkeit, also für Leute mit wissenschaftlichem Anspruch ein No-Go. Es geht ja nicht darum, der eigenen Ideologie zu huldigen, sondern zu eruieren, wer die besseren Argumente hat. Das ist ja das, was die Feministen partout nicht kapieren, und auf deren Niveau möchte ich mich ja nun auch nicht herabsinken lassen.


nochnThomas
19.12.2012 13:01
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Arg putzige Grafiken! Sieht aus wie Southpark.

Ich würde gerne die Ballons und Fallschirme abschießen…


Manuel
19.12.2012 15:07
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Warum hören wir eigentlich so wenig über die “Gender Life Gap”? Das höhere Lebenseinkommen des durchschnittlichen Mannes speist sich aus der Mehrarbeit, die Männer im Berufsleben erbringen um sich und ihre angehörigen zu versorgen. Dieses höhere Einkommen erkaufen sich Männer mit einer wesentlich niedrigeren Lebenserwartung. Würde Frauen dieser Nachteil treffen würden Feministen sagen: “An der Lebenserwartung erkennt man, wer wirklich die Macht hat”. Der Satz “Die Macht hat derjenige, für den das Geld ausgegeben wird.” entspricht viel eher der Wahrheit.

Ich wäre froh, wenn wir (meine Familie und ich) wirtschaftlich die Wahl hätten, dass meine Frau das Familieneinkommen erwirtschaftet. Mein Leben wäre stressfreier.


Georg
19.12.2012 15:20
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Besonders spannend ist die Grafik mit den verschiedenen Ethnien: Dort sieht man, dass Asiaten mehr verdienen als Weiße. Warum unternimmt niemand etwas gegen diese Diskriminierung von Weißen?


Stefan_2
19.12.2012 17:48
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@.O: WG oecd & süddeutsche:
Das oecd-paper ist zurückhaltender und in einigen Sätzen (incl. Grafik) irreführend. Der Artikel in der Süddeutschen ist nicht nur irreführend, er ist glatte Propaganda (Frauen würden gerne, werden aber von Männern zurückgehalten).
oecd-paper: statt die Frauen direkt aufzufordern doch eine berufliche Karriere anzustreben (mehr Gehalt, mehr Rente) bleiben nur Forderungen übrig, das andere (der Staat) doch das Problem lösen soll. Es sieht wissenschaftlich aus (Grafiken, Prozentzahlen), ist es aber nicht, da Äpfel mit Birnen verglichen werden (warum verdient den den Informatiker mehr als die Pädagogin ?, menno). Insofern komme ich zum Schluss das das oecd-Paper pseudo-wissenschaftliche Propaganda ist.

Was Besseres – Es gibt kein Gander Pay Gap!
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/VerdiensteArbeitskosten/Verdienstunterschiede/VerdienstunterschiedeMannFrau5621001069004.pdf?__blob=publicationFile


Gerd
19.12.2012 19:08
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Kennt ihr eigentlich an euren Arbeitsplätzen Frauen, die regelmässig Überstunden machen?

Ich nicht.

Würde man zu all den “Pay gap Statistiken” auch die geleistete Arbeitszeit mit einbeziehen, käme höchstwahrscheinlich eine deutliche Überbezahlung von Frauen heraus.


Hanz Moser
20.12.2012 0:29
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Gerd:
“Kennt ihr eigentlich an euren Arbeitsplätzen Frauen, die regelmässig Überstunden machen?”

Ja. Ich musste auf eine 70 Stunden Woche zurückgreifen, um der Tante mit ihren 68 den Betriebsrekord streitig zu machen. (War tatsächlich weniger freiwillig und heroisch als geschildert…)
Bei der, und dem Rest der Frauen in der Truppe, sind gelegentliche 50 Wochenstunden auf dem Zettel nicht so selten.

Ich kann auch noch mit zwei selbständigen (beruflich und persönlich) Frauen aus dem Bekanntenkreis aufwarten – sogar beides Blondinen. Entsprechend der Leistungsfähigkeit lachen die aber auch schallend, wenn man das Thema Gender erwähnt.

Man sollte sich vor dem Fehler hüten, alles mit Brüsten über einen Kamm zu scheren. Die pauschale Verurteilung der Frau als Genderuschi ist auch nicht besser, als die pauschale Verurteilung des Mannes als Vergewaltiger.


Hadmut
20.12.2012 0:34
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An der Uni gab es (mindestens) eine Sekretärin, die an normalen Werktagen von etwa 8 Uhr morgens bis etwa gegen 23 oder 24 Uhr und meist auch noch irgendwann am Samstag und am Sonntag im Institut war.

Und in einer Rechtsabteilung habe ich auch Juristinnen erlebt, die kaum unter einem 10-Stundentag da rausgingen.


Hadmut
20.12.2012 0:36
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> Die pauschale Verurteilung der Frau als Genderuschi

Es ist übrigens eine verblüffend kleine Minderheit, die auf Gender macht. Die meisten Frauen wissen mit dem Begriff gar nichts anzufangen und/oder halten es für Unfug.

Diese kleine Minderheit ist aber verblüffend gut darin so zu tun, als ob sie die große Mehrheit wäre, also sich selbst zu pauschalisieren.


O.
20.12.2012 1:21
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@stefan_2:
Danke für den Link.
Komme vermutlich vor Weihnachten nicht dazu das,oder auch nur meine eigenen Links zu lesen. Vielleicht mit etwas Glück schon am Wochenende.
Aber ich habbdas pdf schon mal gesichert… es stapelt sich da immer so viel…

Zu den anderen Leuten als Feedback:
iwenn Frauen mit weniger Geld abgespeist werden, warum sollten
sie denn dann trotzdem noch Überstunden machen?
Ich weiss ein paar Zahlen von ener ehemaligen Kollegin… was sie und andere in der Firma dort verdient haben. Da waren ein paar luschen-Männer mitmgroßer Klappe, doe wesentlich mehr als sie verdienten. Sie hingegen hat dafürgesorgt, daß der gesamte Webauftritt der Firma von katastrophalmauf sehr professionell ustrukturiert wurde, und wurde rel. schlecht ezahlt und obendrein gemobbt.
Und bei manchen Vorstellungsgesprächen wurde sie angebaggert,
statt daß esum den Job ging.

Also es gibtschon sehr krasse Geschichten…

Auf der anderen Seite wird von Männern, die einigermaßen oder gut verdienen wollen,
auch extremes Auspowern abverlangt.

Obendreinkommt von manchen Frauen den Männern gegenüber einerseits der Anspruch,Geld nach Hause zu bringen, damit das it der Brutpflege klappt, oder überhaupt erst mal Thema werden könnte, dann wird aber gejammert, ER sei jazu vielmauf Arbeitund habe keine Zeit für SIE und/oder die Kids.
Aber wenn ER dann – entgegen der anderen Kollegen – weniger oder keine Überstunden mehr machen würde, und den Job verlieren würde (durchaus garnicht sonwahrscheinlich), wäre er dann noch der Versorger, oder der nette Looser, der einen Arschtritt kriegt (und dann womöglich zu saufen anfängt und in der Gosse landet?)

Ok, klingt jetzt übspitzt, aber einige solcher Geschichten, wenngleich nicht immer mit so einem Endein der Gosse, aber von er Richtung her passend, habe ich schon auch bei Bekannten mitbekommen….


Alexander Roslin
20.12.2012 4:36
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Es ist doch ganz einfach: Das Gender Pay Gap ist pure Propaganda. Wir leben in einer Marktwirtschaft. Untermehmer sind bestrebt, maximalen Profit zu machen. Von denen denkt keiner daran, Männern nur deshalb mehr zu bezahlen weil sie Männer sind.

Wie blöd ist das denn?

Wenn Frauen dieselbe Leistung billiger erbringen würden als Männer, wie blöd müsste man sein, um dann überhaupt noch Männer einzustellen?

Unternehmer, die auf Profit verzichten aus Männersolidarität?

Nochmal: Wie blöd ist das denn?

So blöd, dass es nur Feminist.I.nnen einleuchtet.

Außerdem, wenn es denn tatsächlich so wäre, gäbe es morgen einen Unternehmer, der die billigeren Frauen einstellte, für deren angeblich gleich Leistung er weniger bezahlen müsste und in Windeseile hätte er den Markt aufgerollt, die Deppen, die Männern mehr bezahlen, obwohl sie nicht mehr leisten als Frauen, aus dem Rennen geworfen und aus wär’s mit der schönen Männersolidarität.

Wenn man Frauen weniger bezahlt, dann weil sie tatsächlich nicht das Gleiche leisten (mehr Teilzeit, mehr Ausfallzeiten, mehr Unterbrechungen wg. Kinder/Kinderobsorge, weniger bereit zu Überstunden, weniger bereit zu reisen, weniger flexibel usw.).


Alexander Roslin
20.12.2012 4:55
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@ El

*Ein Artikel zu einem ähnlichen Thema: Tina Baier: Hochbegabte Mädchen werden seltener gefördert.*

Ein wahrhaft gender-study-würdiger Artikel, das muss ich sagen.

Er beginnt schon mit einer dreisten Falschbehauptung.

Hochbegabung sei erwiesenermaßen bei Jungen und Mädchen gleich häufig.

Das ist erwiesenermaßen falsch.

Ab IQ 125 findet man doppelt so viele Männer wie Frauen, noch höher wächst das Übergewicht der Männer (bei 155 5,5 mal mehr Männer als Frauen).

Allein aus der Tatsache, dass es in Hochbegabtenklassen mehr Jungen als Mädchen gibt, zu schließen, Mädchen würden benachteiligt, kann nur dem einfallen, der von der Prämisse ausgeht, es gäbe so viele hochbegabte Mädchen wie Jungen.

Das ist aber erwiesenermaßen falsch, zumindest bei allen IQ-Testungen jenseits der Pubertät (die Jungen bis zu 2 Jahre später als Mädchen erleben) kommt das oben geschilderte, ungleiche Ergebnis zwischen den Geschlechtern heraus: ab IQ 125 doppelt so viele männliche wie weibliche Kandidaten, die so gut abschneiden.


Hadmut
20.12.2012 7:12
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@Alexander: Es wird ja auch nicht gesagt, ob Mädchen in den gleichen Bereichen hochbegabt sind, die Begabung also denselben Nutzen haben soll.


Alexander Roslin
20.12.2012 5:03
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@ felix

*Eine Kollegin und ich, beide Physiker, beide öffentlicher dienst mir ähnlicher Erfahrung haben uns neulich auf ebenfalls ähnliche stellen in der Wirtschaft beworben. Ich war schockiert wie niedrig ihre Angebote waren. Das hätte bei einem Mann keiner gewagt sowas anzubieten. Für sie war der Gang in die Wirtschafts. Finanziell ein Rückschritt. Ich habe lässig 25% mehr bekommen. Und wenn das einstiegsgehalz so weit unten liegt wird es natürlich auch schwierig das. ieder aufzuholen.*

Das glaube ich gerne.

Der ÖD kann sich leistungsunabhängige, gleichstellende Bezahlung = politische Preise leisten, denn er muss ja nicht gegen Konkurrenz bestehen, keine marktwirtschaftlich durchsetzbaren Kosten kalkulieren.

Der Steuerzahler kommt ja leistungsunabhängig für alles auf, weil er muss.

Auch bietet der ÖD konkurrenzlos an. Der Bürger = Untertan MUSS eine Dienstleistungen annehmen, kann nicht ausweichen, da kann man auch Minderleistern das Gleiche bezahlen, weil’s pc = politisch correct ist.

Die private Wirtschaft kann sich solche Art Gleichstellung nicht leisten, denn die muss die Löhne, die sie zahlt, auf dem Markt gegen Konkurrenz verdienen.
Dort kann man sich nur leistungsgerechte Bezahlung, die der Markt hergibt, leisten, keine politischen Preise durchsetzen (es sei denn man ist Bank and too big to fail, hat außerdem die Politik via Spenden in der Hand).


Hadmut
20.12.2012 7:19
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@felix, Alexander: Ja, der öffentliche Dienst mit seinen festen Einheitsgehältern erzeugt die Illusion gleicher Befähigung.

Es wäre mal interessant, die Bewerbungsschreiben zu vergleichen. Ich wette, die waren nicht gleich. Denn bemerkenswerterweise regt sich Felix über die unterschiedlichen Gehälter auf, sagt aber nichts über die Gleichheit der Leistungen.

Es ist fragwürdig, aus einem einzelnen Vorkommnis gleich auf die geschlechtsspezifische Bezahlung zu schliessen, statt erst einmal individuelle Ursachen zu suchen.


ein anderer Stefan
20.12.2012 8:49
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Beim öD ist die Qualifikation in der Papierform in der Regel ausschlaggebend für die Einstufung. Die tatsächliche Befähigung spielt keine Rolle. Ich bin im öD und habe selber die klare Aussage gekriegt, dass ich ohne meinen Master meinen aktuellen Job nicht bekommen hätte – ich habe vorher die gleiche Aufgabe bei einer anderen Kommune 10 Jahre lang “nur” mit nem FH-Diplom gemacht und hatte dementsprechend die Berufserfahrung vorzuweisen. Das hätte aber niemanden interessiert. Die wollten einen einschlägigen wissenschaftlichen Hochschulabschluss sehen. (Wobei ich nach der Bologna-Reform die Aufrechterhaltung des Unterschieds FH/Uni für inkonsequent halte – wenn eh alle Bachelor und Master machen, warum halten dann die Unis diesen Standesdünkel weiter aufrecht?)


Alexander Roslin
20.12.2012 16:56
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@ Hadmut

*An der Uni gab es (mindestens) eine Sekretärin, die an normalen Werktagen von etwa 8 Uhr morgens bis etwa gegen 23 oder 24 Uhr und meist auch noch irgendwann am Samstag und am Sonntag im Institut war.

Und in einer Rechtsabteilung habe ich auch Juristinnen erlebt, die kaum unter einem 10-Stundentag da rausgingen.*

Ja, die gibt es. Aber im Schnitt arbeiten Männer angestrengter und länger im Erwerb mit mehr Überstunden als Frauen.

Die wenigen Frauen, die Erwerbsarbeit so priorisieren wie Männer, verdienen auch wie Männer.

In der Medizin (mein Bereich) z.B. kalkuliert man damit, dass 3 Ärztinnen so viele Patienten behandeln wie 2 Ärzte, im Schnitt.

In den schweren Fächern mit vielen Überstunden (Unfallchirurgie z.B.) finden sich viel weniger Frauen als in den leichteren Fächern mit weniger Überstunden, weniger ungeregelten/langen Arbeitszeiten.

All das sorgt dafür, dass auch Ärzte im Schnitt mehr verdienen als Ärztinnen, gilt auch für niedergelassene mit eigener Praxis.

Auch da arbeiten Frauen im Schnitt (!) weniger als Männer.

Z.T. hat das familiäre Gründe (Frauen arbeiten mehr in der Familie und für Kinder, Männer dafür mehr im Erwerb, weil Männer UND Frauen das genau so wollen, schließlich suchen sich Frauen oft einen Mann, der ihnen das Kürzertreten beim Erwerb finanzieren kann durch seinen Mehrverdienst – nix da mit bösem männlichen Zwang und Unterdrückung der Frau, diesem üblichen Shibboleth, der Männer nur dazu bringen soll, sich schuldig zu fühlen und die wachsende Männerbenachteiligung und Frauenprivilegierung schuldbewusst zu akzeptieren und klaglos hinzunehmen, fein ausgedacht von der feministischen Frauenlobby).

Z.T. hat das gesellschaftlich-kulturelle Gründe: Ein Mann, der sich nicht selbst materiell versorgen kann, sich versorgen lassen muss, ist mehr unten durch als eine Frau, die das nicht kann, die es weniger “schändet”, sich versorgen zu lassen, weshalb Männer unter einem höheren Erwerbsdruck stehen als Frauen.

Zudem finden viele Männer es normal, für eine Frau Geld auszugeben und das nicht nur beim Bezahlen im Restaurant, während viel mehr Frauen es als unter ihrer Würde empfinden, für einen Mann zu bezahlen.

So geben Frauen 2/3 des Konsumgeldes aus in einer westlichen Volkswirtschaft, Männer nur 1/3, weil Männer zwar im Schnitt mehr verdienen als Frauen, aber auch viel mehr Geld an Frauen weiterreichen als umgekehrt Frauen an Männer.

Mich kotzt diese ganze Frauenheulkunde und Diskiminierungspropaganda nur noch an.

Sie ist verlogen-egomanisch hoch³, strotzt nur so von halben Wahrheiten und ganzen Lügen.

Auch das Mantra, faule Männer würden sich auf Kosten fleißiger Frauen ausruhen, ist eine Lüge.

Alle detaillierten Zeitverwendungsstudien weisen aus, dass Männer etwas mehr arbeiten als Frauen (Familienarbeit, Pflegearbeit, Erwerbsarbeit zusammengerechnet, auf eine 7-Tage-Woche gerechnet, also einschließlich der Wochenendarbeiten).

Frauen arbeiten dabei mehr in der Pflege/Familie, Männer mehr im Erwerb.

Das wird aber immer nur so dargestellt, dass Frauen sehr viel mehr Haus-und Pflegearbeit leisten als Männer.

Stimmt.

Dass Männer dafür sehr viel mehr Erwerbsarbeit leisten als Frauen, wird gerne verschwiegen und dass die Erträge dieser männlichen Erwerbsarbeit häufig an Frauen gehen, auch.

Statt dessen wird gesagt, die Frauen leisteten UNBEZAHLTE Arbeit.

Die Arbeit ist aber nicht unbezahlt.

Die Alleinerziehende wird vom Sozialstaat bezahlt, der wiederum vor allem von männlichen Steuerzahlern sein Geld bekommt oder vom Ex und die in Partnerschaft lebende Frau, die “unbezahlte” Arbeit leistet, wird vom Partner bezahlt, denn sie hat ja den gleichen Lebensstandard wie dieser, lebt nicht von Luft und Liebe.


Alexander Roslin
20.12.2012 17:31
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@ Hadmut

*@Alexander: Es wird ja auch nicht gesagt, ob Mädchen in den gleichen Bereichen hochbegabt sind, die Begabung also denselben Nutzen haben soll.*

Das kommt noch hinzu.

Ein Begabungsschwerpunkt der Mädchen ist der sprachliche Bereich, einer der Jungen eher der mathematisch-technische Bereich.

Es wird aber einfach mit der Prämisse gearbeitet, dass es gleich viel hochbegabte Mädchen wie Jungen geben muss.

Das ist jedoch nicht der Fall, s. S. 302 ff dieses Buches

http://books.google.de/books/about/Handbook_of_Gender_Research_in_Psycholog.html?id=Xtq0M1f_aIMC&redir_esc=y

Für diese Prämisse gibt es kein empirisches Fundament, im Gegenteil.

Bei randomisierten Samples in IQ-Tests finden sich wie gesagt jenseits der Pubertät sehr viel mehr hochintelligente Männer als Frauen (und sehr viel mehr sehr dumme Männer als sehr dumme Frauen).

Es wird einfach behauptet, dass wenn es mehr hochbegabte Jungen als Mädchen gibt, dann nur deshalb, weil man die Mädchen benachteiligt/nicht findet, weil sie unauffälliger sind usw.

Seit Jahrzehnten sucht die Pädagogik nach diesen unauffindbaren hochbegabten Mädchen.

Trotzdem wurden sie bisher nicht gefunden.

Trotzdem wird unverdrossen behauptet, dass es sie zwar gibt, man sie aber noch nicht gefunden hat.

Trotzdem weiß man, dass es sie gibt.

Usw.

Reiner Glaube, der Glaube, dass Jungen/Mädchen/Männer/Frauen gleichartig sein müssten.

SIE SIND ES ABER NICHT.

Genauso wenig wie Rüden und Hündinnen, Katzen und Kater, Stuten und Hengste, Stiere und Kühe.


O.
20.12.2012 23:25
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Hadmut,Du sagst, Du hadt für ein Buch recherchiert.
Wannn und wo es erscheint, ist das schon klar?
Wird es so ein Ding aus Papier, so richtig mit Verlag und so, oder hast Du wieder ein pdf fürs Netz erstellt?
Oder print/book on demand?


Hadmut
20.12.2012 23:33
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@O: Ist doch schon längst erschienen, gedruckt (on demand) und für Amazon Kindle. Guckst Du hier.


eule
21.12.2012 1:51
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Eine logische Glanzleistung kommt ja schon gleich am Anfang:
“Die Einstiegsgehälter unterscheiden sich im Schnitt um $7600, obwohl es auf dem College 57% Frauen gibt”

Nachts ist es kälter als draußen.


techniknoergler
22.12.2012 18:22
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@Manuel: >>Warum hören wir eigentlich so wenig über die “Gender Life Gap”? Das höhere Lebenseinkommen des durchschnittlichen Mannes speist sich aus der Mehrarbeit, die Männer im Berufsleben erbringen um sich und ihre angehörigen zu versorgen. Dieses höhere Einkommen erkaufen sich Männer mit einer wesentlich niedrigeren Lebenserwartung. Würde Frauen dieser Nachteil treffen würden Feministen sagen: “An der Lebenserwartung erkennt man, wer wirklich die Macht hat”.<<

Das können Sie so nichts sagen. Das ist sexistisch.

Hat mir ein Feminist auf dieses Argument gebracht – das hat mich dazu bewogen den Feminismus immer kritischer zu sehen. Davor erkannte ich in feministischen Argumenten nur ein paar leichte Übertreibungen und die etwas geringe Beachtung einiger Aspekte wie den oben genannten. Seit dem ich da aber mal den Diskussionsstil eines männlichen (!) Feministen erlebt habe, der dann irgendwann nicht mehr ertragen konnte, das ich ihm nicht bedingungslos zustimmte und wutschnaubend aus dem Raum ging, habe ich nochmal kritischer hingeschaut – und mehr als nur leichte Übertreibungen und einseitige Fixierungen erkannt. Stattdessen richtig gehende Ideologisierung, Verzerrungen, Verfälschungen und vor allen Dingen emotionale Manipulation – gerne mit Krawallrethorik und persönlichen Angriffen.

Nach diesem Vorfall begann von Seiten des Feministen die Psychologisierung. Egal was ich machte und auch egal was ich auf seine Versuche erwiderte – alles war ein Beweis dafür, wie durchschaubar primitiv ich sei. Halt ein Macho. Überging ich die Vorwürfe, war es ein Beweis, dass ich sie nicht ertragen konnte. Wiedersprach ich ihnen, war dies ein Beweis, dass ich diese Verdränge. In beiden Fällen war es ein zusätzlicher Beweis, das ich einen "Männlichkeitskomplex" hätte. Und das ich hier darüber schreibe, würde derjenige, wüsste er davon, wohl als einen weiteren Beweis sehen – für meinen Männchlikeitskomplex. Wüsste er, dass ich mich immer noch relativ stark mit dem Thema beschäftige, würde allerdings nicht manchmal die Metaebene anzusprechen, dann wäre dies auch wieder ein Beweis für Verdrängung und dem Verstecken hinter "Pseudofakten", der auf eine Tiefe psychische Unsicherheit verweist. Und damit ein weiterer Beleg für einen Männlichkeitskomplex.

Das auftreten feministischer Piratinnen im Fernsehen, aber auch der Diskussionsstil vieler Feministen (m und w) im Internet, deutet darauf hin, das dies kein Einzelfall ist. Wofür ich es hielt, bevor ich mich damit mehr beschäftigt habe.

Außerdem sehe ich seit dem küchenpsychologisches Stalking sehr kritisch. Ganz allgemein, unabhängig von seiner starken Verbreitung in der Mainstream-Feminismusszene bzw. der Szene der Sympathisanten.


Hadmut
22.12.2012 18:30
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Die lernen diesen „Stil” in „Rhetorik-Kursen”. Die werden da extra drauf getrimmt, weil sie bei vielen Leuten mit dem Quatsch Erfolg haben. Deshalb rempeln Feministinnen auch so häufig Männer an, weil man ihnen gesagt hat, dass der, der berührt, Macht ausübt.

Diese Rhetorik-Schiene war ja mit einer der Gründe, warum ich so große Ähnlichkeit von Genderismus/Feminismus und Scientology sehe.


Golo
23.12.2012 1:17
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Genau! Die sind alle gleich diese Frauen!


techniknoergler
23.12.2012 13:26
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@Hadmut:

Die Parallelen siehst nicht nur du. Ich sehe sie auch, weniger aber wegend er Rethorik (das ist nun nicht unbedingt Sektenpezifisch), sondern wegen der Differenz zwischen Außen- und Innendarstellung, der nach Außen hin transportierten Position (die so auch nicht wirklich logisch und haltbar ist, aber Krawall-Rethorik ermöglicht, um Kritiker mundtot zu machen) und den da teilweise Intern diskutierten Positionen, die in verschwurbelten Texten verklausuliert werden, die sich Nichtfeministen in der Regel nicht durchlesen (Scientology setzt da eher aufs Urheberrecht, Feministinen auf verschwurbelten, abschreckenden Sprachstil).


Jens
23.12.2012 15:09
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“Kennt ihr eigentlich an euren Arbeitsplätzen Frauen, die regelmässig Überstunden machen?

Ich nicht.”

Ja, kenne ich. Wobei ich nicht weiß, ob sie die regelmäig wieder abfeiert. Aber ich bekomme im Issue-Tracker regelmäßig Einträge freitag abends um 22:30 Uhr mit.

Ist aber letztlich auch egal, ob sie die wieder ausgleicht – anderenfalls werden Überstunden bei uns selbstverständlich vergütet.