Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ist mein Hintern inkompatibel?

Hadmut
16.12.2012 16:04

Sagt mal, Leute, geht das auch so oder muss ich mir Sorgen um meinen Südpol machen?

Wär mal an der Zeit für ein neues Sofa. Das alte hat ganz hässliche Flecken. Genauer gesagt sind es keine Flecken, sondern Inseln höchster Sauberkeit. Weil das mal mit der Zeit etwas speckig geworden war und ich versucht habe, das mit Polsterreiniger sauber zu kriegen. Das Dumme daran war, dass ich es tatsächlich sauber bekommen habe, sogar richtig super restlos sauber. Aber eben umso sauberer da, wo ich am intensivsten geschrubbt habe. Die Struktur des Sofas macht es unmöglich, das ganze Sofa gleichzeitig zu reinigen. Nun sehen die sauberen Stellen wie Flecken aus und ich krieg das nie wieder gleichmäßig hin. Ich habe schon beobachtet, dass sich Besucher ungern an die Stelle mit den Flecken setzen, weil’s siffig aussieht, obwohl es zweifellos die sauberste Stelle auf dem Sofa ist. Geht so nicht weiter.

Nur: Ich kann Sofas probesitzen, soviel ich will. In mehreren Möbelhäusern war ich schon und habe mich in einer Weise verhalten, die mich in den Augen sämtlicher Verkäufer verdächtig machten, weil ich völlig ziellos aber systematisch meinen Hintern auf viele oder sämtliche der ausgestellten Sofas gedrückt habe, ohne groß hinzugucken.

Ich weiß nicht, was ich falsch mache, aber ich finde kein Sofa, auf dem man (genauer gesagt: ich) bequem sitzen kann. Dabei habe ich noch nicht mal überzogene Anforderungen. Freiwillig dort sitzen zu wollen wär schon toll.

Die haben jetzt alle diese Fläz-Möbel, auf denen ich mich partout nicht platzieren kann. Wenn ich so sitze, dass die Knie an der Kante sind und ich sie anwinkeln kann (also das, was man klassischerweise als „Sitzen” bezeichnet), habe ich keine Rücklehne, weil die Sitzfläche zu lang ist. Lasse ich mich dann nach hinten fallen, bis da irgendwas kommt, kann ich auch nicht liegen, weil die „Rücklehne” einen so dämlichen Abstand zur Vorderkante (Knie) hat, dass ich entweder mit abgeknicktem Genick und Kinn auf der Brust oder mit der Rückenlehne im Kreuz dahänge. Nein, so will ich weder Fernsehen gucken, noch mich mit jemandem unterhalten. Sowas will ich auch Gästen nicht anbieten.

Und überhaupt das Sitzen. Die machen da jetzt alles so ganz billig-platte Schaumplatten rein, auf denen es sich ganz unbequem sitzt. Nun, wird der mir abgeneigte Leser, deren erstaunlich viele erstaunlich viel Zeit damit verschwenden, ein Blog zu lesen, das ihnen nach ihrem Bekunden so gar nicht gefällt, einwenden, das kommt halt davon, wenn man billige Möbel nimmt. Nun war ich aber auch schon in den Edel-Abteilungen und habe Sessel in der Kategorie bis 4.000 Euro für den ledernen Einsitzer getestet. War alles nichts.

Hab ich ein Problem mit meinem Hintern? Oder geht Euch das auch so?

Mein altes, fleckiges Sofa war da eigentlich sehr gut. Und, dass sollte man erwähnen, das allerbilligste Billig-Ding das damals zu kriegen war. Zeigt auch außer dem empfindlichen und nicht brauchbar zu reinigenden Bezugsstoff eigentlich keine Abnutzungserscheinungen. Die Pseudoweisheit gut=teuer gilt also nicht. Das ist einfach so ein Modeeffekt, denn es scheint ohnehin nur noch zwei oder drei Grundtypen zu geben, nämlich mit völlig planen, flachen, harten Sitzflächen und einem lang verlängerten flachen Pseudositz, und die feudal-Polster mit drapierten Falten und Leder-Imitat im Schwiegermutter-Stil für Leute mit geschmacklosen Spitzen-Gardinchen im Fenster und Möbelhaus-Chic. Schrecklich. Ganz Schrecklich.

Ich will dabei nicht verhelen, dass ich durchaus auch schon zwei Sitzmöbel gefunden habe, die meinem Hintern gefallen hätten.

Das erste war eine schwarze Sitzgruppe von hirnzerquetschender Hässlichkeit. Dieses Ding war so unglaublich hässlich, dass mir einfach die Worte fehlen, es zu beschreiben. Von linsentrübender Geschmacklosigkeit. Ich hab mich eigentlich nur reingesetzt um mich drüber lustig zu machen, und wurde extrem überrascht. Das Ding hat meinen Hintern völlig in sich hineingezogen und sich perfekt angepasst, das war so ein Gefühl von „Hier will ich nie wieder raus, nie wieder!”, allerdings mit dem Verdacht, da irgendeiner fleischfressenden Pflanze auf den Leim gegangen zu sein, die einem Wohlsein vorgaukelt und einen dabei langsam verdaut. Ich hätt’s gekauft. Ich hätt’s sofort in all seiner Hässlichkeit gekauft. War aber dummerweise ein Einzelstück – und schon verkauft.

Das zweite war ein Sessel, an dem ich zufällig in einem Möbelhaus auf dem Weg von der Lampenabteilung zu den Bilderrahmen vorbeikam. Ein schwarzer, fetter Sessel aus so einem feinen Leder (oder so gutem Lederimitat, dass es mir zumindest nicht sofort aufgefallen wäre), von feiner Struktur und einer göttlichen Bequemheit. Auch so ein Sessel für Götter. Sowas von urbequem, dazu noch so eine ausfahrbare Beinablage. Herrlich. Besser geht’s nicht.

An diesem Sessel haben mich nur drei Dinge irritiert:

  • Das erste war ein seltsamer Schaukelmechanismus. Im Prinzip schon ein Schaukelstuhl, der aber nicht um einen Drehpunkt wippte, sondern mit Gestängen aufgehängt war, so dass er parallelogramm-artig nach vorne und hinten schaukeln konnte und dabei strikt in der Waagerechten blieb.
  • Das zweite, was mich irritierte war, dass ich irgendwann merkte, dass ich nicht in der Wohnzimmer-, sondern in der Babyabteilung war und um mich herum Kinderwägen und so’n Zeugs standen und mir nicht klar war, was dieser Sessel da verloren hatte.
  • Das dritte Irritierende an diesem Sessel war die Verkäuferin, die einen Lachkrampf bekam, als ich sie fragte, ob’s den Sessel auch ohne diesen albernen Wipp-Mechanismus gäbe und ob sie das auch als 3er-Sofa hätten.

Als sie wieder zu Luft kam, klärte sie mich auf, dass es sich um einen Still-Sessel handele, wie er in den Geburtsstationen der Krankenhäuser verwendet würde. Und nein, den gäb’s nicht als 3er-Gruppe. So bequem das Ding war, ich hab dann doch davon abgesehen, mein Wohnzimmer zu einer Still-Gruppe auszubauen. Könnte bei manchem Besucher einen falschen Eindruck hinterlassen und mich angreifbar machen indem man mir perverse Praktiken vorwirft. Stellt Euch vor, aus irgendeinem Grunde müssten mal Polizei oder Feuerwehr oder sowas in die Wohnung und dann würde jemand sagen, der Typ hat vier Still-Sessel im Wohnzimmer und dabei nicht mal ein Kind. Aber das muss ich schon sagen, das Ding war superbequem. Kostenpunkt so um die 400 Euro. Man kann also durchaus bequeme und haltbare Sessel mit ordentlichem Obermaterial bauen ohne gleich über die 1000er-Grenze hinauszuschießen. Wenn die das bei Still-Sesseln hinkriegen, warum dann nicht bei normalen Sofas?

Gerade dieser Sessel, der beweist, dass es ginge, wenn man wollte, wirft die Frage auf, woher eigentlich dieser ganze Möbelhaus-Schrott kommt. Und warum sich das alles so schlecht sitzt.


32 Kommentare (RSS-Feed)

Anmibe
16.12.2012 16:59
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Das mit der falschen Tiefe der Sitzfläche kenne ich seit frühester Jugend, meine Mutter nur 1,54 m groß hatte immer Probleme ein Wohnzimmermöbel zu finden welches ihr bequem war. Ich bin zwar etwas größer, aber ich fühle mich auf etlichen Sitzgelegenheiten auch nicht wohl, preisunabhängig, da sich bei mir derselbe Effekt wie bei Dir bemerkbar macht.

Eine Oberschenkelknochenverlängerung könnte vielleicht Abhilfe schaffen.

Übrigens, da bekommt das Still-Leben eine ganz neue Bedeutung.


Michael Vogt
16.12.2012 17:02
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Ob das geht, haengt ein wenig von der Form Deines Sofas ab. Wir haben fuer unser alt und unansehnlich gewordenes Sofas und den dazugehoerigen Sessel, welche aber immer noch nicht durchgesessen sind, einen schoenen, derben und stabilen Stoff gekauft (kommt so ungefaehr auf 300 Euro). Hier und da entsprechend vernaeht und den Stoff mit unsichtbar angebrachten starken Gummizuegen an Knoepfen an den Moebeln befestigt. Die Knoepfe haben wir unten (daher auch unsichtbar) an die Holzrahmen geschraubt. Annaehen nuetzt nichts, da die Stoffe, mit denen Sofas/Sessel und “verkleidet” sind keine Zugbelastung aushalten und daher abreissen wuerden.

Gummizuege deshalb, weil bei festen Verbindungen der Stoff leichter abreisst, da er, je nach Benutzung doch hin und wieder verrutscht. So zupfelt man das einfach wieder hin und gut ist’s.

Sieht super aus, ist belastbar und im Falle wenn einfach ab in die Waschmaschiene…

Mick!


Thomas Lutz
16.12.2012 17:58
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Ha! Exakt. Das ist meiner Meinung nach aber nicht nur so bei Sesseln oder Bürostühlen der Fall. Ich war vor einiger Zeit auf der Suche nach einem vernünftigen Tagesrucksack für Wanderungen und da hatte ich ähnliche Probleme. Hunderte verschiedene Modelle mit immer und immer wieder der gleichen und völlig unbrauchbaren Form, den verrücktesten Farbkombinationen und Zuschnitten. Letztlich handelt es sich bei den meisten Outdoor-Rucksäcken, die man in Deutschland bekommt, um große und überteuerte Einkaufstüten (Trichterform) mit zwei Tragegurten und einer großer Werbefläche für den Anbieter. Toll, aber wer braucht so etwas und wer traut sich damit unters Volk? Das meiste ist offensichtlicher Marketing und Trend-Quatsch. Noch mehr Ventilation? Noch mehr Mesch? Noch leichter? Das 2013 Modell mit dem neusten Schnitt? Was für ein Unsinn. Ich will Optionen, viele Taschen und mich nicht immer nach unten durchwühlen um mal ein Brot, eine Kamera oder das richtige Objektiv hervorzukramen. Wenn man da etwas Vernünftiges will (Stichwort “Panel loader”) muss man da teilweise schon bis nach Amerika schauen und siehe da. Ich bin nicht alleine. Dort werden sehr sehr erfolgreich seit Jahrzehnten die fast unveränderten Modelle verkauft und das zu einem äußerst günstigen Preis.

Und hier könnte genau das Problem liegen. Stell Dir vor man produziert einen Rucksack, einen Turnschuh oder einen Sessel seit Jahren erfolgreich. Sehr schön. Einfach toll für das Ansehen der Firma, aber eben nicht für die angestellten Designer, das Marketing oder die Presseabteilung. Die haben dann nämlich nichts zu tun und können ihre Existenz nicht rechtfertigen. Muss das so sein? Oder ist das nur so in einer Branche. Nicht unbedingt. Ikea mit seinem bekannten Regal “Billy” und die Schuhhersteller Hanwag oder Meindl haben seit Jahrzehnten sehr sehr ähnliche Produkte im Sortiment. Allerdings befürchte ich, dass einige Elemente in einer Firma häufig einfach frei drehen und dann jede Season einen Unsinn rausbringen. Ähnlich könnte es bei den Sofas zugehen. Jedes Jahr eine riesen Auswahl an neuen Modellen, man darf die funktionierenden “Design-Ideen” der anderen nicht kopieren und schon kommt es zu teuren Experimenten anstatt funktionaler, günstiger und bewährter Qualität. Was ich bei Elektronikartikeln noch im Rahmen (spiegelnde Displays sind und waren immer schon eine Frechheit) nachvollziehen kann, weil es viele Bereiche dort schlicht noch nicht so lange gibt, wirkt dann um so frustrierender bei Gegenständen, die schon seit Jahrhunderten sehr erfolgreich produziert werden.

Aber ich will hier nicht nur die Schuld bei den Anbietern suchen. Ein großer Faktor könnten durchaus auch die Käufer sein. Ich persönlich bin ein Fan von schlichter Funktionalität. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob jemand anderes das gleiche Produkt trägt, den gleichen Sessel zu Hause stehen hat oder mit dem gleichen Messer seine Zwiebeln schneidet. Hierbei gehöre ich allerdings zu einer – ich vermute überwiegend männlichen – Minderheit. Bei vielen haben “Mode”, “Design”, “Exklusivität”, “Aktualität”, “Aussehen”, “Kreativität” und “Individualität” einen viel höheren Stellenwert (was auch immer man darunter im Einzelnen zu verstehen hat). Unglücklicherweise, denn ich finde Preis und Nutzen leiden darunter.

@Hadmut: Ich vermisse Deine Artikel über Fotografie, Technik und Reisen.


Hadmut
16.12.2012 18:32
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> Ich vermisse Deine Artikel über Fotografie, Technik und Reisen.

Kommen wieder, wird noch ein paar Monate dauern. Momentan komme ich aus technischen Gründen nicht dazu.


Asd
16.12.2012 18:02
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>Wenn ich so sitze, dass die Knie an der Kante sind […] habe ich keine Rücklehne

Das kenne ich zu gut – das stoert mich nicht. Wenn ich eine Rueckenlehne will, setze ich mich im Schneidersitz darauf und dann geht es sich gut aus. Da bin ich aber auch sehr eigen, da ich nicht laenger als 2-3 Minuten in einer Position verbleiben kann.

Es gibt aber eine gute Abhilfe: Mit ausgestreckten Beinen auf das Sofa setzen und bei den Fueßen einen Sessel hinstellen. Gleichzeitig hat man mit den Beinen dadurch einen Tisch gebildet und kann Essen darauf abstellen.


Henning
16.12.2012 18:17
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Wenn dein jetziges Sofa so bequem ist, nur der Bezug unansehnlich, warum lässt du es nicht von einem Polsterer neu beziehen? Ist (meist) gar nicht so teuer und du bekommst dein dir geliebtes Sofa mit dem Stoff (und Stoffqualität) deiner Wahl. Habe ich bei mir auch massen lassen – zwar nicht das Sofa, sonder die Esszimmerbestuhlung, Ergebnis war aber fantastisch. Die Antiquitäten sahen aus wie neu.


Hadmut
16.12.2012 18:33
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@Henning: Weil es nur ein ganz kleines 2er-Sofa und noch dazu ein extrem billiges Ding ist. Das würde jeder Polsterer als Beleidigung auffassen. Ich brauche sowieso was größeres.


karbau
16.12.2012 18:19
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EXAKT! Wir haben dasselbe Problem; 10 Möbelhäuser später muss gesagt werden, dass Ikea da noch am besten abschneidet. Derzeit überlegen wir daher ernsthaft zum ersten Mal ein “großes Möbelstück” beim Schweden zu kaufen.

Wie alles in dieser Gesellschaft gilt wohl auch beim Sofa: Form/Optik (im Sinne von Massenmarkt/Markenfetichismus/verkürztes “Dazugehören”-Gefühl) ist wichtig, Funktion und Qualität interessiert keinen Menschen mehr.

Und wenn Du Dir noch eine Depression abholen willst: such mal eine (Decken)Lampe, die nicht potthässlich ist! Das dauert genauso lange, wie ein ordentliches Sofa zu finden.


Hadmut
16.12.2012 18:35
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Oh, Deckenlampen zu finden, die ich für erträglich halte, läuft auf wochenlange Odyseen durch Möbelhäuser und Baumärkte raus.

Obwohl es wieder etwas einfacher geworden ist, seit es LED-Lampen gibt und man nicht auf Trafos usw. angewiesen ist.


Hanz Moser
16.12.2012 18:42
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Mal ganz pragmatisch, wenn dich ein Sessel für 4k nicht schwitzen lässt:
Schreiner, Polsterer.
Altes Ding durchsägen, ausmessen und eine bessere Version fertigen lassen.

Alternativ nur den Polsterer beauftragen.

Ich kann dein Problem aber nachvollziehen. Vor dem Kauf stehe ich nicht, da sowohl Sessel als auch Diwan noch in Ordnung sind, aber in den letzten Jahren kauft sich fast die ganze Welt nur noch Möbel, in denen man nicht mehr normal sitzen kann.
Bürosessel sind da noch ein ganz anderes Thema, bei dem für annehmbare Qualität mindestens 500 Euro fällig werden und man lange suchen muss. Deshalb sitze ich jetzt auch auf dem Fahrersitz aus einem Passat 3C. Gute Autositze sind bequem für langes Sitzen und haltbar.


Anon
16.12.2012 20:21
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Also ich finde ja die POÄNG-Serie bei Ikea ziemlich bequem (Wippsessel). Ich will da regelmäßig nicht wieder aufstehen.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/S19825191/

Man muss nur wissen, das Ikea gefühlt jedes Jahr die Farben ändert, sodass man nie wieder etwas passendes nachkaufen kann …


Hadmut
16.12.2012 20:23
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Die verändern nicht nur die Farben. Bei IKEA hat man fast immer Probleme mit dem Nachkaufen. Katastrophal.


Skeptiker
16.12.2012 20:32
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> Ich brauche sowieso was größeres.
hihi irgendwas was wir wissen sollten Hadmut?


Hadmut
16.12.2012 20:36
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Hähä, wenn’s die Leserzahlen des Blogs hebt… aber mir ging’s um ein Sofa, nicht um ein Auto. Mehr Sitzmöbel für Besuch usw.


Tichy
16.12.2012 21:07
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schonmal mit sedda aus AT probiert? zumindest unser modell ist schlicht, bequem, stabil und trotzdem sehr schoen. guenstig isses natuerlich nicht.

jemand erwaehnte ikea, da hatte ich seinerseits nur unbrauchbares gesehen, aber keine ahnung ob sich das inzwischen vielleicht gebessert hat.


Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper
16.12.2012 21:09
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Auch der Aufstellort des Sitzmöbels ist wichtig! 😉


Werner
16.12.2012 21:44
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Hallo Hadmut,
versuch es doch mal in einem Fairtrade-Laden. Ich war neulich in so einem Laden, allerdings nicht wegen Möbeln. Dabei fiel mir auf, daß die eine reiche Auswahl an “altertümlichen” Möbeln hatten. Also nicht so einen designten Quatsch, sondern etwas altmodisch, aber “sitzbar”. Teilweise sogar komplette Garnituren. Oder schau mal bei einem Polsterer in Deiner Nachbarschaft, die haben häufig noch das eine oder andere Gestell und bauen Dir das Sofa wie Du willst.


dasuxullebt
17.12.2012 9:44
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Die Wippsessel kann ich auch empfehlen. Da kriegt man manchmal sogar ziemlich gute bei irgendwelchen Discounter-Aktionen.

Ansonsten vielleicht mal Gebrauchtmöbel in Erwägung ziehen? Da gibt es oft ganze Wohnzimmereinrichtungen, die halt etwas altertümlicher aussehen, aber benutzbar sind.

Übrigens gibt es auch gute aufblasbare Sessel, mit denen muss man dann halt etwas vorsichtiger sein aber wenn die gut verarbeitet sind sind find ich solche manchmal bequemer als welche mit echtem Polster.


Johanna
17.12.2012 11:05
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Wie teuer bzw. wertvoll ist das alte Sofa denn? Und wie teuer soll das neue werden? Denn bei ausreichendem Restwert und ausreichendem Budget könnte man das Problem auch lösen, indem man das alte Sofa neu beziehen lässt. Das ist teuer, aber bei hochpreisigen Möbeln durchaus eine Überlegung wert.


Astrid
17.12.2012 12:59
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Genau das selbe Problem habe ich auch seit einigen Jahren.

Überall diese Sofas mit 1 Meter tiefer Sitzfläche. Am besten noch mit 40 cm Lehne, damit es noch unbequemer wird als es schon ist.

Ich als Winzling von unter 1,60 kann mich auf solchen Teilen nur auf die Kante hocken, wenn ich Glück habe, berühren die Beine den Boden, allerdings habe ich dann mindestens 30 cm Abstand zur Lehne.

Oder ich lehne mich hinten an, dann kann ich natürlich mit meinen Stummelbeinen den Boden nicht berühren und muss die Beine auf den Couchtisch legen, was die Gastgeber gar nicht witzig fänden.

Also übelst bequem, diese neue Sofa-Mode! Ich freue mich schon darauf, ein neues suchen zu müssen!


euchrid eucrow
17.12.2012 15:16
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das mit den unmöglich langen sitzflächen bei sofas kenne ich. ich befinde mich gerade auf so einem. das hat meine freundin mal geschenkt bekommen. da kann man eigentlich nur drauf rumlümmeln. sitzen geht gar nicht.
wenn du keine abneigung gegen gebrauchte sachen hast, dann schau doch mal in trödelläden nach. fast jede größere stadt hat auch ein sozialkaufhaus in dem man fündig werden kann. in solchen läden erübrigen sich meist auch die übelkeitsanfälle beim deckenlampenkauf. ich habe neulich einen totschicken und hornalten deckenleuchter aus messing(?) gekauft. nur die verkabelung muß ich ersetzten. für 50 euro.

ansonsten reicht deinem jetzigen sofa vielleicht auch nur ein schicker überwurf?


Hadmut
17.12.2012 19:45
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@euchrid: Wäre alles teurer als das Sofa selbst war und würde auch das Problem nicht lösen, dass es eigentlich zu klein ist.


DavidXanatos
17.12.2012 16:07
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Das problem mit den modenen mist möbeln kenne ich auch,
ich sitze schons eid fast nem jarzähnt jetzt vorm PC auf einem alten schaukelstuhl der älter ist als ich slebst.
Ich habe bis jetzt ncihts gefunden was besser meinem hiterteil gefallen würde.

Der vorteil eines schaukelstuhls ist zudem das man beim coden einbischen bewegung bekommt, sprich weniger muskel schwund *g*


koBold
17.12.2012 18:56
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Bezüglich Lampen, kann ich alte Lampen aus den 70ern, 60ern oder sogar den 50er Jahren empfehlen.

Die haben eine super Qualität und sind meist nicht teurer zu bekommen, als neue China-Massenware! Hier zB http://www.johnny-tapete.de/lampen_und_leuchten_deckenlampen_cat137.html

Muss man natürlich drauf stehen, aber im Vergleich zu aktuellen IKEA-Modellen, findet man bei den jungen Antiquitäten tolle Sachen! Die Lampe hat dann auch nicht jeder 3. in seiner Bude hängen und produziert wurden die meist in Deutschland. Und resourcenschonend ist es dazu auch noch!


Hadmut
17.12.2012 19:43
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@koBold: Davon war ich jahrelang abgekommen, weil ich mal auf dem 12-Volt-Halogen-Trip war und auch mit den Halogen-Stiften experimentiert habe. Nachdem ich nun aber fast komplett zu den LED-Lampen gewechselt bin, die wieder in gewöhnliche Schraubfassungen mit 230V passen, ist das sogar eine Alternative. Nur die Kabel sollte man ggf. austauschen.

Das dumme daran ist nur, dass mir der Stil so überhaupt nicht gefällt. Ich hab mich heute noch nicht ganz von den Tapetenmustern und Lampen der 70er erholt.


Hadmut
17.12.2012 19:47
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@koBold: Wooaaaah, sind die hässlich…


koBold
17.12.2012 23:11
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@Hadmut: Grins 🙂 noch nicht erholt seit bald 40 Jahren… Deine Eltern müssen eine sehenswerte Wohnungseinrichtung gehabt zu haben!


Hadmut
17.12.2012 23:40
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Die eigentlich gar nicht. Aber ich.

In weiß und knallorange, mit scheußlichen weißen Griffen dran. Und so ganz scheußliche Lampen.

Ich konnte damals schon lange Haare nicht leiden und wollte sie kurz haben, musste aber zwangsweise in der damals angesagten Frisur mit langen Haaren bis etwa zur Schulter rumlaufen (guck mal Das fliegende Klassenzimmer mit Fuchsberger, so ungefähr). Koteletten bis runter und die Fönwelle vorne. Dazu Cord-klamotten mit Riesen-Kragen, bis über die Schultern hinaus. Und monströsen Gürtelschnallen. Und Cord-Hosen. Ich hab fast nur Cord-Hosen bekommen. Noch schlimmer: Breitcord Es war so schrecklich. So abgrundtief schrecklich. Und dann diese Tapeten. Würg! Ja, und Männer trugen damals zum Autofahren diese Autofahrer-Handschuhe aus Ziegenleder mit Löchern für die Knöchel. Und Riesen-Sonnenbrillen mit breiten, gelochten Bügeln. Es war so schrecklich. Und meine Schreibtischlampe, wie ich die gehasst habe. Überall diese 3-Spot-Deckenlampen mit den drei riesigen Reflektorbirnen. Große Musik-Decks von lausigster Qualität mit Schallplattenspieler, Kassettendeck, Scheiß-Radio und Polyacryl-Deckel. Musik auf Compact-Kassetten und Schallplatten. Waschmittel in der 10-kg-Trommel. Weichspüler in der 5-Liter-Flasche.

Sitz-Säcke und Plastikstühle. Hulla-Hoop-Reifen. Dämlich grinsende knallbunte Plastikfische, die an Federn aufgehängt werden und auf- und abwippen und überall herumhingen.

Das einzig positive damals waren der Hippie-Look, Mädels so im Farrah Fawcett-Stil und die Miniröcke. Nur war ich damals noch nicht in dem Alter, dies würdigen zu können. Hatte also nichts davon.

Ach ja, richtig geil war noch der Opel GT. Eine Bekannte der Familie hatte so einen (und hatte eine tolle Figur und trug immer diese Miniröcke, aber damals interessierte mich nur das Auto) und ließ mich ab und zu mal mitfahren. Opel ist auch nicht mehr das, was es mal war.


Jörg-Volker
18.12.2012 21:36
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Ein Sofa von Stressless (Ekorness, Norwegen, aber weltweit vertrieben) mit raffinierter Kippmechanik kann ich sehr empfehlen, unbedingt mal, wenn auch nur zum Vergleich, probieren http://www.ekornes.de/stressless-sofas .

Eine schlicht angenehme Deckenleuchte aus Murano-Glas ist diese hier: Libia 2 Deckenleuchte von Massive http://www.leuchtenzentrale.de/Massive/Libia-2-1 . Die hat zwei Fassungen, die mit Sparlampen auch ziemlich kräftig ohne zu blenden leuchten kann. Und die Lampe fängt Insekten ein. Den Glasschirm also mehrmals im Jahr abnehmen und sauber machen :-O


koBold
19.12.2012 0:11
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Also für mich hört sich das nach einer schönen Kindheit an 🙂 Du musst doch wenigstens die 80er noch schrecklicher finden, als die 70er?!? So mit breiten Schulterpolstern oben und engen Karottenjeans unten. Dazu Fönfrisur… Schluck…


Hadmut
19.12.2012 0:36
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@koBold: Die Karottenhosen der 80er fand ich tatsächlich noch vieel schlimmer – aber da war ich schon in einem Alter, in dem ich mir meine Klamotten selbst gekauft und ausgesucht habe. Ich habe daher in meinem ganzen Leben nie eine Karottenjeans gehabt oder getragen. Und auch nie solche 80er-Jahre-Modern-Talking-Jacken. Ich hatte da zwar auch Blousons mit fett gepolsterten Schultern, weil’s nichts anderes gab, aber die Polster einfach rausgemacht, dann sahen die halbwegs ordentlich aus. Dann war ich beim Bund, da trug ich grün. Und dann im Studium, da war sowieso nix mehr mit Mode.


koBold
19.12.2012 10:16
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Ohohoh Seiden-Blouson… Ich erinnere mich mit Grauen an meine Konfirmation. Gut wir sind uns einig: die 80er sind die Krönung der Geschmacklosigkeit!