Ansichten eines Informatikers

Trump, Maas, Energiepolitik, Presse, Wahnsinn und „Das Ende der Welt (wie wir sie kennen)“

Hadmut
10.3.2022 1:48

Man muss sich einfach mal klar machen, was für eine unglaublich schlechte, geradezu bescheuerte Politiker wir in den letzten Jahren hatten.

Ich weiß nicht, ob sich noch jemand erinnert: Die USA hatten bis neulich einen Präsidenten namens Donald Trump, der so eine ganz komische Frisur hatte und ganz seltsam redete, und den unsere Presse und unsere Politiker überhaupt nicht mochten. Sie hielten ihn für einen Lügner, zählten jede einzelne Lüge, sogar dann, wenn sie eigentlich gar nicht gelogen warn, und produzierten, allen voran der SPIEGEL, ganz fürchterliche Hetz-Titelbilder gegen Trump. Man hielt ihn für das ultimativ Böse, das Schlechte, das Menschenverachtende, das Verlogene.

Jetzt kommen Putin und Lawrow.

In allen Nachrichtensendungen kommt und in eigentlich allen Mainstream-Medien steht über beide, dass man ihnen kein einziges Wort glauben könnte, dass wirklich alles gelogen wäre, was sie sagen. Lawrow wird immer wieder als „professioneller Lügner“ bezeichnet.

Ein Leser fragte die Tage an, warum Rundfunk und Presse Putin und Lawrow so ganz anders behandelt.

Das ist richtig. Schaut man sich mal die SPIEGEL-Titelblätter an, dann fallen da schon stilistische Unterschiede auf:



Nun muss man objektiv sagen, dass Putin die größere Bedrohung darstellt. Trump war zwar ein Elefant im Porzellanladen, weil er sich ungelenkt benahm, faktisch aber hat er weitaus mehr Kriegsaktivität reduziert und heruntergefahren als die Präsidenten der Demokratenpartei, weil er da ziemlich leidenschaftslos war, als Geschäftsmann aber feststellte, wie unglaublich teuer das alles ist.

Putin dagegen hat uns gerade mit Atomraketen gedroht und anscheinend seit Jahren so richtig aufgerüstet und sich auf Krieg vorbereitet, und weitaus mehr gelogen als Trump. Bei Trump hat man gezählt, wieviel Tausende Lügen er verbreitet habe, aber ich könnte mich jetzt nicht erinnern, dass irgendwas davon wirklich ernstliche Bedeutung hatte. Ob jetzt bei Obamas oder bei Trumps Amtseinführung mehr Zuschauer waren – Journalisten, vor allem linke, haben sich vier Jahre lang, eigentlich noch mehr, den Wahlkampf vorher und die Abklingzeit hinterher noch einen dran abgewichst, was für ein Lügner Trump doch sei. Tausende Lügen. Aber eigentlich nichts davon, woran ich mich jetzt spontan erinnern könnte, was wirklich von Bedeutung war. Sowas wie die angeblichen Chemiewaffen im Irak hat er sich nicht geleistet. Oder „Niemand hat die Absicht, einen Mauer zu errichten.“. Oder dass Russland nicht in die Ukraine einmarschieren werde, wenn es nicht angegriffen werde. Oder seine Truppen abzieht.

Jetzt haben sie einen richtigen Lügner, aber bekommen das Maul nicht mehr auf. Weil linke Journalisten und linker Lügner.

Gestern abend kam bei Lanz eine Szene, die diesen Vorgang sehr illustriert. Es geht zwar eigentlich nicht um Journalisten, sondern um Politiker, vor allem die SPD, und ganz besonders Heiko Maas, der in seinem ganzen Leben noch nie erwachsen genug für einen Job war, und immer wie eine Schießbudenfigur rumlief, der den zu engen Konfirmandenanzug aufträgt, aber da benimmt er sich schon so dämlich, halbstark, albern, einfach dumm, als wäre er Journalist.

Das muss man sich wirklich mal anschauen und anhören. Geht nur um dreieinhalb Minuten. Was für ein grotesk fehlerhaftes und dummes Regierungshandeln da ablief, obwohl Trump uns sogar ausdrücklich warnte, und Trump, wie sich jetzt zeigt, in vollem Umfang recht hatte. Man hatte sich so da reingesteigert, Trump für einen rechtsradikalen Clown zu halten, dass man nicht mehr in der Lage war (wenn man es denn überhaupt je war), Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Maas hängt da wie die Macker in einer Jugendgang.

Trump: Hat Recht.

Maas: Benimmt sich wie ein Depp. Reine Amygdala-Politik: Wir, die Guten, und alle anderen Idioten. Kein Intellekt. Die volle Dummheit eines Mainstream-Linken.

Sieht unglaublich beknackt aus, noch bedenklicher sind aber die Zitate, die Lanz am Ende dieses Ausschnitts bringt.

Und wir haben die Situation dieser Abhängigkeit von Russland nicht nur nicht vermieden, wir haben uns sogar mit Volldampf reinmanövriert, wie gerade schon zu Monstrum Merkel angesprochen. Kernkraft weg, Kohle weg, alles auf Gas als „Brückentechnologie“ umgestellt, um dann irgendwann nur noch von Luft, Liebe, Windrädern und Solarenergie zu leben, so irgendwie:

Wo Arbeiten und Heizen nicht vorkommen, nur Knutschen, Knuddeln, Drachen steigen lassen. Denn Strom kommt bei uns aus der Steckdose und Gas aus Russland. Und es immer so schön warm ist, dass man im T-Shirt rumlaufen kann.

Und aus dieser Position heraus hat man Trump beschimpft, weil man eben dekadent genug war, jeden als Rassisten, Faschisten, Rechten zu beschimpfen, der einem in irgendwas nicht gefällt, sich die Amydala krault und sich selbst gut findet, sich zu keinem Zeitpunkt aber die Mühe macht, zu denken oder zu arbeiten.

Warum also macht man solche Titelbilder nicht über Putin? Wenn man ihn doch auch für einen Lügner hält?

Warum also jetzt keine Titelbilder über Putin, der ja nun so richtig „Das Ende der Welt (wie wir sie kennen)“ spielt?

Warum lädt man nicht Heiko Maas mal vor, zeigt ihm diesen Ausschnitt, und fragt ihn, was er sich dabei gedacht hat – und ob überhaupt?

Wie sehr würde man sich heute freuen, wenn nicht Putin, sondern Trump in Russland an der Macht wäre?

Eigentlich muss man doch im Vergleich zum Umgang von Politik, Presse und Medien mit Trump und mit Putin zu dem Ergebnis kommen, dass sie alle riesige Idioten sind, dass wir medial und politisch von einer Idiotenschar angeführt werden.

Und warum existiert DER SPIEGEL überhaupt noch?