Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

„Im gegenseitigen Einvernehmen“

Hadmut
26.1.2017 23:39

Das hat nicht lange gehalten. [Update: Riecht nach überzogener Machtgeilheit]

Ex-Verfassungsrichterin Christina Hohmann-Dennhardt war nach dem Job bei Bundesverfassungsgericht zu Daimler auf eine Vorstandsstelle gegangen, die stark danach stank, extra für sie geschaffen worden zu sein, Frauenquote lässt grüßen.

Als dann bei Volkswagen was anbrannte wechselte die zu Volkswagen als die dringend benötigte Retterin. Jetzt nach nur einem Jahr geht sie – offenbar im Krach. Die WELT schreibt:

Zwar betont Volkswagen in der Mitteilung, die Trennung erfolge im „gegenseitigen Einvernehmen“, doch einige Absätze weiter heißt es dann, Hohmann-Dennhardt gehe wegen „unterschiedlicher Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort“.

Was würdet Ihr in der Industrie von jemandem halten, der nur ein Jahr bleibt und dann sowas im Arbeitszeugnis stehen hat?

Zwar liest sich das eher so, als hätte Hohmann-Dennhardt VW gekündigt und hingeworfen, und nicht, als wäre sie gefeuert worden (rausgeekelt aber vielleicht schon). Aber was sagt das über jemanden, der solche Gehälter bekommt und in die Ebene ganz oben berufen wird, wenn der dann einfach hinschmeißt, wenn’s nicht schön gemütlich ist?

Eine interessante Frage wäre, wieviel Volkswagen da für das Geld bekommen hat.

Update: Bei der FAZ steht – noch, man weiß nie, wie lange – mehr dazu:

Für Hohmann-Dennhardt scheint im Streit bei Volkswagen aber auch eine Rolle gespielt zu haben, ob sie zufrieden mit der eigenen Machtposition war, die sie für sich erwartete. „Volkswagen wird weiter weiterhin unverändert und mit Nachdruck den Wandel im Denken und Handeln vorantreiben“, schrieb das Unternehmen in seiner Trennungsmitteilung.

Die 66 Jahre alte Hohmann-Dennhardt wollte nicht nur mehr Wandel, sondern vor allem mehr Einfluss für sich als mancher, der in den alten Strukturen des Konzerns groß geworden ist, sich das vorstellen wollte. Unter Juristen hieß es, es sei ein offenes Geheimnis, dass die Zusammenarbeit zwischen Hohmann-Dennhardt und dem Chef der Rechtsabteilung von VW, Manfred Döss, nicht reibungslos verlaufen sei.

SPD-Politikerin, Frau (damit zweifellos Feministin) und machtgeil. Die dachte, sie kommt da mal eben neu rüber und wird gleich Chef von allem.

Wer stellt sowas ein? Hat VW nicht schon genug Probleme?