Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Gender-Brainwash

Hadmut
31.8.2012 21:30

Die norwegische siebenteilige Filmreihe von Harald Eia über den Genderismus muss man wirklich gesehen haben.

Ich hatte die norwegische Filmreihe über Genderismus zwar im letzten Blog-Artikel schon erwähnt und a priori eingebunden, noch bevor ich sie gesehen hatte.

Inzwischen habe ich alle sieben Folgen gesehen und muss sagen, alle Achtung. Ich kann sie nur umso mehr empfehlen. Das ist wirklich gut gemachter investigativer Journalismus. Eia geht dabei einfach mit Kamera und Mikrofon auf die Jagd und befragt Leute: Genderisten, Wissenschaftler, normale Leute, Betroffene. Er befragt sie zu den verschiedenen Thesen des Genderismus bzw. der Gender Studies, und trägt die Aufnahmen dann zu den jeweils anderen, um sie damit zu konfrontieren. Im Prinzip erzwingt er damit das, was die Genderisten immer so strikt und ausnahmslos ablehnen, nämlich den wissenschaftlichen Disput, indem er nicht die Leute zusammenbringt, sondern deren Aussagen per Video hin- und herträgt, wie ein Fernschach-spieler, der auf die Entfernung gegen zwei Leute Schach spielt und deren Züge immer von einem auf das andere Brett überträgt, um damit zwei gegeneinander spielen zu lassen, obwohl sie nicht aufeinandertreffen.

Das Ergebnis ist vernichtend für Genderisten und Genderismus. Sehr überzeugend zeigt er, dass der Genderismus eine frei erfundene und grundlagenlose Behauptung ist, die jeder wissenschaftlichen Methode entbehrt. Mehrere Genderisten blamieren sich in Grund und Boden, weil sie allen Widersprüchen immer wieder mit Argumenten wie „das ist keine wichtige Frage” oder „damit sollte man sich nicht befassen” usw. ausweichen. Sie lehnen alle wissenschaftlichen Sichtweisen pauschal als nicht hinreichend wissenschaftlich belegt ab, obwohl es Belege gibt, können für ihre eigenen Behauptungen aber überhaupt keine Belege liefern und sind permament am schwimmen und ausweichen. Kein Wunder, dass man nach dieser Serie in Norwegen den Genderisten das Geld abgedreht hat. Freut mich vor allem sehr, dass er damit in die gleiche Richtung stößt wie ich es neulich mit meinem Buch getan habe, nämlich aufzuzeigen, dass der Genderismus eine frei erfundene, unwissenschaftliche und schädliche Ideologie ist.

Warum macht eigentlich bei uns niemand solche Filme?

Ich muss allerdings einräumen:

  • Die Folgen auf Youtube sind teils in englisch, größtenteils aber in Norwegisch mit englischen Untertiteln. Das macht es anstrengend, die Filme zu sehen. Gerade durch die Untertitel ist man optisch ständig vom Film abgelenkt. Ich habe die Filme daher bildschirmfüllend auf dem Notebook mit mplayer angesehen, bei dem man mit den Cursor-Tasten schnell sekundenweise zurückspulen kann, weil ich die meisten Stellen im Film sofort zurückgespult und doppelt gesehen habe, einmal um das Bild zu sehen und einmal um den Untertitel zu lesen.
  • Bei drei der Folgen hören die Youtube-Videos leider vorzeitig auf, sind vor dem Ende abgeschnitten. Aufgrund der Länge kann es sich aber immer nur um ein paar Sekunden handeln. Hoffentlich gibt es die irgendwann mal regulär zu kaufen.
  • 7 Folgen zu 38 Minuten sind fast 5 Stunden, mit dem Wiederholen für die Untertitel noch deutlich mehr. Wem das zu viel ist, würde ich vor allem die erste und die siebte Folge empfehlen. Wer drei schafft, möge noch die vierte ansehen.

Ich finde es bemerkenswert, dass man in Norwegen ein Problem und die Unwissenschaftlichkeit eines bis dahin als heilig und unantastbar angesehenen Faches in Frage stellen kann, eine öffentliche Diskussion in Gang kommt, und die Öffentlichkeit dann wirklich eine kritische Meinung einnimmt und von der Sache ablässt. Ich glaube nicht, dass in Deutschland sowas noch geht. Bei uns ist der etablierte Betrug immer unangreifbar. Bemerkenswert ist aber auch die Aussage aus der letzten Folge, wonach man in Norwegen den Genderismus staatlich finanziert und man dafür – obwohl Humbug – jederzeit Forschungsprojekte beantragen kann (bzw. konnte), während man für wissenschaftliche Studien kein Geld bekommt. Da wird (bzw. wurde) regelrecht der Wissenschaftsschwindel durch die Politik gezahlt. Wie bei uns.

Wie schrieb jemand so schön (per Google übersetzt) über die Serie:

I found it amazing that one can call himself a scientist and still believe that sex is something that is socially constructed.

Bei uns wird man mit sowas nicht nur Professorin auf Lebenszeit, sondern sogar Verfassungsrichterin. Die Bundespolitik wird seit über 10 Jahren danach ausgerichtet, in den Behörden, Städten und Hochschulen eine rigide Kontrollstruktur aus Gender-Beauftragten gebaut – und nie hat jemand gefragt, ob irgendwas davon überhaupt stimmt. Wie ich schon sagte: Gender beruht auf den gleichen Vorgehensweisen wie Scientology.

Hier nochmal die Links:

Brainwash Teil 1: The Gender Equality Paradox

Brainwash Teil 2: The Parental Effect

Brainwash Teil 3: Gay/Straight

Brainwash Teil 4: Violence

Brainwash Teil 5: Sex

Brainwash Teil 6: Race

Brainwash Teil 7: Nature or Nurture

38 Kommentare (RSS-Feed)

lars
31.8.2012 23:05
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Ich kann mich obigem nur anschließen.

Man sollte allerdings etwas vorsichtig sein, da gezeigte Ausschnitte auch immer günstig zurechtgeschnitten sein können. Man denke in diesem Zusammenhang zB an Michael Moore.
Allerdings scheint mir dies hier nicht der Fall zu sein.

Die große Frage wieso es sowas nicht in D gibt (oder entsprechende Sendungen nur nicht bekannt sind ?) bleibt. Vermutlich gibt es einfach keinen freien Journalismus mehr.


Hadmut
31.8.2012 23:20
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> da gezeigte Ausschnitte auch immer günstig zurechtgeschnitten sein können

Naja, es gilt wie immer der wissenschaftliche Grundsatz, dass man selbst denken und nachprüfen soll. Denn immerhin ist es so, dass die Biologen und Evolutionspsychologen Studien treiben und diese nachvollziehbar beschreiben, man sie also selbst nachstellen kann, während die Genderisten überhaupt nichts in dieser Richtung tun oder publizieren. Die erwarten, dass man es glaubt wie eine Religion.

Und in den Filmen kommt eben auch raus, dass die Biologen usw. ihre Ansichten immerhin ordentlich begründen, während die Genderisten sagen, dass sie sich vor den Fragen drücken oder gar keinen wissenschaftlichen Ansatz haben. Sowas kann man schlecht durch Schneiden erzeugen. Denn beide haben das ja gesagt.

Außerdem gab es ja allerlei Presse und Gezeter darüber. Würde an den Filmen etwas parteiisch geschnitten sein, hätten die beteiligten Personen das ja irgendwie gesagt oder klargestellt. Haben sie aber nicht.

Davon abgesehen stimmt das Komplettversagen der Genderisten exakt mit dem überein, was ich bei meinen Buch-Recherchen vorgefunden habe. Auch daher ist das für mich sehr glaubwürdig.

Aber selbst wenn der Film faul und manipuliert wäre: Dann wäre es doch trotzdem an den Genderisten, endlich mal klar und erkennbar zu sagen, wie sie zu ihren Thesen kommen und zuzugeben, dass das utopische Phantasien sind, die sie als wissenschaftliche Erkenntnisse verkaufen wollen.


lars
1.9.2012 3:29
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Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, was manche “Wissenschaftler” in den Teilen von sich geben.
Erinnert mich immer ein bisschen an Homöopathiebücher – da steht drin was man lesen will (oder zumindest manche lesen wollen). Etwas schlimmeres habe ich noch nie gesehen. Mir scheint es als sei die Soziologie die geschädigte Schwester der Psychologie.

Aber scheinbar benötigen manche Leute in diesen unsicheren(?) Zeiten etwas Irrationalität um geradeaus laufen zu können…

Erstmal sind ja sämtliche Hypothesen von allen Seiten gleichwertig oder zumindest zulässig. Das man allerdings nicht selbst erkennen (oder zugeben ?) kann, dass eine These etwas schwach auf der Brust ist, wenn diese lediglich auf wenigen persönlichen Erfahrungen oder gar Wünschen beruht ist einfach nur zum Verzweifeln.
Auf der einen Seite anderen vorwerfen voreingenommen zu suchen und andererseits selbst die Ergebnisse anderer teils ohne Begründung zu ignorieren ist… mutig.

Meine Lieblingssprüche aus der Serie sind immer noch:
>> But it’s not interesting either<> I would call this a weak study


Es wird zu einer Gegenwelle kommen. Die Frauen können sich dann bei den Gendertussen bedanken.

Carsten

“In Brüssel wird’s erdacht, in Deutschland wird’s gemacht – in Italien wird gelacht!”
Rainer Brüderle


Heinz-Jürgen
1.9.2012 17:45
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Wen es interessiert, hier steht noch ein bisschen zu den einzelnen Episoden: http://en.wikipedia.org/wiki/Hjernevask
Für die Filmreihe hat Eia auch eine Auszeichnung bekommen: http://no.wikipedia.org/wiki/Fritt_Ords_Honn%C3%B8r
Frei übersetzt mit >Freie Wort Ehreoffene Worte<


EI
1.9.2012 19:25
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Vielen Dank für den Hinweis auf diese Videoserie! Es ist aber wirklich
anstrengend zu sehen…

Und noch ein Link, falls Interesse besteht:
“http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/frauenquote-ndr-fuehrt-30-prozent-maennerquote-ein-a-853377.html”


yasar
2.9.2012 8:40
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Zum Link von El

“Das Journalistinnen-Netzwerk ProQuote Medien fürchtet, beim Berufseinstieg könnten nun sogar Männer bevorzugt werden.”

Ach nee. Andersherum ist das nicht mehr so ok?


kokko
4.9.2012 1:58
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also ich hab jetzt auch alle folgen gesehen und bin nur geschockt.
im bachelor sollten mehr soziologen im nebenfach psychologie machen müssen, damit sie die biologische seite automatisch mit im studium haben.

kann nur empfehlen das hier bei so vielen online-zeitungen (die zeit, spiegel etc) zu verlinken, wenn artikel zu entsprechenden themen kommen. oder eben einen leserartikel verfassen und hoffen der wird durchgelassen.


Jüksel
4.9.2012 18:05
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Der Fefe liest hier immer noch mit 🙂
http://blog.fefe.de/?ts=aeb8d673


yasar
4.9.2012 21:36
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Oh, dann weiß er ja auch, warum ihm demnächst die Augen ausgekratzt werden. 🙂


daniel
6.9.2012 21:34
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Und wie viele von euch haben sich schon einmal ein paar Bücher aus dem Bereich der Genderstudies unter die Arme geklemmt, unvoreingenommen Wort für Wort studiert und ihr Denken mit kritischen Impulsen gefüttert, statt dieses Video zu gucken und überall zu verlinken, damit diese bösen, bösen Dekonstruktivisten schlecht dastehen?


Hadmut
6.9.2012 21:44
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@daniel: Ich hab für die Buch-Recherchen 2 Monate lang (ganztags und nicht nur feierabends, 7 Tage die Woche) das Gender-Zeugs gelesen. Wort für Wort.

Da waren keine kritischen Impulse. Die behaupten zwar, immer, sie seien kritisch, sind sie aber nicht. Einfach etwas anderes zu behaupten ist noch nicht kritisch.

Davon abgesehen gibt es kaum bzw. keine systematische Literatur zu Gender Studies. Alles, was ich gefunden habe, ist willkürliches, unstrukturiertes, beliebiges Geschwafel.

Dekonstruktivisten sind auch nicht in erster Linie böse, sonder dämlich. Und komplett unwissenschaftlich, um nicht zu sagen wissenschaftsbetrügerisch. Das ist einfach ein willkürlich zusammengesponnener Blödsinn.


halbNorweger
7.9.2012 0:22
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Vielen Dank für den Hinweis auf diese Serie! Ich habe gerade mal beim Sender (nrk.no) oberflächlich gesucht, aber keine Download-Möglichkeit gefunden. Aber ich suche weiter …

Im Zusammenhang der 7 Folgen (ich habe sie mir gerade alle angesehen) wird deutlich, dass offensichtlich längere Interviews auf die zu den jeweiligen Themen passenden Zitate zusammengeschnitten wurden, was allerdings auf die Grundaussagen der Interviewpartner keinen Einfluss zu haben scheint.

Die Antwort auf die Frage, warum diese Serie zustande kam (bzw. warum dies in Deutschland nicht möglich zu sein scheint), ist wahrscheinlich zum Teil darin zu finden, dass dieser “investigative Journalismus” von einem “Comedian” erbracht wurde – “etablierte” Journalisten hätten sich das wahrscheinlich in dieser Form nicht getraut.


Hadmut
7.9.2012 0:35
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Guck mal auf proquote.de, wer im Journalismus alles für die Quote einsteht. Da kommt nichts genderkritisches mehr durch. Rate mal, warum über die Vorgänge in Norwegen hier so gut wie nicht berichtet wurde. Nachrichtenfilter gehören zur Strategie.


halbNorweger
7.9.2012 0:39
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Eben, deswegen müssen’s ja die Comedians richten! Aber wer sollte das bei uns in Deutschland leisten? Harald Schmidt???


halbNorweger
7.9.2012 0:43
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Na gut, “Dirty Harry” war’n Scherz …


Brit Lauati
8.9.2012 17:05
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Mag sein, dass sie bloss “dämlich sind, die Genderisten. Was sie allerdings mit Seelen junger Menschen anstellen können kann verheerende Aussmasse annehmen.
Ich habe bereits 1995 (!) auf der Kinderpflegerinnen-Schule in Hamburg indoktriniert bekommen, dass es nicht schlimmeres gibt als Kinder “nicht geschlechtslos” zu behandeln.
Es ist genauso irre, wie es klingt.
Wen es interessiert, mein kleiner Blog zum Thema:

http://britlauati.blogspot.com.es/search?updated-min=2008-01-01T00:00:00%2B01:00&updated-max=2009-01-01T00:00:00%2B01:00&max-results=4

Ich habe mir diese Folge jetzt schon dreimal angesehen.
Das ist eine Sensation, meiner Meinung nach. Was würde ich dafür geben, wenn in Deutschland die Menschen die Chance bekommen würden aufzuwachen!!

Mein Vorschlag dafür wäre dann wohl Hape Kerkeling ;))


Matthias
8.9.2012 19:16
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Das wirklich Schlimme an dieser ganzen Sache ist eigentlich das grade die beiden schwammigsten Wissenschaften Psychologie und Soziologie sich hier als die härtesten verkaufen.
In Wahrheit sind Biologie, Physik, Chemie viel obejektiver da sie sich auf Zahlen stützen können.

Hier sagen die Soziologen das wären Hypothesen und keine Beweise und deshalb haben sie im Umkehrschluss recht!
Allerdings was vielen Menschen bei dem Wort Hypothese nicht klar wird. Die Schwerkraft bspw. ist auch nur eine Hypothese, wenn nur einmal ein Stein nach oben fliegt, wäre diese widerlegt.
Und ich bin mir ziemlich sicher, kein vernünftiger gebildeter Mensch wartet tatsächlich darauf.

Der größte Irrsinn dieser gazen Theorie bleibt jedoch, dass man behauptet die Evolution wäre verantwortlich für die Bildung von Geschlechtern und biologischen/physiologischen Unterschieden, allerdings vollkommen unbeteiligt an wie auch immer gearteten psychologischen Sexualstrukturen. Dabei ist Sexualität Evolution.
Das Männer lieber Ingenieure werden, könnte tatsächlich ein gesellschaftlicher Effekt sein. Aber zu glauben Sexualität kann überhaupt nich biologisch initiert sein, wo sie doch das Entstehen und den Fortbestand der Menschheit bzw. alles höheren Lebens erst möglich gemacht hat und immernoch garantiert.


Hadmut
8.9.2012 19:25
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> die beiden schwammigsten Wissenschaften Psychologie und Soziologie

Na, also wenn schon, dann gehören auch Philosophie und Literaturwissenschaften zu den unwissenschaftlichsten Schwafeldisziplinen. Die sind ja bei dem Gender-Zeugs auch heftig mit drin.


Brit Lauati
9.9.2012 15:23
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Teil 7 ist so hart.
Die Reaktionen entsprechen der Reaktion von Alice Schwarzer auf John Money und seiner Vorgehensweise.

Diese Person (Alice Schwarzer) wird in Deutschland immer noch hofiert.
Preise bekommt die!!
Diese ganzen Gender-Gestörten Idioten können hier machen was sie wollen.
Es ist so widerlich was da angerichtet wurde.
Und auf ihrer Website steht gross und breit “Der Motor meines ganzen Handels ist Gerechtigkeit” – das ist alles so verdreht!
Man kann das ja kaum in Worte fassen.
In Hamburg kommen PIXI-Bücher nur noch auf den Markt, wenn sie vorher auf Gender-Equality geprüft wurden…
Wann hört dieser Spuk endlich auf?
Eine Sensation ist es, was der Harald Eia da gemacht hat und ich möchte sie allesamt zum Teufel jagen!!


Peter Müller
12.9.2012 22:49
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Geht es auch etwas sachlicher?

Betrachtet man das Thema unvoreingenommen und ideologiefrei, dann ist “Gender” erstmal lediglich die Zuweisung von Rollen, Verhaltensvorschriften, Rechten und Pflichten durch Staat und Gesellschaft an den einzelnen Menschen aufgrund seines biologischen Geschlechts.

Das diese Zuweisungen über die Geschichte und die verschiedenen Kulturen auf diesem Planeten sehr unterschiedlich sind, kann doch jeder sehen, der die Welt mit offenen Augen betrachtet.

Und das diese Zuweisungen willkürlich sind, im Zweifel nie dem Individuum gerecht werden und Mensch damit auch nicht glücklich ist, haben im westlichen Kulturkreis zumindest die biologischen Frauen bewiesen.

Als sie nämlich die ihnen auferlegten Zwänge massenhaft und sehr schnell abgeschüttelt haben, als sie die Gelegenheit dazu hatten.

Warum sieht sich hier eigentlich keiner das Frauenbild von vor 100 Jahren im Vergleich zum heutigen an und erkennt die Unterschiede?

Diese ganzen Abhängigkeiten und Mechanismen dahinter zu erforschen, ist Aufgabe der Gender-Wissenschaft. So wie der ganze Bereich der Soziologie eine beobachtende Wissenschaftsdisziplin ist.

Man kann Gender-Wissenschaft sicher im Detail kritisieren. Aber die Existenz dieser aufgezwungenen Rollenzuweisungen zu leugnen ist angesichts der empirischen Fakten schon sehr kurios und führt nicht zu Erkenntnis.

Und Erkenntnisgewinn IST das Ziel jeder Wissenschaft.


Hadmut
12.9.2012 23:07
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> Betrachtet man das Thema unvoreingenommen und ideologiefrei, dann ist “Gender”

Gender ist eine Ideologie, also kann man sie nicht ideologiefrei betrachten.

> erstmal lediglich die Zuweisung von Rollen, Verhaltensvorschriften, Rechten und Pflichten durch Staat und Gesellschaft

Falsch. Gender behauptet, dass die Zuweisung nur durch Staat und Gesellschaft erfolge und es keine biologische Ursache hat. Das ist völlig unbewiesen und frei erfundenes Wunschdenken. Für biologische Ursachen gibt es viele Belege. Kein Genderist hat bisher untersucht, ob nicht eher umgekehrt Staat und Kultur sich aus den biologischen Geschlechterpräferenzen gebildet haben. Denn bekanntlich war die Biologie vor der Kultur da.

> Als sie nämlich die ihnen auferlegten Zwänge massenhaft und sehr schnell abgeschüttelt haben, als sie die Gelegenheit dazu hatten.

Wieder falsch. Untersuchungen (siehe auch die Fernsehdoku) haben gezeigt, dass Menschen umso stärker in die Geschlechterrollen verfallen, je mehr Freiheit sie haben.

> Diese ganzen Abhängigkeiten und Mechanismen dahinter zu erforschen, ist Aufgabe der Gender-Wissenschaft.

Diese Aufgabe erfüllt sie aber nicht. Sie behauptet einfach, dass sie da wären, hat sie aber nie erforscht und belegt. Gender ist keine Wissenschaft. Die Gender-Ideologie lehnt jede Wissenschaftlichkeit als männlich und frauensdiskriminierend ab und kann daher keine Wissenschaft sein.

> Aber die Existenz dieser aufgezwungenen Rollenzuweisungen zu leugnen ist angesichts der empirischen Fakten schon sehr kurios

Frei erfunden. In der gesamten bisher von mir gesichteten Gender-Literatur habe ich nicht den geringsten Beleg für „empirische Fakten” gefunden. Dafür jede Menge Wissenschaftsfehler und Wissenschaftsbetrug.

> Und Erkenntnisgewinn IST das Ziel jeder Wissenschaft.

Eben. Und deshalb ist Gender keine Wissenschaft, weil sie nicht auf Erkenntnis, sondern auf Doktrin und Ideologie abzielt. Ich habe in Gender überhaupt nichts gefunden, was dem wissenschaftlichen Begriff der Erkenntnis genügen würde. Nur Geschwafel.


Peter Müller
13.9.2012 22:21
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> Gender ist eine Ideologie, also kann man sie nicht ideologiefrei betrachten.

Gender ist eine Kategorie in der Soziologie, “Gender Mainstreaming” ist eine politische (und damit ideologisch motivierte) Kampagne. Das ist nicht dasselbe.

> Das ist völlig unbewiesen und frei erfundenes Wunschdenken.

Nein, es ergibt sich alleine aus der Beobachtung der Unterschiede der Rollen über die Geschichte und die Kulturen. Die Biologie ist immer und überall die gleiche, die Kultur nicht.

> Wieder falsch. Untersuchungen (siehe auch die Fernsehdoku)
> haben gezeigt, dass Menschen umso stärker in die
> Geschlechterrollen verfallen, je mehr Freiheit sie haben.

Aha und in welche Rollen “verfallen” die Menschen und wer legt diese Rollen fest? Wer bestimmt was wie welchem Geschlecht zugeordnet ist? Ist Hosentragen männlich oder weiblich?

> Die Gender-Ideologie lehnt jede Wissenschaftlichkeit als
> männlich und frauensdiskriminierend ab und kann daher
> keine Wissenschaft sein.

Wieder die Verwechslung mit der politischen Agenda namens “Gender-Mainstreaming” Gender-Forschung selber wurde übrigens schon früh als frauenfeindlich gebranntmarkt, weil Feministinnen dahinter die Restauration von bestimmten Geschlechterrollen vermuteten, welche sie ablehnen.

Warum es diese vehemente Ablehnung gibt (welche von der weit überwiegenden Mehrheit der Frauen geteilt wird), wäre auch ein Forschungsfeld der Gender-Forschung.

> Ich habe in Gender überhaupt nichts gefunden, was dem
> wissenschaftlichen Begriff der Erkenntnis genügen würde.
> Nur Geschwafel.

Schade. Das Thema an sich ist hochinteressant und die Beschäftigung damit führt eigentlich von selbst zur Erkenntnis, wieviel Beliebigkeit und Willkür hinter den Rollenzuweisungen steckt und vor allem, welche Machtstrukturen dabei wie wirken.

Man muss halt offen an das Thema rangehen und im Zweifel auch als Gender-Wissenschaft getarnte Ideologiekonstrukte als Forschungsobjekte einbeziehen. Auch Ideologie hat ja einen sozio-kulturellen Ursprung und fällt nicht vom Himmel.

Alleine schon die Fragestellung, wie es zur Verbreitung und massenhaften Akzeptanz von Ideologie kommt ist eine soziologische Fragestellung.


WikiMANNia
14.9.2012 14:10
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Na, immerhin kann man hier die Gender-Ideologie noch ideologisch und unwissenschaftlich nennen.
Aber letztlich geht es nicht um Wissenschaftlichkeit, um nachprüfbare Belege und so weiter, sondern um Macht.
Und die Macht liegt darin, dass ein dichtes Netzwerk des institutionalisierten Feminismus, der Staatsfeminismus mit “GleichstellungsbeauftragtInnen” geküpft wurde und Genderismus ganz eng in den Staatsapparat eingewoben wurde.
Aus dem Staatsapparat kriegt man Feminismus und Genderismus wohl kaum mehr raus, ohne den Staatsapparat selbst zu beschädigen.


Fitzli Putzli
17.9.2012 10:56
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@Peter Müller: DANKESCHÖN! wenigstens einer hier, der Argumente vorbringt, Hintergrundwissen besitzt und nicht nur Phrasen drischt.

an Herrn Danisch:
Gehen Sie doch bitte auf Herrn Müllers Argumente ein, oder wollen Sie etwa behaupten, dass sich die Biologie des Menschen in den letzten hundert Jahren hier massiv verändert hat oder dass Frauen in anderen Kulturen (v.a. in matriarchal geprägten) eine völlig verschiedene Biologie besitzen als die hiesigen Frauen?

Wenn ihnen das zu denken geben sollte, so möchte ich Ihnen noch den heißen Tip geben, dass das Leben vielfältig ist und auch Grauabstufungen zulässt.
Die Debatte “nature vs. nurture” ist keine in der sich die Positionen gegenseitig ausschließen und eine binäre Denkweise (sowohl auf der einen wie auch auf der anderen Seite) ist hier einfach nicht zielführend ist, auch wenn Ihnen das als Informatiker erst einmal ungewohnt und fremd erscheinen mag. 😉

Warum soll es denn schlecht sein allen Individuen (sowohl maskulinen Männern und femininen Frauen, als auch femininen Männern und maskulinen Frauen) die selben Chancen in allen Lebensbereichen zuzugestehen?


Hadmut
17.9.2012 11:08
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@Fitzli Putzli: Um auf „Herrn Müllers Argumente” einzugehen müsste er erst einmal welche bringen. Er sagt doch gar nichts außer dass er suggestiv in Frage stellt, was ich hier sage. Typisch Genderisten, die sagen nämlich nie etwas konkret und meinen dann immer, sie hätten „argumentiert”.

> dass sich die Biologie des Menschen in den letzten hundert Jahren hier massiv verändert hat oder dass Frauen in anderen Kulturen (v.a. in matriarchal geprägten) eine völlig verschiedene Biologie besitzen als die hiesigen Frauen?

Das ist ein so richtig saudummes Argument. Wenn man bedenkt, dass sich der Mensch vom Menschenaffen genetisch nur sehr geringfügig unterscheidet, ist es wohl absurd hier zu fordern, dass es „völlig verschiedene” Biologien bräuchte um unterschiedliches Verhalten zu erklären. Zeigt mal wieder, wie unsinnig die Genderismus-Standpunkt vertreten wird.

Ich bin der Auffassung (und die wird durch ziemlich viele Studien ebenfalls so gesehen), dass der Mensch von Geburt an einen ziemlich vollständigen Satz an angeborenen Verhaltensweisen hat und dass diese teilweise (und mit viel Aufwand) durch Lernen, Kultur, Intelligenz usw. überdeckt, modifiziert, ausgeprägt werden können. Eher richtet sich aber die Kultur nach den Verhaltensweisen und nicht umgekehrt.

Dieser Satz an angeborenen Verhaltensweisen besteht aus vielen Einzelkomponenten und variiert damit genauso, wie etwa auch unser Aussehen variiert. Oder wollen Sie behaupten, dass das Gesicht eines Menschen auch nur kulturell geformt ist und wir von Geburt an alle identisch aussehen?

Sicherlich ist das Leben vielfältig. Und lässt Grauabstufungen zu. Aber mit solchen Allgemeinweisheiten kann man keine Naturwissenschaft betreiben, genausowenig wie man alleine mit Bauernregeln leben kann. Eher sollten sie mal die Genderisten fragen, wie es dazu passt, dass die Biologie angeblich keine Rolle spielen soll.

> Warum soll es denn schlecht sein allen Individuen (sowohl maskulinen Männern und femininen Frauen, als auch femininen Männern und maskulinen Frauen) die selben Chancen in allen Lebensbereichen zuzugestehen?

Saudummes Gerede. Es geht weder um die Frage nach gut oder schlecht, noch nach dem „zuzugestehen”. Es geht darum, die Funktionsweise und den Aufbau des Menschen bzw. der Säugetiere naturwissenschaftlich zu verstehen. Nur weil man etwas gut findet, ist es noch lange nicht richtig.

Ich fänd’s auch toll, wenn ich fliegen könnte, und fordere, mir das zuzugestehen. Trotzdem kann ich’s nicht.


Birgit Bravo
17.9.2012 15:10
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Lieber Hadmut,

was treibt Dich nur um? Deine Faszination mit dem Thema Gender muss doch einen Grund haben?! Sag ihn mir doch. Sonst muss ich denken, dass Du einfach nur Angst davor hast, dass die ‘Genderisten’ doch recht haben…

Deine besorgte B.


Hadmut
17.9.2012 15:20
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@Birgit:

> was treibt Dich nur um? Deine Faszination mit dem Thema Gender muss doch einen Grund haben?!

Erstens bin ich davon überhaupt nicht fasziniert. Der Begriff „Mißbilligung” wegen der abgrundtiefen Unwissenschaftlichkeit würde es eher treffen. An Gender ist nichts, aber auch wirklich gar nichts, was einen irgendwie faszinieren oder sonstwie positiv einnehmen könnte.

Wenn Du aber nach dem Grund fragst, warum ich mich damit überhaupt beschäftigte: Darüber habe ich gerade ein Buch geschrieben. 500 Seiten, 24,90 Euro. Kannste Dir kaufen. Link oben rechts auf der Webseite.

Übrigens: Ich sehe das wissenschaftlich. Erstens habe ich grundsätzlich niemals Angst davor, etwas herauszufinden. Wenn etwas richtig bzw. wahr ist, dann ist es immer interessant. Ich hätte auch keine Angst davor, dass die Genderisten Recht hätten. Das würde mich nicht stören.

Was mich stört ist nicht mal deren Aussage, sondern deren Methodik, denn sie behaupten einfach irgendwas aus dem blauen Himmel heraus, nur weil sie gerne hätten, dass es so wäre. Einfach spekulativ. Sowas ist inakzeptabel. Und mich stört, dass sie funktionieren wie eine Sekte, wie Scientology.


kein Sprachtalent
20.9.2012 19:56
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Hat jemand diese Serien schon irgendwo übersetzt / mit deutschen Untertiteln gefunden? Meine Englischkenntnisse reichen leider nicht aus, um dem Ganzen nennenswert folgen zu können… 🙁


Hadmut
20.9.2012 20:22
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Vom ersten Teil (der nun aber wieder in drei Unterteile gespalten) ist eine Version mit deutschen Untertiteln aufgetaucht:

http://www.youtube.com/watch?v=mguctw0i-rk
http://www.youtube.com/watch?v=uJo9LSJFrcc
http://www.youtube.com/watch?v=yQqTCkKQJI0


ohneNamen
23.9.2012 19:12
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Die Frage ob Geschlechterunterschiede biologisch oder konstruiert sind, ist hochspannend und lässt sich wahrscheinlich nie vollständig beantworten, aber das ist nicht die Frage die den Gender-Forschern unter den Nägeln brennt. Es geht ihnen vor allem um die Untersuchung von Diskriminierung durch Geschlecht, ob das nun Mann oder Frau betrifft. Soziologische Migrationsforschung fragt auch nicht an erster Stelle warum es unterschiedliche Nationalitäten gibt und ob es hier biologische Ursachen hat, sondern warum bestimmte Gruppen ausgegrenzt werden usw.


Hadmut
23.9.2012 19:30
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@ohneNamen: Erstens glaube ich nicht, dass man es nicht beantworten kann, weil man das spätestens dann kann, wenn man das Gehirn vollständig verstanden hat und simulieren kann. Nur werden wir das wohl nicht mehr erleben.

Wenn es aber noch offen ist und auch nicht die primäre Frage sei, dann verstehe ich nicht, warum die Genderisten ständig behaupten, dass Geschlecht nur anerzogen sei. Dann ist das doch schon systematische Desinformation.

Diskriminierung durch Geschlecht wäre ein interessantes Thema. Obwohl ich inzwischen mehrere Monate lang die Fachliteratur zu „Gender” gelesen habe, habe ich darin überhaupt nichts, aber auch wirklich gar nichts gefunden, was die Bezeichnung „Forschung” verdiente. Da wird einfach irgendwas behauptet. Da geht’s nicht um Forschung. Da geht’s um Politik und Ideologie.

Und von vornherein zu sagen, dass man nach biologischen Ursachen erst gar nicht fragt, halte ich für Wissenschaftsbetrug. Denn das ist schon vorsätzliche Ergebnisfälschung, und übrigens nach der Rechtsprechung des BVerfG auch keine Forschung mehr. Denn gerade das darf Forschung nicht, Informationen ausblenden, die einem nicht in den Kram passen. Denn daraus könnte sich ergeben, dass Frauen keineswegs ausgegrenzt werden, sondern die Ursachen bei den Frauen selbst liegen.

Alles und jedes von vornherein auf „Ausgrenzung” zurückzuführen ist Ideologie und schiere Dummheit, und hat mit Wissenschaft überhaupt nichts zu tun.


ohneNamen
25.9.2012 8:47
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Gut, sagen wir, es gibt biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern, und es liegt Frauen quasi im Blut die sogenannten frauentypischen Berufe zu wählen, also Pflegeberufe etc. Das rechtfertigt noch lange nicht, warum sie deswegen diskriminiert werden sollten, also weniger Lohn erhalten sollten, etc. Auch rechtfertigt es nicht, warum Hausfrauen und Mütter, die zu Hause bleiben und die Kindererziehung übernehmen, dafür bestraft werden, indem sie am Ende sehr wenig Rente haben. Und hier gibt es genügend Fakten, das sind keine Ideologien oder Ähnliches. Ist das keine Ungerechtigkeit? Übrigens umgekehrt kann man auch von Diskriminierung der Männer sprechen, wenn es um Rechte von geschiedenen Vätern geht zB.
“Denn daraus könnte sich ergeben, dass Frauen keineswegs ausgegrenzt werden, sondern die Ursachen bei den Frauen selbst liegen.”: das kann also nicht die Lösung sein.

Mich würde noch interessieren, welche Fachliteratur Sie eigentlich lesen?


Hadmut
25.9.2012 10:34
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@ohneNamen: Das ist doch nun wieder ausgemachter Blödsinn.

> Das rechtfertigt noch lange nicht, warum sie deswegen diskriminiert werden sollten, also weniger Lohn erhalten sollten, etc.

Eine „Rechtfertigung” setzt eine gewollte Handlung voraus, der man eine Schuld unterstellt. Die gibt es aber nicht. Feministinnen haben da so einen Opfer-Krampf, der sie glauben lässt, dass alles, von dem sie glauben dass es ist, von bösen Männern absichtlich gegen sie konstruiert wurde. Purer Schwachsinn.

  • Es ist gar nicht belegt, dass Frauen für gleiche Arbeit weniger Lohn erhalten. Sämtliche von Feministinnen dazu angeführten Statistiken haben sich als zumindest grob fehlerhaft, teils sogar bewusst manipuliert oder täuschend herausgestellt. Im Gegenteil gibt es sogar eine Menge Belege dafür, dass die Lohndifferenz nicht signifikant ist. In manchen Bereichen bekommen Frauen sogar erheblich mehr als Männer. Außerdem ist es unlogisch. Denn Firmen versuchen heute, die Lohnkosten mit allen möglichen Mitteln zu drücken. Würden Frauen die gleiche Arbeit für geringere Bezahlung verrichten, wären die Firmen voll von Frauen.
  • Es stimmt nicht, dass Frauen im Allgemeinen die gleiche Arbeit verrichten. Zumindest hat man es noch nie belastbar untersucht. Das ist zwar ein Legende, die von Feministinnen, Gewerkschaften usw. in Umlauf gesetzt wird, aber wenn man die mal sehr genau liest, stellt man fest, dass die Behauptung gleicher Arbeit willkürlich gesetzt und in keiner Weise untersucht oder belegt ist. Nach meiner inzwischen auch nicht mehr geringen Lebenserfahrung unterscheidet sich die Arbeit von Männern und Frauen in vielen Bereichen aber signifikant.
  • Es gibt überzeugende Gründe dafür, dass das, was dann noch an Lohnunterschieden übrigbleibt, von Frauen selbstverschuldet ist. Etwa dadurch, dass sich Frauen auf eine kleinere Zahl von Berufen konzentrieren und dadurch ein Überangebot in diesen Berufen erzeugen, und Berufe mit Personalknappheit, vor allem die technischen Berufe, meiden.
  • Die Behauptungen zum Gender Pay Gap strotzen vor Falschinformationen und Statistik-Fehlern. Ich halte sie für bewusst konstruierte Falschinformation und Propaganda.

Ausführliches dazu in meinem Buch zur Frauenquote.

> Auch rechtfertigt es nicht, warum Hausfrauen und Mütter, die zu Hause bleiben und die Kindererziehung übernehmen, dafür bestraft werden, indem sie am Ende sehr wenig Rente haben

Stimmt auch nicht. Frauen haben bei den Renten eine höhere Rendite als Männer. Und die niedrigeren Renten von Frauen beruhen dazu meist auf persönlichen Lebensentscheidungen, sind also „selbstverschuldet”.

Davon abgesehen hat sich gezeigt, dass Frauen mit niedrigerer persönlicher Rente häufig eben kein niedrigeres Einkommen haben, sondern sich umgekehrt nur deshalb leisten können, Kinder zu erziehen statt zu arbeiten, weil der Haushalt genug Einkommen hat. Die eigene Rente ist ja nicht die einzige Einnahmequelle. Ich kenne diverse Fälle, in denen der Mann nach einer Scheidung nur noch arbeiten und zahlen muss und seine Kinder nicht mal sehen darf, und die Frau macht sich mit dem Unterhalt ein schönes Leben. Das mal aufgerechnet?

Es gibt genug alleinerziehende Mütter, die trotzdem arbeiten. Wenn die das können, dann können andere Mütter das auch.

Hausfrau und Mutter wird immer als Verpflichtung hingestellt. Es ist aber auch ein Luxus, nicht arbeiten gehen zu müssen. Kann ich mir beispielsweise nicht leisten.

> Mich würde noch interessieren, welche Fachliteratur Sie eigentlich lesen?

Siehe Literaturliste im Buch. Derzeit zusätzlich diverse feministische Dissertationen und wissenschaftliche feministische Literatur.

Obwohl ich seit April intensiv feministische Fachliteratur lese, habe ich darin noch nichts, wirklich gar nichts, gefunden, was irgendwie intelligent, wissenschaftlich, wahr, nachvollziehbar oder überprüft wäre. Das ist einfach nur Schwachsinn und leeres Gebrabbel. Nicht ein einziger, konsequenter, irgendwie hergeleiteter oder nachvollziehbarer Gedankengang. Einfach in irgendwelche Behauptungen reingesteigert.


ohneNamen
28.9.2012 13:29
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>Eine „Rechtfertigung” setzt eine gewollte Handlung voraus, der man eine Schuld unterstellt. Die gibt es aber nicht. Feministinnen haben da so einen Opfer-Krampf, der sie glauben lässt, dass alles, von dem sie glauben dass es ist, von bösen Männern absichtlich gegen sie konstruiert wurde. Purer Schwachsinn.

Es ist sehr sehr lange her das Feministinnen und Feministen vom bösen Mann gesprochen haben, falls das überhaupt jemals das Bild war. Diese Gruppen gibt es sicher noch, aber wir wollen doch nicht alle über einen Kamm scheren, nicht wahr? Wie unwissenschaftlich wäre denn das?
Im Übrigen sind Sie überhaupt nicht auf meine Frage eingegangen, ich habe nicht nach der Bedeutung des Wortes Rechtfertigung gefragt, sondern ob Sie wirklich finden, dass frauendominierte Berufe schlechter bezahlt werden sollten, nur weil 90% Frauen sie ausführen? Und ob es nicht ungerecht ist, dass die Frauen und Männer, die zu Hause bleiben, und den Haushalt und die Erziehung übernehmen, oder deswegen nur in Teilzeit arbeiten (natürlich auch weil sie es wollen, und sicher oft auch weil der Haushalt es sich leisten kann, aber was wenn es zu einer Scheidung kommt?), wenig Rente beziehen? Das ist kein Märchen, Altersarmut, besonders bei Frauen, ist Fakt (http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/sozialpol/ressourcen/babyboomer.pdf). Zu behaupten es ist ihre Schuld ist wie zu behaupten, dass es die Schuld von Migranten ist, dass sie in armen und/ oder politisch instabilen Ländern geboren wurden und wir ihnen deshalb hier keine Chance geben sollten.

Beim Wort wissenschaflich, auf das Sie so Wert legen, fällt mir gerade auf, wie Sie schon in Ihrer Einleitung recht unwissenschaftlich vorgehen. Das das Schließen von Einzelfällen (eigene Erfahrung) auf die Gesellschaft unwissenschaftlich ist und nur unter dem Stichwort “persönliche Erfahrung” läuft, lernt man im ersten Semester…

>Ich kenne diverse Fälle, in denen der Mann nach einer Scheidung nur noch arbeiten und zahlen muss und seine Kinder nicht mal sehen darf, und die Frau macht sich mit dem Unterhalt ein schönes Leben.

Das ist absolut nicht gerecht, wie gesagt, es geht um Gleichstellung der Geschlechter, nicht darum, böser Mann, gute Frau.

Über den gender pay gap kann man vortrefflich streiten und ich selbst als Statistikerin weiß um die Fehlerhaftigkeit von Statistiken, aber genau deshalb weiß ich auch das es eben einen Unterschied gibt bei gleicher Position und Erfahrung.

>Hausfrau und Mutter wird immer als Verpflichtung hingestellt. Es ist aber auch ein Luxus, nicht arbeiten gehen zu müssen. Kann ich mir beispielsweise nicht leisten.

Ja, absolut. Kann ich mir auch nicht leisten. Können sich manche Männer die das wollen, aber auch nicht leisten, weil sie enweder 100% oder gar nicht arbeiten können, Teilzeitmodelle wie in Skandinavien gibt es selten, obwohl das die Mehrheit der jüngeren (Eltern-) Generation gerne hätte. Auch darum geht es bei der Gleichstellung!

>Das ist einfach nur Schwachsinn und leeres Gebrabbel. Nicht ein einziger, konsequenter, irgendwie hergeleiteter oder nachvollziehbarer Gedankengang. Einfach in irgendwelche Behauptungen reingesteigert.

Dito.


Hadmut
1.10.2012 23:37
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@ohneNamen: Mehrfach falsch.

Die Feministinnen reden nicht mehr direkt vom „bösen Mann”, meinen diesen aber durchaus noch, nur verstecken sie das jetzt hinter Begriffen wie Kultur, Wissenschaft, Biologismus usw. Sie sind der Auffassung, dass die Frau nur ein als benachteiligt konstruiertes Geschlecht sei und dass dahinter die Falschaussagen von Wissenschaftlern und insbesondere Biologen und Medizinern steckt, besonders aus dem 18. Jahrhundert. Das aber seien vorrangig Männer gewesen. Der Mann wird als das neutrale, freie Wesen hingestellt und die Frau als seine fiese Erfindung.

Ich habe auch nicht gesagt, dass Frauen schlechter bezahlt werden sollen, sondern dass diese eine Folge des Überangebotes ist. Wenn ich sage, dass der Apfel wegen der Schwerkraft zu Boden fällt, kann man mir auch nicht vorwerfen, dass ich dafür plädiere, dass unschuldige Äpfel böse fallen müssten. So’n Quatsch.

Das mit der Rente wäre ein komplett separates Thema.

Was mich dabei aber ankotzt ist, dass es so viele Ungerechtigkeiten gibt, aber gerade die Frauen erwarten, dass sie da eine Sonderstellung einnehmen.

Und ja, ich finde es ungerecht, wenn ich als Mann ein Leben lang vollzeit arbeiten muss und Frauen, die nur Hausfrau und Mutter waren (und dazu gehört nun wahrlich nicht viel, weder Intelligenz noch Ausbildung) damit große Rente machen wollen. Der ganze Feminismus läuft im Moment darauf hinaus, nichts zu arbeiten und trotzdem alles zu kriegen.

Ne Menge Frauen sind deshalb nur Hausfrau und Mutter, weil sie schlichtweg keinen Bock auf Arbeiten haben. Und manche davon geben das sogar zu.

Irgendwann sind die Kinder nämlich auch mal groß und selbständig.


Heinrich
2.10.2012 18:24
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Hoffentlich wird bald in Deutschland eine ähnliche Aufklärung erfolgen, um das von den Gender-Ideologen propagierte “social engineering” in Richtung Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, Schule) zu stoppen.
Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen (siehe Buch „Vergewaltigung der menschlichen Identität, über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)


Aventin
21.11.2012 8:58
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@ohneNamen

>Ja, absolut. Kann ich mir auch nicht leisten. Können sich manche Männer die das wollen, aber auch nicht leisten, weil sie enweder 100% oder gar nicht arbeiten können, Teilzeitmodelle wie in Skandinavien gibt es selten, obwohl das die Mehrheit der jüngeren (Eltern-) Generation gerne hätte. Auch darum geht es bei der Gleichstellung!

Was denn nun, manche Männer wollen Teilzeit, aber dann wieder
die Mehrheit? (Meiten Sie die auch die Mehrheit der Männer?)
Woher wissen Sie das mit der Mehrheit?

Und ausserdem ist das mit der “Gleichstellung” auch so eine
Gendermanzen und FeministInnen Erfindung!
Gleichstellung ist das Gegenteil von Gleichberechtigung,
und daher abzulehnen!

PS Was ist eigentlich die “genderwissenschaftliche” Definition
von “Gleichstellung”? Sagen wir mal bei den Kanalarbeitern?