Ansichten eines Informatikers

Spieltheorie und Nash-Gleichgewicht: Wie lange können wir uns Richter, Anwälte und Juristen-Recht noch leisten?

Hadmut
12.5.2026 16:37

Bringt der wirtschaftliche Absturz das Ende des Juristenstaats?

Zu den schrecklichsten Berufen, die dieser Staat hervorgebracht hat, gehören Juristen und Gleichstellungsbeauftragte.

Ich war zweimal in meinem Leben bei Internet-Providern angestellt. Das erste mal saß ich in der technischen Abteilung in einem Rudel aus etwa 30 Informatikern, und die Firma hatte für Rechtsangelegenheiten einen externen Rechtsanwalt, der in seiner Kanzlei saß und den man bei Bedarf kontaktieren und fragen konnte. Das fand ich angemessen, denn schließlich waren wir die Leute, die die Dienstleistung erbrachten, die das Geschäft der Firma waren.

Das zweite Mal war es umgekehrt, da saß ich als einziger (es gab noch einen dysfunktionalen zweiten, der aber dauerhaft krank und weg war) Informatiker in der Rechtsabteilung des Providers in einem Rudel aus 30 Juristen, die mich bei Bedarf fragten. Da wusste ich: In diesem Staat läuft etwas schrecklich schief: Warum braucht eine Firma so schrecklich viele, bevorzugt schreckliche Juristen, um sich zu verteidigen?

Dieses Land behauptet gerne, es sei ein Rechtsstaat. Das ist es aber nicht. Es ist ein Juristenstaat, und damit ungefähr das Gegenteil eines Rechtsstaates.

Warum aber ist ein Juristenstaat das Gegenteil eines Rechtsstaates? Würde man nicht vom naiven Standpunkt aus annehmen, dass Juristen irgendwie in Richtung des Rechts drängten? Und warum ist das nicht in allen Ländern so, sondern in vielen Länder erheblich besser? Was machen wir falsch?

Das ist eine Frage, die mir schon seit langem, seit über 15 Jahren intensiv, eigentlich schon seit 30 Jahren durch den Kopf geht. Warum ist das so? Am Alter der Frage sieht man, dass das nicht meine drängenste Frage ist, aber eine, die mich immer wieder beschäftigt.

Gestern und heute bekam ich nun zwei unterschiedliche Leserhinweise, die eigentlich auch in keinem Zusammenhang stehen, die mir aber beide Denkanregungen brachten. Bis mir dann plötzlich auffiel, dass zwischen den beiden Hinweisen ein mathematischer zusammenhang besteht, der wohl erklärt, warum sich diese Land im Absturz befindet.

Gestern: Die fiese Richterin

Ein Leser hatte ich darüber aufgeregt, dass eine Richterin jetzt schon damit hausieren geht, dass sie „Anstarren“ als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz verurteile. Das Fachblatt für Arbeitsrecht und sexuelle Belästigung, die BILD: Arbeitsrichterin verhandelt solche Fälle: Wer Kollegen anstarrt, riskiert die Kündigung

„War das jetzt nur ein Kompliment oder schon zu viel?“ Am Arbeitsplatz herrscht oft Unsicherheit darüber, wo genau sexuelle Belästigung beginnt.

Arbeitsrichterin Alexandra Rüter erklärt, warum die Schwelle im Joballtag viel früher erreicht ist, als viele glauben – und was schon anzügliche Witze, wiederholtes Anstarren oder private Chats auslösen können.

Erfahren Sie mehr mit BILDplus.

Glücklicherweise konnte ich den Artikel – hinter Paywall – nicht lesen, sonst hätte ich mich zu sehr aufgeregt. Aber wenn man die BILD und die Juristen kennt und den Leserhinweis gelesen hat, dann kann man sich denken, worauf es hinausläuft, dass man für Anstarren in der Firma schon gefeuert werden kann.

Weil ich diese Titelfoto der Richterin, dieser Blick, dieses fiese, aufgesetzte Horizontalgrinsen, und überhaupt das Gebaren, mit seiner Rechtsprechung hausieren zu gehen (z. B. hier und hier, was meines Erachtens nicht nur ein ausreichender Grund für eine Ablehnung wegen Befangenheit, sondern Aktivismus und nicht Rechtsprechung ist), so überaus abstoßend und für ein Sinnbild dafür hielt, warum deutsche Gerichte nichts taugen, die meisten Richter nicht nur fachlich inkompetent, sondern charakterlich völlig ungeeignet sind, ging mir das durch den Kopf.

Wie gut, dass ich nicht mehr in Deutschland angestellt bin. Das ist ja alles nicht mehr auszuhalten, dass das alles unter dem Vorwand der Rechtsprechung und des Rechts politisiert wird. Denn was die Rechtsprechung nennt, ist nichts anderes als eine politische, linke Unterwanderung jedes Lebensaspektes.

Zumal es auch idiotisch ist. Richtig dumm. Denn heute bepflastern sich Frauen mit unzähligen Blickprovokationen, wie Tattoos, Piercings, Arschbackenhosen, Camel Toes, Katastrophenmakeup, gerade weil es Blicke anzieht. Schaut man aber hin – Zack, Anzeige. Seit Jahren geht ein Cartoon durch die Social Media, der die Willkür und subjektive Beliebigkeit des Vorwurfs sexueller Belästigung aufs Korn nimmt:

Was nämlich oft als Sexuelle Belästigung oder Sexismus durch Männer hingestellt wird, ist bei Licht betrachtet oft nichts anderes als das Partner- oder Favoritenwahlgehabes von Frauen. Oder wie Birgit Kelle es ausdrückte: „Dann mach doch die Bluse zu“. Viele Frauen hängen sexuellen Reize in die Auslage – Titten raus – und beschweren sich dann darüber, wenn es funktioniert, wie ein Angler, der den Fisch verklagt, weil der falsche Fisch den Köder gefressen hat. Oder: Bedenke, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden. Man könnte zum Beispiel mal die Frage diskutieren, wozu sich Frauen schminken, wenn sie ins Büro gehen.

Ich frage mich bei solchen Leuten, ob diese Richterin überhaupt jemals in einer Firma gearbeitet hat, oder ob nicht unsere Gesetze, sondern auch unsere Gerichtsentscheidungen aus Prinzip von Leuten gemacht werden, die keine eigene Ahnung habenj, wovon sie reden. Und sie würde wohl auch keiner Anstarren. Bekanntlich ist das schlimmste an der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, dabei übergangen zu werden. Die meisten Aktivistinnen dagegen sind neidzerfressen und selbst nicht betroffen, gönnen sie anderen nicht. Das hat auch was mit weiblichem Konkurrenzkampf zu tun, denn die schlimmsten Kämpferinnen gegen die sexuelle Belästigung sind solche, die davon nicht betroffen sind. Weil sie nicht betroffen sind.

Mein Gedanke ist aber ein anderer.

Früher waren Firmen, auch IT-Firmen, deftige Männergesellschaften mit ein paar wenigen Frauen, aber solchen, die Ahnung von Technik und Spaß daran hatten. Wir waren Chauvinisten, wir haben dreckige Witze gemacht, wir haben geflirtet, wir haben auf Hintern geguckt. So schlimm kann es nicht gewesen sein, weil mir nicht nur keine Frau aus dieser Zeit bekannt ist, die sich beklagt hätte, sondern weil die auch alle in diese Informatiker-Kreise eingeheiratet haben. Es gibt Frauen, die da nicht nur fachlich befähigt sind, sondern die sich in diesem Umfeld durchaus wohl fühlen und sicher bewegen. Zumal mir viele Frauen versicherten, dass Frauen viel dreckigere Witze machten als Männer, aber eben nur dann, wenn allein Frauen anwesend sind. Während Männer ihre Witze auch in Anwesenheit von Frauen erzählten. Wer Frauenwitze gewohnt sei, auf den wirkten Männerwitze harmlos. Das Gegacker um sexuelle Belästigung sei deshalb nur vorgeschoben.

Tatsächlich habe ich viele solcher Feministinnen erlebt, die sich aufregen und beklagen, aber ausnahmslos solche, die selbst eigentlich nichts konnten und außer für die Frauenquote oder aus persönlichen Gründen (die Gattin oder Freundin des X einstellen statt Gehaltserhöhung) niemals eingestellt würden.

Deshalb ging mir durch den Kopf, wie dumm eigentlich diese Art der Rechtsprechung ist. Denn es wird nicht geurteilt, was gut für die Firma oder Volkswirtschaft ist, sondern ein völlig idiotisches subjektives Recht durchgesetzt. Wenn zwei nicht miteinander können, muss der Mann gehen.

Wenn sich die Frau beschwert, dass sie sich vom Mann belästigt fühlt, wird der Mann gefeuert. Und zwar auch dann, wenn der Mann ein wesentlicher Leistungsträger und die Frau eine völlig nutzlose Quotentussi oder sogar eine negativwertige Feministin und Intrigantin ist.

Eigentlich müsste man doch dem Unternehmen die Wahl lassen, zu sagen, die beiden können nicht zusammen in einem Haus bleiben, einer muss gehen. Weil uns der Mann aber von Nutzen ist und der gute Arbeit macht, und die Frau nichts kann, nichts arbeitet und nur stänkert und Forderungen stellt, setzen wir die Frau an die Luft.

Heute kam im Radio, dass Kanzler Merz sagte, dass es so nicht weitergehe. BILD:

Es war die Klare-Kante-Rede, auf die viele seit Monaten gewartet haben: Merz’ Botschaft war deutlich: Wirtschaftliches Wachstum ist die Grundlage für alles andere. „Ohne Wirtschaftswachstum gibt es keinen leistungsfähigen Sozialstaat“, so Merz. Er zählte weiter auf: ohne Wachstum keine Steuereinnahmen, kein Geld für Straßen, Schienen, Schulen oder eine auskömmliche Rente. Es sprach der Klartext-Kanzler.

NTV:

Bundeskanzler Friedrich Merz hat zu einer nationalen Kraftanstrengung aufgerufen, um Deutschlands wirtschaftliche Stagnation zu überwinden.

Der Handlungsdruck durch globale Krisen und aufgestaute strukturelle Probleme sei “wohl seit Jahrzehnten für Politik, Gesellschaft und Unternehmen nicht mehr so groß wie gegenwärtig”, sagte Merz auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin. Die Welt sortiere sich eruptiv und rasend schnell neu. Dies betreffe Deutschland unmittelbar. “Deutschland muss sich also aufraffen”, mahnte der Kanzler.

Merz zeichnete ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Lage. Die Entwicklung stagniere seit mindestens sieben Jahren, während andere Länder wüchsen. Wirtschaftswachstum sei kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, einen leistungsfähigen Sozialstaat und eine auskömmliche Rente. Als konkrete Belastungen nannte er steigende Energie-, Produktions- und Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Krieges sowie hohe Bürokratiekosten für Betriebe.

Der Kanzler betonte, die Herausforderungen seien nicht nur durch äußere Krisen bedingt. “Wir haben es schlicht versäumt, unser Land zu modernisieren”, sagte Merz mit Verweis auf Demografie und Digitalisierung. Um die Wende zu schaffen, müsse wieder anerkannt werden, “dass unternehmerische Leistung und Initiative die Voraussetzung” für eine gedeihende Marktwirtschaft seien.

Zudem müssten “die arbeitenden Menschen” entlastet und die nachhaltige Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme angesichts der Altersstruktur der Gesellschaft angegangen werden. Der Kanzler schloss mit einer eindringlichen Warnung und verwies auf den Verlust von jährlich über 100.000 Industriearbeitsplätzen: “Wir können nicht einfach so weitermachen wie in den letzten 20 Jahren.”

Erster Gedanke, als ich das so beim Aufwachen im Radio hörte: Hätte die CDU in den letzten 20 Jahren mal mein Blog gelesen. Darin beschreibe ich das.

Nächster Gedanke, als ich richtig wach war: Er beschreibt genau das Problem, dass Richter wie diese Arbeitsrichterin Alexandra Rüter anrichten, die nicht danach urteilt, wer der Firma wirtschaftlich nutzt, sondern meint, dass der Mann gehen muss, wenn die Frau sich angestarrt oder ähnlich belästigt fühlt, die also mit irgendwelchen Subjektivitätsrechten die ganze Firma bricht. Und dann wundern wir uns, wenn Deutschland nicht voran kommt.

Solche Richter mögen zwar so urteilen, dass Juristen es für „Recht“ halten, einfach deshalb, weil es irgendwelchen Gesetzesnormen entspricht, weil es da ein Regelwerk gibt, aber sie richten uns – im wahrsten Sinne des Wortes – zugrunde, weil sie nicht danach entscheiden, was das Land am Laufen hält, sondern allein nach abstrakten und willkürlich gesetzten Regeln, die nicht dem Bestand der Wirtschaft und des Staates nutzen, sondern politisch durchgesetzte Partikularrechte sind.

Wir sind deshalb längst in einem Bereich angekommen, in dem Recht, die Rechtsdurchsetzung, massiv schädlich ist.

Dabei ist der Effekt nicht neu, nicht auf Deutschland beschränkt. Denselben Effekt konnte man, nur viel kleiner, bei der Durchsetzung des „Code of Conduct“, betrieben vor allem durch „Coraline Ada Ehmke“, bei der man viele erfolgreiche Open-Source-Projekte ruinierte, indem man mit einem oktruierten willkürlichen Regelwerk, das subjektive Partikularrechte schützen sollte, Erfinder, Entwickler, Maintainer aus ihren Projekten drückte, und sie durch fachlich unfähige Partikularinteressenträger ersetzte.

Ergebnis: Viele Open-Source-Projekte sind heute tot. Die existieren zwar noch vor sich hin, aber die Systempflege beschränkt sich darauf, die Dokumentation zu gendern oder „master“ durch „main“ zu ersetzen, weil sich Schwarze unwohl fühlen könnten. Häufig erlebe ich das, dass wenn man einen Bug Report oder Feature Request losschickt, die Leute entweder das beschriebene Problem überhaupt nicht verstehen, oder hilflos darum bitten, ob man ihnen einen Pull Request schicken könnte, ob man also als Projektfremder, der das Problem gefunden hat und versteht, eine Fehlerkorrektur schreiben kann, weil sie selbst das Projekt, das sie verwalten, nicht warten können. Oder gleich ganz den Rolladen runterlassen und alle Issues einfach pauschal ablehnen.

Im Prinzip passierte in den Open-Source-Projekten genau dasselbe, was Richter wie diese Alexandra Rüter in Firmen anrichten.

Doch warum tun sie das? Warum richten Anwälte und Richter unter der Behauptung, einen Rechtsstaat zu betreiben, eben jenen Staat zugrunde, indem sie Partikularinteressen und subjektive willkürliche Rechte durchsetzen, die eben jenen Staat funktionsunfähig machen? Wo ist der Bug im System?

Heute: Das Nash-Gleichgewicht

Heute schrieb mir ein anderer Leser

Gesellschaft und Mathematik

Du vertrittst meinem Eindruck nach oft Ansichten, die dem Modell des Homo oeconomicus entsprechen und auf ziemlich unbeschränkten Egoismus beruhen. Dieses Modell halte ich für falsch. In dem kurzen Video werden ein paar mathematische Modelle vorgestellt, die für mich plausibel Aspekte menschlichen Handelns beschreiben:

https://youtu.be/onOqshSm79A

Zu dem von vielen Leuten propagierten “Gegensatz” zwischen Kommunismus und Kapitalismus ist zu sagen, daß beide Systeme instabil sind und auf eine Tyrannei von wenigen (Partei bzw Oligarchen) hinauslaufen. Es gibt schon seit Längerem Bestrebungen, aus diesem gedanklichen Korsett auszubrechen. Diese laufen oft unter der Rubrik “Dritter Weg” bzw., im englischsprachigen Raum, “Third Position”. Die gleichnamige Partei in Deutschland heißt zwar nicht umsonst so, hat aber nicht das intellektuelle Format und Personal, um das umzusetzen, und auch sonst ein paar ziemlich problematische Ansichten.

Schönes Video: 10 Hidden Laws of Game Theory That Control Your Life Leider hat der Urheber die Einbettung nicht freigegeben, man muss es bei Yotube direkt ansehen.

Letztlich das, was ich immer sage: Rudelmechanik statt Rationalität, es fehlt was im Hirn – nur diesmal aus Sicht der Mathematik betrachtet. Sehr schön dargestellt.

Dabei hätte ich das Video gar nicht gebraucht, denn gleich am Anfang kommt der wichtige Begriff: „The Nash Equilibrium“ – Das Nash-Gleichgewicht. Bingo! Der Begriff hat mir gereicht.

Was ist das Nash-Gleichgewicht?

Leider beschreibt die deutsche Wikipedia das nicht schön und nicht gut:

Das Nash-Gleichgewicht (abgekürzt als NGG oder NGGW) ist ein zentraler Begriff der Spieltheorie. Es beschreibt in nicht-kooperativen Spielen eine Kombination von Strategien, wobei jeder Spieler genau eine Strategie wählt, von der aus es für keinen Spieler sinnvoll ist, von seiner gewählten Strategie als einziger abzuweichen. In einem Nash-Gleichgewicht ist daher jeder Spieler auch im Nachhinein mit seiner Strategiewahl einverstanden, er würde sie wieder genauso treffen. Die Strategien der Spieler sind demnach gegenseitig beste Antworten. Das Nash-Gleichgewicht ist ein elementares Lösungskonzept der Spieltheorie. Definition und Existenzbeweis des Nash-Gleichgewichts gehen auf die 1950 veröffentlichte Dissertation des Mathematikers John Forbes Nash Jr. zurück.[1] Das Nash-Gleichgewicht hat u. a. eine zentrale Bedeutung in wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen wie der Mikroökonomie, bei der Verteilung von Gütern und der Preisfindung.

Das liest man und weiß immer noch nicht, was der Punkt ist. Miserabel beschrieben. Besser die Englische:

In game theory, a Nash equilibrium is a situation where no player could gain more by changing their own strategy (holding all other players’ strategies fixed) in a game. A Nash equilibrium is the most commonly used solution concept for non-cooperative games.[1]

If each player has chosen a strategy — an action plan based on what has happened so far in the game — and no one can increase one’s own expected payoff by changing one’s strategy while the other players keep theirs unchanged, then the current set of strategy choices constitutes a Nash equilibrium.

If two players Alice and Bob choose strategies A and B, (A, B) is a Nash equilibrium if Alice has no other strategy available that does better than A at maximizing her payoff in response to Bob choosing B, and Bob has no other strategy available that does better than B at maximizing his payoff in response to Alice choosing A. In a game in which Carol and Dan are also players, (A, B, C, D) is a Nash equilibrium if A is Alice’s best response to (B, C, D), B is Bob’s best response to (A, C, D), and so forth.

The concept of a Nash equilibrium dates back to the time of Cournot, who in 1838 applied it to his model of competition in an oligopoly.[2] John Nash showed that there is a Nash equilibrium, possibly in mixed strategies, for every finite game.[3]

Game theorists use Nash equilibrium to analyze the outcome of the strategic interaction of several decision makers. In a strategic interaction, the outcome for each decision-maker depends on the decisions of the others as well as their own. The insight underlying Nash’s idea is that one cannot predict the choices of multiple decision makers if one analyzes those decisions in isolation. Instead, one must ask what each player would do taking into account what the player expects the others to do. A Nash equilibrium is achieved when no player can improve their outcome by changing their decision, assuming the other players’ choices remain unchanged.

Beschrieben von und benannt nach John F. Nash, Amerikanischer Mathematiker, besonders bekannt auf dem Gebiet der Spieltheorie. Besonders bekannt, weil es 1998 einen Kinofilm über ihn gab, A beautiful mind, in dem er von Russel Crowe gespielt wird.

Und ich glaube, und es spricht viel dafür, dass eine zentrale Ursache dafür ist, dass Deutschland gerade einstürzt, dass wir in so einem Nash-Gleichgewicht gefangen sind. Jeder verfolgt die für ihn subjektiv beste Strategie zu fordern, sich zu beschweren, andere zu verklagen, anzuzeigen und so weiter, und sie dann auch verurteilen zu lassen, weil wieder andere Gesetze machen, die letztlich alle und durchweg nur subjektiv optimal, in der Gesamtsicht aber dysfunktional sind, weil es viele Entscheidungsträger gibt, und keiner für sich allein aus der lokal optimalen, aber global verheerenden Strategie herauskommt.

Und das hat zentral damit zu tun, dass wir viel zu viele Juristen, Rechtsanwälte haben, die den Streit auch für sich brauchen, um Einkommen zu haben, die subjektive Strategie des Streits als nicht nur bei den jeweiligen Klägern, sondern auch ihren Anwälten zuschlägt.

Die Juristen und die Gesetzgeber sind das Problem. Die Gesetzgeber machen Gesetze, die zu einem Nash-Gleichgewicht führen (können), und die Juristen setzen es um, weil die Juristen dabei Partikularinteressen auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzen.

Paradebeispiel Tampons

Ich hatte vor einiger Zeit ein Thema bearbeitet, dass sich bei nochmaligem Nachdenken als Paradebeispiel herausstellt: Tampons.

Tampons sind logistisch betrachtet perfekt. Es gibt kaum eine Ware, die logistisch so einfach zu transportieren und verteilen ist:

  • Sie nehmen nicht viel Platz weg, weder beim Transport, noch im Regal, sondern sind ganz klein.
  • Sie wiegen kaum etwas, sie sind sehr leicht.
  • Man muss sie nicht kühlen. Im Gegenteil macht es den Dinger auch nichts, wenn das Fahrzeug in der Sonne steht und es darinnen mal 60 oder 70°C heiß wird.
  • Frost schadet ihnen auch nichts, sie verändern sich nicht, werden nicht unbrauchbar, wenn sie mal über Nacht im LKW oder im Lagerhaus auf -20°C runterkühlen.
  • Sie schimmeln und faulen nicht, man muss keine Schlechten aussortieren.
  • Sie benötigen keine Müll- und Entsorgungskapazität für Reste und unverkäufliche Ware.
  • Sie reifen nicht, müssen nicht reifen, man muss sie nicht von reifendem Obst fernhalten.
  • Man muss sie nicht wiegen, sie haben einfach einen Barcode.
  • Man muss auch das Regal hinterher nicht sauber machen oder waschen, man stellt einfach die nächste Kiste hin.
  • Sie haben kein praktisch relevantes Verfallsdatum. Man wird sicherlich keine 50 Jahre alten Tampons mehr verwenden, aber praktisch spielte das keine Rolle. Kein Supermarkt wird Tampons in den Müll werfen, weil ein Verfallsdatum abgelaufen ist.
  • Sie sind mechanisch praktisch unkaputtbar. Man kann sie fallen lassen, sie zerbrechen nicht. Sie nehmen keinen Schaden an Vibrationen beim Transport. Sie laufen nicht aus und geraten – im Gegensatz zu einer Sahnetorte oder einem Schokopudding mit Sahne – nicht in Unordnung, wenn man sie auf den Kopf stellt.
  • Man muss sie nicht bewachen. Anders als bei Geldtransportern und Juweliergeschäften sind keine Raubüberfälle auf Tampontransporte bekannt, auch Bewaffnung und Polizeischutz werden nicht benötigt.
  • Sie benötigen keinen Arbeitsaufwand vor Ort, man muss sie nicht wiegen, nicht backen, nicht putzen, kaum einsortieren. Man muss keine abgelaufene Ware aussortieren und keine „Rette mich“-Aufkleber anbringen. Im Prinzip reicht es, von der Kiste den Deckel abzureißen und das mit einer Handbewegung ins Regal zu stellen. Fertig.

Anders gesagt: Es gibt kaum etwas, was logistisch so leicht, einfach und damit billig zu behandeln ist, wie eine Kiste Tampons. Eigentlich muss man sie nur sauber und trocken halten und darf sie nicht zerdrücken. Dann sind die glücklich.

Und das bedeutet, dass perfektionierte Logistik- und Verkaufsexperten wie Discounter-Supermärkte, die ohnehin ihre Läden täglich mit LKW-Ladungen voller Zeugs befüllen, Tampons quasi kostenlos mittransportieren und verkaufen können. Eine Kiste Tampons erst in den LKW und dann im Laden ins Regal zu stellen kostet im Vergleich zu den meisten anderen Waren – Stück Butter, Tiefkühlpizza, Backwaren, Karotten, Erdbeeren – so gut wie nichts. Die verursachen praktisch keine Extra-Kosten.

Somit kommt man relativ leicht zu dem gedanklichen Ergebnis, dass die wirklich billigste und einfachste Methode ist, Tampons unters Volk zu bringen, bei den Discountern wie Aldi, LIDL, usw. zu verkaufen, weil sie einfach die allergeringsten Kosten zur Verteilung anfallen. Billiger als die kann man es nicht machen. Und zum Supermarkt muss man sowieso, es entsteht als auch auf Käuferseite kein Logistikaufwand.

Mir fällt sonst nichts Körperliches ein, was logistisch so einfach von der Fabrik zum Verbraucher zu transportieren wäre, wie eine Packung Tampons beim Discounter. Billiger geht’s nicht.

Trotzdem machen Feministinnen immer wieder mal ein Riesen-Theater, weil sie verlangen, dass man überall Spender für kostenlose Tampons aufhängen möge, dass es Staatsaufgabe sei, Frauen mit kostenlosen Tampons zu versorgen.

Sie begreifen aber nicht, dass das viel, viel teurer wäre und sie über die Umlage auf die Steuerzahler viel mehr Geld kosten würde, weil dabei ein riesiger logistischer Extraaufwand entstehen würde, weil irgendwer ja die Spender montieren und die regelmäßig befüllen muss. Das würde viel, viel mehr kosten als die Tampons selbst.

Schlimmer noch wäre, dass das gar nichts bringen würde, weil man aus Vandalismus die Dinger zerstören (irgendwas drüberleeren) oder sie alle klauen würde. Ich war zweimal in Kapstadt. Dort bietet man zur Eindämmung von HIV kostenlose Kondome an. In öffentlichen Einrichtungen hängen die Spender auf Gängen, in Toiletten usw. Ich habe jede Menge von diesen Spendern gesehen, aber alle leer. Nicht ein einziges Kondom habe ich entdeckt. Als ich im Naturkundemuseum auf der Toilette an so einem Spender vorbeikam und zufällig auf das Reinigungspersonal traf, habe ich mal gefragt, was das eigentlich bringt, ob die jemals nachgefüllt werden, wenn ich doch seit Tagen nirgends auch nur ein einziges Kondom gesehen hätte. Da sagten die mir, dass sie die Dinger mehrmals täglich auffüllen und zeigten mir auch, dass sie im Materialschrank neben Klopapier eine Kiste voll haben. Aber der Nächste, der nach dem Auffüllen vorbeikommt, nimmt die einfach alle raus und mit, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Deshalb seien die Dinger immer leer und nutzlos.

Wenn man darüber nachdenkt: Ein Nash-Gleichgewicht. Keiner hat einen subjektiven Vorteil davon, die Dinger nicht zu klauen, weil der Vorteil für die Steuerzahler erst dann einträte, wenn alle auf das Klauen verzichten.

Dasselbe gilt für die feministische Forderung nach Tampons: Eigentlich müsste man einsehen, dass es so, wie es ist, nämlich die Dinger im Supermarkt als Eigenmarke zum niedrigsten Preis zu kaufen die mit Abstand billigste Methode ist, und damit zufrieden sein. Man fordert subjektiv, mit kostenlosen Tampons versorgt zu werden, weil man lokal meint, Geld zu sparen und feministisch gebauchpinselt zu werden, versteht aber nicht, dass die logistischen Kosten und der Missbrauch ein Vielfaches des Materialwerts kosten würde und deshalb die – unsichtbare – Umlage auf den Steuerzahler viel, viel teuerer käme als sich die Dinger einfach selbst zu kaufen.

Warum gehen kostenlose Tampons in den Süd-, das Problem aber nicht in den Nordpol rein?

Na, eben: Das Nash-Gleichgewicht.

Warum Deutschland stirbt und wie es vielleicht noch zu retten wäre

Das Problem lautet: Sozialstaat. Nicht Kapitalismus.

Denn der Sozialstaat, vor allem dieses Linke Dummengehampel, überall „Gerechtigkeitslücken“ auszumachen und jeder Gruppe ihre Partikulargerechtigkeiten zuzuschanzen, und dann die Gesetze auch noch ideologisierten und auf Parteilinie getrimmten Laien machen zu lassen, macht unsere Gesellschaft extrem anfällig für solche spieltheoretischen Locks wie das Nash-Gleichgewicht: Der Einzelne, der für sich selbst entscheiden muss, handelt lokal und subjektiv optimal in einer Weise, die Staat und Wirtschaft im Gesamten dysfunktional macht und tötet.

Und eine zentrale Ursache dafür sind unsere Gesetze, unser „Rechtsstaat“, und vor allem: Unsere Juristen. Juristen sind nichts anderes als Pfleger von Nash-Gleichgewichten.

Viele Leute sagen, um Deutschland zu retten müsste man Migranten abschieben. Das stimmt sicherlich, aber es ist nicht das Hauptproblem. Man müsste die Juristen und die Politiker abschieben, und stattdessen die Gesetze von Spieltheoretikern machen lassen.

Ein aktuelles Paradebeispiel dafür, warum das so nicht funktioniert, wie man es bisher macht, war diese Tankstellenregelung, wonach man die Spritpreise nur einmal am Tag erhöhen dürfe, und was – aus spieltheoretischen Gründen – zum genauen Gegenteil geführt hat, nämlich zur Verteuerung, weil die Mineralölgesellschaften auf die Preise eine Sicherheitsmarge aufschlagen mussten.

Und genauso fehlerhaft sind Frauenförderung, Gesetze gegen sexuelle Belästigung und kostenlose Tampons.

Würde man Deutschland nämlich retten wollen, würde man nicht vor sexueller Belästigung schützen und dabei den Laden auch ruinieren, sondern im Gegenteil sagen, dass die sexuelle Belästigung egal ist, solange der Laden das optimale Geschäftsergebnis liefert.

Anders gesagt: Eine Firma mit 100 totalen Sexisten und Grapschern, die aber ordentliche Arbeit machen, Ergebnisse, Umsatz und Steuern bringen und dann 100 Arbeitsplätze haben, ist volkswirtschaftlich weitaus sinnvoller als eine Firma mit 50 Feministinnen, die nichts produziert und keinen Gewinn macht, weil es darin nur noch um die Vermeidung sexueller Belästigung und das Feuern von jedem, der schief guckt, geht.

Feuern sollte man also die Richterin. Denn so etwas kann sich nur ein Staat erlauben, er ausreichend viel Überschüsse produziert um sich solche Sperenzchen leisten zu können.

Das sind wir aber nicht. Wir sind ein hoffnungslos verschuldeter Anspruchsinhaberstaat auf dem absteigenden Ast. Und in dem sollte nicht der gefeuert werden, der sexuelle belästigt, sondern der, der das Betriebsergebnis beeinträchtigt. Und das sind meistens nicht die, die sexuell belästigen, sondern die, die sich darüber beschweren und klagen.

Das aber kann man Juristen nicht beibringen, weil das betriebswirtschaftlich und spieltheretisch, aber eben nicht das ist, was sie unter „Recht“ verstehen.

Und deshalb geht Deutschland unter.

Solange wir solche Gesetze und solche Juristen – und von beidem so viele – haben, kommen wir aus dem Nash-Gleichgewicht nicht heraus, obwohl sie alle überzeugt sind, dem Rechtsstaat zu dienen. In Wirklichkeit dienen sie nur der Einhaltung eines willkürlich und töricht gesetzten Regelsystems, das sie für „Recht“ halten, töten dabei aber den Staat ab. Und wo kein Staat mehr ist, da wird auch kein Rechtsstaat mehr sein.

Deshalb funktioniert auch der Sozialstaat nicht. Weil man damit ein solches Nash-Gleichgewicht geradezu erzwingt: Wer arbeitet, ist der Dumme.