Ende der Globalisierung?
Zufall oder Absicht?
Mir geht die ganze Zeit schon diese Frage durch den Kopf, ob die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Weltwirtschaft, in der es ja nicht nur um Öl, Benzin, Diesel und Kerosin, sondern auch um Schwefel, Helium, reichlich andere Chemikalien geht, und damit gerade so ziemlich die ganze Globalisierung – und damit auch die Ferntransporte und der Flugverkehr – zusammenbrechen.
Dazu kommt, dass Donald Trump gerade versucht, die USA wieder in eine Binnenwirtschaft zu verwandeln, indem bei allem, was geht, zunächst mal amerikanisch gekauft wird, und jeder, der importieren will, gedrängt wird, das im Land zu produzieren.
Ähnlich mit China. Die exportieren zwar ganz enorm, wollen aber nur wenig importieren und nun zum Beispiel ihre Autos selbst und im Land bauen. Ich war ja einmal eine Wochen in Peking und hatte mich gewundert, wieviele alte VW-Modelle dort rumfahren, aber relativ neu aussehen, worauf man mir erklärte, dass VW in China produzieren muss und deshalb die Produktionsanlagen alter Modelle von Deutschland nach China verlagere und dort die alten Modelle weiter produziert. Was mich enorm an den Mexiko-Käfer erinnert. In Deutschland schon lange verwaltet, in Mexiko noch 20 Jahre lang weiter produziert. Das machen die Chinesen aber auch nicht mehr mit, inzwischen haben sie selbst moderne Autos.
Da schreibt mir ein Leser:
Nach Ansicht einiger Analysten geht das Zeitalter der Globalisierung zu Ende, unter anderem ausgelöst durch diesen tollen Krieg gegen den Iran. Man sollte eben immer vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht, und so, wie sich manche das Ende der fossilen Brennstoffe wünschen und dann bemerken, daß der Strom doch nicht aus der Steckdose kommt, so wünschen sich andere eben das Ende der Mullahs, und es fällt ihnen erst ziemlich spät auf, daß der Preis dafür nicht nur eine globale Energieknappheit, sondern auch das Ende des Petrodollars und der westlichen Hegemonie ist. Als Trostpflaster kann man sich dafür ja über die Erstattung des Islam insgesamt freuen, die die gute alte Zeit mit islamischen Eroberungsfeldzügen und Sklavenhandel wieder zurückbringt, denn in dem Punkt sind sich die Juden und Korandertaler wenigstens einig. So haben sie es ja auch schon mindestens zur Zeit des Osmanischen Reiches gehalten, und es würde mich sehr wundern, wenn das während der maurischen Besatzung Spaniens, auch bekannt als das “Goldene Zeitalter” der Juden in Europa, anders gewesen wäre.
Dann sehen wir aber ganz schön alt aus, wenn wir nicht mehr importieren und exportieren können.
Denn das gesamte Staatsgebilde der BRD des 21. Jahrhunderts beruht allein darauf, dass wir hier auf Sozialstaat, Mindestlohn und Gewerkschaften usw. machen, indem wir alle Billigarbeiten einfach in Billiglohnländer auslagern. Wir wären gar nicht mehr fähig, autark zu produzieren. Mikroelektronik haben wir auch nicht, und das, was wir hatten, wie Robotik, Solarzellen, Windräder, Autos haben wir an China verloren.
Dabei hatten wir das durchaus mal, nämlich als wir noch in BRD und DDR getrennt waren und wir viele der Billiglohnarbeiten noch in die DDR ausgelagert hatten. Zu Zeiten der DDR kamen Klamotten wie Hemden und Kleider, günstige Kaufhausfahrräder, Verandaschaukeln, die billigsten Waschmaschinen, und, wie ich mal herausgefunden habe, meine erste eigene Kamera als Kind (Beroquick) alle aus der DDR. Wir hatten mal eine große Verandaschaukel im Baumarkt gekauft und als ich die aufbauen wollte, musste ich feststellen, dass allen Schrauben die Gewinde fehlten und ich die umständlich und teuer nachkaufen musste, weil die Größen schwer zu bekommen waren. Auf dem Beipackzettel fand ich dann irgendwo „Made in GDR“. Kombinat irgendwas. Die DDR war damals die Werkbank des Westens, auf diese Weise gab es Devisen. Das war nicht schön und nicht fair, aber erstaunlich produktiv innerhalb der Grenzen heutigen Deutschlands. BRD und DDR zusammen waren eigentlich eine recht gute Kombination.
Mit dem Ende der DDR fiel das alles zusammen, und die Produktion verlagerte sich in Länder wie China, Bangladesch und so weiter, die Pharmaproduktion ging nach Indien.
Sollte die Globalisierung jetzt zusammenbrechen, dann haben wir richtig Probleme, weil wir uns diese Bevölkerungsschichten, die überhaupt nichts produzieren und arbeiten, Geisteswissenschaftler, Genderartisten, Sozialhilfesurfer schlicht nicht leisten können. Dann müssen die Gleichstellungsbeauftragten jetzt zur Näherin umgeschult werden.
Möglicherweise ist das auch ein Gedanke hinter der Migration, dass man möglichst viele Billigarbeiter für die monotonen Billigarbeiten braucht, um sie nicht selbst machen zu müssen. Im Prinzip nichts anderes als die Sklaven auf den Plantagen der US-Südstaaten.
Das wird noch lustig.