Ansichten eines Informatikers

Meinungsfreiheit, Fake News und Social Media – damals und heute

Hadmut
26.1.2026 4:00

Vergleicht mal 1940 mit 2026.

Es ist verblüffend. [Update]

Ich hatte doch erst über Amelia als britische, und dann über Liese und Miese als Propaganda des Dritten Reiches geschrieben.

Es gab im Dritten Reich aber nicht nur Liese und Miese, die beiden Frauen, sondern auch noch ein Männerpaar mit derselben Aufgabe, Tran und Helle, selbes Strickmuster: Der linientreu aufgeklärte Volksgenosse (man beachte den sozialistischen Begriff) Helle und der schwerfällig-tumben Tran. Die Kurzfilme wurden im Vorprogramm der Kinos ab Beginn des Zweiten Weltkriegs vor der Wochenschau gezeigt, wo man auch Liese und Miese hatte zeigen wollen, wenn die nicht wieder einkassiert worden wären.

Man lese mal den englischen Erklär-Vorspann der Amerikaner (s. Video unten). Auch diese Kurzfilme wurden einkassiert, weil man fürchtete, dass sich das Publikum zu sehr mit dem „Dummen“, Negativen, nämlich Tran, identifizierte.

Nun haben die Amerikaner ein paar dieser Filme archiviert und auf Youtube hochgeladen.

Und nun vergleicht mal, wie die Nazis mit der Meinungsfreiheit umgingen, und wie heutige, insbesondere linke Regierungen damit umgehen. Ersetzt mal „Feindsender“ durch „Social Media (Musk)“ und „Gerüchte“ durch „Fake News“:

Ich finde das frappierend, wie sehr sich der Umgang der aktuellen Politik mit Fake News, Desinformation, Meinungsfreiheit, Social Media und der der Nazis damals gleichen. Wenn man das etwas im Stand der Technik und des Zeitgeistes anpasst, ist das praktisch deckungsgleich.

Sexismus kommt auch drin vor.

Und das Wetter. Das Wetter ist anders geworden.

Auf 1940-Deutsch: Ihr dürft keine Feindsender hören!

Und (Wehrkraft)Zersetzung, was Prien hier verwendet, ist ein Nazibegriff. Wikipedia:

Zersetzung der Wehrkraft (oder Wehrkraft­zersetzung) war die Bezeichnung für einen grundsätzlich[1][2] mit Todesstrafe bedrohten Straftatbestand im nationalsozialistischen Deutschland, der 1938 in der Kriegssonderstrafrechts­verordnung (KSSVO) neu gefasst[3] und am 26. August 1939 kurz vor Kriegsbeginn (1. September 1939) im Reichsgesetzblatt veröffentlicht wurde. Zu den aufgeführten Tatbeständen gehörten Kriegsdienstverweigerung, defätistische Äußerungen und Selbstverstümmelung.

[…]

In § 5 der Kriegssonderstrafrechtsverordnung (RGBl. I 1939, S. 1455) werden die weitgefassten Tatbestandsmerkmale einer „Zersetzung der Wehrkraft“ beschrieben:

„1. Wer öffentlich dazu auffordert oder anreizt, die Erfüllung der Dienstpflicht in der deutschen oder einer verbündeten Wehrmacht zu verweigern, oder sonst öffentlich den Willen des deutschen oder verbündeten Volkes zur wehrhaften Selbstbehauptung zu lähmen oder zu zersetzen sucht;

2. wer es unternimmt, einen Soldaten oder Wehrpflichtigen des Beurlaubtenstandes zum Ungehorsam oder zur Widersetzung oder zur Tätlichkeit gegen einen Vorgesetzten oder zur Fahnenflucht oder unerlaubten Entfernung zu verleiten oder sonst die Manneszucht in der deutschen oder einer verbündeten Wehrmacht zu untergraben;

3. wer es unternimmt, sich oder einen anderen durch Selbstverstümmelung, durch ein auf Täuschung berechnetes Mittel oder auf andere Weise der Erfüllung des Wehrdienstes ganz, teilweise oder zeitweise zu entziehen.[6]“

Wehrhafte Selbstbehauptung. Begrifflich nicht weit weg von der „Wehrhaften Demokratie“.

Und das findet sich genauso in der heutigen Zeit zu Fake News und Social Media wieder:

Ich bin verblüfft, wie sehr die heutige Politik der Nazi-Propaganda ähnelt. Als ob man Elon Musk wie damals Winston Churchill ansieht.

Oder wie es Historiker gerne formulieren: Geschichte wiederholt sich nicht. Aber sie reimt sich.

Update: