WISO: Die lange schlechte Nacht der Misswirtschaft im ZDF
Das ZDF merkt, dass in Deutschland alles schief läuft, aber versagt darin, die Ursachen zu benennen.
Diese Woche lief im ZDF die „Lange Nacht der Wirtschaft“ von WISO. Eine Sendung von 5 Stunden 10 Minuten, die um 0:15 nachts begann und bis knapp halb sechs Uhr morgens ging.
Ich hatte die nebenbei laufen, weil ich ja beim Arbeiten gern nebenher den Fernseher laufen lasse, und fand die anfangs auch eher dröge und aufgesetzt, etwa wenn die im Hafen eine Auszubildende für Hafenschlepper interviewen oder sonst Betriebe besuchen. Man merkte auch an deren Augenlidern, dass die Moderatoren da müde wurden. Anscheinend stehen die alle früh morgens auf und sind das nicht gewohnt, nachts um zwei im Studio zu sitzen. Deshalb nehme ich auch an, dass die ersten Teile der Sendung wirklich live waren.
Ich wollte dann eigentlich auch ins Bett und fand alles nicht so interessant – als die Sendung dann doch interessanter wurde und die ein paar Schnipsel drin hatten, die ich zitierens- und kommentierenswert fand. Das war nämlich so, dass nur bis irgendwann zwischen drei und vier live gesendet und dann auf vorher gedrehte Beiträge umgeschaltet haben, die also auch nach Hause gegangen sind und die Videos abgespielt haben.
Und die waren in gewisser Hinsicht deutlich besser. In gewisser.
Denn das war wieder typisch ZDF: Sie merken zwar – mit jahrelanger Verspätung und wenn es zu spät ist – schon, dass was schief läuft. Aber sie gefallen sich darin, es nicht zu verstehen, zu fragen „Warum nur“. Das ganze ZDF ist wie Markus Lanz: Hin und wieder finden sie schon die Stellen, an denen etwas faul ist, aber sie interessieren sich nicht für die Antworten, sondern genügen sich damit, sich selbst dabei im Fernsehen zu sehen, wie sie Fragen stellen.
Auch wenn das Problem – erkannt wäre schon zuviel gesagt – bemerkt wurde – Analysen, Diagnosen, Ursachenforschung darf es nicht geben. Es muss reichen, wenn man das Problem grob umzirkelt und irgend eine blöde Frage in den Raum gestellt hat, die keinem zu nahe tritt.
Antworten gibt es nicht. Denn die könnten ja politisch unerwünscht sein oder den falschen Leuten auf den Schlips treten.
Und das gilt dann als „kritischer Journalismus“.
Ich habe es dann tatsächlich bis kurz nach 5 gesehen, und bin dann doch ins Bett.
Ich möchte aber ein paar Schnipsel vorstellen und kommentieren, die ich mir während der Sendung notiert hatte.
Deutsches Steuerrecht 1
Sie interviewten (wohl in Davos) Richard Socher, CEO von you.com, der, wenn ich das richtig verstanden habe, Deutscher ist (oder war) und vor 10 Jahren in die USA ausgewandert ist, um dort ein KI-Unternehmen zu gründen. Und der sagte etwas sehr Interessantes, als man ihn fragte, warum er das in den USA und nicht in Deutschland gegründet habe:
Es geht in Deutschland nicht.
Deutschland ist als Staat so gefräßig, dass Unternehmen totbesteuert werden, bevor sie überhaupt Gewinn machen.
Das ist etwas, was mir schon so oft begegnet ist, dass in Deutschland systematisch alles zerstört wird, was nicht hoch besteuert wird. Und was hoch besteuert wird, wird durch die Steuern zerstört.
Das deutsche Steuerrecht ist von Beamtenseelen gemacht, die keinen Cent unbesteuert lassen und das mehrfach, dass jeder Cent immer und immer wieder besteuert wird, bis alles beim Staat ist, und nicht kapieren, dass sie damit Wirtschaft verhindern.
Die Tragik dabei ist, dass der Staat durch diese Taktik viel weniger Steuern einnimmt, als wenn er die Leute erst einmal in Ruhe machen ließe. Das deutsche Steuerrecht ist von kurzsichtigen Laien und Idioten gemacht. Und ich habe immer wieder selbst den Eindruck, dass der Haufen Blödsinn, den wir Steuerrecht nennen, „too big to fail“ ist, dass der Haufen immer größer wird und kein Mensch mehr in der Lage ist, den jemals wieder zu reparieren oder beseitigen.
Ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang, aber irgendwo – könnte ein Leserbrief gewesen sein – stand neulich, dass ein Steuerberater heute mehrere zig Tausend oder sogar über hundert Tausend Urteile, Vorschriften, Enscheidungen, Verordnungen kennen muss. Was natürlich keiner kann, und man deshalb versucht, der KI beizubringen, durch das deutsche Steuerrecht noch durchzusteigen.
Die Leute sind in einem Regulierungswahn, vermutlich als Auswuchs der Rudelmechanik im Hirn, und merken gar nicht, wie sie die Wirtschaft damit strangulieren.
Deutsches Steuerrecht 2
Sie berichteten aus einer mittelständischen Druckerei für Etiketten:
Wieder das absurde deutsche Steuerrecht: Der Bürokratie- und Kosten-Aufwand für die Digitalisierung wird so hoch getrieben, dass sie praktisch nicht mehr umsetzbar ist.
Da sitzen Leute, die sich jede Schikane ausdenken, um jede beliebige Steuerhinterziehung und jede Buchmanipulation zu vereiteln, weil sie in so einem kleingeistigen Gerechtigkeits- und Regulierungswahn stecken, und merken nicht, wieviel Schaden sie damit anrichten.
In der Finanzverwaltung sitzen Leute mit Beamten- und Micromanager-Mentalität, die hinter jedem Euro her sind, aber Milliarden vernichten, weil sie die Wirtschaft strangulieren. Die versuchen, die Steuereinnahmen im Kleingeldbereich zu maximieren, anstatt sie im Großen zu maximieren, indem man die Industrie machen lässt.
Diesen Leuten fehlt jedes Verständnis für die Analysis, der Gesamtblick. Da sitzen kleine Sesselfurzer, die jeder versuchen, sich in seinem Kleinstbereich zu verewigen, aber nicht in der Lage sind, das Große Ganze auf Funktion und Ergebnis hin zu optimieren.
Wisst Ihr, woran mich das erinnert?
Flughafen BER.
Der BER wurde vermurkst, weil er ein Brei ist, der von vielen Köchen verdorben wurde. Viele Beteiligte, und jeder hat nur in seiner eigenen Sichtweite irgendwelche lokal begrenzten Aufgaben erfüllt, aber niemand hat sich darum gekümmert, dass das Ding im Ganzen als Flughafen dienen soll. Nichts passt zusammen, nichts ergibt Sinn, nichts funktioniert vernünftig. Weil von Leuten geleitet, die keine Ahnung haben, was ein Flughafen machen und können soll, und die damit das ganze Ding vermurkst haben, weil zuviele Partikularartisten mitgespielt haben, die noch dazu ihre Bereich nicht beherrschten, weil sie bisher Bürogebäude und keine Massenverkehrsgebäude gebaut haben. Klo funktioniert nicht. Fahrstuhl funktioniert nicht. Passkontrolle funktioniert nicht. Eigentlich funktioniert gar nichts. Ich hatte schon einige Flüge mit enormer Verspätung, bei denen das Flugzeug am BER pünktlich gelandet ist und die Verspätung erst durch die Abfertigung am BER entstand.
Im Prinzip leidet das Steuerrecht unter demselben Problem. Lauter kleine Sesselfurzer und Pedanten haben jeder für sich in seinem kleinen Zuständigkeitsbereich endlos Anforderungen und Vorschriften aufgetürmt, aber keiner merkt, dass das Große Ganze nicht funktioniert, kontraproduktiv ist, weil ein Mosaik aus Idiotenwerkchen und kein System.
Julia Jäkel und die „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“
Und wird es so richtig ZDFig. Sie interviewen – Frauenquote muss ja sein, irgendwie muss man sie ja reinbekommen – drei Frauen, darunter Julia Jäkel mit ihrer „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“.
Julia Jäkel und diese Initiative sind ambivalente Erscheinungen. Ich hatte die ja schon im Blog besprochen.
Einerseits haben sie Probleme schon richtig erkannt und benannt. Die haben in vielem, was sie beklagen, durchaus recht.
Aber sie sind völlig naiv und ahnungslos – oder auch politisch korrekt schweigend – in Bezug auf die Ursachen und was man tun muss.
Die sind im Prinzip wie ein Arzt, der nur die Symptome aufschreibt, aber an Ursachendiagnostik und Therapie völlig versagt.
Wisst Ihr, woran mich das erinnert?
Den Heißluftballon-Witz.
Ein Mann fliegt mit einem Heißluftballon und bemerkt, dass er die Orientierung verloren und sich verflogen hat. Er sieht einen Mann am Boden und beschließt, den zu fragen. Er lässt den Ballon also sinken und ruft: „Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich versprach meinem Freund, ihn vor einer halben Stunde zu treffen, aber ich weiß nicht, wo ich mich befinde.“
Der Mann am Boden antwortet: „Ja. Sie befinden sich in einem Heißluftballon, etwa 20 Meter über dem Boden. Zwischen dem 52. und 53. Grad nördlicher Breite und dem 9. und 10. Grad östlicher Länge.“
„Sie müssen Ingenieur sein“, sagt der Ballonfahrer.
„Bin ich“, antwortet der Mann. „Wie haben Sie das gewusst?“
„Sehen Sie“, sagt der Ballonfahrer, „alles, was Sie mir gesagt haben, scheint technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und ich weiß immer noch nicht, wo ich bin.“
Der Ingenieur sagt darauf: „Sie müssen ein Manager sein.“
„Bin ich“, antwortet der Ballonfahrer, „Wie haben Sie das gewusst?“
„Sehen Sie“, sagt der Ingenieur, „Sie wissen nicht, wo Sie sind, oder wohin Sie gehen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können, und Sie erwarten, dass ich Ihnen dieses Problem löse. Tatsache ist: Sie befinden sich in exakt derselben Position, in der Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld.“
Ich weiß nicht, wie ich das finden soll, was die da macht. Das ist gleichzeitig gut und schlecht. Einerseits ja schön, dass sie die Mängel benennt, andererseits aber blöd, wie sie es macht und dass sie die Ursachen überhaupt nicht versteht.
Bei der habe ich inzwischen den Eindruck, dass es der eigentlich gar nicht um die IT-Probleme und Digitalisierung geht, sondern dass die aufmersamkeitssüchtig ist und nach dem beruflichen Ausscheiden ein Ersatzpferd braucht, auf dem sie in die Öffentlichkeit reiten kann.
Denn mein Eindruck ist, dass sie viel behauptet und viel fordert, aber keine der Fragen stellt, die auf Antworten hinaus laufen.
Bei solchen Leuten habe ich manchmal auch den Verdacht, dass sie gar nicht wollen, dass das Problem gelöst wird, weil sie sonst das Thema verlieren, mit dem sie sich in die Öffentlichkeit spielen. Erinnert mich an Luisa Neubauer.
Und wenn die dann sagt (bei 1:40 im Schnipsel), dass unser politisches System seit Jahren, Dekaden nicht verändert worden sei, frage ich mich, hinter welchem Berg die eigentlich lebt. Wir haben ständig enorme, alles umwerfende Veränderungen – nur eben nicht zum Guten. Es wird immer schlechter. Wie will sie das Problem analysieren, wenn sie das nicht merkt? Was ist die von Beruf? Sie war Verlagsleiterin. Keine Ahnung, ob das eher wirtschaftlich ist oder einen journalistischen Anspruch enthält. Sie ist in der Lage, den Schmerz zu empfinden, aber nicht, die Ursache zu verstehen. Oder sie kann es, aber versteckt es, aus welchen Gründen – politische? – auch immer.
Und zu welchem Ergebnis kommt das Damenkränzchen? Es gibt nicht genug Förderung und man kann im Auto nicht gut genug telefonieren. Weiberkram halt. Was sonst noch? Vielleicht Laufmasche in der Strumpfhose? Nagellack, der zu lange zum Trocknen braucht?
Bleibt im Ergebnis mehr Publizität für sie als tatsächliche Wirkung – und das ist wohl auch das Ziel. Denn gesagt hat sie da eigentlich nichts. Aber sie war wieder im Fernsehen, wenn auch nur nachts um vier.
Wer es allerdings schafft, mit nur einer einzigen Frage auf mich richtig blöd zu wirken, ist der ZDF-Journalist, Florian Neuhann. Eigentlich unqualifiziert, so einer, der thematisch an jeden Baum pinkelt. Bei 2:28 (im Schnipsel) fragt er
„Hat irgendjemand hier eine Erklärung, warum das so ist, dass wir es nicht hinkriegen? Wenn ich in anderen Ländern bin, dann habe ich 5G überall, aber in Deutschland nicht?“
Damenantwort: Wir sind zu behäbig.
Alle vier – die drei Damen und der Journalist – empfinden Schmerz, aber sie haben alle kein bisschen Ahnung, woher der kommt.
(Ich beschreibe das seit über 25 Jahren, woher das kommt.)
Und dann ist das wieder so ZDFig wie bei Lanz: Es geht darum, sich die Frage stellen zu hören. Es geht nicht um Antworten.
Bundessonderfehlbesetzung Andrea Nahles und ihre Inder
Und dann wurde es ganz schlimm und SPDig: Interview mit der Chefin der Arbeitsagentur, Andrea Nahles:
Er meint, es läge am Fachkräftemangel.
Und sie hat kein bisschen Ahnung, ihr fällt gar nichts ein. Bisschen Schulung, also ob das Arbeitsamt aus Arbeitslosen IT-Fachkräfte machen könnte. Bisschen interne Weiterbildung. Und natürlich: Fachkräfteeinwanderung – ohne die geht’s nicht. Die Inder sollen’s richten.
Dummes von Dummen für Dumme. Null Ahnung.
Wobei ich nicht genau verstanden habe, was sie meint, wenn sie sagt, sie hätten „bei uns in der WA die Ausbildungsquote verdoppelt“. Ich hatte zuerst „BA“ verstanden und dachte, sie meint Berufsakademie, aber sie sagt „WA“. Gesucht. Könnte „Wiederaufnahme von Arbeit“, „Weiterbildungsangebot“ und so weiter heißen. Das Problem ist ja, dass man bei der SPD (Stichwort Saskia Esken) meint, dass man unter IT-Kompetenz versteht, den Netzschalter zu finden und alles andere alten weißen Männern und dem Patriarchat anzulasten, aber von allem sofort zu wissen, dass es frauendiskriminierend ist.
Wäre das ZDF journalistisch, dann würde man die Frage stellen, ob es nicht Teil des Problems und seiner Ursachen ist, dass eine unqualifizierte Vulgärpolitikerin, die nach ihrem Lebenslauf und laut Wikipedia (Magisterarbeit: Die Funktion von Katastrophen im Serien-Liebesroman ) noch im Leben einer regulären Arbeit nachgegangen ist und noch nie in einem Unternehmen tätig war, zur Chefin der „Bundesagentur für Arbeit“ zu machen?
Dass die SPD Posten nicht nach Funktion und Ergebnis besetzt, sondern unzählige Posten als Versorgungsposten für Parteitanten missbraucht?
Dass die Frau und die SPD selbst das Problem sind?
Dass die ausweislich des Interviews keine Ahnung vom Problem hat, und noch weniger davon, wie man es löst?
Warum fragt man sie nicht, warum die SPD vor Jahren das Konzept verfolgte, die Informatik zu „enttechnisieren“ und auf Sozialthemen umzumodeln, damit die Informatik frauengängig wird? Und wir deshalb jetzt in der Sch… sitzen?
Warum fragt man sie nicht, warum die SPD die Informatikprofessuren jahrelang mit unfähigsten Quotenfrauen vollgepumpt hat und die deutsche Informatik nahezu wertlos geworden ist?
Warum fragt man sie nicht, wie aus Leuten IT-Fachkräfte werden sollen, wenn in den Schulklassen kaum noch jemand lesen kann, deutsch spricht oder Division lernt?
Warum fragt man nicht danach, dass das linke Konzept, alles nur als Soziales Konstrukt zu betrachten und alles zu besteuern, alles vernichtet hat?
Warum fragt man sie nicht nach „Quality is a myth?“
Warum fragt man sie nicht, wer noch so blöd sein sollte, unter den Steuerplänen der SPD – gerade machen die Wahlkampf mit höherer Reichen- und Erbschaftssteuer – in Deutschland eine Firma zu gründen?
Und dann kommt die mit Aus- und Weiterbildung beim Arbeitsamt, und mit Zuwanderung, um „Fachkräfte“ zu bekommen.
Dieses Interview war so blöd, dass es gut war, dass das spätnachts kam.
Digitalminister Karsten Wildberger
Wildberger scheint mir der im Moment einzige überhaupt ordentlich befähigte, normale, vernünftige Mensch in der Regierung zu sein. Der wirkt auch auf mich als der Einzige, der normal, sachlich, informativ redet und sich nicht nach Politikergeschwätz anhört. Man merkt dem an, dass der in der Industrie und in Leitungspositionen war.
Der ist der einzige Mensch in der Regierung, der auf mich den Eindruck macht, als ob man mit ihm ein normales Fachgespräch führen könnte.
Aber:
Er wirkt auf mich auch unerfahren, naiv, geradezu arglos in politischen Fragen.
Und das fällt mir vor allem dann auf, wenn er über Talente redet, und behauptet, wir hätten eine „exzellente Forschungslandschaft“.
Nein.
Sorry.
Das ist Geschwätz.
Unsere Informatik ist eine einzige korrupte und inkompetente Katastrophe, und unsere Forschungslandschaft ist völlig zergendert, von Antifa, AStA, Linken zersetzt, auf Marxismus und Gender gegerbt, und taucht unter den Top 100 soweit ich mich erinnere gar nicht mehr und unter den Top 500 nur in homöopathischen Dosen auf.
Natürlich wird er das als Politiker schönreden wollen.
Aber das hilft nicht.
Der Mann wird sich vermutlich abnutzen und in diesem politischen Gewirr nicht viel erreichen, obwohl er eigentlich mehr könnte.
Fazit
Das Thema ist beim ZDF völlig falsch.
Das war dann auch mehr so ein Unterhaltungsprogramm, obwohl – deshalb habe ich ja fünf Schnipsel zitiert – ein paar interessante Aspekte enthielten, die aber meines Erachtens nur zeigen, dass das ZDF den Ball nicht ins Tor bekommt, wenn sie ohne Torwart direkt vor dem Tor stehen.
Das sind alles Punkte gewesen, an denen man keine lauwarmen Eunuchenschwätzer sondern Vollstrecker gebraucht hätte.
Warum schält man das Steuerrechtsversagen nicht heraus?
Warum fragt man nicht die Jäkel, wie sie sich das vorstellt?
Warum hält man der Nahles nicht Totalversagen vor?
Lange Zeit war das Motto
„Die Gleichberechtigung ist erst dann erreicht, wenn wir es schaffen, unfähige Frauen in verantwortliche Positionen zu bringen.“
Leitschema, und wurde verschiedenen, meistens Heidi Kabel, zugeschrieben.
Eine Schadensbilanz der dummen Politik der letzten 30, 40 Jahre, in der man alles verblödet und zum willkürlichen Geschwätz, zum „social construct“ und Sozialfutter gemacht hat, in der alle für die Unfähigsten zugänglich gemacht werden musste.
Alles wurde in sozialistischer Korruption ersäuft, von Leuten wie Nahles oder Esken zermahlen.
Und jetzt stehen wir da und heulen, weil wir abgehängt sind, können die Ursachen aber nicht benennen. Politisch nicht korrekt.
Das ZDF versagt.
Man merkt so richtig, dass das so im Stil Lanz gleicht: Eigentlich ein Boulevard- und Unterhaltungssender, der versucht, auf politisch zu machen, seit politisch wichtig ist (im Wesentlichen, seit Angela Merkel weg und deren Ära des Alles-egal-weil-läuft-alles-von-selbst vorbei ist), damit aber fachlich, charakterlich, journalistisch überfordert und sich damit genug ist, sich selbst Fragen stellen zu hören. Auf Antworten kommt es gar nicht an.
Ich könnte mich nicht erinnern, dass auch nur ein einziges Mal die Probleme der Universitäten und der Forschung im ZDF angesprochen wurden.
Die Probleme des Steuerrechts wurden nun immerhin kurz angesprochen. Nachts zwischen halb vier und halb fünf, zur Hauptsendezeit.