Ken & Barbie – ein Gedicht
Ein Gedicht sorgt für Ärger.
Die Berliner Morgenpost: Satire-Gedicht zu Baerbock und Habeck sorgt für Wirbel – das soll der Autor sein eigentlich aus dem Fachblatt für Lyrik und Satire, der BILD, dort aber hinter paywall.
Die „Bild“-Zeitung zitiert die folgenden Zeilen aus dem Gedicht: „Heizung aus / Pullover an / Selbst gestrickt / von Mann zu Mann“. Und weiter: „Die Außenwelten / feministisch gedacht / die Welt zu retten / doch nicht jeder hat gelacht“.
Die Morgenpost hast das Gedicht im Wortlaut, aber ohne die Zeilenumbrüche – anscheinend wissen die da nicht so genau, was ein Gedicht ist. Ich restauriere mal die Zeilenumbrüche so, dass es sich halbwegs gedichtig reimt und auf je vier Zeilen kommt:
Ken & Barbie
Heizung aus, Pullover an,
selbst gestrickt, von Mann zu Mann.
Die Außenwelten, feministisch gedacht,
die Welt zu retten, doch nicht jeder, hat gelacht.Ein Kinderschreck im Höhenflug,
Politik, ganz wie ein schlechtes Buch,
ein Land, das sucht, das strebt,
fragt sich, wohin der Weg nun geht.Mit Hochglanzschminke um die Welt,
das Haar, immer perfekt gewellt,
Hochglanzreden, ohne Geschick,
hatte die Menschen, nicht mehr im Blick.Die Wurzeln einst so tief im Grund,
doch Wandel kam, die Zeit war bunt,
Ein grüner Baum der Frieden trug,
verlor den Pfad, den einst er schlug.Sein Schritt eilt voraus,
bloß nicht nach Haus,
der Abstieg zum Schluss,
Philosophie, im Außen Ausschuss.Und sie, die Heimat verlässt,
auf zum Big Apple, welch ein Fest,
ein Job ergaunert, ganz elegant,
das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt.So ziehen sie weiter,
die beiden, so heiter,
wir winken ihnen zu,
nun haben wir Ruh.
Wie die „Bild“ berichtet, wurde der Text in der digitalen Ausgabe des Mitararbeitermagazins inzwischen durch einen Kasten ersetzt: „Uns ist hier ein unschöner Fehler passiert. An dieser Stelle stand ursprünglich ein Gedicht. Es ist erschienen, obwohl die Redaktion von internAA bereits im Juni 2025 entschieden hatte, es nicht zu veröffentlichen.“
[…]
Wie der „Spiegel“ berichtet, handelt sich bei dem Verfasser des Gedichts um Siegfried Geilhausen, den stellvertretenden deutschen Konsul in Temeswar, Rumänien. Der gibt die Urheberschaft auch offen zu, schreibt das Magazin. Direkt neben dem Gedicht beschreibt Geilhausen laut „Spiegel“ in einem weiteren Text, wie er während seiner ersten Entsendung als Diplomat nach Rumänien die Landessprache lernte und später Gedichte auf Rumänisch veröffentlichte.
Es scheint, als seien Habeck und Baerbock nicht nur bei den Russen nicht so beliebt gewesen zu sein.
Erstaunlich, wieviel Murks die zwei produziert haben – und dass es nie eine Auseinandersetzung damit gab.
Mir geht die Frage durch den Kopf, ob die sich den Job in New York wirklich nur ergaunert hat, oder ob man ihr das hat durchgehen lassen, um sie endlich los zu werden.