Ansichten eines Informatikers

Klimakatastrophe abgeblasen?

Hadmut
18.5.2026 15:43

Ein Leser wundert sich – über mich.

Leserzuschrift:

Ein bißchen wundere ich mich ja schon

Hallo Hadmut,

ein bißchen wundere ich mich ja schon, daß Du nichts über den offiziellen Zusammenbruchs des Klimanarrativs schreibst. Ich finde es eine Hammernachricht und in Deutschland wird das völlig totgeschwiegen. Wer nicht Tichy oder Apollo liest, erfährt nichts davon, daß unser wirtschaftlicher Selbstmord überflüssig ist.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/klima-durchblick/weltklimarat-klimakatastrophe-findet-nicht-statt/

Das schlimmst ist ja, daß Deutschland und die EU einfach weitermachen – eine Debatte findet nicht statt.

https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/ipcc-keine-klima-katastrophe/

Und das “Klimaurteil” des Bundesverfassungsgerichts müsste sofort aufgehoben werden, weil es auf, jetzt offiziellem, Blödsinn basiert und unsere Existenzgrundlagen vernichtet.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe, warum ich dazu noch nichts geschrieben habe. Ich verfolge das natürlich schon, aber diese zwei Punkte sind mir wichtig, denn aus beiden Gründen ist es mir noch zu früh:

  • Bisher habe ich dazu Einzelaussagen, Einzelmeinungen, aber noch keine belastbare oder „offizielle“ Darstellung gesehen.

    Man muss da sehr aufpassen, dass man nicht unterschiedliche Maßstäbe anlegt und in einem Confirmation Bias läuft, nur weil irgendeiner gerade mal die Meinung sagt, die man gerne hören will. Die Gefahr ist viel zu groß, dass man da in ein Cherry Picking läuft und genau die Fehler macht, die man den Klimahonks bisher so gerne vorgeworfen hat. Deshalb halte ich mich da vorerst an die alte Volkswahrheit „Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling“. Und nur, weil irgendwer irgendwo irgendwas sagt, ist es noch lange nicht so.

    Man muss da immer sehr aufpassen, dass man in Richtung zum eigenen Standpunkt die gleichen Maßstäbe anlegt wie von einem weg.

  • Es hängt auch mit meiner persönlichen Auffassung vom Begriff der Wissenschaft zusammen.

    Während viele Leute meinen, dass Wissenschaft so ein Rechthaben von Berufs und Ernennung ist, ist mein Wissenschaftsverständnis ein gänzlich anderes. In meinem Verständnis ist Wissenschaft die Kunst, Fehler zu machen, sie zu erkennen und sie nicht wieder zu machen, also die Kunst und Technik der Fehlervermeidung. Deshalb halte ich Fehler für wissenschaftskonstitutierend, aber nicht schon dann, wenn man sie begeht, sondern dann, wenn man sie a) erkennt und b) dafür sorgt, dass man sie nicht wieder macht.

    Deshalb fängt das aus meiner Sicht gerade erst an, interessant zu werden, nämlich ob man Fehler erkennt und wie man daran geht, sie künftig zu vermeiden.

Wenn ein Teil des Klimagesindels oder meinetwegen auch andere jetzt die Meinung wechseln, weil die Herde in eine andere Richtung rennt, oder weil die Politik merkt, dass ihr das Geld ausgeht oder die Wähler davonlaufen und jetzt ihr Schmiergeld für andere Behauptungen an die Uni zahlen, ist das meines Erachtens qualitativ uninteressant und auch keine Änderung, denn es würde einfach nur bedeuten, dass der akademische Straßenstrich einfach weiter das behauptet, was die Politik gerade wünscht.

Ich sehe das etwas gelassener, weil ich ja als alter Sack schon fünf oder sechs von den Grünen angekündigte Weltuntergänge mitgemacht und schon an jeder verkündeten Umweltkatastrophe gestorben bin. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran.

Viel beachtlicher wird das, wenn genug Linke und Palästinenser in der Politik sind und zur absoluten Mehrheit gewählt werden, und man dann anfängt, Hitler plötzlich offiziell für toll zu finden und die NSDAP neu zu eröffnen, um das Wählerpotential auszuschöpfen.