Die Frauenveranstaltung re:publica
Auch wenn die Relevanz der re:publica gegen Null konvergiert, ein Detail.
Bekanntlich ist die re:publica die netzpolitische Kompetenz-Schamhaarperücke der SPD: Nix da, aber man tut so als ob. Und riecht nicht gut, weil jedes Jahr dieselbe.
Ein Leser dazu:
Programme | republica
https://re-publica.com/en/schedule
Habe nur das Programm am Montage angeschaut (bin ja auch kein blogger, dass ich mir mehr antun muss), aber das ist wohl ne (un)reine Frauenveranstaltung. Ist vielleicht für dich von Interesse.
In der Tat.
Erstaunlich flach die Themen. Erstaunlich bedeutungsloses Gelaber. Erstaunlich viele Frauennamen. Liest sich wie eine Gender Studies Publikation: Liest eigentlicher keiner, spielt keine Rolle, aber steht dann in den Publikationslisten.
Die re:publica ist das Festival für die digitale Gesellschaft. Seit 2007 bringt Europas wichtigste Digital- und Gesellschaftskonferenz die bedeutendsten Stimmen unserer Zeit zusammen und bietet eine Plattform für Debatten und Austausch – in Berlin und international.
„Die bedeutendsten Stimmen.“
Lächerlich.
„Debatten und Austausch“
Lächerlich.
Das ist eine linke SPD-nahe Ideologiebude mit parteinahen Linkspriestern, deren einzige Bedeutung darin liegt, dass die SPD-gesteuerte Presse darüber zwangsberichtet.
Man muss eigentlich nur deren „über uns“ lesen um zu sehen, dass das alles Unfug ist:
Die Teilnehmer*innen der re:publica bilden einen Querschnitt unserer (digitalen) Gesellschaft.
Ja, klar. Weil die Gesellschaft natürlich überwiegend aus fachfremden ahnungslosen politfaselnden Frauen und Journalisten mit rot-grünem Parteibuch besteht.
Das ist kein Querschnitt der digitalen Gesellschaft, das ist die Bundeshauptversammlung derer, die noch SPD wählen.
Zu ihnen gehören Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen, Hackerkulturen, NGOs, Medien und Marketing sowie Blogger*innen, Aktivist*innen, Künstler*innen und Social Media-Expert*innen.
Was man eben so unter „Querschnitt der Gesellschaft“ versteht – wenn man in der SPD ist. Also niemanden, der irgendetwas produziert oder richtig kann, aber leeres Geschwätz jeder Art.
Im Prinzip erinnern die mich an Timmy, den Wal: Im seichten auf Grund gelaufen, versucht man sie, mit Geld zu retten, aber sie saufen ab, sobald sie ernstlich schwimmen müssten. Der Unterschied zu Timmy ist, dass der das schon mal konnte. Die re:publica war noch nie etwas anderes als leeres, linkes, fachfremdes Geschwätz und Wichtigtuerei.
Macht Euch mal den Spaß und lest mal das Programm durch:
- Welche Vortragstitel haben etwas mit Internet zu tun?
- Welche Vortragstitel verheißen interessante, relevante Inhalte?
- Welche der Redner sind „bedeutende Stimmen“ – von wem habt Ihr je gehört?
- Und welche von denen, von denen Ihr schon gehört habt, haltet Ihr für auch nur entfernt sachkundig?
Ach, ja: Das Standard-3-Tages-Ticket kostet 359,- Euro, das Premium-Ticket mit Vordrängeln, Essen und Getränken kostet 1.199 Euro.
Ich würde da nicht einmal hingehen, wenn ich 359 Euro dafür bekäme.
Manchmal habe ich bei solchen Veranstaltungen den Verdacht, dass das Geldwäsche ist. Ich frage mich nämlich, wer für so einen Käse solche Eintrittsgelder bezahlt. Vermutlich werden da in linken Kreisen und unter den Sprechern reichlich Gratiskarten verteilt, und die offiziellen Preise sind eher so eine Art Sponsoring, weil die Gelder dann neben der Saalmiete und den Veranstaltungskosten sicherlich noch Spielraum für Honorare lassen.
Ich könnte mich nicht erinnern, in Rundfunk oder Presse schon mal Kritik an dieser Veranstaltung gehört oder gelesen zu haben.