Aus Pappe, aber nicht von Pappe
Aktuelles aus der Kriegstechnik. [Update: Video]
Ihr habt doch bestimmt alle aus Ukraine und Iran mitbekommen, dass sich die Kriegstechnik gerade enorm wandelt.
Bisher hatte man unfassbar teure Spezialwaffen wie Cruise Missiles und Patriot Raketen, die technisch hochgereizt und teuer bis zum Anschlag waren.
Und das wurde gerade zum Disaster, weil der Iran Drohnen geschickt hat, die so um die 20.000 bis 50.000 Euro pro Stück kosten, teils angeblich auch billiger, so ab 10.000 oder 8.000 Euro pro Stück hieß es irgendwo, was sich allerdings auf Nachbauten anderer Länder beziehen könnte, und die anderen haben die mit Patriot-Raketen abgeschossen, die das zwar können, aber zwischen 2 und 8 Millionen US-Dollar pro Stück kosten. Die sind nicht nur extrem teuer, weshalb da schnell das Geld ausgeht, sondern die sind auch so kompliziert und technisiert, dass man die nicht schnell herstellen kann und die USA nur geringe Produktionskapazitäten haben. Es heißt gerade, dass die USA inzwischen weitgehend wehrlos sind, weil sie so viel Munition verballert haben, dass sie Jahre brauchen werden, um die Munitionsvorräte wieder aufzufüllen.
Vom Iran dagegen heißt es, dass dessen Waffen so einfach sind, dass die gerade munter ihre Bestände wieder auffüllen und deshalb ohne weiteres einfach weiterkriegen können. Während den USA die Puste ausgeht, soll der Iran aktuell über 70% seiner Bestände und Rampen verfügen. Irgendwo stand heute, dass der Iran auch sehr intensiv dabei sei, nachzuproduzieren.
Und was machen die Japaner?
Origami?
Ja, so ungefähr. Die stellen gerade Kriegsdrohnen aus Wellpappe vor, die in jeder Papierfabrik gefertigt werden können.
Japan’s minister of defense Shinjirō Koizumi recently announced that the island country had begun deploying easily-replaceable combat drones made almost entirely of corrugated cardboard. Developed by Japanese arms manufacturer AirKamuy, the AirKamuy 150 drone is a fixed-wing craft constructed out of the same stuff as Amazon boxes, designed to be spat out of an assembly line en masse.
今日は段ボール製ドローンで有名なエアカムイの皆さんと意見交換をさせて頂きました。海上自衛隊では既に標的として活用しています。ドローンをはじめとする無人アセットを世界で最も駆使する自衛隊を目指す上で、防衛分野に意欲あるスタートアップの皆さんと連携強化は不可欠です。今日は非常に濃密な… pic.twitter.com/OJwVOpFiBT
— 小泉進次郎 (@shinjirokoiz) April 27, 2026
Dabei ist das wohl keine Neuentwicklung, weil sie sagen, dass die Dinger schon länger produziert werden, aber bisher als Ziele, zum Üben für das eigene Militär. Die schießen da Pappflieger ab. Es gibt auch die Vermutung, dass die als Täuschkörper gegen den Feind eingesetzt werden.
According to Tom’s Hardware, the flying shoeboxes cost between $2,000 to $2,500 per piece, which are bargain bin prices compared to the already low-cost Shahed drone deployed by Iran’s Revolutionary Guard Corps that cost anywhere from $20,000 to $50,000 apiece.
Each drone is also foldable, and can be fully assembled out-of-the-box in around five minutes, an AirKamuy employee told NHK World-Japan. Despite sporting a basic propulsion system held up by cardboard, they boast a flight-time of 80 minutes, and an impressive top-speed of around 62 miles per hour.
Per AirKamuy, the rapid production process is meant to allow the drones to be developed by any old machinist with access to a cardboard die-cutter, as opposed to a highly specialized aerospace company.
Sieht so ein bisschen nach Yps-Heft aus, könnte aber nicht nur funktionieren, sondern funktioniert sicherlich auch, die setzen sie ja schon ein. Leider steht nicht dabei, ob das Ding auch eine Traglast hat, denn wenn es als Kampfdrohne einzusetzen sein soll, muss es auch ein paar Kilogramm Sprengstoff transportieren können. Und normalerweise bringt Sprengstoff alleine auch nicht sehr viel, der braucht noch eine Umhüllung, damit es eine Bombe wird. Andererseits könnt man Brandbomben machen. So ganz leuchtet mir noch nicht ein, wie aus einer Zieldrohne aus Pappe auch eine echte Kampfdrohne werden soll, aber Täuschdrohnen sind ja auch schon sehr wichtig. Vielleicht sollen die gar nichts tragen.
Dann muss man wohl nur noch hoffen, dass es nicht regnet. Aber vielleicht kann man die mit irgendeinem Lack einsprühen, damit die ein paar Stunden wasserdicht sind.
Was eine interessante Frage ist: Sieht man Pappe eigentlich auf dem Radar?
Update: