Ansichten eines Informatikers

Die Naivität des Markus Lanz und der Marietta Slomka

Hadmut
31.1.2026 2:06

Unfassbar das Niveau des ZDF.

Geht durch die Presse: „Europas Chance“: Markus Lanz plädiert dafür, „den jungen Afrikanern zu sagen: Kommt zu uns“

Auch Lanz hält dies für sinnvoll und zitiert den deutsch-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Rüdiger Bachmann, der sage, man müsse dabei „den globalen Süden direkt mitdenken“. Der Polittalker ist überzeugt: „Wir haben da eine Chance! Wir können den jungen Afrikanern sagen: Kommt zu uns, geht an die LMU, geht nach Aachen, wir haben tolle Universitäten, wir haben doch was zu bieten.“ Dies könne „Europas Chance“ sein, glaubt Lanz.

Im Gegensatz zu seinem Podcast-Partner will Richard David Precht jedoch nicht über die „ökonomische Dimension“ sprechen. Stattdessen gehe es um die Frage, wie handlungsfähig ein mögliches Verteidigungsbündnis wäre. „Wenn jetzt tatsächlich etwas wäre, dass eine der anderen Mächte ein europäisches Land angreift – wie stark wäre im Zweifelsfall die Solidarität dieser Mittelmächte?“

Da macht der Lanz immer einen auf Mann von Welt und reiseerfahren, will uns die USA und alles erklären, und dann kommt der mit so einem Käse daher.

Erstens scheint der noch nicht mit vielen Afrikanern zu tun gehabt zu haben, die in Afrika leben. Stichwort witchcraft an der Uni in Kapstadt.

Und mit vielen Afrikanern, die hier leben, scheint er auch noch nicht zu tun gehabt zu haben. Ich hatte ja mal von dem afrikanischen Kollegen erzählt, den ich mal hatte, und der sagte, dass er hier völlig desillusioniert sei und wieder zurück nach Afrika auf seine Farm gehe, da könne er besser eine Firma gründen. Den Mist hier tue er sich nicht an, das ginge dort besser.

Und dann kommt die Slomka und meint, die Leute hätten Angst vor dem ZDF, weil deren „Glaubwürdigkeit“ so hoch sei:

ZDF-Moderatorin Marietta Slomka sieht die Entwicklung der Medien in den USA als Warnsignal für Deutschland. Das Gegengewicht zum Populismus sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der nach wie vor stark sei.

[…]

Slomka betonte vor diesem Hintergrund, dass sie es für einen großen Wert halte, dass es in Deutschland – zum Beispiel mit dem „heute journal“ – immer noch Formate gebe, die nicht in eine bestimmte politische Bubble sendeten, sondern ein sehr breites Publikum erreichten. „Mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Meinungen und Erwartungen“, so Slomka.

[…]

Die Angriffe gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk skizzierte die ZDF-Journalistin als Resultat des Erfolgs und der programmatischen Qualität. „Gerade unsere hohe Reichweite und die Glaubwürdigkeit, die wir oder auch die ‚Tagesschau‘ glücklicherweise immer noch haben, passt denen, die uns am liebsten abschaffen würden, natürlich gar nicht“, gab sie DWDL zu Protokoll. „Von denen werden wir deshalb auch besonders hart attackiert. Hätten wir diese Reichweite nicht, wären wir als Zielscheibe vielleicht gar nicht so interessant.“

Realitätsverlust.

  • Sie sagt, sie will nicht in eine bestimmte Richtung senden, sondern ein sehr breites Publikum erreichen – aber der Gegenpol zum „Populismus“ sein.
  • Die Leute wollen das ZDF loswerden, weil es zu schlecht ist, sie aber bildet sich ein, dass das ZDF Widersacher habe, weil es so gut sei, weil ihre Glaubwürdigkeit so hoch sei.

Wie soll man diese Leute noch ernst nehmen können?