Jetzt kommt die Staatsverzweiflungsbesteuerung auf Gewinne, die man gar nicht gemacht hat
Und weiter geht es mit der Zerstörung der Industrie.
Leser:
Steuer auf nicht realisierte Kapitalgewinne
Hallo Herr Danisch,
die Niederlande haben sich einen neuen Trick ausgedacht, um an die Kohle ihrer Bürger zu kommen. Das wird unsere SPD sicher begeistern.
Niederlande bereiten Steuer auf nicht realisierte Kapitalgewinne vor
In der Europäischen Union spitzt sich ein systematischer Konflikt zwischen öffentlichem und privatem Sektor zu. Im März werden die beiden Kammern des niederländischen Parlaments über die Einführung einer Steuer auf nicht realisierte Kapitalgewinne entscheiden. Künftig sollen sämtliche Wertzuwächse – von Immobilien über Aktien und Anleihen bis hin zu Kryptowährungen – in dieses fiskalische Rahmenwerk fallen.
D.h. wenn der Wert meiner Eigentumswohnung oder Goldmünzen steigt, was schon durch die Inflation automatisch passieren dürfte, muss ich den theoretischen Wertzuwachs direkt versteuern. Die Frage ist, woher ich das Geld dazu nehmen soll, ohne Teile meines Eigentums zu verkaufen.
Das heißt, wenn man ein Haus oder eine Wohnung hat, muss man selbst dann, wenn man gar kein Einkommen hat, Haus oder Wohnung versteuern, einfach weil sie formal mehr wert werden.
Wenn man Gold hat, und der Goldpreis schwankt, muss man jedesmal, wenn der Goldpreis steigt, Steuern zahlen – bekommt sie aber nicht zurück, wenn der Preis sinkt. Jedesmal, wenn der Goldpreis steigt, muss man einen Teil versteuern, und damit Gold verkaufen, bekommt aber nichts zurück, wenn er wieder sinkt.
Das heißt, dass der Staat im Prinzip am Markt spekuliert – aber mit dem Kapital der Bürger und nur die Gewinne mitnimmt, die Verluste tragen die Bürger.
Es läuft im Prinzip auf die Abschaffung des Privateigentums und die totale Enteignung hinaus.
WEF: Ihr werdet nichts besitzen und Ihr werdet glücklich sein. Weil Euch die Antifa aufs Maul haut, wenn Ihr euch nicht glücklich gebt.
Es sei denn, es geht um die Immobilien und Bargeldvorräte der Clans. An die trauen die sich nicht ran.
Die Krone der Aburdität:
Das ist anscheinend auch nicht kaufkraftbereinigt.
Der Staat produziert Inflation und Geldwertverlust, weil er seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Und ohne, dass irgendetwas produziert wird, steigen damit Immobilien, Gold und so weiter nominal im Wert, obwohl der Kaufgegenwert nicht steigt, und man muss etwas versteuern, was gar nicht passiert ist. Was damit auch bedeutet, dass ich nicht nur junge Familien nicht mehr leisten können, ein Haus zu kaufen, sondern gar niemand mehr, eines auch nur zu behalten.
Lange galt als Kapitalismuskritik der Spruch „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“. Jetzt ist es andersherum.
SPD und Grüne werden da voll drauf abfahren. Angeblich eine australische Idee:
Wer hat’s erfunden? Die Australier!
Hallo Herr Danisch,
zum Artikel über Steuer auf nicht realisierte Kapitalgewinne gab’s einen Leserkommentar bei Tichy, der auf den australichen Ursprung dieser Idee hinweist:
Understanding Unrealised Capital Gains Tax
You’ve watched your investment property climb $200,000 in value. Your share portfolio’s looking healthier than ever. But what if you had to pay tax on those gains before you sold anything?
That’s the core question behind unrealised capital gains tax, a concept that’s sparked heated debate in Australia and overseas. With recent proposals from the Australian government to tax unrealised gains within superannuation accounts over $3 million, understanding this issue has never been more important for Aussie investors and retirees.
https://www.inovayt.com.au/blog/unrealised-capital-gains-tax/
Rette sich, wer kann.
Bei Gold gibt es immerhin noch einen Marktpreis. Bei Aktien einen Kurs.
Aber was ist der Wert einer Immobilie, solange man sie nicht verkauft und einen konkreten Preis erzielt? Der wird auf einem knappen Markt auf jeden Fall überhöht. Hatt man eine Gemeine mit 10.000 Häusern ist der Marktpreis bei knappem Markt sehr hoch. Den Wert können aber nicht alle Häuser haben, weil der Kaufpreis sofort abstürzen würde, wenn zu viele verkaufen. Die Wohnungsnot wird ja durch Migration und die damit erzeugte Verknappung erst künstlich erzeugt und damit der Preis durch die Politik erst hochgetrieben.
Und wir hatten das ja gerade bei der Grundsteuerreform, dass die Wertzuweisungen völlig willkürlich sind – und damit dann auch die Wertzuwachsbesteuerungen.
Es ist einfach nur eine willkürliche Enteignung, die man „Steuer“ nennt. Mit der man die Leute zwingt, ihre Immobilien zu verkaufen, weil sie die Steuer nicht aufbringen können – in Zeiten von Wohnungsknappheit durch künstlich erzeugte Einwanderung.
Eine Immobilie als Alterversorgung geht nicht mehr.
Es wird wirklich alles zerstört. Jegliche Zivilisationsgrundlage wird zertrümmert.
Zum Vergleich: Zypern
Übrigens: Zypern besteuert auch den Kapitalwertzuwachs von Immobilien. Aber nicht den Kauf (es gibt keine Grunderwerbssteuer) und nicht den Besitz (es gibt nur eine geringfügige Grundsteuer), sondern den Verkaufsgewinn, die sogenannte Capital Gain Tax. Das heißt, der Immobilienwertgewinn wird erst dann besteuert, wenn er realisiert ist.
Dabei gibt es übrigens Ausnahmen. Etwa, wenn der Verkauf in Zusammenhang mit einem Todesfall steht (z. B. Erben), oder wenn man die Immobilie verkauft, um sich eine größere zu kaufen. Und es gibt einen kleinen lebenslangen pro-Kopf-Freibetrag.