Wie sich die Franzosen über ihr Aussterben grämen
Der Grande Nation geht’s auch nicht mehr so großartig.
Le Monde hat einen Artikel, freundlicherweise auf Englisch: Falling birth rate in France: ‘We may be witnessing a period of very rapid and highly gendered social change’
Sie stellen fest, dass die Geburtenrate in Frankreich miserabel, aber immer noch besser als in den Nachbarländern sei.
The number of births continued to decline in France in 2025. The fertility rate, at 1.56 children per woman, reached its lowest level since 1918. It is true that most of France’s neighbors are faring even worse, and France still holds its – rather relative – status as a champion of birth rates. This decline is a universal and long-term phenomenon, with explanations that have shifted over time.
Nun fragen sie sich, wie das passieren konnte, dass Frankreich, das zur Zeit des ersten Weltkriegs noch die niedrigste Geburtenrate in Europa hatte, jetzt immerhin noch vor den Nachbarn liege:
How, then, can we explain that France – which had one of the lowest fertility rates at the start of the 20th century – later became a European champion of birth rates? Claudia Goldin, winner of the 2023 Nobel Prize in Economics, attributes this to the slower pace of economic growth during the “trente glorieuses” (the thirty years of postwar prosperity), which was weaker in France than in its neighbors, according to her study Babies and the macroeconomy. The countries with the lowest birth rates today (Italy, Spain, South Korea, Japan, with rates ranging from 0.7 for South Korea to 1.2 for Italy) all experienced rapid economic growth after World War II. Social change did not keep pace, which, according to Goldin, created a cultural conflict and a “war of the sexes.”
Die meint also, dass es das Wirtschaftswachstum nach dem zweiten Weltkrieg gewesen sei, das zum Einbruch der Geburtenrate in den modernen Industrieländern geführt habe.
Ich hatte das ja früher beschrieben, dass ich das zwar ähnlich, aber doch etwas anders sehe, nämlich dass die Modernisierung und Technisierung des Haushaltes dazu führte, dass die Frau als Arbeitskraft im Hause entlastet und damit „frei“ wurde, und darin dann durch ein Kind behindert wurde. Auf einmal hatte man Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kühlschränke, Mikrowellen, Supermärkte, Fertiggerichte, Konserven. Ich hatte ja erzählt, dass ich mal in einem Museum in Australien oder Neuseeland einen Film gesehen habe, in dem sie zeigen, wie man früher eine „Jelly“ machte, Knochen auskochen und so weiter, und eine Hausfrau zwei Tage damit beschäftigt war. Ein Tag richtig Arbeit und noch ein Tag mit Aus- und Einkochen. Und dann zum Vergleich: Heute nimmt man im Supermarkt eine Packung aus dem Regal. Fertig.
Freilich hat der Wohlstand durch das Wirtschaftswunder nach dem Wiederaufbau dazu geführt, dass man sich den ganzen Kram leisten konnte. Eine Küche der 1950er und 1960er Jahre ist schon gar nicht mehr zu vergleichen mit einer der 1930er Jahre. Allein schon das elektrische Licht, der elektrische Herd.
Aber an sich sieht Le Monde das dann schon so, wie ich das seit Jahren beschreibe:
Economic growth and the opportunities it creates in education and financial independence have allowed women to break free from domestic and patriarchal constraints. Men have been much less enthusiastic about abandoning rigid gender norms, of which they are the main beneficiaries. This asymmetry has led to the rejection of marriage, motherhood and domestic servitude. In South Korea, for example, more than one third of women born between 1976 and 1985 have no children.
Mit anderen Worten: Feminismus ist schön, gerecht, emanzipiert, frauenbefreiend – aber funktioniert einfach nicht, stirbt aus. Evolutionär wertlos.
Frau in der Küche ist unfair, ungerecht, unterdrückerisch, patriarchalisch, sexistisch, die ganze Bandbreite – aber funktioniert.
Oder wie Thomas Sowell es formulierte:
Much of the social history of the Western world, over the past three decades, has been a history of replacing what worked with what sounded good.
Die feministische Gesellschaft ist nicht friedlich, gerecht, gewaltfrei, wie versprochen – sie ist tot. Und das ziemlich schnell.
Und sie meinen nun, dass die Geburtenrate in Frankreich, die ursprünglich die schlechteste war, nicht so stark wie in anderen Ländern gesunken ist, weil sich Frankreich nach dem Weltkrieg wirtschaftlich nicht so schnell entwickelt habe:
This evolution helps explain why birth rates remained relatively high in France after the war compared to its neighbors, due to slower economic growth that helped avoid a sharp social conflict. However, this does not explain the recent drop in birth rates, even as French economic growth remains sluggish. The key factor is not the pace of economic growth, but the gap between economic conditions and gender social norms. It may be that we are now living through a period of very rapid and highly gendered social change.
Und nun fragen sie sich, warum denn jetzt ihre Geburtenrate abstürzt. Dafür müsse es ja eine neue Ursache geben.
Und sie kommen zu dem Schluss, dass Männer und Frauen immer weniger zusammenpassten, denn Männer und Frauen seien zunehmen in rechts und links gespalten:
The “gender divergence” between increasingly progressive women and increasingly conservative men has made headlines in many international media outlets. In the United States in 2024, the Republican candidate, Donald Trump, received the majority of votes among men aged 18 to 29, even though young people have traditionally voted Democrat, and women in the same age group mostly voted for Kamala Harris, widening a historic gender gap within the same generation’s voting patterns.
In France too, the gap in political preferences between young men and young women is growing, particularly among the youngest voters. For example, the appeal of the far right among young people is much stronger among young men. According to an Ipsos poll conducted for the 2024 European elections, 49% of men aged 18-19 said they intended to vote for the Rassemblement National, compared to 26% of women of the same age, and between 21% and 34% among men aged 20-25. Meanwhile, 22% of women aged 18-19 said they intended to vote for La France Insoumise, an increase of 8 points compared to their elders aged 24-25. The deeper reasons for this divergence are debated, and the role of social media and male influencer figures is often singled out. This is fueling debates about banning these networks for younger users.
Es gibt Diskussionen, ob das auch mit Social Media zu tun habe. Ich habe ja neulich mehrere Artikel dazu gehabt, dass Frauen anfälliger gegen Social Media sind, etwa hier.
Aber zur Zeit des Pillenknicks gab es die Social Media noch nicht. Die können erst für Geburtenraten ab ungefähr 2005 verantwortlich sein, eher 2010.
Social Media Verbot zugunsten der Kinderquote?
Sie stellen am Schluss das von vielen geforderte Social Media-Verbot in den Zusammenhang.
In Australien hieß es, dass das Verbot von Social Media dem Zweck diene, dass Kinder wieder Bücher lesen, Radfahren, Ball spielen.
Sollen Mädchen wieder mit Puppen statt Handys spielen? Kinder-affin werden?
Könnte was dran sein. Ich habe das hier an den Nachbarstöchtern gesehen. Als die klein waren, sind die noch mit Puppen, Puppenkinderwagen rumgeflitzt, selbstverständlich alles zwingend in rosa.
Dann war das mit einem Schlag vorbei und sie wollten Influencer werden und übten mit Muttis Handy, Videos aufzunehmen, warfen sich in Pose, machten erstaunlich professionelle Moderationen in die Kamera.
Dazu kommt die Verherrlichung von LGBT, die Lifestyle-Lesben. Und die generelle feministische Verkotzbrockung der Frau:
How girl's dating standard change by age….
© the_content_machine (IG) pic.twitter.com/Sokp46BKuE
— Sarahh (@Sarahhuniverse) January 24, 2026
Der Punkt ist eben: Die moderne linke Gesellschaft funktioniert überhaupt nicht. Stirbt innerhalb weniger Generationen aus. Und wird deshalb ersetzt.

Im Prinzip könnte man damit also die Islamisierung Europas auch als Vorgang der Evolution ansehen:
Deutsche Übersetzung, leider schlechte Videoqualität:
Survival of the fittest. Nicht die Gerechten, Genderistischen überleben – sondern die, die sich fortpflanzen, egal wie. Hatte ich schon vor Jahren beschrieben: Das Einzige, was uns noch hätte retten können, wäre die Zwangsschwängerung. Analog zum Grundwehrdienst: Jede wird gemustert und bekommt ihren Schwängerungsbescheid. In der DDR bekam man nur mit Kind eine eigene Wohnung. Als ich in Dresden arbeitete und der einzige Wessi in der Firma war, waren die mit 40 reihenweise Großeltern und hatten auch mal die Enkel dabei. Weil die da alle gleich nach der Schule … knick knack.
Heißt im Klartext: Wir sterben gerade mit hoher Geschwindigkeit aus und werden ersetzt, weil die Evolution den Feminismus- und Geisteswissenschaftlerquatsch als dysfunktionale Schnapsidee abräumt. Doof, ungerecht, schwanger funktioniert dagegen.
Deshalb halte ich auch ein Social Media-Verbot – sofern überhaupt noch etwas zu retten wäre – für verfehlt.
Man müsste im Gegenteil Jugendlichen ab 14 jeden Tag eine Viertelstunde Pornos zeigen, damit die auf Ideen kommen. Früher kamen bei uns mehr Erotikfilme im Fernsehen, und an Neujahr kamen jedes Jahr ab 0:30 in ARD und ZDF Nacktänzerinnen vom Crazy Horse und so weiter, um die Leute auf Ideen zu bringen. In der DDR ließ die SED eigens Erotik ins Fernsehprogramm setzen, um die Fortpflanzung anzuheizen. Und sogar in Zoos hängt man bei unlustigen Menschenaffen Bildschirme auf und zeigt ihnen Menschenpornos, wenn gerade keine Besucher da sind, um sie auf Ideen zu bringen – funktioniert sogar.
Es war ein fataler Fehler, aus Gründen der Sexismus-Bekämpfung und des Gendersausens jegliche Erotik aus dem Alltag zu tilgen. Man sollte viel mehr Erotik bringen und Jugendlichen Anleitungpornos geben. Es gab ja sogar mal irgendwo eine Bewegung von Müttern, die das nicht gut fanden, was sie auf den Handys ihrer Kinder fanden, und deshalb kurzerhand selbst „ordentliche“ Pornos für die Kinder produzierten. So Musterbumsen mit Erklärung. Warum nicht? Wäre doch gut.
Warum eigentlich nicht ordentlichen Bums-Unterricht? Theorie, Praxis, Zirkeltraining? So mit Freifi.. Freischwimmerabzeichen? Neulich las ich, dass sich die heutige Generation nicht mal zum Tanken traut, aus Angst, sie könnten was falsch machen – dabei muss man da auch nur den Rüssel reinstecken, warten, bis es vorbei ist, und dann zahlen.
Jetzt ist es aber zu spät. Jetzt stirbt der ganze Quatsch einfach aus.