Ansichten eines Informatikers

Das Fake-News-Paradoxon und der Daycare-Skandal

Hadmut
8.1.2026 16:46

Und plötzlich sah das nicht mehr nach Somalischem Betrug, sondern nach einer massiven Vertrickung der US-Demokratenpartei aus. Und dann doch wieder nach Fake News

Die Somalis mit ihrem Day- und Childcare-Schwindel scheinen nur die Spitze des Eisbergs gewesen zu sein. Aber da hieß es ja schon, dass mehr dahinter stecke. Ein Teil des Geldes ging in Luxus-Anwesen. Ein Teil ging an somalische Terroristen. Ein Teil sei aber auch an die Demokraten-Partei geflossen (die ja nun gar nicht demokratisch sind).

Nun kocht aber etwas anderes hoch.

Sagt Euch der Name Ashli Babbitt noch etwas?

Sturm auf das Kapitol im Januar 2021?

Das war die Frau, die beim „Sturm auf das Kapitol“ erschossen wurde:

Hatte ich damals schon im Blog angesprochen, die Bilder sind nämlich Desinoformation. Was man nicht sieht, ist, dass rechts an einem Treppenaufgang, nur ein paar Meter entfernt, ganz viel bewaffnete Polizei stand und einfach zugesehen hat, es also keine Bedrohungssituation gab, denn die Polizei hatte keinen Anlass gesehen, einzugreifen und hätte können. Von innen kam aber ein Polizist und hat die Frau einfach erschossen. Die einen sagen, dass sie völlig unbewaffnet war. Die anderen sagen, dass im Nachhinein ein ‘Para Force’ folding knife in ihrer Tasche gefunden worden sei – und als Veteranin habe sie damit umzugehen gewusst. Vielleicht

Dieser Polizist war ein gewisser Capitol Police Lieutenant Michael Byrd.

Was dann juristisch daraus wurde, ist undurchsichtig, und ich habe mich damit auch nicht befasst. In den USA laufen ja Straf- und Zivilverfahren immer unabhängig voneinander, vergleiche etwa O.J. Simpson, der strafrechtlich freigesprochen, zivilrechtlich aber trotzdem zu Schadensersatz verurteilt wurde.

Es wird behauptet, dass eine der letzten Amtshandlungen von Joe Bidens Unterschriftenmaschine gewesen sei, Michael Byrd vorsorglich zu begnadigen, weshalb er nicht mehr angeklagt werden könne. (In Deutschland kann man meines Wissens erst begnadigt werden, wenn man rechtskräftig verurteilt ist, und auch nur von einer Strafe begnadigt werden, aber in den USA ist das wohl anders, da kann man angeblich vorsorglich begnadigt werden, genau weiß ich das aber nicht.)

Und es wird behauptet, dass dieser Sturm auf das Kapitol ein von links inszenierter und provozierter Fake gewesen sei, um eine Wiederwahl Trumps oder der Republikaner zu verhindern. Dafür spricht durchaus, dass nur auf ganz wenigen Aufnahmen des Schusses zu sehen ist, dass rechts dahinter jede Menge Polizei stand und nicht eingegriffen hat, es die behauptete Gefahr jedenfalls nicht so gab wie behauptet.

Und ausgerechnet jener Michael Byrd soll nun im Zentrum eines weiteren Daycare-Betrugs stehen – The Gateway Pundit: Questions Grow as Lt. Michael Byrd, Who Shot Ashli Babbitt on Jan. 6, Operates a Taxpayer-Funded Home Daycare as $190 Million in Federal Child Care Funds Flow to Maryland

Nun gibt es ganz viele Gegenreaktionen, die das sofort als Fake News „entlarven“.

Reuters sagte schon Anfang 2025, dass Byrd nie von Biden begnadigt worden sei. Und noch mehr daran stimme nicht. Wieder andere sagen, dass das gar nicht möglich sei, dass der mit einem Betrugsunternehmen §190 Millionen ergaunert haben könnte, denn das sei der Gesamtbetrag der jährlichen Leistungen in Maryland.

So richtig als komplett erlogen wird es aber auch nicht hingestellt. Man beschreibt, dass die mehrfach die Überschrift ändern mussten und so weiter.

Das Fake-News-Paradoxon

Was uns zu einer beachtlichen Situation führt.

Denn offenbar war die Meldung von Gateway Pundit mindestens teilweise Fake News. Aber: Auffälligerweise solche Fake News, die durch bereits bekannte Informationen direkt zu widerlegen sind, aber nur um die Story herumgelagert sind. Eigentlich spielt es nur eine Nebenrolle, ob der von Biden begnadigt wurde oder nicht.

Das riecht nach der Technik des vergifteten Brunnens:

Wenn die Gegenseite dabei ist, etwas aufzudecken, dann lanciert man Falschmeldungen, die genau das, was man als Veröffentlichung vermeiden möchte, enthalten, aber mit den üblichen Techniken auch zu widerlegen sind. Diese Technik haben wir vor Jahren hier schon bei der Finanzierung der Antifa durch die Regierung erlebt: Als es drohte, öffentlich zu werden, dass die Antifa von der Regierung finanziert wurde, tauchten plötzlich „Verträge“ und „Abrechnungen“ auf, die diese Verbindung belegen sollten, aber mit Ansatzpunkten für „Faktenchecker“ gespickt waren, um diese anzugreifen.

Was die Sache paradox macht: Denn eine bestimmte Art von Fake News schreit geradezu nach dieser Technik des vergifteten Brunnens (kannte schon die Stasi als Zersetzungsmethode) – und deutet deshalb darauf hin, dass was dran ist, weil jemand Aufwand treibt, um die Sache zu verbergen.