Ansichten eines Informatikers

Was hinter dem US-Schlag gegen Venezuela steckt

Hadmut
4.1.2026 0:28

Interessanter Schachzug.

Ich finde es leider nicht mehr: Irgendwo habe ich heute einen Artikel gelesen, wonach Trump mit dem Schlag gegen Venezuela/Maduro sinngemäß mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen habe. Drogen seien zwar eine davon, aber eher die geringste.

Ein Leser schreibt mir nun das:

https://t.me/bricsnews/9564?single

Russian billionaire Oleg Deripaska warns that US control over Venezuela’s oil reserves could devastate Russia’s economy

Sehr interessanter Gedanke. Es gab auch woanders schon Äußerungen in diese Richtung.

Es könnte gut sein, dass Trump vor dem Problem steht, dass er ja mal großspurig getönt hatte, dass er den Ukraine-Krieg innerhalb eines Tages beende, und das klappt nicht so, wie gedacht. Und Putin verhält sich da auch ganz anders, als Trump sich das vorgestellt hat. Und in den letzten Tagen war Trump – er zeigt das ja immer sehr deutlich – ziemlich sauer auf Putin.

Dann hat er versucht, die Ukraine zum Aufgeben zu bringen, das lief aber auch nicht gut.

Der sah sich vor dem Problem, dass er den Krieg nicht beenden kann, deshalb blöd dasteht, weil er nicht halten kann, was er getönt hat, und ihm dieser Ukraine-Krieg wohl ziemlich auf den Sack geht, Zeit und Geld kostet.

Also wird man sich – neben Ölversorgung, Drogenprobleme, Kampf gegen Kommunismus/Sozialismus, Kuba eine verpassen, Macht demonstrieren, den Kontinent-Zampano machen – überlegt haben, wie man den Russen eine reintreten kann, ohne sie direkt anzugreifen.

Und zwar so, dass sie nicht mal so richtig etwas dagegen sagen können, denn das hat ja gewisse Ähnlichkeit mit der Ukraine.

Und nebenbei hat er gleich auch noch Kanada und Dänemark/Grönland gezeigt, was läuft, wenn er nicht seinen Willen bekommt.

Es könnte also durchaus sein, dass Trumps Ansage, dass sich die US-Wirtschaft das Venezuela-Öl holen wolle, zwar sachlich durchaus richtig ist, kein Zweifel, dass die sich nehmen, was sie wollen. Aber warum sollte er es auch noch so deutlich sagen?

Vermutlich, weil die Russen es hören sollten. Der Coup funktioniert ja in Hinblick auf die Russen auch nur dann als Druckmittel, wenn man das so klar macht, dass das überall ankommt, dass die USA jetzt die Kontrolle über das Land mit den größten Ölreserven der Welt haben. Das war in den letzten Jahren irrelevant, weil die Ölraffinerien in Venezuela durch Sozialismus (und vielleicht auch Sabotage) im Eimer waren, aber die USA wissen, wie man dieses Schweröl dort fördert und raffiniert.

Und die Bürger in den USA schimpfen wegen der Lebenshaltungskosten, und selbst Sprit ist dort teuer geworden. Trump könnte auch innenpolitisch Punkte sammeln, wenn er nun Öl/Treibstoff zu Dumping-Preisen auf den Markt wirft und an den Tankstellen für ein paar Cent verkauft.

Die Fortführung der Grünen mit anderen Mitteln

So gesehen ist die Festnahme von Maduro die Fortsetzung der Grünen mit anderen, entgegengesetzten Mitteln.

Die Grünen hatten den Auftrag, Europa so umzumodeln, dass wir hier als Energiekunde von Russland ausfallen. Das hat bekanntlich nicht nur nicht gut funktioniert, sondern es sind Linke und machen auf Migration, was Trump gar nicht passt.

Deshalb verfolgt Trump wohl dasselbe Ziel wie die Grünen, nämlich die Russen wirtschaftlich auszutrocknen, aber genau gegenteiligen Mitteln: Flutung des Marktes mit billigem Sprit.

Und das würde bedeuten, dass die Grünen mit ihrer Dummheit genau das Gegenteil dessen erreichen, was sie wollten.

Den die Grünen wollten ja Öko und Verzicht auf fossile Brennstoffe und so weiter. Das hätten sie sogar durchbekommen, wenn sie nicht gleichzeitig – es gibt ja inzwischen Gerüchte, dass Soros direkt hinter der Einwanderungsflut steckt – so dumm gewesen wären, Kommunisten zu sein und auf Migration zu machen.

Die Ironie daran und die Tragik der Grünen könnte also sein, dass sie genau das Gegenteil von dem erreicht haben, was sie wollten, nämlich die Flutung der Weltmärkte mit billigem fossilem Treibstoff.

Sind wir also mal gespannt, wie die Russen darauf reagieren.

Irgendwo stand heute, dass irgendein Amerikaner meinte, dass die Russen den Krieg wirtschaftlich nicht mehr bis Ende 2026 durchhalten können.