Ansichten eines Informatikers

Die Hard: Wenn man Feuer toleriert wie das 3972. Geschlecht

Hadmut
3.1.2026 13:45

Von Bedeutung und Bedeutungsverlusten.

Ich hatte ja schon erzählt, dass das ein Dauerthema in meinen Sicherheitsschulungen war, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem wir eigentlich keine wesentliche Gefahr mehr kennengelernt haben. Ich habe nie (außer mal unterwegs für ein paar Stunden) Hunger gelitten, nie Krieg erlebt. Wir wachen zu wohlbehütet aus, und inzwischen sind mehrere Generationen von kleinauf mit Videospielen und Hollywood-Filmen darauf abgerichtet, Gefahr nicht nur nicht ernst zu nehmen, sondern „cool“ zu sein und sie zu ignorieren. Irgendwo zwischen James Bond und John McClane (Die Hard). Gefahren sind dazu da, dass sie an der Männerbrust abprallen.

Wir kennen keine echten Gefahren mehr, sind dafür aber darauf trainiert, Gefahrenzeichen zu ignorieren, oder sie sogar zu suchen. Der macht das beste Tik-Tok-Video, der am nächsten dran ist und am längsten drauf hält.

Die Sache hat aber noch eine andere Komponente.

Es gehört zu unserem Zeitgeist, unserer Gesellschaftsentwicklung, wenn alle Begriffe ausgehöhlt, der Bedeutung enthoben, zur beliebigen, austauschbaren Worthülse werden. Nichts hat mehr eine Bedeutung.

Geschlecht, Herkunft, Befähigung, Wissenschaft, Genetik, Kriminalität – alles nicht echt, alles nur „soziales Konstrukt“.

Denkt mal an die Silvesternacht 2015, Kölner Hauptbahnhof zurück. Gefahr. Aber uns wurde eingeprügelt, sie zu ignorieren. Wir bilden uns das nur ein, müssen uns das abgewöhnen. Alles rassistisch.

Oder, fast ganz aktuell, Merzens „Stadtbild“-Debatte: Rassismus, alles eingebildet, nichts darf man noch zur Kenntnis nehmen.

Man hat uns regelrecht eingebläut, Gefahr zu ignorieren. Weil im linken Weltbild Gefahr gar nicht vorkommen darf, sonst könnte man ja Angst vor Migranten bekommen. Gefahrenwahrnehmung findet in der Amygdala statt. Das ist die, die die Angst macht, auslöst, beantragt, Panik auslöst. Diese Leute, die bei Feuer weitertanzen, haben ein Amygdala-Problem. Die bekamen erst Panik, als auch die Wände und die Bestuhlung brannten. Und ich hatte ja beschrieben, dass es Hinweise darauf gibt, dass Linke einen – womöglich genetisch bedingten – Amygdala-Defekt oder zumindest deutliche Veränderungen haben. Die haben Defizite in der Gefahrenwahrnehmung, und dafür ein Übermaß an Rudelmechanik, was mit den beiden Betriebsarten des Gehirns (Rudel, Einzelgänger) zusammenhängen könnte.

Nochmal den Text aus dem Tweet:

Jean Baudrillard soll so etwas gesagt oder geschrieben haben, wie, dass technologische Kommunikation in unserer “globalen” Gesellschaft eine exzessive Vermehrung von Bedeutung(en) geschaffen hat, weswegen die (sich ergeben habende) Selbstbezüglichkeit von Bedeutung nicht etwa ein “globales Dorf” erzeugt hätte, sondern eine Welt, in der Bedeutung ausgelöscht worden wäre.

Vielleicht war das, seine oder seines Interpreten komplizierte, effektheischende Ausdrucksweise unbenommen, gar nicht dumm.

Wenn ein Flammenbild an der Decke alles mögliche bedeuten kann, aber nicht muss – so ungefähr, wie das plötzlich auftauchende und wieder verschwindende Abbild eines Flammenmeeres in einem etwas schrillen Musikvideo – dann ist die im Endeffekt fatale Reaktion der “teilnehmenden Zuschauer” zwar immer noch dumm, im Sinne von “der Lage unangemessen”, aber nicht mehr absurd; unbegreiflich; von völliger Lebensuntüchtigkeit (in ihrer Alltagswelt) zeugend, oder?

Wir sind darauf trainiert, keine Angst (vor Migration, Feminismus, Sozialismus,…) mehr zu empfinden, sondern alles, was auch immer passiert, möglichst frohgelaunt und als beliebig austauschbar hinzunehmen.

Ich hatte mal beschrieben, dass die Kommunisten immer von „Diversität“ und „Vielfalt“ reden, aber genau das Gegenteil tun: Sie machen uns unterschiedsblind. Es geht ja gar nicht darum, dass wir eine gemischt Gesellschaft sind, sondern – Sprechakt- und Diskurstheorie – verlernen, Geschlecht, Hautfarbe, Ausbildung überhaupt wahrzunehmen, diese aus unserer Gedankenwelt und unserem Vokabular völlig zu eliminieren. Ziel des Kommunismus – denke an Zimmer 101 in 1984 – ist, dass uns einfach alles völlig egal ist, und wir alles einfach so hinnehmen, wie es eben passiert. Wir sollen universaltolerant sein. Und genau das haben diese Leute da gemacht: Es brennt, und sie tolerieren es, als sei ein neues Geschlecht aufgetaucht oder habe jemand aus einem neuen Land auf der Bühne einen neuen Tanz aufgeführt.

Das Gegenbeispiel

Genau das, was ich immer gepredigt habe:

Übersetzung:

„Mein Vater hat mich immer so erzogen: Wenn Gefahr droht, lauf weg.“ Ein Beispiel dafür, wie wertvoll elterliche Bildung sein kann und wie sie Leben retten kann. Wie in diesem Fall.

Und wir haben uns angewöhnt, jeden, der wegläuft, oder zumindest auf Distanz geht, als Rassisten, Sexisten, Rechten, Verschwörungstheoretiker usw. hinzustellen und niederzumachen. Wir haben den Leuten beigebracht, alles zu akzeptieren, tolerieren, freudig hinzunehmen, was passiert.