Ansichten eines Informatikers

Die Tampon-Krise

Hadmut
9.3.2024 19:42

Über Feministinnen, Verantwortung und Führungskräfte.

Oder: Bei uns kommen die Tampons aus der Steckdose.

Ich wurde in einem Tweet erwähnt:

Freut mich, zitiert zu werden, aber: Hä!? Worum geht’s?

Die Suchfunktion liefert:

Dazu jede Menge Spott von Frauen.

Die Frage ist in der Tat, auf welchem Gesellschaftsniveau wir angekommen sind.

Zu meiner Zeit damals gab es solche Probleme nicht, lernten die Mädchen das von Mutti und der Sportlehrerin, und hatten das Problem nicht nur im Griff, sondern waren auch stets passend „aufmunitioniert“.

Und selbst, wenn nicht, ich habe es auch schon etliche Male erlebt, dass Frauen einfach so andere Frauen fragen, so wie man auch mal fragen würde „Entschuldigung, hätten Sie vielleicht ein Tempo-Taschentuch für mich?“. Ich habe das so als beobachtender Mann eigentlich immer nur so erlebt, dass das Problem, wenn es überhaupt entsteht, lösbar war, wenn andere Frauen anwesend waren.

Früher wussten Frauen das, wann sie die Dinger dabei haben mussten. Nicht wenige haben sie immer dabei, allein schon für den Fall, dass jemand danach fragt.

Selbst im Zustand der heutigen Verblödung müsste es doch Apps auf dem Handy geben, die einem das Denken abnehmen. Und selbst wenn man es damit nicht schafft, dann nimmt man einfach immer welche mit. Oder fragt halt jemanden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ich in einem Zug herumfragen würde, sogar als Mann in kürzester Zeit von irgendwem einen geschenkt bekäme, zumindest wenn ich den Eindruck erweckte, ihn für meine Frau zu brauchen. Außerdem gibt es „Pillenkapseln“ aus Metall als Schlüsselanhänger, eigentlich für Tabletten, aber die gibt es auch in Größen, in die so ein Ding reinpasst.

Und wieso beanspruchen Feministinnen immer „Verantwortung“ und Führungsposten in Vorstand und Aufsichtsrat, und behaupten, sie könnten alles ebensogut wie Männer, wenn sie schon an ihren Körperfunktionen scheitern? Feministinnen grunzen gerne, dass das Problem gelöst wäre, wenn Männer menstruieren würden. Wäre das der Fall, hätten Männer das schon selbst längst gelöst. Männer hätten immer welche in der Tasche. Was mich übrigens zu der Frage überleitet, warum die Dinger eigentlich immer nur in so kleinen Schächtelchen verkauft werden. Würden Männer menstruieren, gäbe es die Dinger im 10-Liter-Eimer mit 3-Jahresvorrat zu kaufen, und Krawatten, Jacken, Schuhe, Mützen hätten versteckte Tampontaschen. Und es gäbe Etuis aus Stahl, vergoldet, oder aus Leder am Gürtel. Oder gratis dazu aus Plastik zum Anklipsen an die Umhängetasche. Wir hätten Dutzende Methoden entwickelt, immer welche dabei zu haben.

Ich zum Beispiel habe ungünstige Zahnabstände und deshalb immer Zahnseide in der Tasche, wenn ich länger aus dem Haus gehe, um nach dem Essen Sperrmüll, Wasserleichen und überschüssige Teile toter Tiere rauszuholen. Und ich beschwere mich nicht bei der Bahn, dass auf dem Herrenklo keine Zahnseide gereicht wird.

Und warum ploppt das jetzt gerade hoch? Die Frage ist nämlich gut, warum die Menschheit seit deren Anbeginn damit klarkam, aber umsomehr Probleme damit hat, je „emanzipierter“, „selbständiger“, „verantwortlicher“ Frauen werden. Es gab mal den Spruch, dass Frauen Männer brauchen wie ein Fisch ein Fahrrad. Wir sind an dem Punkt angekommen, an dem die Fische darauf angewiesen sind, dass die Fahrräder ihnen die Tampons reichen.

Kann das vielleicht sein, dass das gar keine Panne, sondern Absicht, Aktivismus ist? Mithin vorsätzliche Sachbeschädigung? Dass das jetzt so in Mode kommt, einfach laufen zu lassen, so wie manche auch auf die S-Bahn-Sitze urinieren?

Und dieselbe Bevölkerungsschicht verlangt von uns, vom Auto auf die Bahn umzusteigen?

(Ich erinnere daran, dass ich hier und hier schon beschrieben habe, warum es unmöglich ist, Tampons gratis zu reichen, weil das nämlich so aufwendig und teuer und auf die Steuern umzulegen wäre, dass es weit teurer käme – und viel mehr Müll verursacht, also klimaschädlich wäre – sie gratis zu verteilen, als im auf Logistik optimierten Discounter zu kaufen. Von allen Möglichkeiten ist das die effektiv billigste, sie einfach im Supermarkt zu kaufen. Man geht zwar immer von sozialistischen Paradies aus, in dem die Tampons auf den Bäumen wachsen oder aus der Steckdose kommen, weil man immer davon ausgeht, dass einem irgendwer anderes das Leben zu finanzieren habe, aber rational nicht zu verstehen in der Lage ist, dass „kostenlos“ so hohe Kosten verursacht, die umgelegt werden müssten, dass das viel teuerer kommt. Niemand kann die Dinger billiger verteilen als die Discounter, zumal die Dinger logistisch einfach sind: leicht, kaum Volumen, müssen nicht gekühlt werden, kein Haltbarkeitsdatum, gehen nicht kaputt, wenn sie runterfallen.)

Wenn wieder mal Feministinnen moppern, dass Menstruation ein gelöstes Problem wäre, wenn Männer menstruieren würden, gibt es darauf nur eine einzige Antwort: „Ja. Männer hätten das Problem längst gelöst.“