Ansichten eines Informatikers

Aktennotiz

Hadmut
25.2.2024 1:39

Vor dem Einsatz eines Fallschirms für alberne Social-Media-Actioncam-Aufschneidereien mit dessen Funktionsweise und vor allem Öffnungsmechanismus vertraut machen und die Strippenführung kontrollieren, und auch mal die Höhe prüfen, ob die überhaupt reicht, sonst schlägt man mit deutlichem hörbarem *BATSCH* auf dem Boden auf und ist einfach tot.

(Hinweis vor dem Gucken: Es fängt blöd an, und am Ende macht es *BATSCH*, er ist tot, der mit der Kamera ruft laut „Fuck!“ und die Welt hat einen Idioten und Content-Producer weniger. Die wachsen aber nach.)

Näheres siehe Text in der New York Post.

Sowohl in diesem Text, als auch in den Videokommentaren heißt es, dass er einen – für Fallschirmspringer offensichtlichen – Fehler gemacht hat, indem er die Strippe zwischen dem kleinen Pilotschirm und dem großen Hauptschirm, mit der ersterer den letzteren herausziehen sollte, durch sein Körpergurte geführt hatte, statt sie frei zu halten, weshalb das nicht funktionieren konnte. Ich habe zwar gar keine Ahnung vom Fallschirmspringen, aber für mich sieht das so aus, als hätte der zusätzlich den Pilotschirm mit einer dünnen, weißen Strippe am Gebäude festgebunden, damit der sofort auslöst. Und statt den kleinen Pilotschirm zurückzuhalten, damit er den großen Schirm sofort entfaltet, ist das wohl gerissen.

Dabei war er wohl laut Beschreibung kein Anfänger, sondern ein erfahrener Springer, dem da aber einfach ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen ist. Ein Fehler zuviel.

Es gibt ja schon Presseerklärungen mancher Polizeien, wonach die meisten, die sich auf dämliche Weise ungewollt umbringen, eine laufende Actioncam dabei haben. Das verursache zwar grundsätzlich durch die gestiegende Zahl der Todesfälle, erleichtere aber deren Aufklärung ungemein, weil zumindest die Speicherkarten es meist überleben.