Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Deutsche Männer, geliefert wie bestellt

Hadmut
21.5.2022 16:46

Wenn Frauen nicht gefällt, zu bekommen, worum sie gebeten haben. [Update]

In DER WELT beklagt sich die Autorin Mirna Funk über das Wesen des deutschen Mannes:

Ich lebe seit rund zehn Jahren zwischen Berlin und Tel Aviv und genauso lange date ich ausschließlich Israelis. Zwischendurch mag mir immer mal wieder ein Deutscher durchgerutscht sein. Aber die kann ich an einer Hand abzählen. Das liegt nicht daran, dass ich irgendeine Obsession mit israelischen Männern haben, sondern daran, dass mich deutsche Männer überhaupt nicht aushalten. Und ich sie auch nicht. Ich bin ihnen zu dominant, zu bestimmt und viel zu erfolgreich. Gleichzeitig wollen sie dann aber die Rechnung teilen, mir keine Tür mehr aufhalten und würden mich doch ernsthaft nach einem Date alleine nach Hause laufen lassen. Am besten noch, nachdem sie total emanzipiert die Tür vor meiner Nase zugehauen haben.

Auf Dating-Plattformen merkt man es auch: Auf Engagement wartet man als Frau vergeblich. Deutsche Männer schreiben einem nicht, lehnen sich zurück und warten, dass man sich auf sie setzt. Bloß keine Arbeit investieren, bloß kein Geld verlieren, und landet man in einer Beziehung mit ihnen, dann merkt man als Frau schnell, von Geschirrspüler Ausräumen und Wäsche Waschen haben sie noch nie was gehört. Gleichberechtigung, das ist: Ich gebe nichts und nehme alles hier in Germany. Und bevor sich jetzt wieder eine Gruppe selbst ernannter Männerrechtler auf Twitter zusammenfindet, um – wie einst im Frühling 2017 – eine Sammelklage gegen mich einzureichen, hört mich erst mal an: Klar sind nicht alle so. Aber leider sehr, sehr viele.

Israelis allerdings haben aufgrund der soziokulturellen Unterschiede begriffen, dass Emanzipation nicht bedeutet, die Manieren am Garderobenhaken aufzuhängen und dann ohne diese in ein Date zu gehen, sondern dass Mann und Frau trotz der existierenden Gleichberechtigung ein Dating-Spiel brauchen. Bei diesem willigen beide ein, sich in traditionelle Rollen zu begeben und mit diesen ganz bewusst zu spielen.

Erstens: Die Männer sind hier genau so (geworden), wie man sie durch Feminismus und Erziehung gemacht hat. Nicht, weil sie müssten, oder so ihrer Erziehung unterlägen, sondern weil sie einfach keinen Bock mehr haben, sich pausenlos beschimpfen, beschuldigen und anklagen zu lassen.

Zweitens: Die Männer hier sind nicht so dämlich, erst den Genderquatsch zu fressen, das für Feminismus zu halten, und sich dann „per Einwilligung für die Dauer des Datings in traditionelle Rollen zu begeben“. Wir sind nicht im Kasperle-Theater. Und für erotische Rollenspiele wählen wir dann Krankenschwester, Batgirl, Raubtierdompteuse, Barbarella oder sowas, aber nicht einfach „Frau, Typ 80er Jahre“.

Drittens: Sie beklagt sich, dass sie hier nicht umflirtet und betüddelt wird und schreibt, sie sei 41. Warum sollte man sich hier als Mann Mühe geben, eine 41-Jährige anzuflirten und zu umsorgen, wenn man hierzulande sexuell ausgehungerte verzweifelte Not-Willige ab 30 ohne Investitionen bekommt?

Viertens: Hätte man sich vorher überlegen sollen.

Update: Ein Leser erinnert mich daran, dass ich diese Mirna Funk im Blog schon mal erwähnt hatte: „Alte weiße Männer, wie ein Tier kurz vor dem Tod“ – Ausbildung:

Funk studierte Philosophie und Geschichte an der Humboldt-Universität in Berlin.

Die ist im Krieg gegen die Männer, und versucht es jetzt indirekt.