Ansichten eines Informatikers

Jetzt soll der Wohnraum gesetzlich beschränkt werden.

Hadmut
4.5.2022 17:03

Das Ergebnis der Migration: Blanke Wohnraumnot. [Update]

Das Fischblatt DIE ZEIT töbert jetzt, wir sollen enger zusammenrücken, um Heizungskosten und Wohnungsnot zu bekämpfen.

Es gibt zu wenige Wohnungen. Deswegen will Bauministerin Klara Geywitz (SPD) ja auch, dass jährlich 400.000 neue errichtet werden. Schön. Doch selbst in guten Zeiten, vor der Pandemie, vor dem Ukraine-Krieg und vor einer Sieben-plus-x-Inflation wurden pro Jahr nur etwa 300.000 fertig. Jetzt sind die Zeiten schlecht. Handwerker, Holz, Stahl, Beton und Dämmstoffe gibt es entweder gar nicht oder nur zu Mondpreisen. Nun noch mehr Wohnungen zu bauen, zugleich die vorhandenen zu sanieren – der Klimawandel geht ja weiter! – und alles bezahlbar zu halten wäre ein ökonomisches Wunder.

Oh, einen Punkt hat man vergessen: Die immer härteren Vorschriften und Auflagen zum Wohnungsbau. Jetzt alles total isoliert, Wärmepumpe statt gewöhnlicher Heizung, Solarzellen und und und. Wir haben zu wenig Wohnung und hindern uns gesetzlich daran, neue zu bauen.

Geil.

Sowas bringt wohl auch nur Deutschland fertig.

Warum also nicht mal in Zumutungen denken?

Ach, DIE ZEIT ist doch schon eine Zumutung.

So wie Maren Kern vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen. Sie spricht aus, was viele nur ahnen: dass nämlich allein mit ein paar weiteren Förderprogrammen und regelmäßigem Stoßlüften weder die Bau- noch die Klimaziele erreicht werden. Wir sollten “jetzt auch unkonventionelle Maßnahmen in Betracht ziehen”, sagt die Chefin eines Verbands, dessen Mitglieder mehr als eine Million Wohnungen bewirtschaften. Was sie vorschlägt, mag unerhört klingen. Aber es hat auch sein Gutes.

Wohnraum ist knapp. Was nicht so knapp ist, sondern eher wächst, ist die Wohnfläche pro Kopf: von 46,1 Quadratmetern 2011 auf 47,7 Quadratmeter 2020, gibt das Umweltbundesamt an. Die Gründe: immer kleinere Haushalte, immer mehr Singlewohnungen, immer mehr Rentner in Einfamilienhäusern, deren Kinder längst ausgezogen sind. Auch diese Form von Flächenverbrauch bietet Potenzial zur Nachverdichtung: Dann rückt halt zusammen, liebe Großflächenbewohner!

Ach, erst Feminismus und Männerhass kochen und dann über Singles beschweren?

Am liebsten freiwillig. Ansonsten: “Wir sollten über rechtliche Möglichkeiten zur Wohnraumbegrenzung nachdenken. Es geht nicht, dass wir über Knappheit klagen und gleichzeitig die Wohnfläche pro Kopf vielerorts weiter steigt”, sagt Kern. In der Schweiz gebe es so etwas schon bei vielen Wohnungsgenossenschaften: “In einer Vierzimmerwohnung beispielsweise müssen dann mindestens drei Personen wohnen. Zieht ein Kind irgendwann aus, wird den Eltern eine kleinere Wohnung angeboten, oder sie müssen eine Unterbelegungsabgabe zahlen. Wir sollten schauen, dass auch das deutsche Mietrecht diese Möglichkeit eröffnet.”

Was ist an „freiwillig, sonst gibt’s ein Gesetz“ denn freiwillig?

Denn je mehr Quadratmeter ein Mensch bewohnt, desto mehr muss er beheizen.

Nein. Falsch. Denn Quadratmeter enthalten Luft und isolieren. Hat was mit Physik zu tun.

Ich war mal in einem Bürogebäude, in dem sie fast gar nicht heizen mussten. Weil man um das Gebäude außenrum noch mit einem Meter Abstand ein Glasgebäude gebaut hat. Haus im Glaskasten. Isolierschicht aus Luft. Mehr Platz = mehr Isolierung = Energieersparnis.

Wenn das nicht reicht, gibt es auch hier eine Alternative: “Bislang müssen Vermieter die Heizung im Winter so einstellen, dass es in der Wohnung 20 bis 22 Grad warm werden kann. Warum kann das nicht etwas weniger sein?”, fragt Kern mit Blick auf die geltende Rechtsprechung.

Weil Frauen 3 Grad mehr brauchen als Männer.

Jetzt also haben sie Wohnungsnot, zu wenig Platz. Kann ich gar nicht verstehen. Denn die heilige Politik sagt doch:

Und hieß es nicht eben noch, wir sollten zur Energieeinsparung alle Home-Office machen?

Update: Weil Fragen kamen: Das Bild ist echt und kommt von hier: