Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Chicago

Hadmut
10.8.2021 20:15

Zum Fortgang der Gesellschaft.

Eine Leserin, die in den USA lebt, hatte mir vor einiger Zeit mal auf eine Blogerwähnung Chicagos geantwortet, Chicago sei durchaus sehr schön, sehens- und besuchenswert. Aber eine eigene Knarre und ausreichend Munition müsste man schon mitbringen.

Inzwischen verfestigt sich, wie sie das meinte.

Letztes Wochenende gab es allein in Chicago 75 Schussopfer, die sich in 9 Tote und 66 Verletzte aufteilen.

Vom 1. bis 9. August sollen es insgesamt 155 Menschen gewesen sein, davon 45 in nur einer einzigen Nacht.

Besonders dem schwarzen (!) Pfarrer sollte man zuhören, der darüber schimpft, dass es hier um die Gewalt Schwarzer gegen Schwarzer gehe. Es sei völlig absurd, „Black Lives Matter“ zu skandieren und dann mit „defund the police“ daherzukommen, während sich Schwarze gegenseitig umbringen.

Wobei man immer dran denken muss, dass diese ganze Gewaltwelle und dieses „defund the police“, was auf ganz Amerika betrachtet inzwischen mindestens einige hundert Tote versacht hat, ja auf die Causa George Floyd und die Antifa-gesteuerte (oder von denen übernommene) Bewegung „Black Lives Matter“ zurückgeht.

Und weil Black Lives natürlich Mattern und die Polizei so böse ist und weg muss, haben die Demokraten die Polizei natürlich gestutzt und reduziert, und jetzt bringen die sich reihenweise gegenseitig um. Zum Gedenken an George Floyd.

Allerdings ist das jetzt auch Fox News, entsprechend fett tragen die auf. Allein schon der Blick der Blonden. Die Brünette kommt dann und fragt, in der Sache durchaus zu Recht, im Ton halt doch etwas zu US-TV, ob es das wirklich wert ist, den Verbrecher George Floyd, der immerhin einer Schwangeren mit der Knarre gedroht hatte, ihr das Kind aus dem Bauch zu schießen, zu glorifizieren und sich zu seinen Ehren gegenseitig zu erschießen.

Der Brüller daran ist ja, dass die „Demokraten-Partei“ (es widerstrebt mir, diese Leute „Demokraten“ zu nennen) gleichzeitig die Polizei zurückstutzt, die Bevölkerung dieser Gewalt aussetzt, und Millionen dafür ausgibt, um für ihre eigenen Bürgermeister – auch in Chicago – einen privaten Personenschutz einzukaufen.

Ich hatte vor der US-Wahl geschrieben, dass ich nicht abzuschätzen vermag, ob Donald Trump diese Wahl gewinnt. Es aber für sehr wahrscheinlich halte, dass er anderenfalls dann die nächste gewinnt. Im Prinzip muss der eigentlich gar keinen Wahlkampf mehr machen, sich nur zur Wiederwahl stellen. Wenn das in Amerika so weitergeht, wie es das jetzt geht, holt der sofort die Mehrheit.

Erinnert mich stark an das, was sie mir in Südafrika erzählt haben. Die weißen Rassisten waren richtig übel, aber danach wurde es noch schlimmer. Mir sagte mal einer, im Apartheids-Regime habe er nicht auf jeder Bank sitzen dürfen, aber auf denen, auf denen er sitzen durfte, konnte er in Ruhe sitzen. Heute darf er auf jeder Parkbank sitzen, und wird auf jeder überfallen und ausgeraubt. Einen sehr ähnlichen Effekt meine ich aus den Nachrichten aus den USA herauszuhören.

In Portland scheint es ähnlich zu sein. Irgendwo, ich glaube, es war eben in Portland, hat man Spezialeinheiten der Polizei gegen Waffengewalt aufgelöst. Dann ging die Waffenkriminalität massiv hoch. Jetzt überlegt man sich, was man tun könne, und wollte die Einheit wieder aktivieren, aber die Polizisten waren alle schon weg. Und spätestens seit man Derek Chauvin für 22,5 Jahre in den Knast gesteckt hat, obwohl alles dafür spricht, dass Floyd an seinen Drogen gestorben ist, haben dort viele Polizisten keinen Bock mehr und kündigen wie in Berlin die Lehrer. Oder verziehen sich in irgendwelche friedlich-ruhigen ländlichen Bundesstaaten, werden Waldpolizist in Montana oder sowas.

Beachtenswert:

Als Trump Präsident war, haben unsere Medien wie ARD, ZDF, SPIEGEL usw. wie die Wahnsinnigen auf Trump eingedroschen und ständig berichtet, was in den USA alles schief läuft, weil Trump an allem schuld ist. Seit aber Trump so lange aus dem Amt ist, dass man ihm aktuelle Vorgänge nicht mehr anhängen kann, wird praktisch gar nichts mehr aus den USA berichtet.