Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der Satz von den Grenzen

Hadmut
18.5.2021 20:03

Weil jetzt schon einige Leser schreiben,

ich hätte den Satz falschrum verstanden:

Im Kommentar von Constanze von Bullion heisst es:

“Mit Widerstand hatten die Grünen gerechnet, auch mit einem harten Wahlkampf. Aber dass die Kanzlerkandidatur von Annalena Baerbock politische Gegner so schnell an ihre Grenzen befördern würde und darüber hinaus, dürfte viele überrascht haben.”

Die politischen Gegner seien an ihren Grenzen, nicht Baerbock.

Mal ganz abgesehen davon, dass es so, wie ich ihn verwendet habe, viel mehr Spaß macht und jedenfalls ich noch lange nicht an meinen Grenzen bin (und wer mich kennt und weiß, was ich in den letzten 30 Jahren so gemacht habe, wird das bestätigen, dass meine Grenzen ganz woanders sind):

Nein.

Wollte man den Satz eindeutig formulieren hätte man „…politische Gegener an deren Grenzen…“ geschrieben.

So aber ist das Subjekt im Satz die Kanzlerkandidatur und die Ergänzung „von Annalena Baerbock“ und auch durch die namentliche Erwähnung und die Aussage ist die Kanzerkandidatur von Baerbock die handelnde Hauptsache im Satz.

„Ihre Grenzen“ ist damit zumindest mal grammatikalisch doppeldeutig. Sicher meinte sie, dass es die Grenzen der Gegner sind.

So von der Satzkonstruktion her sagte sie aber, dass die Kandidatur die Gegner an die Grenzen Baerbocks geführt habe. Und genau das ist ja auch passiert: Wir alle sind jetzt schon an den Grenzen Baerbocks angekommen. Wir stehen da jetzt und gucken.

Ich weiß gar nicht, was Ihr habt. Passt doch prima.

Und auch logisch ergibt das nur sorum einen Sinn: Denn erst beklagt sie ja, wie hart der Wahlkampf wäre.

Wenn die Gegner nun an ihren eigenen Grenzen wären, müssten die sich ja freuen, dann könnte ja jetzt nichts mehr kommen.

Wenn die sich nun also so beklagen, dann heißt das, dass sie Zähneklappern haben, weil von Baerbock nichts mehr kommt und die Gegner erst angefangen haben.

Wie sagt man so schön? Alles grün…

Haha.