Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim akademischen Betrug

Hadmut
16.5.2021 13:48

Männer- und Frauengehirne sind nicht gleich. [Nachtrag]

Männer und Frauen betrügen. Beide. Auch im akademischen Umfeld.

Aber ich beschäftige mich ja nun seit 23 Jahren intensiv mit Wissenschaftsbetrügern, Hochstaplern, Versagern und Quotenfrauen, und mir fällt immer wieder auf, dass sich das Muster doch deutlich unterscheidet:

  • Männer fälschen eher Leistungen
  • Frauen fälschen eher deren Anerkennung und ihren Status

Und ich glaube, das kommt nicht von ungefähr. Das habe ich eigentlich schon bei den – hier schon oft erwähnten – Hühnern beobachtet, die ich mal aufgezogen habe. Die Hähne plustern sich auf, machen sich durch Prachtgefieder, Kamm, lange Schwanzfedern, nicht erforderliches Flügelspreizen, viel größer, als sie sind, krähen, stolzieren … eben wie die Gockel. Am besten zu sehen bei Pfauen. Riesen-Rad, dazu noch das laute Geraschel, aber ist er erst mal gerupft, bleibt nicht viel übrig.

Hühner dagegen treten eher unscheinbar auf, tarnen sich, machen weniger Geräusche – außer untereinander – halten sich im Hintergrund. Sind aber dann unerbittlich und gnadenlos in ihrer Hackordnung. Da herrscht ein knallhartes Regime, wer wo auf der Stange sitzen darf. Das ging so weit, dass wir damals Hühnchen am unteren Ende der Ordnung in einen eigenen Stall setzen mussten, mit eigenem Futter und Wasser, damit die überhaupt noch Ruhe finden und mal nicht von den anderen gepiesackt werden.

Kann man auch auf der Straße beobachten: Die Machos mit den dicken Karren, was die Polizei so schön „Profilierungsfahrten“ nennt, Breitreifen, tiefergelegt, lauter Sound, den Molly an der Ampel machen … genau wie die Hähne. Dasselbe Prinzip.

Bei den Weibern sieht man es nicht so genau, da muss man schon sehr genau hinsehen, aber die zerfleischen sich dann gegenseitig. So im Stil von „Ich Völkerrechtlerin, Du Schweinebauer“: Da werden Rangordnungen ausgefochten und festgelegt.

Und genau das fällt mir im Akademischen auf.

Männer neigen eher dazu, pompöse Texte zu schreiben und sich die Inhalte auszudenken oder vom Ghostwriter machen zu lassen. Beth damals (mein „Doktorvater“). Jan-Hendrik Schön. Karl-Theodor zu Guttenberg. Oder wenn man es auf die Presse übertragen will, auch Relotius. Das läuft nicht versteckt, das läuft alles so exponiert. Man zeigt eindrucksvolle Leistungen, die stimmen nur nicht. Männer neigen eher dazu, sich als „Autor von…“ oder „Erfinder von…“ auszugeben.

Frauen dagegen gehen anders vor. Sie täuschen keine Leistung vor, weil ihnen das Gockelhafte, das Gockelgen, fehlt (genauer gesagt: es nicht fehlt, aber epigenetisch deaktiviert wurde). Sie fälschen ihre Stellung in der Gesellschaft, und plustern nicht ihre Leistung, sondern ihre Abschlüsse, Grade und so weiter auf, neigen aber deshalb dazu, ihre Leistungen eher zu verstecken, damit man die Diskrepanz nicht sieht. Alle Dissertationen, die ich in den letzten Jahren untersucht habe, und die schwer zu finden waren, stammten von Frauen. Mal irgendwo nur auf Microfiche zu haben, mal in anderem Fach und unter ganz anderem Titel und ohne jeden Hinweis darauf, dass es eine Dissertation sein soll, veröffentlicht und so weiter.

Das ist mir damals auch bei den Prüfern aufgefallen:

Beth war der Aufschneider, der sich als einer der vier größten Kryptologen der Welt ausgab (und die Reihenfolge der vier süffisant grinsend dem Publikum überließ). Ein Täuscher und Blender, der eigentlich von fast nichts eine Ahnung hatte, aber so das Maul aufreißen konnte, dass sehr viele Leute darauf hereinfielen und ihm glaubten, dass er der größte Hirsch am Platz ist. Oder Vinck, der einfach gar keine Ahnung von Kryptographie hatte, sich aber nicht nur als Kryptologe ausgab und auch als Sachverständiger auftrat und – dumme – Aussagen traf, ohne mit der Wimper zu zucken. Erst damit konfrontiert, dass er nicht nur Blödsinn daherschwätzt, sondern seinen eigenen Vorlesungsfolien widerspricht, räumte er ein, dass ihm jemand die Folien geschrieben hat und er eigentlich gar nicht versteht, was er da erzählt. Beide waren Leistungstäuscher.

Die Professorinnen Zitterbart und Eckert haben anders funktioniert. Die haben sich bezüglich ihrer Stellung und Posten ausgegeben, NATO und so Zeugs, und versucht, sich um Antworten auf die Fragen herumzulavieren, aber dann, als man nachgefragt hat, kleinlaut zugegeben, dass sie zu Kryptographie eigentlich nichts sagen können. Den kam gar nicht erst in den Sinn, auch nur so zu tun als hätten sie Ahnung von Kryptographie – da ging es darum, einen hohen akademischen Stand zu markieren. Die geben sich als anerkannte IT-Sicherheitsexpertinnen aus, äußern sich dann aber zur Sache nicht. Jemandem wie Beth dagegen wäre es unmöglich gewesen, zuzugeben, dass er von etwas keine AHhnung hat. Der hat hemmungslos zu allem den Experten markiert und lieber den letzten Mist erzählt, als die Klappe zu halten.

Und da passt genau rein, was ich von Frauen schon so oft gehört habe: „Ich bin anerkannt!“ Das Wort „anerkannt“ kommt da unglaublich oft vor.

Diese ganzen Gender-Fachbücher: Schütteldummes Zeug. Lauter Sammelbände aus kleinen Beiträgen, meist zwischen 3 und 6 Seiten, die nicht mal so tun, als stünde irgendwas schlaues drin, aber sich als gegenseitige Anerkennung darstellen.

Männer sehen das alles als einen Leistungswettbewerb, als einen Kampf, und deshalb betrügen sie bei der Leistung.

Frauen sehen das alles als ein Sozialgefüge, als ein Rudel, in dem es auf die Stellung ankommt, und deshalb betrügen sie bei der sozialen Stellung und der sozialen Anerkenntnis. Die sind dann Top-Expertin, anerkannt und sowas.

Deshalb: Männer stellen Leistung raus, auch wenn sie gefälscht ist, weil sie mit echter oder vorgetäuschter Leistung agieren.

Frauen halten ihre Leistungen eher geheim, weil sie deren Anerkenntnis herausstellen und die tatsächliche Leistung lieber nicht vorzeigen wollen, weil die die Wertung gefährden könnte.

Kann man auch in jedem Affenrudel ablesen, auch bei vielen Vierbeinern. Die Männer haben Revierkämpfe, in denen der (Leistungs-)Stärkste ausgefochten wird, und der ist dann Chef und wird immer wieder mal herausgefordert, hat aber Mähne, Geweih, Gebrüll, Kampfausrüstung, Körperbewaffnung und sowas, um groß und stark auszusehen. Wie Weiber machen nicht auf stark und kämpfen auch nicht, aber beißen Rangfolgen und Hierarchien untereinander aus, die bei Affen mitunter dem indischen Kastenwesen ähneln. Bei irgendwelchen Makaken können Weibchen, die sich ein Junges wünschen, rangniedrigeren einfach eines abnehmen. Bei Männchen hat meist nur der Stärkste das Sagen und das offizielle Fortpflanzungsrecht (die anderen müssen sehen, wo sie bleiben), die Weibchen dagegen bilden ein großes Rudel und müssen da untereinander klarkommen und alles ausregeln.

Und damit sind wir dann auch genau schon wieder beim Thema Hirnstrukturen, Amygdala und so weiter, und was man an Tieren über die Biologie ablesen kann.

Männchen im Gegner-Wettbewerb, Weibchen als die Rudel- und Rangordnungsdirigentinnen, die gerade nicht nach Leistung fragen. Ist mir mal so besonders aufgefallen, na, die schon oft erzählte Story von der bekloppten Belgierin auf der Australienreise, die mit der Reisegruppe krankhaft Puppenhaus spielte und da krankhaft Rang- und Sitzordnungen steuern wollte.

Und exakt das kann man an den Universitäten, an den Fakultäten, aber gerade auch bei den Grünen genau sehen.

Schaut Euch Hähne, Hühner, Rindviecher und Affenhorden an. Dann wisst Ihr, wie das alles läuft.

Nachtrag: Genau das, den Focus auf den formalen Abschluss und die damit erworbene gesellschaftliche Stellung bei offensichtlicher Bullshit-Leistung hat ja Loriot mit seinem Jodeldiplom auf die Schippe genommen.