Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Warum eigentlich „Klimawandel“?

Hadmut
5.5.2021 11:32

Ein Leser fragt an,

warum ich mich überhaupt auf den Begriff „Klimawandel“ einließe. Wenn überhaupt, hätten wir eine Klimaveränderung.

Stimmt eigentlich.

Ich habe mich zwar schon dahingehend geäußert, dass ich das in der Sache für Humbug halte, weil sich das Klima schon immer verändert hat und es das „richtige“ Klima nicht gibt – was komischerweise dieselben Leute behaupten, die bestreiten, das es Geschlecht nicht gäbe und kein „normales Verhalten“, dass Mann und Frau und sowas alles nur „Biologismen“ gebe.

Seltsamerweise hat noch niemand den ganzen Natur- und wir-werden-alle-sterben-und-Ihr-raubt-uns-unsere-Zukunft-Propagandamüll als „Biologismen“ abgetan. Oder Metereologismen oder sowas. Klima nur als soziales Konstrukt, man muss sich von Rollen und Erwartungen einfach lösen. Obwohl: Die Nummer habe ich ja auf Youtube schon gebracht.

Und dass man in Sachen Bio und Geschlecht erst die Wissenschaft verteufelte und bestritt und sie – „Quality is a myth!“ – nur als finsteres Machwerk weißer Männer hinstellte (an afrikanischen Universitäten gibt es ja Gruppen, die Wissenschaft nur als Kolonisierungswerkzeug betrachten und sie abschaffen und die alte Hexerei wieder haben wollen), jetzt aber dann in Sachen Klima und Corona plötzlich auf die Wissenschaft verweist und alle als „Wissenschaftsleugner“ diffamiert, ist auch bezeichnend.

Warum eigentlich hat noch keiner festgestellt, dass der ganze Klimakram seit je her von weißen Männern betrieben wurde, deshalb unter white supremacy und Kolonialismus gehört und im ganzen abgeschafft werden muss?

Fragen, die ich schon gestellt hatte.

Aber über den Begriff hatte ich noch nicht näher nachgedacht. Ein Wandel bedeutet eine qualitative Veränderung. Eine Raupe verwandelt sich in einen Schmetterling. Der Zauberkünstler verwandelt sich auf der Bühne. Männer verwandeln sich in Frauen.

Aber wenn wir einen Klimawandel haben, worin verwandelt sich das Klima denn dann? In ein Telefon? In eine Pizza Hawaii?

Der Leser hat Recht. Wir haben keinen Klimawandel. Wir haben eine Klimaveränderung. Weil’s hinterher immer noch ein Klima ist.

Und wenn ich so drüber nachdenke: Hätten wir einen Klimawandel, bräuchten wir auch keine Begrenzung. Weil ein Wandel immer irgendwann abgeschlossen ist und zu einem Ergebnis geführt hat. Der Begriff ist ergebnisorientiert. Hätten wir einen Klimawandel, bräuchten wir gar nichts zu tun und zu begrenzen, denn wenn es ein Wandel wäre, wäre er ja bald fertig und würde von selbst aufhören.

Beachtlich, wie leichtfertig alle dummen Begriffen hinterherlaufen.