Hadmut Danisch

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Rassisten-Newsletter

Hadmut
12.4.2021 16:54

Deutscher Liederabend natürlich total rassistisch.

Heino hat’s erwischt.

Der Weser-Kurier schreibt:

Großer Ärger für den Schlagersänger Heino: Die Geschäftsführung der Düsseldorfer Tonhalle weigert sich, für sein anstehendes Konzert am 8. Oktober zu werben. Grund dafür ist der gewählte Titel der Veranstaltung: „Heino goes Klassik – Ein deutscher Liederabend“. Dies berichtet die „Bild“.

„Wir werden den Abend mit diesem Titel nicht bewerben, da er fachlich und politisch nicht korrekt gewählt ist“, erklärte Intendant Michael Becker gegenüber der „Bild“. Mit dem Begriff „ein deutscher Liederabend“ rücke sich Heino „in eine ungemütliche Ecke“. Zwar sei es korrekt, die von Heino gewählten Werke wie „Guten Abend, gut’ Nacht“ oder „Sah ein Knab’ ein Röslein stehn“ als „deutsches Lied“ zu bezeichnen. Der Tourtitel „Ein deutscher Liederabend“ hingegen bezeichne ein „imaginäres Konzertformat“, so Becker: „Wir müssen damit rechnen, dass es so verstanden wird, dass es sich hier etwa um einen Liederabend für Deutsche handelt. Der Begriff ‘ein deutscher Liederabend’ tümelt, und er ist fachlich nicht korrekt. Zumal in der klassischen Szene, der Heino sich ja andient.“ „Korrekt und unproblematisch“ seien alternative Titel wie „Heino – ein Liederabend“ oder „Heino singt deutsches Lied“.

Ja, da ist die Düsseldorfer Tonhalle wohl nicht ganz auf dem neuesten Stand, denn ich hatte ja schon beschrieben, wie uns die Bundeszentrale für politische Bildung darüber belehrt, was jetzt unter „Heimatlieder aus Deutschland” zu verstehen wäre.

Und selbstverständlich hätte sich niemand getraut, an einem „türkischen Liederabend” oder auch einem „syrischen Liederabend” irgendetwas auszusetzen.

Demnächst ist das dann auch rassistisch, von „Abend” zu sprechen, weil das Menschen in anderen Zeitzonen diskriminiert.

Wo ist eigentlich Düsseldorf?

Ach, NRW.

Und hier sieht man ganz unten im letzten Absatz des Textes, was dieser Intendant so für einer ist. Fraglos politisch gut vernetzt.

Nachtrag: Wo bleibt eigentlich die Freiheit der Kunst, wenn schon die Titel zensiert werden?

Da der Laden zwar in einem privatrechtliche GmbH überführt wurde, der Staat sich seiner Grundrechtsverpflichtung aber nicht über die Flucht in das Privatrecht entziehen darf, würde ich sowas für grundrechtsverbotene Zensur halten.