Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Was wichtig ist

Hadmut
1.5.2020 11:33

erklärt uns heute:

DIE LINKE

Keine Gleichstellungsbeauftragte, keine Gender Studies, kein Soziologe, keine Politikerin, keine Parteichefin, keine Geisteswissenschaftler.

(Beachtlich, dass sie einen rechts gesteuerten LKW zeigen.)

Apropos wichtig:

Gerade weist mich ein Leser auf dieses Artikel hin: Die Corona-Krise als Krise des Feminismus

Die Corona-Krise ist auch eine Krise des Feminismus. In den vergangenen Wochen wurde erkennbar, dass feministische Ideologie Gesellschaften verwundbar macht, weil sie Geschlechterrollen und Familienbilder propagiert, die nicht krisenfest sind. Feministische Aktivistinnen reagierten auf die Krise außerdem vorwiegend nicht mit Sorge um das Gemeinwohl und Suche nach Antworten auf die Krise, sondern mit Sorge um ihre Partikularinteressen. Der neuen Lage begegneten sie allgemein mit Unverständnis sowie mit Anklage der als ungerecht empfundenen Tatsachen.

Traditionelle Geschlechterrollen haben sich in der Krise im Vergleich zu feministischen Konzepten durchgängig als resilienter erwiesen, wie zahlreiche feministische Autorinnen und Aktivistinnen einräumen mussten, ohne daraus jedoch weltanschauliche Konsequenzen zu ziehen.

Julia Jäkel, die Vorsitzende der Geschäftsführung des Verlagshauses Gruner + Jahr, erklärte, dass die Krise gezeigt habe, dass das „Gebot der Diversität“ offenbar „nur an ruhigen Tagen“ gelte. Entscheiderkreise seien wieder männlicher geprägt: „Plötzlich, in der Krise, sind alle Frauen weg.“ Dies gelte auch für Experten. Die „allermeisten Virologen, die Chefs der Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die vielen Chefärzte, Verbandschefs, der übergroße Teil der Ökonomen, der Gesundheitsminister, die dominanten Ministerpräsidenten, 24 der 26 Mitglieder der Nationalakademie Leopoldina – alles Männer.“1

Erinnert mich an eine Aussage aus der US-Armee. In Friedenszeiten haben sie dort hohe Frauenquoten. Kommt es aber zu Kampfeinsätzen, sind die spontan alle schwanger und dann in Mutterschaftsurlaub. Ich habe selbst in den letzten 20 Jahren schon einige Notschwangerschaften beobachtet. Erst als Quotenfrau in irgendeinen Führungsposten gekommen, das Ding dann gegen die Wand gefahren, und wenn es brenzlig wird und die Frage nach Verantwortung und Wie-weiter gestellt wird, bekommen die plötzlich ein Kind, nicht selten mehrere, und werden nicht mehr gesehen.

Auch die feministische Autorin Jana Hensel beklagte, dass in der Krise vor allem Männer als Problemlöser, Treiber des Geschehens und als Entscheider hervorgetreten seien. Dies habe „traditionelle Rollenvorstellungen wieder wie die natürlichste Sache der Welt aussehen“ und „emanzipative und progressive Bewegungen und Diskurse als eine Art Luxusprobleme“ erscheinen lassen. Krisen ließen „solche reaktionären Forderungen als irgendwie logisch und plausibel erscheinen“.2

Nun, ich hatte ja neulich schon erwähnt (heißt: Beim Klonovsky abgeschrieben), dass wir etwa zehnmal so viele Gender-Lehrstühle wie solche für Pharmakologie haben. Völlig nutzlos, bringt uns gerade überhaupt nichts, aber eben Frauenwerk. Man wird den enormen Einfluss des Feminismus auf unsere Gesellschaft nicht leugnen können. Den Nutzen allerdings schon. Wir haben die letzten 20 Jahre, unzählige Posten und Stellen, viel Regierungsarbeit und etliche Milliarden völlig nutzlos für diesen Gender-Schwachsinn vergeudet, der sich gerade als komplett nutzlos herausstellt.

Wir haben über Jahre, ein ganzes Jahrzehnt, teils sogar mehr, das Prinzip verfolgt, dass Frau allein schon kraft ihres (gleichzeitig geleugneten) Geschlechts für Posten jeglicher Art qualifiziert sei und ohne jede Ausbildung, Berufserfahrung, Befähigung als „Quereinsteigerin” direkt auf den Posten kommen muss, weil Anfordungen und Qualität nur böses Männerwerk seien und jegliche Erwartungshaltung schließlich frauenausgrenzend und damit zu unterlassen sei. Man gefiel sich darin, in einer wirtschaftlichen Schönwetterphase das eigene Tun, Schaffen und Können darauf zu beschränken, den Pay Gap zu beklagen und gleiche Bezahlung einzufordern, sich aufs Fordern und Kassieren zu beschränken.

Jetzt haben wir eine Krise, jetzt werden plötzlich Wissen und Können verlangt, wird das Geld knapp, und schon wundern sich die Frontfrauen der Dekadenzbrigaden, warum das Spiel so nicht mehr läuft.

Und dass es Frauen seien, die die systemrelevanten Berufe ausfüllten: Das ist eine Frage des Blickwinkels. Ich, beispielsweise, betrachte einen Supermarkt von hinten. Weil ich hinter einem wohne und ihn zwar von vorne beeinkaufe, aber von hinten aus meinem Küchenfenster sehe. Während im Supermarkt weit überwiegend Frauen arbeiten, sehe ich sie hinter dem Supermarkt – wenn überhaupt, es ist sehr, sehr selten – dann nur für Zigarettenpausen. In den LKW, die da unablässig Waren anliefern, und das oft auch gegen Mitternacht, sitzen ausschließlich Männer. Und als neulich mal deren Kühlanlage ausgefallen war und die neue Kühltheken und eine komplett neue Kühl- und Klimaanlage bekommen haben – waren ausschließlich Männer am Werk. Wozu genau braucht man noch eine Zeitung, die behauptet, dass die systemrelevanten Berufe Sache der Frauen seien?

Woher kommen überhaupt die Jubelarien auf Verkäuferinnen und Krankenschwestern, wenn doch dieselben Blätter neulich noch die Akademisierung der Frau gefordert und vorangetrieben haben, und die Emanzipation der Frau darin sahen, Soziologin, Politikwissenschaftlerin, Gender-Studies-Heulboje zu werden? Eben noch hat der Feminismus nichts als Gesellschaftsmüll produziert, jetzt spontan eine solche Kehrtwende und eine Hervorhebung der Lehrberufe?

War braucht sowas als Zeitung?

Ich will das jetzt aber nicht auf Feminismus beschränken. Wie schon in vielen Blogartikel angesprochen (etwa diesem), dass das gesamte linke Konzept, deren enormer Schwindel, deren Luftschloss, gerade in sich zusammenstürzt, weil es nichts anderes als Schwindel nach dem Schneeballsystem und ein Schönwetterplündern war. Das Verbrauchen fremden Geldes. Nun ist das Schneeballsystem aber am Ende angekommen und das Wetter nicht mehr schön. Und schon fällt der ganze linke Scheiß’ in sich zusammen wie ein Kartenhaus ohne Karten.

Es sind nicht nur diese linken Lebensmodelle und „Lebensentwürfe”, die sich gerade als Schrott erweisen und nicht mal kompostierbar sind, der gesamte Gedankenkomplex ist auf Grund gelaufen. Die Globalisierung, die Abschaffung von Nationen und Staaten, jeder macht, was er will, und arbeitet nur noch das, was er will, das funktioniert nicht mehr. Man hat erkannt, dass man eben doch Leute braucht, die Klopapier herstellen und anliefern. Und zwar selbst dann, wenn es ihnen keinen Spaß macht und Lebenssinn stiftet.

Philosophen hingegen, die da rumsitzen, labern, Kapitalismuskritik üben und kein Stück arbeiten, erweisen sich gerade als völlig nutzlos, und ihre wesentlichste Wirkung entfalten sie über den Verbrauch von Klopapier und das Ausatmen von CO2.

An nicht wenigen Stellen kann man unter Krisenbedingungen gerade beobachten, dass das erste, was man macht, ist, sich erst einmal zu entlinksen und zu normalen Verhältnissen zurückzukehren.

Und das Home-Office zeigt auch sehr deutlich, dass es eben auch nicht beliebig funktioniert, die Familienfunktion komplett zu negieren und abzuschalten und die Kinderpflege an Dienstleister outzusourcen. Meine Kochkünste sind kümmerlich und bescheiden, aber ich erwähnte im Blog, dass ich seit Anfang März meine Mahlzeiten durchweg selbst zubereite, und das zumindest in den Grundzügen auch halbwegs schmackhaft, nahrhaft und abwechslungsreich erreiche. Viele Leser schrieben mir aber, es gäbe unzählige Leute, die nicht mehr in der Lage dazu seien, mehr zu tun als irgendein Fressbrikett in die Mikrowelle zu schmeißen.

Das Konzept, die Hausfrau aus der Gesellschaft herauszuneutralisieren ist nicht aufgegangen.

Grenzenlosigkeit funktioniert nicht.

Sozialstaat, Mindestlohn und (die Forderung nach) Grundeinkommen haben sich als Schwindel erwiesen, weil sie darauf beruhen, elementare Funktionen unserer Gesellschaft nach China und Bangladesch, also außerhalb unseres Wunderlandes auszulagern. Und kaum bricht das ab, sind ausgerechnet die Linken die ersten, die sich darüber beschweren, dass Trigema 12 Euro (inkl. MwSt) für eine Atemmaske verlangt, während wir gleichzeitig die höchsten Steuern und Lohnnebenkosten haben. Der ganze linke Schwindel hat bisher nur funktioniert, weil wir viel zu viel in Billiglohnländern außerhalb des Schwindelschlosses produziert haben, und das nun gerade auffällt, wenn die Verbindung gekappt ist. Während man sich gleichzeitig darüber beschwerte, dass die Schiffe, die das Zeug bringen, so klimaschädlich seien. Nähen wir die Masken aber selbst und sind sie dann so teuer, wie sie der Sozialstaat macht, beschwert man sich über den selbstgemacht Preis – weil man eine Gesellschaft gebaut hat, die nicht mehr lebensfähig ist.

Ich hatte neulich über Kühe berichtet, die nicht mehr gebären können, wenn nicht zwei starke Bauern mit dem Flaschenzug helfen, um das Kalb mit Gewalt aus der Kuh zu ziehen. Wir sind als Gesellschaft nicht anders. Wir sind so degeneriert, dass wir nicht mehr funktionieren können, wenn uns nicht dies und das und jenes vom Billigdienstleister Fernost gemacht wird.

Man gefällt sich darin, die Mieten zu begrenzen und auf die gierigen Vermieter zu schimpfen, unterschlägt dabei aber, dass je nach Situation bis zu knapp 80% der für die Mietzahlung aufgewendeten Arbeitsleistung als Steuern beim Staat landen, wegen des wuchernden Sozial- und Vergeudungsstaates.

Ist Euch mal aufgefallen, dass uns Regierung gerade ziemlich wenig hinbekommt, nicht mal Masken einkaufen kann, während alle die, die uns gerade retten und mit dem Nötigsten versorgen, genau jene sind, die von Linken immer als „Kapitalisten” geschmäht werden? Dass man Masken erst aufgetrieben hat, als man normale Großunternehmen mit ihren Beschaffungswegen gebeten hat, ob sie das Zeug nicht mal irgendwo einkaufen und herankarren könnten? Irgendwo stand, dass angeblich Autobauer wie BMW Atemmasken beschafft hätten, und inzwischen heißt es, dass Daimler, BMW und VW Atemmasken herstellen wollten. Ausgerechnet die, die man eben noch als überflüssig, verzichtbar, Massenmörder der Kategorie Diesel an die Wand gestellt hat. Kapitalisten eben.

Hat es nun in der Krise auch nur irgendeinen Nutzen linker Konzepte, Forderungen, Institutionen gegeben?

Ich sehe da gerade gar nichts. Von vorne bis hinten komplett und durchgängig nutzlos, zu nichts zu gebrauchen.

Einfach nur überflüssiger Schrott, der nichts als Schaden, Streit, Ärger, Kosten verursacht hat.

Und die ersten unter ihnen merken inzwischen selbst, dass sie nutzlos sind. Etwa mit Tweets wie dem oben.