Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der Einsturz des Bundessozialluftschlosses

Hadmut
4.3.2020 16:13

Wisst Ihr, was wir gerade erleben?

Ja, ja, Corona-Virus, klar, aber was noch?

Wir erleben gerade den Einsturz des Bundessozialschwindels.

Was will ich damit sagen?

Seit Jahren, Jahrzehnten, erzählt uns die Bundesregierung Blödsinn von der „sozialen Marktwirtschaft”, in der alles mit Tariflöhnen, Gewerkschaften, Mindestlöhnen und so weiter funktioniert, also Arbeit an sich schon teuer wird, und dann durch monströse Abgaben, Steuern und so weiter ins Absurde überteuert wird. Arbeit wird immer teurer.

Ich habe mal irgendwo eine Aufstellung gesehen, finde sie aber nicht mehr und habe sie auch nicht mehr so richtig im Kopf. Es ging darum, wieviel man seit ca. 1900 oder 1950 oder sowas selbst arbeiten musste, um sich eine Flasche Bier, einen Fernseher, aber auch eine Stunde Maurer zum Hausbau usw. leisten zu können. Das zeigte zwar einerseits, dass man immer weniger arbeiten musste, um sich eine Flasche Bier oder einen Fernseher zu kaufen, aber immer mehr selbst arbeiten musste, um sich eine Arbeitsstunde von jemandem eines anderen Berufes leisten zu können. Irgendwie so Faktor 5 oder 6 oder sowas. Jemand mit Durchschnittsberuf A muss quasi einen ganz Tag lang oder mehr arbeiten, um sich eine Handwerkerstunde leisten zu können.

Ein Kumpel hier hat in der Nähe von Berlin ein Haus gebaut und mir ausgiebig erzählt, was er sich da alles aus Polen kommen und machen lässt. Carport, erste Qualität, könnte er hier nicht bezahlen.

Neulich schrieb mir einer, der ein paar Wohnungen vermietet, dass er sich mit seinem Mieter über die Situation unterhalten hat. Sein Mieter zahlt Spitzensteuersatz, er auch. Das heißt, der Mieter muss grob gesagt 2000 Euro erarbeiten, um 1000 Euro Miete zu zahlen, von denen dem Vermieter 500 Euro bleiben, weil es beide versteuern müssen.

Der Staat schimpft immer auf die bösen Kapitalisten und Wucherer, aber faktisch ist er selbst derjenige, der verursacht, dass der Mieter das Vierfache dessen erarbeiten muss, was der Vermieter nachher tatsächlich bekommt. Was so jetzt auch nicht ganz stimmt. Denn einerseits kann der Vermieter seine eigenen Ausgaben ja auch als Kosten steuermindernd absetzen. Andererseits aber ist des damit ja auch nicht getan, wenn er sich von dem Geld was kauft, zahlt er noch Mehrwerts- oder Mineralölsteuer. Der unverschämteste Mietentreiber von allen ist der Staat selbst. Aber kommt dann generös damit um die Ecke, den Mehrwertsteuersatz für Tampons auf 7% gesenkt zu haben.

Wie wär’s denn mal, wenn man die Miete von der Steuer absetzen könnte, also auf das, was man für die Miete erwirtschaftet, keine Einkommensteuer zahlen müsste, weil Wohnen ja noch für viel mehr Leute lebenswichtig ist als Tampons?

Das ist der sozialistische Schwindel: Kalte Progression, immer höhere Stromkosten, Null- oder Negativzinsen, immer, immer, immer teurer, immer mehr wird einem weggenommen, und zur Ablenkung und um die strunzdummen Feministinnen zu betüddeln (die man schlecht ruhigstellen kann, indem man sie als Nazi beschimpft, weil sie ja zertifiziert linksaußen sind) bekommt man eine Handvoll Tampons. In Schottland inzwischen geschenkt, hier zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz. Man hätte 5 Euro im Jahr gespart, wenn nicht die Händler und Tamponhersteller gleichzeitig die Preise entsprechend erhöht hätten. Gleichzeitig zahlen die Leute aber ohne zu murren und sich zu beklagen Hunderte Euro für ein paar Atemmasken oder Desinfektionsmittel, die dieselbe Regierung schlicht verpennt hat. Würde man sie Anti-Corona-Tampons nennen, würde die Regierung implodieren.

Unser gesamtes Gesellschaftssystem, ist nur noch ein Schwindel, seit man es auf marxistisch und sozialistisch gezogen hat.

Denn es funktioniert rechnerisch nicht.

Man gaukelt uns so eine Art Perpetuum Mobile vor, in dem alle in Schlaraffia leben sollen, die Realität ist aber, dass ein großer Teil gar nichts arbeitet und nur am Geldkreislauf sitzt, und ein kleiner Teil das alles erarbeiten muss. Weil das aber jetzt schon nicht mehr funktioniert, hat man längst eine Mogelei darin. Früher waren das die Gastarbeiter. Italien, Türkei und so. Die hier für kleines Geld die ganzen Dreckarbeiten gemacht haben, Müllabfuhr, Kanal reinigen und so Sachen. Und Kleidung, Fahrräder, einfache Waschmaschinen, Hollywood-Schaukeln für die Veranda und so’n Kram haben wir billig aus der DDR bekommen.

Das geht aber nicht mehr.

Die DDR gibt’s nicht mehr, und die Türken machen keine Müllabfuhr mehr. Da stehen wieder Deutsche hinten drauf. Außerdem haben wir ja jetzt den Mindestlohn. Geht also so nicht mehr.

Dieselben linken Parteien, die uns vornerum einreden, sie wären gegen Kolonialismus und würden das strikt ablehnen, die hier in Berlin extra die Straßen umbenennen und so, machen hintenrum genau das, sie bauen und betreiben Kolonien. Natürlich heißt es anders. Und funktioniert etwas anders, der Unterschied ist in etwa der zwischen einem gekauften Auto und einem Mietwagen oder zwischen einer Gattin und einer Hure. Wir machen nicht mehr in Deutsch-Südwest-Afrika, wir machen jetzt in Bangladesh und China. Bananen aus Südamerika. Heißt nicht mehr Kolonialisierung, heißt jetzt Import oder vornehm „Fair Trade”. Ist aber das gleiche. Die schuften und wir bekommen billig.

Im Prinzip funktioniert das wie der Strom aus der Steckdose. Wir haben hier die Kernkraftwerke abgeschafft, und weil uns das nicht genehm war, weil wir uns zu gut dafür waren, und importierten den Strom dann aus maroden Kernkraftwerken im Ausland, sollen die sich damit rumschlagen. Ist billiger.

Während wir hier das Märchen von der sozialen Marktwirtschaft, dem Mindestlohn und den von Gewerkschaften überwachten Arbeitsbedingungen erzählt bekommen, arbeiten die in China zu Billiglöhnen und unter oft katastrophalen Arbeitsbedingungen. Ist billiger so. Im Prinzip ist China so eine Kolonie on Demand, so die Cloud-Version der Kolonie. Man muss nicht mehr selbst hin und Leute erschießen, um sie sich zu unterjochen, man bestellt diese Billigarbeit jetzt virtuell über das Internet. Mache ich auch manchmal, Aliexpress und sowas.

Während man uns also hier das Märchen vom Sozialstaat erzählt, ist die dreckige Lüge im Hintergrund, dass dieser Sozialstaat in sich nie funktioniert hat und nie funktionieren konnte (Marxismus kann nicht funktionieren und wird nie funktionieren), und der Schwindel darauf beruht, dass ein immer größerer Teil dieses Staates, genauer gesagt, seiner Arbeit, in China stattfindet. Wir haben uns selbst nach China ausgelagert, wo all dieser neumodische Schnickschnack wie Mindestlohn, Arbeitsschutz, Umweltschutz, soziale Absicherung nicht mehr funktionieren.

Die Realität ist, dass dieser Soziale Wolkenkuckucksheim nur für die linke Klientel gilt, die ohnehin nicht arbeiten will. Ein riesiger Teil dessen, was die verkonsumieren, kommt von außerhalb des Paradieses, aus Ländern wie China.

Merkt man zum Beispiel, wenn man 5G-Netze aufbauen will. Noch vor 20 Jahren hat China Mobilfunktechnik von Siemens aus Deutschland importiert, heute sind wir von denen abhängig.

Warum? Weil wir nur noch ein Lüge aus angeblichem Sozialstaat und dekadenten Geisteswissenschaftlern sind, die sich und andere belügen. Mobilfunkgeräte bauen wir nicht mehr.

Und wie bei jedem Schneeballsystem und jeder defizitären Lüge musste sich das immer weiter aufplustern, und nun kam Sand ins Getriebe. Plötzlich sind wir von China abgeschnitten, auf uns selbst gestellt, und schon die Atemmasken gehen uns aus. Etwas so profanes wie Atemmasken.

Ich halte es für zutiefst ärgerlich, dass Tampons nicht in den gleichen China-Fabriken wie Atemmasken hergestellt werden, denn das wäre jetzt sicher ein großer Spaß. Und warum die Australier bergeweise Klopapier bunkern, nicht aber auch den Welttamponmarkt aufkaufen, habe ich auch nicht verstanden. Vielleicht bevorzugen die Selbstgedrehte. Ich steck da nicht so drin.

Jedenfalls wurden hier schon enorme Wirtschaftsprobleme vorhergesagt, wenn sich der Staatsstillstand in China mit den 6 Wochen Verzögerung, die Schiffe von dort nach hier brauchen, auch hier niederschlägt. Denn vieles, was augenscheinlich hier gebaut wird, ob nun Medikamente oder Autos, braucht Teile aus China. Oder anders gesagt: Arbeit von Billiglöhnern, die es nach unserer Sozialstaatsdoktrin eigentlich gar nicht geben darf.

Und weil dieser Staat eine marxistische Soziallüge ist, die nur auf einer hässlichen versteckten Billiglohnauslagerung beruht, die gerade außer Funktion ist, wird der ganze Schwindel in sich zusammenfallen. Die Wirtschaft wird hier pleite gehen, der Kreislauf funktioniert nicht mehr, und man wird jede Menge (ansässiger und eingeladener) hungriger Mäuler haben.

Und dann hat man ein Problem: Entweder man produziert billig, und dann hat man zugegeben, dass der ganze Sozialstaat Schwindel war, oder man produziert teuer, keiner kann es sich leisten und wirtschaftlich sind wir tot.

Finde ich prima.