Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Vom Sumpf Tagesschau

Hadmut
25.12.2019 1:50

Irgendwo zwischen unappetitlich und widerlich.

Dass ich diesen Komplex Tagesschau-Tagesthemen wirlich nicht ausstehen kann, habe ich schon oft beschrieben. Und die Frage nach Verstrickungen zwischen Tagesschau und Antifa habe ich schon öfters gestellt. In den letzten Jahren hatte ich auch verschiedene Artikel über Verbindungen zwischen der Tagesschau-Online-Redaktion und der brachialfeministischen Dummenliga. Ich hatte berichtet, wie ich auf Netzwerk-Recherche-Auftritten erlebt habe, wie sich da Leute aus der Online-Redaktion in einer Weise präsentierten, die mir den Würgreiz auslöst, und ich hatte beschrieben, wie sich Ingo Zamperoni beim Rumhampeln für Deniz Yücel zum Affen machte. Und ich hatte, der Vollständigkeit und Fairness wegen erwähnt, auch geschrieben, dass mir ein persönlicher Auftritt von Caren Miosga erheblich seriöser und vernünftiger vorkam, als vom Rest der Truppe, die ich da erlebt habe (könnte aber auch am Thema gelegen haben).

Kurz gesagt: Was ich bisher über die Tagesschau/Tagesthemen weiß und von denen erlebt habe, lässt mich diesen Laden zutiefst verabscheuen und weit unter Null bewerten.

Es passt sich außerdem exakt in das Bild ein, was ich von weiten Teilen der ARD-Sender habe, nämlich einem linksradikalen, korrupten, verlogenen, rechtsbrechenden, zensierenden, beitragsplündernden, ideologischen, narzisstischen, marxistischen, inkompetenten, narzisstischen, selbstgerechten, politverwobenen, parasitär lebendem Haufen von Leuten, die ich in den allermeisten Fällen für oberflächlich, ungebildet und dumm halte, und die ich als kriminelle Clique betrachtete, die auf mich wie eine Informationsmafia wirkt, die sich den dicke Geldquelle und die große Informationsinfrastruktur unter den Nagel gerissen hat und das hemmungslos zum eigenen Vorteil missbraucht.

Dazu kommt, dass die in Hamburg sitzen und sich im Hamburger Journalismussumpf diese Methode „Haltungsjournalismus” wie die Pest ausbreitet, Marxismus als Journalismus auszugeben, dafür noch ein Tarnwort zu vergeben und das einfach willkürlich als „gut” zu vergeben. Ich halte Haltungsjournalismus und Lügenpresse für Synonyme. Halt wieder so ein Doppelbegriffspärchen positiv-negativ für dieselbe Sache.

Und seit ich den versammelten Hamburger Journalismus-Sumpf auf diesen Netzwerk-Recherche-Konferenzen beobachtet und ihnen dabei zugesehen habe, wie Lügen gemacht und dort jeder zusammengetreten wird, der nicht auf vorgegebener politischer Linie schreibt, kann ich mir nur noch sehr, sehr schwer vorstellen, dass aus dem Raum Hamburg noch ein seriöses, ernstzunehmendes und glaubwürdiges journalistisches Wort kommen kann. Auf mich wirkt es, als würde man da regelrechte Konferenzen in Sachen Verlogenheit abhalten. Das ist mir schon auf meiner ersten Konferenz dort – Thema: Experten – aufgefallen, als Journalisten da untereinander als völlig normal erläuterten, dass und warum sie ganz bewusst unfähige und lügende Leute vor die Kamera stellen. Lügner sind unproblematischer, mit denen bekommt man in Format, Umfang und Inhalt zuverlässig das, was man braucht und haben will, um seinen Job schnell und einfach zu erfüllen. Zwar sind sie zu Tode beleidigt, wenn man sie „Lügenpresse” nennt, aber Lügenfarmer, Lügenmelker, Lügenzüchter, Lügenhändler sind sie meines Erachtens ohne weiteres. Relotius lässt grüßen.

Aber von dieser inhaltlichen Arbeitsweise abgesehen: Die Dichte von Leuten, die mich einfach als Person, in ihrem Gehabe und Auftreten, in ihrer Schmierigkeit so unglaublich anwidern, so abstoßen, ist ganz enorm. Normalerweise finde ich auf Konferenzen, Versammlungen und Veranstaltungen jeglicher (außer linker) Art immer irgendwelche Leute, mit denen ich mich gerne unterhalte, Themen finde, spreche. Dort eben nicht. Da sind keine Leute, die man kennenlernen, mit denen man sich beim Essen unterhalten möchte. Jedenfalls ich nicht. Da sind Leute, die es ohne weiteres schaffen, mit jedem einzelnen Wort Unwohlsein, Übelkeit, Ekel auszulösen. Die einen keinen abweichenden Gedanken äußern lassen, die einem sofort ins Wort fallen und einen dabei nicht einfach nur unterbrechen, sondern mit Gestik, Mimik, Intonation, Wortwahl blanken Hass ausdrücken, getragen von der krankhaften Arroganz, sie seien nicht nur die Besten, sondern auch die Richter aller anderen. Erlernt haben sie in der Regel nichts außer den Umgang mit Mikrofon, Kamera und Zeitungspresse. Es sind dumme Leute, die ihre Macht über Medien mit Intellektualität verwechseln, verwechseln wollen.

Das ist übrigens auch der Grund, warum die Leute sich ständig und krankhaft gegenseitig gratulieren und sich in irgendwelchen Galas auszeichnen und mit Preisen behängen. Leute mit gesunder psychischer Verfassung und ordentlicher Tätigkeit tun so etwas nicht.

Und auch deren Faktenfinderei habe ich schon mehrfach kritisiert. Ich halte schon die Selbstbezeichnung „Faktenfinder” für Propaganda und Fake-News, weil die Leute in der Regel gar nicht über eine Ausbildung und das Wissen verfügen, was „Fakten” überhaupt sind. Das ist einfach nur Rhetorik, um die eigenen Behauptungen als besser, überlegen, gewichtiger, unangreifbar hinzustellen. Dass die da mit der Bundeszentrale für politische Bildung und anderswie irgendwie nach Berlin verbandelt sind, hatte ich ja anlässlich einer von deren Veranstaltungen auch mal dargestellt.

Gerade wegen der enormen Dichte von Leuten, die ich für psychisch nicht sehr gesund halte, verstärkt sich bei mir auch nach meinen Beobachtungen, dass die – ähnlich wie Gender Studies – eigentlich nur noch eine Art Sekte sind, die sich gegenseitig und selbstverstärkend in einen psychischen Störzustand reinsteigert. Ich bin da kein Experte und kann Leute schon gar nicht aus der Distanz diagnostizieren, aber eine Menge Leute hinterlassen da bei mir den Eindruck, in einem Verfolgungswahn, einem Realitätsverlust, einer (marxistischen) Traumwelt zu leben und ihr ganzes Leben darauf auszurichten, ohne Regeln und mit allen Mitteln ihr Weltbildideal durchsetzen und gegen allerlei finstere Mächte verteidigen zu müssen, sich dabei dann aber – der Zweck heiligt die Mittel – hemmungslos aus einem Werkzeugkasten der Bandbreite von Täuschung, Rhetorik, Propaganda, Desinformation, Lüge, Wirtschaftskriminalität bedienen zu können. Sie leben in der Überzeugung, dass es darauf nicht ankommt, weil sie als Kämpfer der kommenden Weltregierung und neuen Gesellschaftsform dann geehrt, anerkannt und ausgezeichnet werden, ähnlich wie Religiöse, die nur für die Belohnung im Paradies leben. Bis dahin bleiben sie möglichst anonym oder impressumsfrei, bis ihr Weltbild eben gewonnen hat. Ich halte diese Leute in gewisser Weise für krank.

Nein, ich halte nichts von der Tagesschau. Nichts Gutes außer der Pünktlichkeit.

Nun hatte ich die Woche schon berichtet, dass da die Webseite reitschuster.de auf die ZDF-Sendung Lanz losgeht, und die Gründe erschienen mir plausibel und nachvollziehbar. Soweit ich das jetzt ersehen kann, ist Betreiber ein Journalist namens Boris Reitschuster.

Heute abend ging so – zu Heiligabend – die (bisher einseitige und unbestätigte) Aussage durch’s Netz, dass jemand aus dem Dunstkreis der Tagesschau-Redaktion jene Webseite reitschuster.de und diesen Journalisten angreift.

Ich verweise dazu mal auf dessen Blog-Artikel dazu, wo er behauptet:

Stellen Sie sich vor, Sie sehen auf twitter ein Bild mit Text (eine sogenannte “Kachel”), teilen Sie, wie es täglich Hunderttausende twitter- und facebook-Nutzer machen – und bekommen daraufhin Post vom Anwalt, mit der Aufforderung zu einer Unterlassungserklärung, und einer sehr gesalzenen Rechnung. Genau das ist mit Anfang November mit Patrick Gensing passiert, dem Chef-Faktenfinder der ARD, bekannt auch für seine frühere Nähe zur linksradikalen Antifa. Auf der Kachel, die auch heute noch vielerorts auf twitter und im Internet zu finden ist, steht neben dem Bild Gensings dieses Zitat von ihm: “Ich glaube, dass man die Leser eher gewinnen kann, wenn im Journalismus eine Haltung vertreten wird, als wenn da einfach nur Fakten angehäuft werden. In meinen Augen ist das auch überhaupt nicht Journalismus”. Das Zitat ist echt, jeder kann es nachlesen (hier).

Der tweet wurde in kurzer Zeit 623 Mal geteilt und fast 1600 Mal geliked. Und es wären sicher mehr Likes geworden, hätte ich ihn nicht löschen müssen. Gensing setzte nämlich weniger auf Gegen-Argumente, als darauf, die Löschung des Tweet per Anwalt durchzusetzen. Er machte nämlich geltend, er habe dem Fotograf die Rechte an seinem Bild abgekauft – und deswegen sei das Urheberrecht verletzt. Auf meine Bitte, den Vertrag mit dem Fotografen vorzulegen, kam zunächst nur eine schwarze, unleserliche Kopie. Erst jetzt mit der Klage kam eine leserliche Bestätigung – unterschrieben im November, also lange, nachdem der tweet erschienen ist. Merkwürdig.

Nun kann ich das nicht beurteilen und bewerten, solange ich das nicht schriftlich gesehen habe. Zu häufig habe ich erlebt, dass irgendwelche juristischen Streitigkeiten aus der Laiensphäre völlig falsch verstanden, interpretiert, dargestellt werden.

Wenn ich mir da bei reitschuster.de die Aussage

Pünktlich zu Heiligabend landete heute die Klage von Gensing gegen mich in meinem Briefkasten Er macht die Anwaltsgebühren für die Forderung einer Unterlassungsklage geltend. Weil er geltend macht, meine twitter-Seite sei “beruflich”, und nicht privat, setzt er den Streitwert mit 6000 Euro an. Interessant: So viele rundumversorgte öffentlich-rechtliche Journalisten und Politiker betonen, auf twitter privat unterwegs zu sein – bei einem freien Journalisten ohne Vollkasko vom Steuer- bzw. Gebührenzahler wird geltend gemacht, er sei Beruflich im Netz.

anschaue, dann stimmt da irgendwie die Reihenfolge nicht. Klage für die Anwaltsgebühren für die Forderung einer Unterlassungsklage? Die Anwaltsgebühren für eine Unterlassungsklage sind nicht der erste Schritt, sondern Folge einer solchen Unterlassungsklage, und darauf klagt man nicht, die werden vom Gericht als Teil des Verfahrens auf Antrag oder von Amts wegen festgesetzt, ebenso wie der Streitwert. Ich würde es ja gerne erst mal lesen, um mir ein eigenes Bild davon zu machen.

Ich kann mir gerade auch nur unter sehr ungewöhnlichen Randbedingungen vorstellen, dass einer eine solche Unterlassungserklärung einfordern würde. So ganz rausgefunden, um welche „Kachel” dieser Streit gehen soll, habe ich auch noch nicht, weil Twitter da gerade (allgemein oder mir speziell?) einige Tweets als gelöscht oder nicht verfügbar darstellt. Anscheinend geht es um dieses Interview Gensings, in dem es auch darum geht, dass Gensing von der Antifa kommt. (Was wieder die Frage aufwirft, wie Antifa und Tagesschau zusammengehen und ob da nicht ein linksradikales RAF-nahes Milieu aus Zwangsbeiträgen finanziert wird.)

Ebenfalls wüsste ich ja zu gerne mal, was die Tagesschau auch jenseits der Antifa-Zugehörigkeit dazu bringt, jemanden wie Gensing zu beschäftigen, was heißt, ich wüsste zu gerne mal, was der eigentlich von Beruf ist und erlernt hat. Denn bei Wikipedia habe ich nichts zu einer Berufsausbildung gefunden. Ich fand das bei Lanz schon frappierend, dass der eigentlich auch keinen Beruf erlernt hat, der in meiner Wertskala nennenswert über Null kommt. Ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine Laien-Veranstaltung Ungelernter?

In diesem Interview auf vocer.org findet sich die Zitatstelle

Kann und darf ein Journalist denn Stellung beziehen?

Ich bin ein großer Freund von Journalismus mit Haltung, weil ich mich daran viel besser abarbeiten kann. Ich glaube, dass man die Leute eher gewinnen kann, wenn im Journalismus eine Haltung vertreten wird, als wenn da irgendwie einfach nur Fakten angehäuft werden. Das ist in meinen Augen auch überhaupt nicht Journalismus. Einfach nur Fakten zu liefern und sagen, wir können das nicht beurteilen und wissen das nicht. Das zu beurteilen ist doch genau unser Job.

Das sehe ich grundsätzlich anders. Die Synonimität zu Lügenpresse hatte ich erwähnt. Und ich glaube auch nicht, dass es ein Ziel von Journalismus sein sollte, die Leute „zu gewinnen”. Das ist Werbung, Propaganda. Es ist vor allem keine Dienstleistung, die ich noch freiwillig einkaufen, bezahlen würde. Das ist der Grund, warum man zwar teilweise noch darauf verzichten kann, eine Zeitung zu kaufen (die dann von der Bundesregierung hintenrum durch geldwaschende Pseudoreklame aus Steuergeldern finanziert wird), aber nicht mehr, öffentlich-rechtliches Fernsehen zu kaufen.

Ich halte es für grundsätzlich krank, wenn der Journalist dem Zuschauer diktieren zu können glaubt, was Journalismus sei, denn Journalismus soll dem Publikum und nicht dem Journalisten dienen. Es ist nicht Selbstzweck, auch wenn der Zuschauer in diesem Beitragssumpf keine Rolle mehr spielt.

Was genau da jetzt eigentlich streitauslösend gelaufen ist, habe ich immer noch nicht verstanden, aus dem Kontext glaube ich entnehmen zu können, dass da wohl ein Zitat zusammen mit dem im Interview abgebildeten Portrait zu so einem neumodischen Twitter-Zitat-Bildchen (vermutlich meinen sie das mit „Kachel”) zusammengebacken wurde und die nun gegen die Verwendung des Bildes angehen.

Das dürfte nach meiner Einschätzung schwierig werden.

Denn auch Bilder unterliegen dem Zitatrecht, sofern sie in einem selbständigen Sprachwerk zitiert werden, worunter ein Tweet durchaus schon fallen kann.

Der nächste Punkt ist, dass es durchaus als Freigabe anzusehen ist, wenn jemand, der im öffentlich-rechtlichen Umfeld arbeitet und mit den Gewohnheiten dort vertraut ist, ein solches Foto publiziert, denn Presseportraits sind da üblich.

Der dritte Punkt ist, dass erst mal die Frage geklärt werden müsste, ob dieses Bild überhaupt zum Urheberschutz reicht und die nötige Schöpfungstiefe hat, also Werk oder Lichtbild ist. Daran würde ich bei so einem popeligen Handy-Wald-Schnappschuss erhebliche Zweifel haben, und wenn überhaupt, den Streitwert bei höchstens 10 oder 20 Euro sehen. Denn anzulegen ist da in der Regel der Wert, den der Fotograf bei freiem Verkauf auf dem Markt erzielt hätte. Und für so’n Bepper wären 20 Euro schon sehr geschmeichelt. Insofern dürfte da eher ein anwaltlicher Streitwertbetrug vorliegen.

Man sollte das sehr sorgfältig verfolgen und sich dann große Mühe damit geben, sich eine Meinung über die Tagesschau und ihr Umfeld im Besonderen, und die ARD-Sender im Allgemeinen zu bilden.

Die Meinung könnte dabei durchaus sperrig ausfallen.

Ich persönlich finde schon den Stil widerlich.