Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Deutschland in der „präfaschistischen Phase”

Hadmut
22.7.2018 22:41

Wenn Leute dummes Zeug reden wollen und versehentlich Recht haben, weil sie nicht wissen, wovon sie reden.

Die WELT schreibt, , dass die Professorin und Migrationsforscherin Naiko Foroutan von der Humboldt-Universität (da weiß man dann schon…) meint, Deutschland trete in die Phase des „Präfaschismus” ein.

Das übliche Propagandagequatsche, Leute zur Duldung zu nötigen, indem man sie mit bösen No-Go-Begriffen beschimpft.

Wenn sie wüsste, wovon sie da redet, hätte sie die Klappe gehalten. Historisch nämlich liegt sie damit richtiger, als es in ihrem Interesse wäre.

Faschisten waren Mussolini und seine Kampfgruppen (siehe hier, hier und hier), die zwar eigentlich sozialistisch waren, aber mit der kommunistischen Auflösung der Staaten und Zwangsumwandlung in eine Sowjetunion nicht einverstanden waren und sich dagegen wehrten.

Und weil die Italiener unter Mussolini partout nicht Teil des Kommunismus werden wollten und sich dem mit Kampfbünden aus dem Weltkrieg (Fasci italiani di combattimento) widersetzten. Dagegen haben die Kommunisten Gegen-Kampfgruppen aufgestellt (eben die „Antifaschisten”), die den Kommnismus mit Gewalt durchsetzen sollten. Antifaschisten wurden von der KPD geführt und existierten schon deutlich vor den Nationalsozialisten.

Man hat die Bezeichnung aber für den Kampf gegen den Kapitalismus beibehalten, weil man die dummen Schlägertruppen schon darauf abgerichtet hatte, das funktionierte, und ihnen intellektuell nicht noch einen neuen Gegner zumuten wollte. Somit gab’s zwei von der Sorte, nämlich die Kampfgruppen Mussolinis und der Kommunisten, und das hat die NSDAP abgeschaut und die Braunhemden und SA abgekupfert.

Nachdem die Antifaschisten heute noch genauso dämlich sind wie damals und den Unterschied zwischen Faschismus, Kapitalismus und NSDAP bis heute nicht kapiert haben, weil sie mehr als einen Gegner auch nicht kapieren, läuft das alles heute noch unter dem Sammelbegriff „Faschismus”, meint aber nach wie vor nur Leute, die beim Weltkommunismus und der Auflösung der Staaten nicht mitspielen wollen und gewaltsam bekämpft werden müssen. Es heißt so viel wie „Unter Angriff des Kommunismus und damit nicht einverstanden.”

Obwohl sie also eigentlich was ganz anderes sagen wollte – eigentlich wollte sie gar nichts sagen, sondern nur Hassredennötigung begehen – hat sie die Situation auf den Punkt getroffen.

Und im Prinzip haben wir eine Situation wie ungefähr zwischen 1917 und 1923. Der Kommunismus bedroht die Welt, das mit Gewalt, und es entsteht Gegenwehr. Und was damals die Bolschewisten und ihre rote Armee waren, die Europa mit Gewalt zwangsweise dem Kommunismus unterwerfen sollten, macht man heute mit Migranten, weil die Sowjetunion gerade nicht existiert und die Russen was anderes zu tun haben. Deshalb aber nannte sich die RAF aber eben „Rote Armee Fraktion” als Teil dieser Gewaltstrategie und gab sich den Roten Stern der Roten Armee, und deshalb haben sich die Asten der Berliner Universitäten kürzlich neue Logos gegeben und Wissenschaft auf RAF-Sterne geschwenkt, weil sie sich wie die Rote Armee im Krieg für den Kommunismus wähnen und alles, was sich ihnen in den Weg stellt – wie vor fast exakt 100 Jahren – als „Faschisten” umbringen wollen.

Und es scheint so, als habe man das genau zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution (7.11.1917) zu wiederholen versucht und nicht ganz geschafft. Die ganze Migrationsnummer stinkt danach, als haben man durch provozierte Migration und den gerade in vorangegangenen Zusammenhang zwischen Arabischem Frühling und RAF-mäßiger Abschaffung des Staates versucht, 2015 und 2016 genug Streithähne nach Europa zu bringen, um die Oktoberrevolution eben 100 Jahre später nachzuholen. Und wie damals beschimpft man es als Faschismus, wenn jemand nicht will.

Aber seit wann wäre es an der Humboldt-Universität für Professorinnen erforderlich, zu wissen, wovon man redet?

(Was bin ich froh, dass ich das Anfang des Jahres mal nachgelesen habe…)