Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Scheiß Windows: “Es ist ein Fehler aufgetreten”

Hadmut
24.5.2017 23:04

Meine Güte, ist das ein Schrott. Update

Ich habe doch erzählt, dass ich gestern nach einem Notebook gesucht und mir heute einen im Internet bestellt habe, der vorhin geliefert wurde.

Hat etwas gedauert, den Akku zu laden.

Jetzt wollte ich ihn ausprobieren. Natürlich erst mal mit dem Windows, das drauf ist, bis das Gerät getestet ist, und um die Windows-Installations-DVD zu produzieren, bevor ich das Windows runterschmeiße.

Schaltet man den Rechner ein, kommt man in eine Installationsprozedur, die einem einige Fragen stellt. Allerdings habe ich diverse Mal angeklickt, dass ich was nicht will oder irgendwas überspringen möchte, weil ich keine Lust habe, dass das Ding wirklich alles zu Microsoft hochlädt. Wenn man sich das nämlich alles mal anschaut, dann kommen die mit ganz gruseligen Grundeinstellungen. Beispielsweise würde sich mein Rechner dann automatisch in Netze einloggen, in denen sich auch Freunde von mir einloggen. *schauder*

Einen Fingerabdruck will das Ding auch von mir haben, und mir kommt der Verdacht, dass die Fingerabdruckleser (in meinem Handy habe ich auch so einen) in Wirklichkeit von der NSA gesponsort werden, damit die die Nutzer biometrisch erfassen und mit E-mail-Adressen und so weiter in Beziehung setzen kann. Jede Wette, dass die das in ihre Cloud hochladen, damit man sich nach einem Backup bequem wieder einloggen kann. Ob mir das in den Kram passt, dass mein Fingerabdruck in den USA landet, wird nicht gefragt.

Und dann: „Es ist ein Fehler aufgetreten“.

Die Installation geht von neuem los.

Ich versuche, alles identisch nochmal einzugeben, geht aber nicht. Der Benutzername wird nicht akzeptiert, weil schon vorhanden, und auch den gleichen Finger kann ich nicht nochmal verwenden, der nächste Finger muss ran.

Wieder das gleiche Ergebnis. „Es ist ein Fehler aufgetreten“ und es geht von vorne los.

Anscheinend kann man den Rechner gar nicht mehr in Betrieb nehmen, ohne sich gleich in deren Cloud anzumelden. Denn da es ein Massenprodukt ist, hätten sich ja schon längst andere beschwert, wenn das immer auftreten würde. Es gibt aber wohl nicht so viele Leute, die das alles abschalten.

Gestern habe ich dem Microsoft-Heini noch gesagt, dass Windows gleich das erste wäre, was ich von einem Rechner runterschmeiße.

Heute bekomme ich es nicht mal in Gang gesetzt.

Macht Euch mal klar, dass das das angebetene Standard-Betriebssystem unser Regierungen und Politik ist.

Mal schauen, ob man irgendwie aus dieser Endlosschleife herauskommt.

Update: Ah, jetzt geht’s.

Jetzt kommt nämlich ein Menü, das vorher nicht kam, nämlich die Registrierung beim Notebook-Hersteller. Die waren wohl gerade nicht online erreichbar.

Aus irgendwelchen beknackten Gründen haben sie die Registrierung beim Gerätehersteller in die Installationsprozedur reingefummelt, und dabei irgendwas vermurkst.

Herzallerliebst: Man muss sein Land angeben. Die Liste der Länder ist deutsch, aber nach den englischen Namen sortiert, Deutschland taucht unter G auf.

Update 2: Die Zwangsinstallationsroutine hat mich gerade dazu beglückwünscht, dass die Prüfung ergeben habe, dass der Rechner zu Windows kompatibel wäre. Deshalb würden jetzt erst mal 4 GB heruntergeladen, nämlich Windows 10 selbst.

Und was wäre, wenn ich jetzt kein Internet hier hätte? Beispielsweise gar kein Internet hätte, oder unterwegs wäre, oder im Ausland, oder noch schlimmer: Irgendwas schlimmes wäre wie Katastrophe oder Blitzeinschlag, und ich damit ganz dringend irgendeinen kaputten aber wichtigen Rechner ersetzen müsste? Das stand nirgends, dass man Internet haben muss, um das Ding überhaupt in Gang zu setzen.