Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

FAZ: Männerquote für Ärzte

Hadmut
5.3.2017 0:00

Beachtlicher Artikel in der Papierversion der FAZ.

Ein Leser hat mir einen Zeitungsartikel aus der FAZ vom 4./5.3.2017, Seite C1 des Mediziners Jürgen Freyschmidt zugesandt, Titel „Männerquote für Ärzte“. Es geht darum, welchen Schaden die Feminisierung anrichtet.

Mittlerweile gebe es in Deutschland eine erhebliche medizinische Unterversorgung, die sich noch erheblich verschlimmern werde. Weil junge Ärzte ihre Priorität auf ihre „Work-Life-Balance“ legten. Die Frauenquote in der Medizin steige immer höher, etwa 65% der Studienanfänger seien inzwischen weiblich. Die Zahl der Studienplätze wird aber nicht vergrößert. (Seltsam, heißt es nicht immer, dass die Zahl der Studenten ständig steigt?)

Frauen würden aber öfter das Studium abbrechen oder den Beruf nach dem Studium nicht oder nicht in ärztlicher Tätigkeit ausüben. Viele machen dann etwas, was nichts mit der Behandlung von Patienten zu tun hat. (Verteidigungsministerin?) Dazu kommen Fehlzeiten durch Schwangerschaft und Kindererziehung. Und die, die arbeiten, arbeiten oft nur halbtags. Bei konstanter Zahl der Studienplätze heißt das notwendigerweise, dass der Umfang der ausgeübten Berufstätigkeit massiv zurückgeht. (Den Effekt hatten wir ja schon bei Tiermedizinern beobachtet.)

Ausgelöst wird das, weil immer mehr Leute in die Uni gedrückt werden, die Frauen bessere Abiturnoten haben, die Zahl der Studienplätze konstant bleibt und die Frauen damit die Männer verdrängen. (Obwohl Frauen typischerweise nur softe Abiturfächer haben, die in Medizin nicht helfen.) Zwar werden die Studienplätze in Kontingenten nach verschiedenen Verfahren vergeben, nicht nur direkt nach Abiturnote, aber auch in anderen Methoden drückt die Abiturnote letztlich durch. Es sei damit zu rechnen, dass künftig 70 bis 80 Prozent der Studienplätze an Frauen vergeben werden, womit die daraus resultierende Ärztearbeitsleistung immer weiter sinkt.

Tja, man hat es so gewollt.

Wenn bei gleichbleibenden Kosten (=bereitgestellte Studienplätze) der Ertrag (=für die Bevölkerung erbrachte Arbeitsleistung) so massiv sinkt, heißt das, dass Frauen für die Bevölkerung einfach viel teurer sind.

Sie schlagen solche Dinge wie Losverfahren und Auswahlgespräche vor.

Ich sehe das aber etwas anders.

Meines Erachtens sollte man für das Studium Studiengebühren nehmen, die die Kosten zu 100% abdecken, und dann die Begrenzung aufheben, also soviele Ausbildungen anbieten, wie sie gekauft werden. Dann sollte man die Arzthonorare so erhöhen, dass die Studiengelder mindestens vollständig umgelegt werden, Ärzte also durch zusätzliche Einkommen die Studiengebühren wieder reinholen.

Wer Medizin (oder was auch immer) nur zum Spaß studiert und es hinterher nicht ernsthaft ausübt, der soll a) den Spaß auch selbst zahlen und b) damit nicht anderen den Studienplatz wegnehmen.

Es kann nicht angehen, dass wir ein knappes und wertvolles Gut wie medizinische Studienplätze derart verjuxen, damit irgendwelche Quotenfrauen ihren Spaß und ihre Bestätigung haben, und dafür die medizinische Versorgung wegbricht.