Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die AfD tötet Frauen – sagt die SPD

Hadmut
30.8.2016 1:42

Leser machen mich auf kuriose Dialoge im Wahlkampf aufmerksam:

Die SPD Mecklenburg-Vorpommern hat erst in der Zeitung (zumindest sieht das Bild danach aus) und dann auf Twitter verkündet:

MdL Martina Tegtmeier schreibt (nochmal im Klartext, damit man’s per Google findet und noch sieht, wenn der Tweet mal weg sein sollte):

Sollen Frauen sterben, weil ihre Symptome einer Erkrankung nicht erkannt werden? – dann wählen Sie am 4.9. AfD

Die AfD will die Geschlechterforschung abschaffen – aber erst durch Geschlechterforschung wissen wir heute, dass Frauen andere Symptome bei einem Herzinfarkt aufweisen und die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden, in einem anderen Lebensabschnitt als bei Männern am stärksten ist. Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen. Keine Geschlechterforschung – keine bedarfsgerechte Behandlung.

Wenn Sie für Männer und Frauen gleich gute Chancen – auch in Gesundheitsfragen – wollen, dann wählen Sie: SPD

Ihre Entscheidung!

M. Tegtmeier

Mal abgesehen davon, dass es miserables Deutsch mit miserablem Satzbau ist: Es ist strunzdämlich und verlogen.

  1. Warum soll es spezifisch Frauen töten, wenn man Geschlechterunterschiede bei Herzinfarkten nicht untersucht und nicht beide Geschlechter? Wenn man nicht differenziert, müsste sich das doch – zumindest ohne nähere Begründung – bei beiden zum Nachteil auswirken.

    Geht’s hier nur drum, irgendwie das Töten von Frauen in die Aussage zu kriegen?

  2. Hier geht’s um Herzinfarkt.

    Das ist Medizin, nicht Geschlechterforschung. Die „Geschlechterforschung” leugnet alle biologischen Unterschiede und meint, es gäbe gar keine Frauen, das sei alles nur soziologisch anerzogen und „dekonstruierbar”. Männer und Frauen würden sich biologisch nicht unterscheiden, Frauen gäb’s gar nicht, das sei nur eine Erfindung böswilliger Ärzte und Biologen zur Unterdrückung der Frau. Jede Unterscheidung der Geschlechter sei bösartig, auf Unterdrückung ausgelegt, sexistisch und müsse dringend bekämpft werden.

    Also genau das Gegenteil dessen, was die SPD hier behauptet.

    Immer dann, wenn es an die Öffentlichkeit geht und die Gender-Thesen gar zu dämlich wirken würden, behauptet man plötzlich genau das Gegenteil dessen, was Gender Studies sind, dann geht es plötzlich um medizinische Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die zu beachten wären.

    Der Zumsel von den Grünen, der Hofreiter Anton, der lügt auch darauflos, wenn die Kamera läuft, der hat ja neulich mal bei Hart-aber-fair ausgeführt, dass es bei Gender Studies darum ginge, dass Frauen andere Knie als Männer haben und deshalb andere Prothesen bräuchten. Das ist nicht Gender Studies, das ist Medizin, und zwar genau die Medizin, die eben von den Genderisten frontal angegriffen wird (oder wurde).

    Einen ähnlichen Effekt, nämlich dass man Gender Studies ins Gegenteil umbügelt und sie als gerade das hinstellt, was sie jahrelang vehement bestritten und frontal angegriffen haben, nämlich biologische Unterschiede und „zwei Geschlechter”, gab’s auch schon bei der ZEIT, da lief neulich ein Artikel auf das Gleiche hinaus.

    Gender Studies sind so abgrundtief dämlich, bescheuert, so unbeschreiblich strunzdoof, so hirnverbrannter Schwachsinn, dass viele das einfach nicht vertreten wollen und komischerweise ausgerechnet die diametrale Gegenansicht übernehmen und so tun, als wären Gender Studies so eine Art Medizin.

    Man versucht gleichzeitig, mit dem Schlagwort und dem Thema Stimmen zu fangen, den Schwachsinn darin aber zu leugnen und zu tarnen. Diese Leute lügen so fassungs-, hemmungs-, grenzenlos, das ist schier unbeschreiblich.

  3. Der größte Brüller ist aber der:

    Die Forscherin, die zu dem Thema Geschlechterunterschiede bei Herzerkrankungen immer wieder zitiert wird, ist Vera Regitz-Zagrosek von der Charite.

    Ich habe doch erzählt, dass ich die Verfassungsrichterin Susanne Baer dabei ertappt habe, dass sie bei der Beantragung ihres Studiengangs Gender Studies betrogen hat. Weil da nämlich nur „Geisteswissenschaftler” beteiligt waren, sie aber auch Medizin/Naturwissenschaftler hätten vorweisen müssen, haben sie einfach die Namen von drei Ärzten der Charite angegeben, die in Wirklichkeit mit Gender Studies nichts zu tun hatten, da nie beteiligt waren, und das nach meinem Wissensstand auch für Unfug halten. Eine davon war eben diese Vera Regitz-Zagrosek. Ich habe sie dazu mal gefragt. Sie hält Gender Studies und deren These für unbewiesenen Unsinn.

    Und ausgerechnet die spannte man sich nicht nur bei der Zulassung des Studiengangs vor den Karren (wohl ohne sie zu fragen und zu informieren, es wäre wohl nie herausgekommen, wenn ich nicht gebohrt hätte), sondern die SPD nimmt deren Forschungsergebnisse – obwohl ja genau das Gegenteil von Gender Studies, eigentlich der schlagende Beweis, dass Gender Studies völlig falsch sind – her um Gender Studies als notwendig hinzustellen.

  4. Wenn tatsächlich Menschenleben davon abhängen, dann muss man objektiv sagen, dass es lebensrettend ist, Gender Studies zu bekämpfen. Denn die leugenen ja gerade jeden biologischen Unterschied. Und menschentötend, Gender Studies zu finanzieren, denn die greifen Medizinier ja seit Jahren genau dafür frontal an.

Antwort der AfD dazu:

Ich frag mich da immer: Wer wählt sowas?