Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Intersexuell schlägt Frau

Hadmut
21.8.2016 10:20

Kleines würzendes Randdetail zur Gender-Debatte.

Scheint, als habe sich der Feminismus gerade ins Knie geschossen. Genauer gesagt, nicht nur sich, sondern den Frauen.

Die SZ berichtet, dass bei den Olympischen Spielen beim 800-Meter-Lauf der Damen (…was für ein anachronistischer Begriff: „Damen”…) alle drei Medaillengewinner(innen?) als intersexuell gelten und auch auf dem Foto reichlich maskulin wirken.

Von Caster Semenya ist bereits bekannt, dass sie einen deutlich höheren Testosteron-Spiegel als die anderen hat, und deshalb (und aufgrund der daraus erwachsenden körperlichen Unterschiede) einfach schneller rennen kann. Die anderen kommen da nicht mit. Und wenn drei von der Sorte mitrennen, haben die normalen Frauen keine Chance auf Medaillen mehr. (Soviel dazu, dass Geschlechterunterschiede keine biologische Ursache haben und rein ansozialisiert sein sollen. Semenya ist als Frau aufgewachsen, rennt aber wie ein Mann. Schon wieder mal ein Real-Beispiel, das zeigt, dass der Gender-Schmonzes nicht stimmen kann.)

Klare Frage: Ist das noch fair gegenüber den anderen Läuferinnen?

Einerseits könnte man sagen, dass nein, weil sie ja praktisch keine Chance haben (was so auch nicht stimmt, der Weltrekord stammt immer noch von einer Frau – zumindest ist sie eine, nach dem, was man weiß. Jarmila Kratochvílová, würde nach ihren damaligen Fotos aber auch problemlos als Mann durchgehen und die WELT weiß zu berichten, dass man ihr ob ihres maskulinen Auftretens “Kratochvilov” verpasste – also das in den osteuropäischen Sprachen gängige Maskulinium ohne das Feminin-Suffix -a).

Was generell die Frage aufwirft, ob da nicht längst schon die Intersexuellen im Sportbereich der Damen wildern und sich so Medaillen und Rekorde holen.

Andererseits könnte man sagen: Ja. Denn es gibt ja auch davon abgesehen körperliche Unterschiede. Ich manchen Sportarten gibt es zwar Gewichtsklassen, aber beim Laufen lässt man ja auch Große gegen Kleine antreten und solche mit viel Muskeln gegen Dicke. Wann ist ein körperlicher Unterschied naturgegeben und persönliches Pech, und wann ist er unfairer Nachteil?

Nach traditionellen Maßstäben hätten Frauen eigentlich das Recht, sich zu beschweren, denn es ist ja eben auch sinnvoll und sachgerecht, dass in fast allen Sportarten Männer und Frauen getrennt antreten, eben weil die körperlichen Voraussetzungen unterschiedlich sind. Es ist aber im heutigen Gender-Gewaber relativ schwierig durchzusetzen, dass man Leute wie Semenya vom Damen-Rennen ausschließt, denn man weicht ja die Geschlechtergrenzen auf und ist politisch auf dem Trip, biologische Unterschiede ganz zu negieren, allein auf Sozialisierung und gesellschaftliches Geschlecht zu setzen. Da wird man mit Testosteron, tiefer Stimme und männlichem Aussehen nicht mehr argumentieren können. Semenya kann sagen, dass sie als Mädchen aufgewachsen ist, und damit ist die Diskussion politisch eigentlich schon beendet.

Als nächste kommen dann noch die Transsexuellen. Irgendeine deutsche Leichtathletin hat ja mal nach Mann gewechselt, was nicht nur wettbewerblich unkritisch ist, sondern auch erst nach ihrer Sportkarriere.

Kritisch ist aber, wenn austrainierte Männer erklären, sie sind jetzt Frau und bei den Frauen mitrennen wollen.

Dann haben wir die Debatte, die wir bisher von Herren- und Damentoiletten kennen (erinnert Euch an die Politkriege in den USA dazu) auch auf dem Sportplatz.

Und schon liest man manchmal, Leute wie Semenya seien der Beweis, dass eine Geschlechtertrennung im Sport nicht sinnvoll und nicht durchzuhalten sein.

Nur wird sich außer den Frauen auch niemand darüber beschweren, wenn es die nicht mehr gibt. Einen Usain Bolt wird nicht interessieren, wer hinter ihm herrennt, einen Michael Phelbs wird nicht interessieren, wer hinter ihm herschwimmt, den Gewichthebern wär’s auch egal, und die Ringer und Judokämpfer hätten Spaß.

Letztlich läuft es darauf hinaus, dass die Gender-Debatte

  • die Männer nicht juckt,
  • den Intersexuellen Vorteile bringt,
  • den Frauen Nachteile bringt und letztlich Rekord- und Medaillenchancen nimmt.

Würde man einen dritten 800-Meter-Lauf für Intersexuelle veranstalten, hätten die drei ja ebenfalls die Medaillen abgeräumt. Nur hätten auch drei normale Frauen noch Medaillen bekommen.

Sieht aber alles danach aus, als hätten die Feministinnen den Frauen mit dem Genderismus einen Bärinnendienst erwiesen, indem sie den Frauen überstarke Konkurrenz ins Haus geholt und deren geschützte Position aufgegeben haben.