Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Von der Leyen wird durch Stanford University entschwindelt

Hadmut
12.10.2015 19:13

Das ist würzig.

Plötzlich hat die Stanford University es eilig, die Vorwürfe gegen Ursula von der Leyen zurückzuziehen. Wäre alles ganz prima. (Siehe WELT und SPIEGEL.)

Nur: Glaubwürdig ist das nicht. Denn die Stanford University sagt dazu laut Presse, dass sie über das, was von der Leyen da gemacht haben will, keine Aufzeichnungen hat und es auch keinerlei Leistungsfeststellungen oder ähnliches gegeben hat.

Hört sich an wie: Wir wissen nichts von ihr, also darf sie sagen, dass sie da war.

Offenbar hat da irgendwer sehr schnell interveniert. War ja auch schon ziemlich brenzlig für von der Leyen.


60 Kommentare (RSS-Feed)

yasar
12.10.2015 19:21
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Heißt das, daß man da Stanford in seine Lebenslauf schreiben darf, wenn man vor Jahren mit einer Dame die dort studiert rumpoussiert hat? – Obwohl dann würde man eventuell wegen vergewaltigung angeklagt. 🙂


stm
12.10.2015 19:40
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Offenbar ist diese Frau eine Hochstapler__In__ . Was ist da noch zu intervenieren? Die sollte sich was schämen.


Wolf-Dieter
12.10.2015 19:55
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Schade eigentlich.


Emil
12.10.2015 20:09
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Oder umgekehrt: vdL hat den vermeintlichen Stanford-Skandal selbst angeleiert, um danach von Stanford die Absolution zu erhalten. Bei Otto-Normal-Leser bleibt dann nur hängen, dass vdL mit allen Mitteln angeschwärzt werden soll, aber hinter den Anschuldigungen eigentlich nichts steckt.


I see dumb people
12.10.2015 20:12
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Das war schon fast ein wenig zu offensichtlich. Gab sicher ein hektisches Telefonat, “Its Ursela, you remember me, yes?” und schwupp war die Sache aus der Welt. Die Erklärung der Uni bringt ehrlich gesagt nichts. Wer dort nichts leistet und keinen Nachweis bekommt kann das nicht einfach in seinen Lebenslauf schreiben, egal ob er physisch anwesend war oder nicht.

Aber man hält den Deutschen seitens der Politik und Presse mittlerweile eh für so doof, dass der auch das schluckt.

Ich hoffe mal auf einen Titelenzug und den damit verbundenen Rücktritt. Obwohl ich mir auch vorstellen kann, dass da gerade die Lakaien der Uschi am werkeln sind den Titel zu erhalten.


LeserX
12.10.2015 20:30
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“Hört sich an wie: Wir wissen nichts von ihr, also darf sie sagen, dass sie da war.”

Ohne jetzt den Speigel und Springer Müll jetzt gelesen zu haben:

Hört sich eher danach an das die Journaille das umgedichtet hat.


EinInformatiker
12.10.2015 21:10
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>> Offenbar ist diese Frau eine Hochstapler__In__

Hat irgendwann mal jemand was anders von ihr erwartet? Gut ich gebe zu, ich dachte sie wäre eine reguläre Ärztin (ich wußte zwar, dass die Promotion bei den Medizinern nichts Besonderes ist aber Anatomie im Einzelnen wäre nicht meine Sache, wie ich im Krankenpflegehelferkurs gemerkt habe, deshalb habe ich da Respekt vor) und die sieben Kinder habe ich ihr auch angerechnet. Aber der Rest war doch klar (politisch wie fast alle Frauen in der Politik eine Katastrophe, auch wenn das Niveau mittlerweile so heruntergekommen ist, dass die Männer da bis auf eine Ausnahme (Bosbach) auch nicht besser sind.), alleine schon das Gehabe.


Hadmut
12.10.2015 23:05
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> Hat irgendwann mal jemand was anders von ihr erwartet?

Das ist etwas, was ich seltsam finde.

Ich kenne niemanden, der auch nur irgendwas von ihr hält. Intrigante, überhebliche, arrogante, inkompetente, fiese Schreckschraube.

Die Presse stellt sie aber immer als Mrs. Perfect dar, die alles kann.


Michel Deutschland
12.10.2015 22:30
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>> Hört sich eher danach an das die Journaille das umgedichtet hat.

muss sie ja,schließlich ist sie von den Bilderbergern als Nachfolgerin der Kanzlerin vorgesehen worden. Da muss doch das Bild in der Öffentlichkeit gerade gerückt werden


Benutzername
12.10.2015 22:52
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@stm:” Die sollte sich was schämen.”

Ist eine Politikerin. Da wird die Scham als erstes entfernt. Sonst wird sie ja rot beim Lügen. Und das geht doch wirklich nicht. Denke an die Fernsehkameras. Wie das aussähe!

__________

Also wie jetzt? Die Uni Stanford sagt, daß dort nichts aktenkundig ist, aber es ist in Ordnung sich das in den Lebenslauf zu schreiben? Na dann schreiben wir uns das demnächst alle rein. Studienaufenthalt in den US of A, Stanford University, Kalifornien.

Ja, klingt gut. 🙂


Josh
13.10.2015 0:29
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> Ich kenne niemanden, der auch nur irgendwas von ihr hält.

Ich kenne leider einige (tlw. auch gebildete) Leute, die sie für kompetent halten; vielleicht nicht im Verteidigungsbereich, aber:
“sie hat doch so viel für die Familie gemacht und so….”

Wenn man dann nach Details fragt, was Sie als Familienministerin denn wirklich Positives bewirkt hat, werden die Antworten eher ausweichend.

Es scheint eher, daß man dann da die Aussagen der Presse ohne zu Hinterfagen blind übernommen hat.


[…] Ich war übrigens auch schon mal für zwei semesterchen auf der stanford-universität — das kann man ja jetzt einfach so sagen, ohne dass dem widersprochen wird… :mrgreen: […]


Manfred P.
13.10.2015 0:57
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>Ich kenne niemanden, der auch nur irgendwas von ihr hält. Intrigante, überhebliche, arrogante, inkompetente, fiese Schreckschraube.

Man hat mir zugetragen, dass sie auch in der Bundeswehr nicht nur Fans hat.

>Die Presse stellt sie aber immer als Mrs. Perfect dar, die alles kann.

Sie sich selbst auch.


El_Mocho
13.10.2015 8:13
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Als Uschi an der Medizinischen Hochschule in Hannover sudierte, habe ich dort Zivildienst gemacht und sie gelegentlich in der Mensa gesehen. Sie war ja Tochter unseres Ministerpräsidenten und als “Röschen Albrecht” bekannt. Schon damals war sie immer von einem Kreis von Leuten umgeben, so halb Bodyguards und halb Groupies. Würde schon ins Bild passen, wenn die da was gedreht hätte.


Dirk S
13.10.2015 8:59
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@ I see dumb people

Ich hoffe mal auf einen Titelenzug und den damit verbundenen Rücktritt.

Sag’ mal, was bist du denn für einer? Ist dir denn nicht klar, was das für Folgen für die arme Frau hätte? Die wäre deprimiert und würde den ganzen Tag nur noch weinen. Also, das geht ja nun wirklich nicht. Wenn ihr durch das verschwörerische Pariachat der hart erarbeitete Doktortitel geklaut wird, dann wird ja wohl als Ausgleich eine Beförderung fällig. Zur stellvertretenden Präsidentin, auch was, Gauck wird zurückgetreten und statt dessen VDL eingesetzt. Das wäre doch wohl das mindeste. 😉

Aber mal ernsthaft, glaubst du wirklich, die würde nur wegen der Aberkennung ihres Doktortitels zurücktreten? Ich glaube nicht, dass die oder sonst ein Mitglied unserer aktuellen Regierung so viel Restanstand hätte. Vor noch nicht allzulanger Zeit, nahmen solche Versager nicht nur ihren Hut…

Behütete Grüße,

Euer Dirk


Nieli
13.10.2015 9:01
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Schön nachrecherchiert, aufbereitet und zusammengefasst hier:

[ https://causaschavan.wordpress.com/2015/10/12/durchbruch-in-stanford/ ]

Darin heißt es (mit Quellenangabe), UvdL habe damals in Stanford (1992-1996) einen Job als Internetdozentin übernommen und nebenbei Zusatzdiplome in Bevölkerungsmedizin und Gesundheitswesen gemacht.


yasar
13.10.2015 9:05
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> die sieben Kinder habe ich ihr auch angerechnet.

Mit genügend Personal als Albrechtstochter kann man auch ein Dutzend Kinder großziehen. Das ist nur dann eine besondere Leistung, wenn man sich persönlich um den Nachwuchs kümmert.


EinInformatiker
13.10.2015 9:35
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>> Ich kenne niemanden, der auch nur irgendwas von ihr hält. Intrigante, überhebliche, arrogante, inkompetente, ….

Das mit den Pünktchen laß ich mal weg, aber auch mich hat sie nie angesprochen. Nicht häßlich aber kein Pep, irgendwie kalt.
Aber es ist halt ein allgemeines Problem, dass Frauen grundsätzlich über Gebühr hochgejubelt werden. Ich hatte doch mal erwähnt, das Marcus Lanz Hannelore Kraft förmlich auf Knien darum angefleht hat sie möge doch bitte bitte zur Kanzlerschaft antreten. Das kann man ja mal versuchen sich bei einem Mann vorzustellen. Es wäre nur lächerlich.

Für mich unglaublich, dass auch Männer das mitmachen. Auch in meinem Bekanntenkreis und das ist das eigentlich Besorgniserregende fallen ansonsten Genderunverdächtige auf so was rein. Also jetzt nicht unbedingt auf aktuelle PolitikerInnen oder VdL im Besonderen, aber eben auf die Hysterie pro Frau, obwohl sie lediglich wie Männer halt nur zur Welt dazu gehören (und das einfach zunächst im völlig neutralen Sinn).

Ich hab früher immer gerätselt, was Menschen dazu treibt ihre Seele an die sozialistische Ideologie zu verkaufen. Ich hätte damals nie gedacht, dass es viele gleichwertige andere Ideologien geben könnte denen sie sich im selben Maße unterwerfen könnten. Und nochmal, wie Männer sich einer Ideologie rund um die Frau (ich mein vor dem Äußeren vieler dieser Wesen versteh ich die Unterwerfung schon) unterwerfen können. Manche bezeichnen sich explizit als Feminist. Ich würde mich schämen mich so schwach darzustellen.


Eis Zeit
13.10.2015 10:02
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“Hört sich an wie: Wir wissen nichts von ihr, also darf sie sagen, dass sie da war.”

Von mir, von euch, von uns weiss Stanford auch nichts.
Dürfen wir jetzt auch, in unseren Lebensläufen, behaupten wir haben als Gast an Vorleseungen in Stanford teilgenommen?
Es ist schon erschreckend, wie sich nun auch Eliteuniversitäten(?), für scheinbare geopolitische Interessen selbst als unglaubwürdig darstellen und abwerten.


enrico
13.10.2015 10:53
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“Die Presse stellt sie aber immer als Mrs. Perfect dar, die alles kann.”

Heute Morgen im Frühstücksfernsehen beim morgendlichen Kurzgespräch mit einem Pressevertreter kam sowas in der Art von der Moderatorin:
“Über vdL brauchen wir ja nicht weiter sprechen, Stanford nimmt die Anschuldigungen zurück, das scheint sich also auch in Luft aufzulösen.”

Gehen Sie weiter, hier gibts nichts zu sehen, nichts passiert, keine Kommentare nötig.

Die ursprünglichen Artikel schreien aber geradezu danach, dass hier interveniert wurde und die Uni ihre harten (und meiner Ansicht nach vollkommen gerechtfertigten) Aussagen relativiert bzw. zurücknimmt.

Ich habe übrigens mal als Gasthörer in meiner ehemaligen Hochschule einer Vorlesung des ehemaligen BMW Motorsport Chefs gelauscht.
Werde den Bezug zu BMW Mortorsport in meinen Lebenslauf aufnehmen, macht sich gut sowas – falls ich mal in die Verlegenheit komme, mich in der Automobilindustrie bewerben zu wollen.


Zaphod B.
13.10.2015 11:12
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Gasthörerin und zwischenzeitliche Mitarbeit in der Uni-Verwaltung (womöglich als SHK oder was?) und die Dame schreibt ernsthaft in ihrem Lebenslauf sie sei Stanford gewesen?
Wie peinlich ist das denn?!

Hoho ich war mal in Cambridge auf’m Klo! Hört hört! Ich war in Cambridge!!!

Es wird immer deutlicher dass Ursula von der Leyen offenbar ein Paradebeispiel für eine der inzwischen zahlreichen gepushten und gepamperten Karrierfrauen ist. Tochter des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten, wohlhabend und einflussreich geheiratet, exzellent vernetzt.

Da reicht natürlich kein schnöder Mediziner-Doktor. Nein nein! Die Frau war auch in Stanford!

Elite-Unis wie Stanford sind nun mal extrem abhängig von Spenden und Sponsoren.
Deswegen gehen die natürlich den Weg des geringsten Wiederstandes. Warum sollten die sich auch wegen irgendeiner dusseligen geltungsbedürftigen Ministerin (Who the fuck is Ursula von der Leyen?! Secretary of Defense? In Germany? Ahhh yes – sure – she was here …) Probleme mit ihrer Finanzierung einhandeln.

Ebenso wie bei zu Guttenberg scheint das generelle Problem solcher Leute darin zu bestehen, dass die irgendwann gar nicht mehr checken wie die in ihre Position gekommen sind und den ganzen Protektionismus und die Netzwerkerei völlig ausblenden.

Wenn ich daran denke dass wir von solchen Leuten regiert werden wird mir ganz übel.


Meinung
13.10.2015 13:14
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Hört sich eher an wie: Eine politisch motivierte Schmierenkömödie. 😉


Benutzername
13.10.2015 13:38
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” Ich kenne niemanden, der auch nur irgendwas von ihr hält. Intrigante, überhebliche, arrogante,
inkompetente, fiese Schreckschraube.”

Wo ist der Unterschied zu Politikern abgesehen vom Schreckschrauben Habitus? Oder ihrem Vater?


Fredi
13.10.2015 15:22
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Also versteh ich das jetzt richtig? Wenn Stanford plötzlich vdL ankackt, steckt da irgendeine Organisation oder Geheimdienst hinter, die sie absägen will. Stellt Standford fest, dass die eigentlich gar nichts haben und zurückrudern müssen, steckt da irgendeine Organisation oder Geheimdienst hinter, die sie noch irgendwo gebrauchen kann.

Eigentlich sind wir doch alle ein bisschen Bluna, ääh, Geheimdienstspitzel…


Hadmut
13.10.2015 18:58
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@Fredi:

Ja, das verstehst Du richtig.

> Eigentlich sind wir doch alle ein bisschen Bluna, ääh, Geheimdienstspitzel…

Nein.

Das ist einfach so, dass es die Stanford University normalerweise einen feuchten Kehricht interessiert, ob da irgendwer irgendwo irgendwas in einem 20 Jahre alten Lebenslauf stehen hat.

Die Tatsache, dass sie sich überhaupt äußern, und dann noch innerhalb kurzer Zeit und sehr schnell selbst widersprechen, ist ein sehr ungewöhnlicher Vorgang, das würden die aus eigenem Antrieb nicht machen.


Andreas
13.10.2015 16:31
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@yasar Wenn du das genauso schreibst, ja. Es ist dann Aufgabe des Lesers, dies entsprechend zu bewerten. Die meisten Leser würden die Bewerbung dann wohl sofort aussortieren.

Wenn ich irgendwo Gasthörer war, kann ich das auch genauso in den Lebenslauf schreiben. Es ist dann ebenfalls Aufgabe des Lesers, dies zu bewerten.

@Hadmut Es heißt übrigens “Stanford” (ohne “d”)


Hadmut
13.10.2015 18:42
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> @Hadmut Es heißt übrigens “Stanford” (ohne “d”)

Ich weiß, schreib es ja an sich auch richtig, da hat nur wieder mein alter Fehler, dass die Finger bei sehr schnellem Schreiben andere, ähnlich klingende Silben schreiben, zugeschlagen.


Andreas
13.10.2015 16:41
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@Benutzername Es gibt keine Pflicht, dass die Dinge, die im Lebenslauf stehen, irgendwo “aktenkundig” sein müssen; sie müssen nur der Wahrheit entsprechen. Ich kann z.B. im Lebenslauf auch angeben, fließend rätoromanisch zu sprechen, ohne dass dies irgendwo “aktenkundig” ist. Nur sollte es dann auch stimmen.


Hadmut
13.10.2015 18:41
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@Andreas:

Wenn man aber behauptet, dass man an einer Institution war, dann ist das durchaus im Rahmen der Entscheidungsmacht dieser Institution, Anforderungen zu stellen. Denn im Gegensatz zu „rätoromanisch” ist eine Universität eine juristische Person, die da was mitzureden hat.


DrMichi
13.10.2015 17:12
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Oh mein Gott! Nein, die darf nicht Kanzlerin werden. Wählt doch einfach eine andere oder einen anderen.

Oh, Moment, das ist ja in Deutschland. Tja, war schön mit euch.


Heinz Günter
13.10.2015 19:11
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Hadmut verzeihe mir, daß ich schon wieder dieses hübsche Bild hwervorkrame (welches inzwischen im entsprechenden Spiegel-Artikel zur Unkenntlichkeit verkleinert wurde – ein Schelm usw.). Ich finde diesen Faux-pas einfach zu köstlich:

http://cdn3.spiegel.de/images/image-904512-galleryV9-uhsn.jpg

Die Refugee-Helferin auf ihrem T-Shirt: “Refugees Welcome”

Der Refugee auf dem T-Shirt: “Welcome Death”


Hadmut
13.10.2015 19:27
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@Heinz Günter:

  1. Ein schlechter Witz wird nicht besser, wenn man ihn wiederholt. Ich fand an diesem Bild schon beim ersten Mal nichts, was mich auch nur irgendwie zu Lachen reizen könnte. Und wenn beim ersten Mal keiner lacht, bringt es auch nichts, zu sagen, die hätten den Witz nicht verstanden und ihn nochmal zu erzählen bis jemand lacht.
  2. Was hat das mit diesem Blog-Artikel zu tun? Gar nichts.

Andreas
13.10.2015 19:17
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@Hadmut Wenn man nachweisen kann, dass man im fraglichen Zeitraum tatsächlich als “Auditor” an der entsprechenden Institution war (die selbst keine Unterlagen dazu dauerhaft aufbewahrt), auf welcher rechtlichen Grundlage sollte die Institution einem dann verbieten können, dies im Lebenslauf zu erwähnen?

Um in Stanford als “Auditor” eine Veranstaltung besuchen zu dürfen, muss man
1. eine “Application for Auditor or Permit to Attend (PTA) Status” ausfüllen,
2. pro Vierteljahr eine Gebühr von $4611 (!) bezahlen,
3. und man benötigt die Zustimmung des “instructor”, des “department administrator”, und des “Office of the University Registrar”.

Wie dies Anfang der 90er war, weiß ich nicht. Aber einfach mal so hingehen, wie einige hier sich das vorstellen, ist wohl doch nicht.

Quelle: http://exploredegrees.stanford.edu/academicpoliciesandstatements/#auditingtext


Hadmut
13.10.2015 19:23
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@Andreas:

> auf welcher rechtlichen Grundlage sollte die Institution einem dann verbieten können, dies im Lebenslauf zu erwähnen?

Wieso „verbieten”?

Was würde einer Institution verbieten, einfach zu sagen, dass sie das für falsch hält, und die Behauptung richtigzustellen? Fehlte noch, dass man einer Institution verbietet, Politiker zu kritisieren.

Und was Du beschreibst, ist genau das Problem. Denn da steht nur, dass man eine Gebühr bezahlen muss. Von Leistung oder Prüfung, oder überhaupt davon, dort gewesen zu sein, steht da nichts. Man kann da auch schlafen oder gar nicht erst hingehen. Wie könnte man da behaupten, an der Uni gewesen zu sein? Es geht bei einem Lebenslauf ja nicht um eine Biographie, sondern um eine Bewerbung und Leistungsdarstellung.


Blindtrampel
13.10.2015 19:48
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Wesentlich unterhaltsamer als die deutsche Politik ist der US-Wahlkampf, dank Donald Trump. Heute stiehlt er den Demokraten die Show, indem er angekündigt hat, während der Debatte zu twittern. Der Typ ist einmalig.

https://twitter.com/realDonaldTrump

sorry wegen ot, nur fällt mir zur deutschen Politik nix mehr ein. Das Matriachat stellt sich als ein großer Stuhlkreis dar.


Andreas
13.10.2015 19:51
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@Hadmut Das “verbieten” bezog sich auf die Aussage, die Universität könne “Anforderungen” stellen.

>Es geht bei einem Lebenslauf ja nicht um eine Biographie, …

Im Prinzip richtig. Nur geht es hier überhaupt in Wirklichkeit um einen Lebenslauf nach dieser Definition, mit dem sie sich beworben hat? Auf ihrer Homepage befindet sich die fragliche Stelle im Abschnitt “Chronologie”. Auf der Seite des Bundestages in der Rubrik “Abgeordnete/Biografien” (!)

Ins Rollen gebracht wurde die ganze Geschichte übrigens durch eine Anfrage der “Welt” bei der Stanford-Universität. Es handelt sich also um keine Verschwörung der Amerikaner.


Andreas
13.10.2015 19:57
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>Man kann da auch schlafen oder gar nicht erst hingehen.

Man kann im Lebenslauf auch angeben, als Au-Pair irgendwo auf der Welt gearbeitet zu haben. Der Sinn dabei ist, zu zeigen, dass man Auslandserfahrung hat, was von Arbeitgebern oftmals gewünscht wird. Was man dabei konkret gemacht hat, ist eher unerheblich, solange man es wahrheitsgemäß angibt.


Hadmut
13.10.2015 20:00
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Klar. Man kann als Putzfrau auch angeben, in Stanford und am MIT geputzt zu haben…


Andreas
13.10.2015 21:13
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Lücken im Lebenslauf sind nie gut. Also würde man selbstverständlich auch diese beruflichen Stationen angeben.


Paule
13.10.2015 21:35
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@Andreas

>Ins Rollen gebracht wurde die ganze Geschichte übrigens durch eine >Anfrage der “Welt” bei der Stanford-Universität. Es handelt sich also >um keine Verschwörung der Amerikaner.

Man der Witz ist wirklich, wirklich gut!

Unsere Lügenpresse… man die Welt…. sind nicht die Amerikaner…

Fröhliches, weihnachtliches Ostern
Paule


EinInformatiker
13.10.2015 21:58
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>> Wo ist der Unterschied zu Politikern abgesehen vom Schreckschrauben Habitus? Oder ihrem Vater?

Die Eigenschaften (intrigant, überheblich, arrogant)
sind bei ihr besonders ausgeprägt, springen einen förmlich an )aber ist natürlich nicht onjektivierbar). Sigmar Gabriel ist ein ähnlicher Typus auf Männerseite. Aber bei einer Frau ist das wenn es vorhanden ist, viel gestelzter. Frauen haben viel mehr Gehabe, sind (jetzt hab ichs wieder), affektierter. Das liegt daran, dass sie immer auffallen müssen.


Krischan
13.10.2015 22:16
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Ich hoffe mal auf einen Titelenzug und den damit verbundenen Rücktritt. Obwohl ich mir auch vorstellen kann, dass da gerade die Lakaien der Uschi am werkeln sind den Titel zu erhalten.

Sieh Dich mal auf den großen Tageszeitungen zum Thema vdL um, z.B. welt.de. Es kommen einige Professoren aus der Deckung, die ihr beispringen wollen, wieder mit den alten Argumenten, von “das war damals so” bis “gar nicht relevant” bla bla. Und noch interessanter sind die Kommentare, wo mittlerweile sehr viele auftauchen mit dem gleichen Tenor “vielgedienter Ministerin soll etwas angehängt werden” etc. Mich beschleicht dort das Gefühl, daß dahinter eine Agentur steckt, zu sehr ähnelt sich die Sprache und der Tenor all dieser Kommentare. Interessant wäre natürlich, dort mal die IPs zu untersuchen, aber die großen Tageszeitungen würden sowas im Leben nicht machen, und die Agenturen würden wahrscheinlich zügig auf Tor umsteigen, so sie das nicht ohnehin schon tun…

Eine ganz ähnliche Maschinerie wurde ja auch bei der Schavan und beim Guttenberg losgetreten. Einzig an Vroniplag und dem echten Wissenschaftsbetrieb scheinen sie sich bislang die Zähne auszubeißen. Wenn die Plagiate allzu offensichtlich und öffentlich sind, kann sich auch die sonst so mächtige Politik dem nicht mehr entziehen. Ist wahrscheinlich eine Frage der Zeit, bis Promotionen von “hohen Persönlichkeiten” nach einer Schamfrist nicht mehr veröffentlich werden müssen, ähnlich wie die Stasiakten über Kohl.


Paule
13.10.2015 22:34
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@Andreas,

ich hab da mal ne Frage: was steht den in Deinen Lebenslauf, oder grüner, Biographie oder tanzt Du das auch?
Naja, ist auch egal.
~
Ich finde es geht doch darum Nachzuweisen das ich was in meinem Leben gelernt und dann auch des gelernt umgesetzt habe, welche Fähigkeiten, Erfahrungen, Kenntnisse ich besitze.
Universitätsausbildung solle doch den Auszubildenden befähigen beides, lernen und umsetzen, selbstständig, ohne Anleitung zu können.
~
Wenn ich also einen Hilfsjob im Unikrankenhaus gehabt habe(für den es wahrscheinlich nicht Mal Kohle gab), und dann einem Freund beim Schreiben von ein paar Texten geholfen habe oder so, und ich verkaufe es dann als Ausbildung an einer Uni, dann bleibt die Frage was sagt das über meinen Charakter aus? zB. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Redlichkeit und, und, und…
Was sagt das über mein Können und Wissen aus?
Und was über meine Leistungen?
Ein ehrlicher Personaler fragt mich wahrscheinlich und wie war das Bier und waren die Weiber leicht zu kriegen…
Bestimmt aber qualifiziert mich das nicht zu neun Anführer eines 80 Millionen Volks zu werden, weder was den Charakter betrifft, noch die Befähigung.

Im Amtseid heißt es zum Wohle des Deutschen Volkes und nicht für mein Wein, Weib und Gesang…

Gruß Paule

PS: Friedrich der Große, Regierungsformen und Herrscherpflichten, (1777)
„Dazu kann der Herrscher viel beitragen, wenn er solche, die sich tüchtig erweisen, auszeichnet und belohnt, während er denen, die in ihrer Verkommenheit über ihren schlechten Lebenswandel nicht mehr erröten, seine Verachtung kundgibt. Der Fürst soll jede ehrlose Handlung vernehmlich mißbilligen und den Unverbesserlichen jede Auszeichnung verweigern.
[~]
Noch ein bedeutsamer Punkt darf nicht außer acht gelassen werden; seine Vernachlässigung brächte den guten Sitten einen nicht wieder gutzumachenden Schaden. Das geschieht nämlich, wenn der Fürst Personen allzusehr auszeichnet, die kein Verdienst haben, aber große Reichtümer besitzen. So übel angebrachte Ehrenbezeugungen bestärken die Allgemeinheit in dem volkstümlichen Vorurteil, reich sein genüge, um angesehen zu sein. Eigennutz und Begehrlichkeit sprengen dann die Fessel, die sie noch hielt. Jeder will Reichtümer anhäufen. Sie zu erwerben, werden die rechtswidrigsten Mittel angewandt. Die Korruption greift um sich, schlägt Wurzeln und wird allgemein. Die Talente, die sittenreinen Leute werden mißachtet, und die Welt ehrt nur die Bastarde des Midas, die mit ihrem reichlichen Geldausgeben, ihrem Prunk sie blenden. Um zu verhindern, daß die nationale Sittlichkeit so scheußlich entarte, muß der Fürst ohne Unterlaß darauf bedacht sein, nur das persönliche Verdienst auszuzeichnen und dem üppigen Reichtum ohne Sitte und Tugend nur Verachtung zu zeigen.“

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/regierungsformen-und-herrscherpflichten-5317/1


Andreas
14.10.2015 0:43
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@Paule ich hab da mal ne Frage: was steht den in Deinen Lebenslauf, oder grüner, Biographie

Was in meinem Lebenslauf steht hängt u.a. davon ab, an wen ich ihn schicke. Wenn ich mich z.B. um eine akademische Position bewerbe, stehen auch Veröffentlichungen darin, ansonsten eher nicht.

Eine Biographie habe ich noch nicht geschrieben. Vermutlich würde darin zusätzlich aber z.B. auch stehen, auf welche Schulen ich gegangen bin, ob ich ehrenamtlich tätig war, ob ich in einer Partei Mitglied war, ob ich verheiratet bin, etc.

> … für den es wahrscheinlich nicht Mal Kohle gab

Ehrenamtliches Engagement gehört also nicht in eine Biographie?

> und ich verkaufe es dann als Ausbildung an einer Uni

Hat dies jemand getan? Die Tätigkeit wurde doch klar als “Gasthörer” bezeichnet. Etwas anderes wäre es, wenn dort z.B. stünde “Studium an der Stanford University”.

> … was sagt das über meinen Charakter aus?

Das darf der Leser der Biographie doch selbst bewerten. Und dementsprechend bei der nächsten Wahl sein Kreuzchen machen.


Paule
14.10.2015 1:47
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Hallo @Andreas,

Klasse gute Arbeit! Wird das bezahlt?

Schaue doch mal was ich zum Thema Kartoffelsalat geschrieben habe: https://www.danisch.de/blog/2015/09/03/derailing-ist-schwer-im-kommen/#comment-94998

Also Regel 1, 3, 6 hast Du ganz schön drauf, damit die Variation größer wird das gefällt sonst dem Zahlmeister nicht so gut, siehe den Satz oben.

Also weiter gute Verrichtung

Gruß Paule


Heinz
14.10.2015 6:37
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> Ich kenne niemanden, der auch nur irgendwas von ihr hält.

Es gibt welche, die von ihr begeistert sind, weil sie die Kinderpornos aus dem Internet weggesperrt hat.


Manfred P.
14.10.2015 8:15
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@EinInformatiker

>Ich hab früher immer gerätselt, was Menschen dazu treibt ihre Seele an die sozialistische Ideologie zu verkaufen.

Das ist eine ahistorische Sicht, die zwar den Naturwissenschaften zu eigen ist, aber bei gesellschaftlichen Phänomenen zu nichts führt.

Den Menschen ging es unfassbar dreckig, als sie sich den Sozialismen zuwandten.

Lies doch mal die zeitgenössischen Beschreibungen, wie es der breiten Masse in Russland vor der Oktoberrevolution ging, oder den Deutschen in der Weltwirtschaftskrise.

Wenn man es nicht besser weiß, oder die anderen es nicht besser konnten, dann läuft man halt jedem hinterher, der einem eine gute Zukunft verspricht. Das ist einfach nur menschlich.

>Ich hätte damals nie gedacht, dass es viele gleichwertige andere Ideologien geben könnte denen sie sich im selben Maße unterwerfen könnten. Und nochmal, wie Männer sich einer Ideologie rund um die Frau (ich mein vor dem Äußeren vieler dieser Wesen versteh ich die Unterwerfung schon) unterwerfen können. Manche bezeichnen sich explizit als Feminist. Ich würde mich schämen mich so schwach darzustellen.

Ich würde mich auch so schämen. Allerdings beobachte ich dieses Phänomen etwas länger, seit ich diesen Blog verfolge. Da sind mir folgende Dinge aufgefallen:

Feminismus ist ein Phänomen gelangweilter Mittel- und Oberschichtenfrauen. Meine Mutter und meine Partnerin kommen aus echten Bauernfamilien mit Hof, und die sind starke, unabhängige Frauen, und alles andere als Feministinnen. Die heulen nicht über die Benachteiligung von Frauen, sondern packen an.

Meine Partnerin meint, Feministinnen sollte man auf den Mond schießen, und hat jetzt die Geschäftsführung der Firma übernommen, in die sie vor 10 Jahren als Jungberaterin eingestiegen ist.

Sie hat aber Freundinnen aus Mittel- und Oberschicht, die nur über Emanzipation rumheulen und darüber klagen, wie benachteiligt die Frauen doch sind. Eine streitet sich besonders heftig mit mir, weil ich regelmäßig vor versammeltem Freundeskreis ihre Thesen über die Unterdrückung von Frauen als krassen Unsinn entblöße. Neuerdings reibe ich ihr als Beispiel genüsslich meine Partnerin unter die Nase, die ja ihre langjährige Freundin ist.

Warum also Männerfeminismus? Auch im Austausch in diesem Blog bin ich zu folgendem Schluss gekommen. 20% der Männer vögeln 80% der Frauen. 95% der Männer (abzüglich Schwule) wollen aber auch Frauen vögeln, sind denen aber zu beta. Wie also an eine Pussy kommen?

Also verfolgt man eine Strategie der Anbiederung und macht sich mit den “Zielen des Feminismus” gemein, in der Hoffnung, dass vielleicht so wenigstens eine Muschi für einen abfällt.

Anders kann ich mir das nicht erklären.

Als Politiker ist das wahrscheinlich eine nötige Überlebensstrategie, selbst wenn man das gar nicht selber glaubt. Erstens kann man auf Wählerstimmen von Frauen nicht leichtfertig verzichten (wobei komischerweise Vollmänner wie Schmidt oder Schröder zeigten, dass das auch ohne Feminismus geht; die waren bei Frauenwählerinnen recht beliebt), und zweitens kann man in der heutigen linksversifften Parteienlandschaft, auch und gerade in der CDU, ohne formal-feministische Positionen keinen Unterbezirksvorsitz mehr gewinnen.

Die Motive mögen variieren, aber meine Beobachtungen und Lebenserfahrungen lassen mir nur wenige andere Möglichkeiten zu, und ich denke, dass das die treibenden Motive für die meisten männlichen Feministen sind: Restmuschi oder Parteitaktik.


[…] Von der Leyen wird durch Stanford University entschwindelt […]


EinInformatiker
14.10.2015 21:54
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@ Manfred P

Zwei Anmerkungen:

Die Frage wie man der sozialistischen Ideologie verfallen kann hatte ich für die damaligen Studenten meines Jahrgangs gestellt. Ich dachte 1973 auch ich sei Marxist und hab mich da ziemlich rein gesteigert.

Aber ich hab ja die Realität gesehen. Und das paßte nicht, auch wenn es 4 Jahre gedauert hat bis ich ganz davon weg war. Aber es waren da eben Leute dabei die offensichtlich voll in der Ideologie aufgingen, mit Haut und Haaren daran gebunden waren gegen jedes Fakt. Eine hat mir auch mal gesagt. sie sei emotional damit so emotional verbunden, dass,…. obwohl ich meine ich hatte ihr das indirekt in den Mund gelegt.
Das war ne Ur-Erfahrung. Und seitdem bin ich “Ideolgien-Jäger”. Zumal mir selbst klar wurde, dass meine Orientierung am Marxismus letztlich wohl auch die Suche nach einer Heilslehre war. Also mit dreckig gehen hatte das nichts zu tun.

Jetzt war mir noch was eingefallen,ist mir aber entfallen.


EinInformatiker
14.10.2015 22:18
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@ Manfred P

Was ich noch sagen wollte fällt mit jetzt nicht ein. Aber das mit den 20/80% sehe ich so nicht. Nach meiner Erfahrung … fast jeder Mann eine Frau. Vielleicht nicht mehrere, aber eine mindestens. Aber nur die wenigsten bringen es auf 30/40 oder mehr. Ich kannte da nur einen, der aber eigentlich kein Frauenheld war. Irgendwie hatte meine Generation im Vergleich zu der meiner Eltern eigentlich ohnehin schon keine Männer im eigentlichen Sinn mehr; denn es ging ja um den Genuß nicht um Familie (obwohl das war auch der spezifische Aussteigertyp bei den KdVern). Bezeichnenderweise geriet er irgendwann an eine Frau (KInd kam) die zwar keine Koryphäe aber ihm trotzdem zumindest “gesellschaftlich” überlegen war, was ihn in den Suff trieb. Er konnte seine normale (beeindruckende aber Hohl-) Tourmit Aufreißen nicht fortsetzen. Es mag also schon stimmen, dass es die erfolgreichen Schürzenjäger gibt, aber der Rest kommt nicht im 20/80 Modus zu kurz. Das bestreite ich.


Fry
14.10.2015 23:36
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@EinInformatiker: Bist du der Meinung, Bosbach sei ein Positivbeispiel für einen Politiker? Das wäre m.E. stark erklärungsbedürftig…


EinInformatiker
15.10.2015 7:40
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>> Bist du der Meinung, Bosbach sei ein Positivbeispiel für einen Politiker? Das wäre m.E. stark erklärungsbedürftig…

Dann will ichs mal versuchen:

Also zunächst mal kenne ich sonst keinen. Buschkowsky sagt viel richtiges, aber hat die Zustände ja selbst mit verursacht. Ich lasse es nicht gelten, dass es schwer ist die Zustände zu ändern weil man auf verlorenem Posten steht, dsnn tritt man halt zurück oder wird gar nicht erst Politiker. Das wirft eigentlich ein vernichtendes Bild auf jeden derzeit denkbaren System-Politiker.

Bosbach habe ich ja schon erlebt als ich noch links war. Und da habe ich die CDU gehaßt (heute eist das kühler Analyse gewichen). Aber wenn Bosbach sprach, da war was hinter. Natürlich ist er ins System eingebunden und zeigt auch nicht die Courage die nötig wäre. Deshalb wird er ja auch als Feigenblatt bezeichnet und vielleicht ist er das ja auch. Aber er stellt was dar. Wenn er redet hat das Hand und Fuß.


Dirk S
15.10.2015 9:23
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@ Hadmut

Intrigante, überhebliche, arrogante, inkompetente, fiese Schreckschraube.

Was sie nach der Vorstellung des Truppenberichts zum G36 gestern mal wieder bewiesen hat. Mal eben ein “Wir werden den Bericht prüfen” und das wars. Als wenn es da was zu prüfen geben würde, die Truppe ist mit ihrer Wumme zufrieden und fertig die Prüfung. Hat ganz klar gezeigt, dass ihr das Ergebnis nicht gepasst hat und sie deswegen sauer ist. Anstatt sich zu freuen.

Berichtsfreie Grüße,

Euer Dirk


Manfred P.
15.10.2015 9:32
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@EinInformatiker

>Es mag also schon stimmen, dass es die erfolgreichen Schürzenjäger gibt, aber der Rest kommt nicht im 20/80 Modus zu kurz. Das bestreite ich.

OK, kann sein, dass da meine Erfahrung als junger Mann meine Sicht verzerrt hat. Ich habe an einer technischen Hochschule mit krassem Männerüberschuss studiert. Da kam sich die hässlichste Bratze noch vor wie eine Prinzessin. Da musste ich in jener Zeit auf Fernbeziehung am Heimatort ausweichen.

Das mit den 80/20 kommt auch nicht von mir, sondern aus einem Artikel aus Australien, über den Hadmut mal einen Blogbeitrag geschrieben hat.

Das es am Ende statistisch auf 1:1 hinausläuft, ist klar. Es geht mir um die Anzahl der “Stationen”.


Manfred P.
15.10.2015 9:48
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>Die Frage wie man der sozialistischen Ideologie verfallen kann hatte ich für die damaligen Studenten meines Jahrgangs gestellt. Ich dachte 1973 auch ich sei Marxist und hab mich da ziemlich rein gesteigert.

>Zumal mir selbst klar wurde, dass meine Orientierung am Marxismus letztlich wohl auch die Suche nach einer Heilslehre war. Also mit dreckig gehen hatte das nichts zu tun.

Naja, das war der Zeitgeist. Ich war kurze Zeit, Ende der 90er, auch mal neoliberal, bis Schröder dann neoliberale Politik umgesetzt hat. Obwohl ich eigentlich als Arbeiterkind traditionell politisch den alten Sozen nahestand, aber da auch nicht den Berufslinken, sondern eher denen, die linken CDUlern wie Geißler oder Süßmuth nahe standen.

Die Beschäftigung mit Geschichte und Zeitgeschichte hat mich dann zu dem Schluss gebracht, dass Neoliberalismus völliger Unsinn ist. Zu diesem Schluss kam ich um 2002, 2003 herum. Da konnte man nämlich die Verwerfungen, die diese Ideologie in den USA und England bereits angerichtet hatten, in vollem Umfang bestaunen, wenn man nur willens war, sie auch wahrzunehmen.

Und nochmal, was den Marxismus angeht. Dieser ist, wie der Neoliberalismus auch, eine Ersatzreligion. Im Grunde sind das humanistische Religionen. In den theistischen Religionen kommt der Messias und stellt das Paradies her, in den aufklärerischen Religionen macht man eine bestimmte Politik, bringt, wenn es nötig ist, zig Millionen Menschen um, und bringt so das Paradies über die Menschheit.

Glaubte man früher an das Schicksal, ist heute alles Selbstverantwortung. Egal, welche Krankheit. Selbst wenn man einen Gendefekt hat: Selbst schuld, man hätte sich ja andere Eltern aussuchen können. Das Klima verändert sich zweifellos, ohne Frage, aber sind wir wirklich daran schuld? Der CO2-Gehalt war schonmal mehr als doppelt so hoch wie heute, als es keine Menschen gab, die CO2 emittierten… warum?


conni
15.10.2015 9:52
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@Fry

Bosbach ist zumindest nicht übermäßig pc und sagt seine Meinung.

Und wagt es als einer der wenigen auch seiner Chefin zu widersprechen.

Aber ich liste mal die Negativbeispiele von Politikern auf:

Roth
Wulf
Özdemir
Merkel
Schäuble
von der Leyen
Pofalla
Fischer

Aber ich fasse es mal kürzer:

alle MdBs die Gesetzesbruch begehen:
Griechenland “Rettung” also Schuldenfinanzierung von dritt Staaten abwinken – obwohl noch nichtmal die Summe klar war.

Die dritt Staaten Regelung bei Asylanträgen außer Kraft setzen. Niemand wird in Österreich politisch verfolgt.

Den lokalen Politikern – Bürgermeistern und Landräten fallen diese Probleme gerade gewaltig auf die Füsse.

Bei Bosbach ist aber auch klar, daß er nichts mehr werden möchte und AFAIK 2017 sowieso nicht mehr kandidieren wird.

Aber auch den Hinterbänklern der CDU wird wohl ganz ganz langsam klar, daß bei 1-2% Punkten Verlust/Monat auch ihr Mandat akut in Gefahr ist.


Manfred P.
15.10.2015 18:48
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Ah, nicht nur durch Stanford.

Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass das G36 in Wahrheit ganz toll ist.

Demnach doch kein Skandal und vdL ist die Heldin.

Mir scheint, vdL hat verdammt mächtige Freunde in der Republik.

Wir können allerdings darauf zählen, dass der deutsche Michel verblödet genug ist, sie auch noch zu wählen.


Dirk S
16.10.2015 8:56
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@ Manfred P.

Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass das G36 in Wahrheit ganz toll ist.

Demnach doch kein Skandal und vdL ist die Heldin.

Ähm, VDL sah bei der Vorstellung des Berichts aber nicht sehr begeistert aus, eher so, als wenn ihr das Ergebnis nicht gepasst hat. Die war sehr schmallippig, was sogar von der Tagesschau kritisch erwähnt wurde.
Und der Skandal ist jetzt nun erst recht da, weil das BMVg erklären muss, warum man nicht zuerst mal die Soldaten, die mit der Waffe im Einsatz sind, befragt hat. Ist ja nicht so, dass die nur G3 und G36 kennen.
Weiterhin wird VDL erklären müssen, warum sie so voreilig das G36 ausgemustert hat, ohne auf das Ergebnis der “User-Befragung” zu warten. Mal sehen, die G36-Affäre könnte jetzt noch so richtig Fahrt aufnehmen, wenn dran geblieben wird. Ich hoffe mal, dass da die Soldatenverbände anfangen öffendlich Druck zu machen.
Der einzige Weg, wie VDL meiner Ansicht nach noch aus der Sache rauskommen kann, wäre, wenn sie für die Soldaten im Einsatz Gewehre vom Typ HK416 kauft. Das ist wohl das derzeit beste, was auf dem Markt ist. Das kann sie immerhin mit “für unsere Truppe im Einsatz nur das Beste” begünden. Und die US-Soldaten neidisch machen. 😉

Mir scheint, vdL hat verdammt mächtige Freunde in der Republik.

Ich weis nicht, die hat sich mit ihrer herablassend-anbiedernden Art wohl mehr Feinde gemacht als gesund ist und Daddys alte Kumpel und Netzwerke sterben auch langsam weg. Ich habe eher den Eindruck, dass sie allenfalls noch von ein paar interessierten Gruppen gestützt wird, aber in Wirklichkeit auf dem absteigenden Ast ist. Die hat auch schon ihre Zukunft hinter sich. Und im BMVg wird sie scheitern (obwohl, ist sie ja schon). Egal, wie sehr sie sich als “Reformerin” präsentiert.

Berichtsfreie Grüße,

Euere Dirk


Manfred P.
16.10.2015 20:14
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@Dirk S

Dein Wort in Merkels Ohr.

Mein BW-Insider hat auf die These, dass vdL gerettet werden würde, ähnlich reagiert wie du: “Die ist schon längst erledigt.”

Dennoch: Vergleich doch mal die Hetzjagd auf Gutenbergg und Wulff mit den kleinen Gerüchtchen um vdL.

Die hat Freunde ganz oben, das ist doch sonnenklar. Jeder andere Politiker würde schon längst medial massakriert werden.


Dirk S
19.10.2015 8:42
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@ Manfred P.

Dein Wort in Merkels Ohr.

Igittigitt! Das arme Wort.

Mein BW-Insider hat auf die These, dass vdL gerettet werden würde, ähnlich reagiert wie du: “Die ist schon längst erledigt.”

Das war die eigentlich schon, als sie Verteidigungsministerin wurde. Den Job können nur die wenigsten überleben.

Dennoch: Vergleich doch mal die Hetzjagd auf Gutenbergg und Wulff mit den kleinen Gerüchtchen um vdL.

Es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen Guttenberg und Wulff und VDL. Erstgenannte sind mänlich, VDL weiblich. Und, wann wurde mal eine Politikerin so hart angegangen wie ein Politiker? Mir fällt da nur die Thatcher Maggie ein. Passiert sonst ja eher selten. Davon profitiert VDL. Ach ja, genauso wie Merkel.

Die hat Freunde ganz oben, das ist doch sonnenklar. Jeder andere Politiker würde schon längst medial massakriert werden.

Das sind zum größten Teil Daddys alte Kumpels, aber die scheiden auch nach und nach aus dem (Berufs-)Leben aus. VDLs “Machtbasis” bröckelt langsam weg bzw. geht in den Ruhestand.

Ruhende Grüße,

Euer Dirk