Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Frauenstudiengang in Bremen für Preis nominiert

Hadmut
10.10.2015 0:38

Soll man lachen oder weinen? [Kleine Korrektur]

Könnt Ihr Euch noch an den Londoner Professor Tim Hunt erinnern, den sie geröstet und gebraten haben, weil er vorschlug, dass Männer und Frauen getrennt forschen sollten?

Geht gar nicht, wenn ein Mann das sagt.

Sagen Frauen das Gleiche, ist es plötzlich wunderbar.

An der Hochschule Bremen freuen sie sich, dass ihr internationaler Frauen-Studiengang Informatik in die Auswahl für einen Airbus-Preis gekommen ist.

Frauen-Informatik Bremen, ein Thema, das ich hier schon öfters hatte.[Kleine Korrektur: Der Artikel bezieht sich auf die Hochschule Bremen, während meine Erfahrungen und Kritik sich auf die Uni Bremen beziehen. Das hatte ich übersehen. Mir wurde aber versichert, dass die sich inhaltlich-ideologisch nicht unterscheiden und in gleicher Weise spinnen, also kann man es stehen lassen.] Das sind die Bekloppten, bei denen man mit der Behauptung, dass die Turing-Maschine frauenfeindlich ist, weil sie keine Interrupts kennt, uns deshalb nicht interaktiv agieren könnte, Frauen aber Interaktivität bevorzugten, Professorin werden kann.

Und das sind die, wo man seinen Doktor dafür bekommen kann, dass man darüber rumjammert, dass die Informatik so viel mit Technik zu tun hat, und sie sich enttechnisieren sollte, um für Frauen einfacher zu werden.

Und das sind die, bei denen es das Dekanat nicht mitkriegt, wenn Leute da als „Dr. des.” rumlaufen, obwohl sie auch 3 Jahre nach der Prüfung ihre Diss nicht abgegeben haben, in der nichts drinsteht.

Die Informatik in Bremen halte ich unter allen mir bekannten Schwindelhaufen – und bekanntlich halte ich von den deutschen Informatikern schon generell nicht viel – für den lächerlichsten Haufen.

Und die kommen in die Endauswahl für einen Preis, weil sie einen Frauenstudiengang betreiben. Und in London hängen sie einen, weil der getrennte Forschung vorgeschlagen hatte.

(Danke für den Link.)


37 Kommentare (RSS-Feed)

enrico
10.10.2015 1:01
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Diversitypreis für reinen Frauenstudiengang!
Wenns nicht so traurig wäre, müsste man lachen.

Da können sich die Frauen untereinander über die tolle Diversität in ihrem Studiengang freuen.

Wie es scheint, definiert sich Diversität durch Abwesenheit von Männern und einen gewissen Anteil ausländischstämmigen Studentinnen.

Gruß,
Enrico.


Knirsch der Hirsch
10.10.2015 3:43
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Keine Interrupts sind frauenfeindlich, wie extremst hirnverkohlt
ist das denn bitte. Wer hält sowas aus, ohne grün anzulaufen
und den Bananentanz auf dem Buffett hinzulegen ?

Wahrscheinlich nur die ähnlich verpeilte Telekom Pompösette mit den umgarnten Telefonhörern, die hier mal irgendwo verlinkt war, in meiner persönlichen Ökonomie aber kein Recht auf namentliche Erinnerung erlangte. Bloß nicht in ein Gespräch verstricken.

Alle Computer sind menschenfeindlich, weil sie serielle
Dinger mit zumeist relationalen Datenbanken sind, der Mensch jedoch ein Paralleldings mit objektorientierter Datenbank ist.
Und Pürierstäbe sind ebenso frauenfeindlich, zweifelsohne.
Nein, natürlich nur wegen der Affirmation an diskriminierende
Haushaltstätigkeiten, wie Lockenwickeln.

Ihr dürft mich Doktor nennen.


Kai
10.10.2015 5:04
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>Könnt Ihr Euch noch an den Londoner Professor Tim Hunt erinnern, den sie geröstet und gebraten haben, weil er vorschlug, dass Männer und Frauen getrennt forschen sollten?

Naja, für die die’s interessiert, hier noch einmal eine Zusammenfassung der ganzen Story, die deutlich zeigt, dass Hunt einen solchen Vorschlag niemals im Ernst gemacht hat, ganz im Gegenteil sich selbst auf die Schippe nahm und offenbar so auch von jedem der bei seiner Rede Anwesenden verstanden wurde – von jedem bis auf die akademische Betrügerin und Twitter-Göbbels Connie St. Louis, die die Gelegenheit genutzt hat, sich auf seine Kosten politisch ins Rampenlicht zu setzen.
https://www.commentarymagazine.com/articles/the-timothy-hunt-witch-hunt/


Hadmut
10.10.2015 10:57
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@Kai: Es geht ja eigentlich nicht darum, wie Hunt das meinte, sondern wie Feministinnen ihre Vorwürfe meinten. Tonfall „Das geht ja gar nicht”.


Emil
10.10.2015 6:49
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Zu meiner Zeit war die Uni Bremen als “Rote Uni” bekannt. Ihre Abschlüsse waren weniger wert als die anderer Unis.

Ich habe hier was dazu gefunden:

Einst galt die Universität Bremen als “Rote Kaderschmiede”. …
Auch als Reaktion auf die Studentenbewegung gründete das SPD-geführte Bremen 1971 eine betont demokratische “Reformuniversität”. …
Die Betonburg am Stadtrand mit zunächst nur 420 Studierenden wollte dem akademischen Muff eine “Wissenschaft im Dienste des Volkes” entgegensetzen. …
In der Tat wurde in den Anfangsjahren manchmal mehr über den wahren Weg zur Revolution debattiert als gründlich geforscht. Unionsregierte Bundesländer verweigerten die Anerkennung des Bremer Lehrerexamens, und selbst SPD-geführte Länder stiegen schließlich aus der Finanzierung aus. Besonders hart traf die junge Uni, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sie zunächst nicht in ihre Reihen aufnahm und folglich nicht mit Drittmitteln förderte.

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-11/jubilaeum-bremen

Angeblich hat sich das alles geändert, man gehört heute – wie die Humboldt-Uni – zum Exzellenzcluster und gilt als Elite-Uni. Keine Ahnung, ob das stimmt, oder ob es daran liegt, dass linke Pseudo-Wissenschaften wie Gender Studies heutzutage aus ideologischen Gründen staatlich anerkannt sind und finanziell gefördert werden.


Stakhanov
10.10.2015 6:51
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Nach meiner Erinnerung hat Prof. Hunt ein bisschen über sein Verhältnis zu Frauen gescherzt (übrigens auch auf *seine* Kosten), aber nicht vorgeschlagen, Frauen und Männer sollten getrennt forschen. Tatsächlich hat er ja auch Studentinnen und fördert sie nach Kräften.

Die dumme Schnalle, die ihn anschließend denunziert hat, ist eine Null, die ihr curriculum vitae künstlich aufgeblasen hat (um es mal vornehm zu formulieren). Selbstverständlich geschieht ihr nix, da erstens farbig und zweitens Frau.


Emil
10.10.2015 7:03
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Ich habe gerade gemerkt, dass es nicht um die Uni Bremen, sondern um die Hochschule Bremen geht. Meine Ausführungen zur Uni Bremen sind also in diesem Fall irrelevant.


EinInformatiker
10.10.2015 7:34
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Kann man mit einer Turing Maschine die Interrupts kennt den Begriff der intutiv berechenbaren Funktion definieren? Oder ist nachgewiesen dass die von Frauen berechenbaren Funktionen, soweit es dafür ein Modell gibt (meinetwegen nur intuitiv) mit der von einer Turing Maschine berechenbaren Funktionen übereinstimmen, bzw. diese Klasse erweitert? Oder sind nur die von Frauen berechenbaren Funktionen, zugelassene fortschrittliche Funktionen? Und ist alles was von Frauen nicht berechnet werden kann frauenfeindlich?


Raik Berger
10.10.2015 7:50
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Könnt Ihr Euch noch an den Londoner Professor Tim Hunt erinnern, den sie geröstet und gebraten haben, weil er vorschlug, dass Männer und Frauen getrennt forschen sollten?

Ja, weil der das als Witz gekennzeichnet hat. Da fühlten sich einige Frauen nicht ernstgenommen.

“Internationaler Frauen-Studiengang Informatik”, vielleicht geht es in diesem Studium um Frauen und weniger um Informatik. Eigentlich müsste es doch heißen, “Informatik-Studium für Frauen / international”.


Masochist
10.10.2015 9:47
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Stuergel
10.10.2015 10:10
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Das findet an der Fachhochschule in Bremen statt. Im Übrigen läuft das da so ab, wie man sich das vorstellt. Anspruch gibt es keinen und die meisten Weibchen lassen sich ihre leichten Aufgaben von ihren männlichen Nachhilfelehrern coden.


David
10.10.2015 10:16
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“Mit dem Preis werden Personen und Programme zur Förderung der Vielfalt in den Ingenieurwissenschaften auszeichnet.”

Vielfalt in der Einfalt? Ausschluss von Männern führt also zur Vielfalt. Nun ja, auf jeden Fall kann man dann leichter frauengerechte Noten vergeben.


Gereon
10.10.2015 11:44
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Es scheint, als hätten Frauen soetwas wie einen juristischen Midaseffekt: Was sie äussern wird zu Recht, was sie tun wird zu Recht.
Und sie scheinen auch Recht zuteilen und entziehen zu können.

Das Ergebnis allerdings wirft ein fragwürdiges Licht auf Urteilsfähigkeit, Gerechtigkeitsempfinden und Moral der vergoldenden Händchen. Es scheint, das jegliches Handeln von Vorteilsnahme, Rachegelüsten und Allmachtsphantasien getrieben scheint.

Ich habe das schonmal geäussert.
Für mich sieht es so aus, als habe es einen Grund, warum soviele (fast alle) nichttechnisierten Kulturen Strukturen ausgebildet haben, die Frauen den Weg zu Macht und Einfluss ausserhalb der vier Wände des Familiären verwehrt.

Wir hatten das schonmal und es war nicht gut.

Was nutzt das Dach über dem Kopf, wenn ein unzufrieden Weib darunter haust? Und was nutzt eine Genderbegründete Professur, wenn kein Wissen dafür notwendig, gefordert oder gar nachgewiesen werden muß?

Die erste Frau in der Rolle des Kanzlers der BRD hat einen dermaßen irreparablen Schaden an Land und Volk angerichtet, daß die Verwüstungen nach der Zeit Schicklgrubers wieder erreicht werden.

Nicht nur im Land und bei der Infrastruktur, auch im Bereich des verfügbaren und lehrbaren Wissens und dem verwirklichbaren Bestand an Forschung und Technik.


C
10.10.2015 12:10
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Traurig. Satire oder Realsatire!?
“Haha, ich habe Fraueninformatik studiert!”

Kann man sich da auch als Mann bewerben?

Mal ne Frage Hadmut. Du bist ja schon etwas herumgekommen: Wie schätzt du die Programmierfähigkeiten von Frauen ein? Ich denke ich habe bisher noch keine Frau gesehen, die ähnlich erfahren wie ein Mann ist (das hängt vielleicht damit zusammen das Männer sich mit ihrem Hobby schon seit der Kindheit mit beschäftigen). Im Studium konnte man das grob aufteilen in zwei Gruppen. 1. Frauen die sich Mühe gegeben haben und auch programmieren gelernt haben, die dann auch sauber gecoded haben und in den Projekten gut mithalten konnten. 2. Frauen die oftmals andere Bereiche gesucht haben um nicht viel coden zu müssen. Die haben sich dann präsentiert (schicke Kleidung, selbstbewusstes Auftreten) oder haben sich andere Bereiche gesucht in denen nicht etwas programmiert werden musste (BWL / Medien / Didaktik). Zitat: “Programmieren ist nur ein ganz ganz kleiner Teil mit Informatik.”.

Ich schaue mir gerade das hier an:
http://www.hs-bremen.de/mam/hsb/fakultaeten/f4/ifi/modulhandbuch.pdf

“Die Mehrheit der Module des IFI – Modulkatalogs steht nur Studentinnen des Studiengangs offen (Kennzeichnung in der Rubrik „Verwendbarkeit“ durch” – “). Bei Modulen, die für Studierende anderer Studiengänge geöffnet werden, ist dies explizit formuliert.”

Ist das nicht eigentlich unverschämt so etwas? Diskriminerung und so?

Zunächst einmal, was ist denn “Entwicklungsarbeit unter Aufsicht (180 min)”? Setzt man sich da in einer Kafferunde zusammen und macht eine Prüfung mit 10 Persox gemeinsam während die Prüferin dabei sitzt und kräftig mithilft?

—————————————
Modul “Programmieren”
-Inhalt: Prozeduren und Funktionen. Wow! In einem normalen Informatikstudium bekommt man in Programmieren 1 bereits die volle Bandbreite an objektorientierter Programmierung. Aber hier nur “Konstenen, Variablen und Prozeduren”!? Wieso habe ich überhaupt nochmal studiert!?
-Standard-API: Java.Math.rand();

Modul “Grundlagen der Informatik”
-Ein bisschen mehr (Compilerbau , boolsche Algebra, Algorithmen etc.)
-Klingt nach seichten Stoff. Würde man so etwas tief behandeln oder gar theorhetisch, dann würde das nicht in einem Semester stattfinden, alles zusammen.

Modul “Praktikum Betriebssysteme”
-Shellskripte, Dateisystem…

Modul “Rechnerarchitektur”
-PCs zusammenschrauben

Modul “Mathematik für Informatik”
-Ein bisschen Grundlagen.
-Auffällig: Nichts wirklich greifbares in der Modulbeschreibung.

Modul “Programmierung 2”
-Objektorientiert

Modul “Grundlagen der Informatik 2”
-Algorithmen


Modul “Informatik und Gesellschaft”
-Labermodul

Kommt so rüber, als ob die ersten beiden Semester noch seichter sind zum Einstieg, aber danach wird es “normaler”. Vielleicht ist der Studiengang ja deswegen 7 Semester?


Hadmut
10.10.2015 13:01
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> Wie schätzt du die Programmierfähigkeiten von Frauen ein?

Schwierige Frage.

Ich habe zwar viele Kolleginnen, ziemlich fähige sogar, aber explizite Code-Betrachtungen habe ich da noch nicht gemacht.

Mir fällt aber schon auf, dass sie sich gerne auf organisatorisches, User-Schnittstellen, Marketing und sowas konzentrieren. Im Bereich IT-Security gibt es praktisch keine Frauen.

Ich kann daher anhand meines Wissensstandes qualitativ nichts negatives über die Code-Qualitäten von Frauen sagen (wenn man die Gender-Idioten und die schwachsinnigen deutschen Universitäten mal weglässt). Aber quantitativ kann ich sagen, dass es nicht nur sehr wenige Frauen gibt, sondern ich den Eindruck habe, dass der Code-Anteil sogar noch unterproportional niedrig liegt.

Ich könnte aufgrund meines Wissenstand nicht behaupten, dass sie nicht könnten (wenn man die Gender-Depinnen und Quoten-Tussis außer Acht lässt), aber ich glaube sagen zu können, dass sie nicht wollen.


James T. Kirk
10.10.2015 12:19
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Diversity-Preis ist berechtigt!

Denn durch die Einfalt im Studium entsteht Vielfalt im Beruf, ihr dummen Breitmachmacker!

Vielfalt im Studium bedeutet Einfalt im Beruf. Weil: Männer dominieren Frauen im Studium. Frauen haben Angst vor solchen Männerdomänen.

Die wird ihnen durch Einfalt im Studium genommen!

Das ist das System dahinter!

Der nächste Diversity-Preis geht an einen rein männlichen Studiengang für Kleinkindpädagogen, denn nur so erhöhen wir die Zahl der männlichen Kindergärtner, die bisher unter der Geschlechterordnung leiden.

Refugees welcome! Solche Studiengänge sind Refugien!


Slartibartfast
10.10.2015 12:27
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Das scheint mir ein echt krummes Ding zu sein, da in Bremen. Der Treppenwitz ist doch der hohe Migrantinnen-Anteil: Die Deutschen Frauen haben auf Informatik offenbar weniger Lust als die Zugezogenen. Die Migrantinnen haben scheinbar noch aus ihrer Heimat das Bedürfnis mitgebracht, dass frau selbst etwas ranschaffen muss.

Noch kurz zur Verteidigung der Deutschen Informatik: Ich sass an einer bayerischen Uni dabei, als ein Excellenz-Förder-Kommitee ein Doktoranden-Stipendien-Programm bewertet hat. Auf die Frage, was denn die Uni zur Förderung von Frauen in dieser Forschungsgruppe gedenke zu tuen, hat sie der leitende Professor gefragt, was sie sich da so vorstellen. Die haben dann rumgedruckst “naja, man muss halt… sie wissen schon” und dann war die Sache gegessen. Feministisches Förderprogramm ist dann auch nie gekommen.


Stuergel
10.10.2015 14:30
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> : Die Deutschen Frauen haben auf Informatik offenbar weniger Lust als die Zugezogenen. Die Migrantinnen haben scheinbar noch aus ihrer Heimat das Bedürfnis mitgebracht, dass frau selbst etwas ranschaffen muss.

Den zwei Teilnehmerinnen des Frauenstudiums, mit denen ich zu tun hatte, wurde vom Papa aufgetragen einen Abschluß zu machen, bevor sie ihren Beauty-Salon eröffnen dürfen. Dementsprechend groß war das fachliche Interesse.



Zäld
10.10.2015 16:45
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C: “Ist das nicht eigentlich unverschämt so etwas? Diskriminerung und so?”

Man kann ja mal die Gegenprobe machen:

“Die Mehrheit der Module des IFI – Modulkatalogs steht nur männlichen Studenten des Studiengangs offen (Kennzeichnung in der Rubrik „Verwendbarkeit“ durch” – “). Bei Modulen, die für Studierende anderer Studiengänge geöffnet werden, ist dies explizit formuliert.”

Na da wäre aber was los…


Stakhanov
10.10.2015 17:23
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@Hadmut

“Im Bereich IT-Security gibt es praktisch keine Frauen”

Interessant. Laut en-wikipedia:

[Paranoid Personality Disorder] occurs in about 0.5%–2.5% of the general population.[4][10] It is seen in 2%–10% of psychiatric outpatients. It occurs more commonly in males.[10]

Vielleicht muss man Paranoiker sein, um in IT-Security gut zu sein? Der Paranoiker sieht in jedem freundlichen Gesicht, in jedem Angebot ein Täuschungsmanöver und grübelt, was sich wohl dahinter verbergen mag.

Der IT-Security-Experte sieht jedes Betriebssystem als Schreckenshaus, gespickt mit Fallstricken, Schlangengruben und Stahlfedern mit Boxhandschuhen vorne dran (SPROIOIOIOINGGG.)

Womöglich muss nur der (noch zu identifizierende) Neurotransmitter, der Paranoia verursacht, Informatik-Studentinnen appliziert werden, um auch sie zu befähigen, Sicherheitslücken zu schließen.

Oder sie lesen einen Stapel alte MAD-Magazine mit der Serie “Spy vs. Spy”.


Hadmut
10.10.2015 17:30
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> Vielleicht muss man Paranoiker sein, um in IT-Security gut zu sein?

Unter den guten IT-Sicherheitsleuten in meinem Bekanntenkreis ist nur ein einziger, den ich als Paranoiker einstufen würde. (Ich hatte neulich eine Diskussion mit ihm, weil er vorhatte, normale Passagierflugzeuge für normale Businessflüge nur noch mit einem modernen, extra kompakten Fallschirm zu betreten. Ich vertrat den Standpunkt, dass ihm das Ding erstens nichts nutzt, weil man aus einer Passagiermaschine im Notfall eh nicht rauskommt und auch die Türen nicht aufbekommt, ihm das zweitens aber Fragen bei der Sicherheitskontrolle bescheren würde, die könnten das vielleicht anders auffassen.)

Bei allen anderen würde ich sagen: Die haben einfach Recht. Hat sich alles bestätigt. Wirkt nur auf Laien manchmal wie Paranoia. Und ja, genau das könnte ja die Berufswahl beeinflussen. Reicht ja, wenn es auf Außenstehende wie Paranoia wirkt.


Wolfgang T.
10.10.2015 18:34
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Zu Informatik und Frauen, bin ich auf Dame Stephanie Shirley gestoßen:

Sie ist Feministin, Firmengründerin und hat die ersten 15 Jahre nur Frauen eingestellt.

Was mich dabei erstaunt, Sie ist damit zur dritt reichsten Britin geworden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stephanie_Shirley
https://en.wikipedia.org/wiki/Steve_Shirley
https://www.ted.com/talks/dame_stephanie_shirley_why_do_ambitious_women_have_flat_heads?language=de#t-810520
http://www.zeit.de/2014/21/stephanie-shirley-portraet/komplettansicht
jungen Frauen von heute haben “, habe es kinderleicht”, Britain’s first Ambassador for Philanthropy on why women today really have ‘got it dead easy’:
http://www.independent.co.uk/news/people/dame-stephanie-shirley-success-has-a-cost-women-today-are-so-na-ve-9687846.html

Freelance Programmer: the story of Dame Stephanie Shirley
https://www.youtube.com/watch?t=3&v=d5nzJ1rQBew

Bücher:
Leaders in Computing: Changing the digital world
by BCS the Chartered Institute for IT (Editor), Donald Ervin Knuth (Interviewee), Grady Booch (Interviewee), Linus Torvalds (Interviewee), Steve Wozniak (Interviewee), Vint Cerf (Interviewee), Karen Sparck Jones (Interviewee), Tim Berners-Lee (Interviewee) ,Dame Stephanie Shirley more…
http://www.amazon.com/Leaders-Computing-Changing-digital-world-ebook/dp/B005T24S7A

Let It Go
http://www.let-it-go.co.uk/

Bin über Sie auf diese Konferenz in Berlin gekommen:
Connecting Women in Computing & Technology
27.10.2015 -28.10.2015, Berlin

http://wiwo.konferenz.de/ada/
Es gibt sie wieder, die Pionierinnen!

Das Ada Lovelace Festival bringt sie zusammen, die IT-Profis und Tech-Expertinnen von heute und morgen. Zwei Tage lang geht es in der alten „Bolle Meierei“ um Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch, Inspiration und Mentoring. Erlebt, netzwerkt und fachsimpelt im Herzen von Berlin: wegweisende Keynotes, interaktive Diskussionen, moderne Power-Workshops und vieles mehr zum Thema IT. Erfahrt die neuesten Branchentrends, beeindruckende Forschungsergebnisse, überraschende Geschäftsideen, kleine und große Erfolgsgeschichten! Nicht zu vergessen: Die Energie, die entsteht, wenn Hunderte Frauen zusammenkommen, für die IT nicht nur ein Beruf, sondern eine Einstellung ist!
http://wiwo.konferenz.de/ada/speaker/dame-stephanie-shirley/


Jens
10.10.2015 19:44
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Das sind die Bekloppten, bei denen man mit der Behauptung, dass die Turing-Maschine frauenfeindlich ist, weil sie keine Interrupts kennt, uns deshalb nicht interaktiv agieren könnte, Frauen aber Interaktivität bevorzugten, Professorin werden kann.

In dem Zusammenhang: Habe sowas Ähnliches in der Wikipedia zum Thema Atomsemiotik gefunden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Atomsemiotik

Im Bericht der Arbeitsgruppe wurden Vorstellungen von kulturellen Brüchen und technischem Wandel zusammengestellt,[17] darunter auch solche, die in der Literatur als „phantastisch“[18] bezeichnet wurden. Geopolitische und sprachliche Veränderungen, Bevölkerungswanderungen, globale Katastrophen wurden gleichermaßen diskutiert wie eine „Feministische Welt“, in der „Wissenschaft des 20. Jahrhunderts als fehlgeleitete, epistemologische Arroganz von aggressiven Männern“ abgewertet wurde. Markierungen und Warnungen am Endlager würden „als Beispiel für minderwertiges, ungeeignetes und verqueres männliches Denken“ ignoriert.

(Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern sind über die oben verlinkte Wikipedia-Seite abrufbar.)


Bill
10.10.2015 20:53
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@Slartibartfast:
dazu hat Evo-Chris einen schönen Beitrag:
https://allesevolution.wordpress.com/2012/11/14/gender-equality-paradox-das-rose-projekt/
Fazit:
“Insgesamt spricht dies für die hier schon wiederholt angeführte Theorie, dass bei mehr Wohlstand und Wahlfreiheit die Kinder eher ihren Interessen folgen, während in Ländern, die nicht so reich sind, eher das gefragt ist, was einen nach oben bringt.”


EinInformatiker
10.10.2015 21:51
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Ich will jetzt doch noch mal ernsthaft fragen welchen Sinn denn nun überhaupt die “Kritik” an der Turing Maschine haben soll. Können Frauen keine Turing-Maschinen programmieren weil die “keine Interrupts zulassen”? Ich habe mal mit einer zusammen den Kurs Komplexitätstheorie durchgearbeitet. Die konnte die Übungs-Programme nicht schreiben, aber sie hat die Definition nicht kritisiert, sondern einfach abgeschrieben.
Welchen Vorteil also soll eine Turing Maschine mit Interrupt bringen. Wobei ich zugeben muß, dass ich jetzt nicht weiß was die da mit Interrupt meinen. Äußeren Eingriff? Aber ein Programm läuft doch automatisch ab da kann mam doch nicht interaktiv eingreifen, außer durch ein Signal oder wollen die von Hand auf das Band schreiben oder die Maschine (so sie denn physisch realisiert sei) am nächsten Rechenschritt hindern,also das Programm während des Ablaufs ändern? Die müssen sich doch irgend was dabei gedacht haben? Oder sind wir komplett im Irrenhaus?


N. Laus
11.10.2015 9:16
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Ohne es nachgeprüft zu haben, denke ich, dass du alles nur falsch verstanden hast. Es geht in Bremen doch gar nicht darum getrennt zu forschen. Getrennt wäre, wenn es auch noch einen Männerstudiengang gäbe. Aber in echt geht es doch darum, dass es einen für Frauen+Männer und einen nur für Frauen gibt, also Bonusextrawurst. Oder?!


Hadmut
11.10.2015 9:55
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@N. Laus:

Nee.

Zu einem anderen Frauenstudiengang an anderem Ort wurde mir mal erklärt, dass es darum ginge, zudringliche und unverschämte Araber unter den Studenten abzuhalten, was man aber aus politischen Gründen nicht laut sagen dürfte.

Der Hauptgrund ist aber, denen einfach drastisch niedrigere Prüfungsanforderungen zu verschaffen. Die müssen da nichts können.


pufaxx
11.10.2015 11:04
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Politisch korrekte Diskriminierung – von AhoiPolloi mal wieder großartig auf den Punkt gebracht:

http://ahoipolloi.blogger.de/stories/2537688/


Zäld
11.10.2015 11:51
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Wo kommt denn das eigentlich her, daß eine Turingmaschine frauendiskriminierend sein soll? Im Netz finde ich irgendwie nichts darüber. Oder wurde das vielleicht auf einer Konferenz gesagt oder so?

Zur Mitnahme von Fallschirmen in Flugzeugen: Das ist relativ problemlos möglich. Wer als Springer woanders hinfährt, will sein teures Gerät nicht unbedingt als Gepäck aufgeben, sondern Kontrolle darüber haben und es in die Kabine mitnehmen. Das geht schon, nur könnten die Sicherheitsleute aufmerksam werden, wenn sie auf dem Röntgengerät den Öffnungsautomaten sehen und das nicht kennen; das ist so’n Kästchen mit einem etwas längeren Kabel dran. Aber die Mitnahme ist ganz offiziell erlaubt.

Dennoch bekommt man im normalen Passagierflugzeug die Tür wegen des Überdrucks gar nicht auf.


Hadmut
11.10.2015 12:27
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> Wo kommt denn das eigentlich her, daß eine Turingmaschine frauendiskriminierend sein soll?

Müsste ich nachgucken, aber wenn ich mich jetzt richtig erinnere, waren das Schriften und Diss von Heidi Schelhowe.

Guck mal

https://www.uni-due.de/~kte0b0/Fraforsc.htm

http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/documents/Schelhowe_Quer_denken.pdf

ob das da drin stand. Sonst müsste ich mein Archiv durchsuchen und dafür habe ich gerade keine Zeit.


EinInformatiker
11.10.2015 13:32
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Also ich meine wenn man Interaktion mit der Turing Maschine so definieren könnte, dass dadurch eine Maschine mit mehr Möglichkeiten entsteht wärs ja sinnvoll. Aber das müßte dann ja formalisiert werden. Soweit ich sehe ist doch aber das letzte Wort dazu gesagt. Sofern sich menschliches Rechnen formalisieren läßt, ist alles was berechenbar ist mit einer Turing Maschine berechenbar. Damit kann man aber dann nachweisen, dass das Halteproblem und damit verwandte Probleme nicht durch einen allgemeingültigen Algorithmus lösbar sind. Es muß immer im Einzelfall durch Erfindungsgeist versucht werden einen Algorithmus zu finden, bzw. nachzuweisen ob das Programm halten wird. Das könnte man als Eingriff bezeichnen. Ich vermute mal dass das im Hintergrund hinter dem Begriff Interaktion ´herumspukt. Nur der erfinderische Einfall läßt sich ja eben nicht in einen allgemeingültigen Algorithmus packen. Aber das wußte man ja schon zu Zeiten Turings. (Ich habe jetzt nicht versucht meine Ausdruckaweise auf Exaktheit zu prüfen, da müßte ich in den Artikel reinschauen)
Also wenn dann müßte man die Interaktion ja formalisieren, aber das kann ja nicht allgemeingültig sein. Aber bei der Schelhowe habe ich gerade gelesen, dass man meint, dass das Modell des Computer nichtr formal von der Außenwelt abgehoben sein soll, sondern dass die Interaktion mit dem Computer wesentlich sein soll. Und angeblich sollen darüber auch andere Leute (auch in den USA) sinniert haben. Also ich weiß nicht worauf das jenseits des Unsinns (von der Diskriminierung) hinaus laufen soll. Jenseits dieses Blödsinns scheint mir das reine Mache zu sein, denn da man einen Computer bedient scheint ja klar zu sein. Aber ich bin unsicher, da da ja auf andere Leute verwiesen wird. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob das möglicherweise Soziologen sind. Aber bevor nicht jemand der da mehr weiß was dazu aufklären kann hab ich keine Motivation da nachzuforschen.


Hadmut
11.10.2015 13:46
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@EinInformatiker: Sowas faselt man halt, wenn man von Informatik intellektuell überfordert ist (und trotzdem Professorin für Informatik geworden ist).


Knirsch der Hirsch
11.10.2015 13:33
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Dahingegen ist mir mal durch den Kopf gegangen, ob Fallschirme an
hohen Gebäuden nicht Sinn machen würden, so wie Rettungsringe
an Brücken. Statt mit Tüchern wedeln.


EinInformatiker
11.10.2015 16:01
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>> Soll man lachen oder weinen?

Also ich muß sagen. ich mußte gerade wieder lachen. Denn jedesmal wenn ich die Hauptseite runter blättere stoße ich ja auf die Überschrift. Und jedesmal muß ich bei der Überschrift lachen. Seit gestern, hört nicht auf. Nicht mehr zum Lachen zumute ist mir allerdings wenn ich daran denke in welcher Gesamtsituation sich das alles abspielt.


Phil
11.10.2015 16:03
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Dahingegen ist mir mal durch den Kopf gegangen, ob Fallschirme an
hohen Gebäuden nicht Sinn machen würden, so wie Rettungsringe
an Brücken. Statt mit Tüchern wedeln.

Unsinn.

Häuser sind i.d.R. nicht hoch genug und es gibt darunter üblicherweise auch keine Landefläche. Außerdem würden sich die meisten beim Landen die Beine brechen und den Rettungskräften im Weg herum liegen.
Brücken sind entweder flach genug um von der Seite heran zu können, oder so hoch das ein Rettungsring nicht mehr nützt. Man fällt nicht versehentlich von einer großen Brücke.

Wie kommst du überhaupt auf das Thema.


Stakhanov
11.10.2015 21:37
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War einmal in einem Rohbau, 14. Stock, unten war ein mords hoher Stapel aus weichen Styropor-Platten (für die Dämmung).

Verspürte einen fast unwiderstehlichen Impuls, einfach runterzuspringen und die Bremsfunktion des Styropors auszutesten. Hab es dann doch nicht gemacht, wohl besser so 🙂