Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Professur: Informatik für Technophobe

Hadmut
21.3.2015 13:53

Juniorprofessur W1 Gender – Diversity in Informatiksystemen

Anforderungsprofil:
Erwartet werden ein Hochschulstudium und eine sehr gute Promotion mit Abschluss im Fach Informatik oder in den Arbeitswissenschaften sowie fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Gender-Diversity Studies in den MINT-Fächern.

Im Fach Informatik also nur formale Abschlüsse, die es per Frauenquote für umme gibt. Fundierte Kenntnisse nur in „Gender Studies” verlangt (was erstaunlich ist, denn in Gender Studies gibt es ja gar nichts Fundiertes.)

Thema?

Die Professur ist thematisch dem interdisziplinären Forschungsschwerpunkt “Social Link (Solin) – Always Online?” zugeordnet, der an der Universität Kassel im Rahmen der hessischen Landes- Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) eingerichtet ist.
Der Forschungsschwerpunkt der Professur soll im Bereich der Bewertung und Erforschung von Mensch-Maschine-Systemen unter Genderaspekten liegen.
In der Lehre soll im Fach Informatik das Gebiet “Gender-Diversity in Informatiksystemen” an der Schnittstelle zwischen der Informatik und den Sozialwissenschaften vertreten werden. Eine Beteiligung am Studienprogramm der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Frauen- und Geschlechterforschung ist vorgesehen.

Klarer Fall von Schwafel-Professur für Frauen um die Quote zu erhöhen.

19 Kommentare (RSS-Feed)

Benutzername
21.3.2015 15:02
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LOEWE? Wie die Fernseher? Sind die nicht pleite? 😉


Alex Schwarzer
21.3.2015 15:12
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>Erforschung von Mensch-Maschine-Systemen unter Genderaspekten

Wie bitte?


Hadmut
21.3.2015 15:28
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> >Erforschung von Mensch-Maschine-Systemen unter Genderaspekten

> Wie bitte?

Hört sich irgendwie nach Vibrator an.


Emil
21.3.2015 15:30
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Ich frage mich immer, wie ein solches ProfX außerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften überhaupt zu Studenten kommt. Gender-Tussis interessieren sich in der Regel nicht für Informatik und Informatiker nicht für Gender-Stuss.


Benutzername
21.3.2015 15:43
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Das Problem was Ich da sehe ist, daß Männer und Frauen Technik tatsächlich unterschiedlich benutzen und unterschiedlich herangehen an Geräte und deren Bedienung. Da kann man an der Schnittstelle Mensch-Maschine noch viel verbessern.

ABER bei dem Anforderungsprofil wird da nur Papier vollgeklekst werden, viel heiße Luft postuliert und nichts Nutzbares produziert werden, außer einem warmen Pöstchen für eine verdiente treue Soldatin. Und zu jedem Scheiß ungefragt ihren Senf dazu geben.


pjüsel
21.3.2015 16:20
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> Erforschung von Mensch-Maschine-Systemen unter Genderaspekten

Hört sich irgendwie nach Pfefferspray, Delete-Me-Button und Störgeräusche an :>


Gedöns
21.3.2015 16:28
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Ja, es wird nicht bei knapp 200 und in naher Zukunft auch nicht bei 425 Genderprofessuren bleiben – eher gibt es einen Wettbewerb um die Höchstzahl solcher an den Hochschulen:
https://www.danisch.de/blog/2015/03/19/gender-putsch-in-baden-wurttemberg/comment-page-2/#comment-73691
Das sichert öffentliche Aufträge ab und stimmt auch die Quoten in Aufsichtsräten und Vorständen wohlwollend. In Kassel macht man da also alles „richtig“.


[…] Der Forschungsschwerpunkt der Professur soll im Bereich der Bewertung und Erforschung von Mensch-Mas… […]


der eine Andreas
21.3.2015 17:34
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SUPER!
In der Anzeige ist ja auch der Link http://www.social-link.uni-kassel.de/ wo die Ziele wie folgt erläutert werden:

“Ziele von Social Link
Zentrales Ziel ist die interdisziplinäre Erforschung und Gestaltung eines neuen gesellschaftlichen Kommunikationsparadigmas (Social Link) für eine optimierte Gestaltung der Arbeit von Wissensarbeitern und die Unterstützung ihrer Work-Life-Balance.
Für diese Vision soll ein neuartiges Kommunikationsparadigma entwickelt werden, das die benötigte Aufmerksamkeit des Senders signifikant reduziert und durch selektive Informationszufuhr (z.B. basierend auf dem Benutzerkontext) den Empfänger entlastet. Langfristig soll das Kommunikationsparadigma auf weitere Zielgruppen ausgeweitet werden und neue technische Entwicklungen aufgreifen. Hierfür werden Methoden der interdisziplinären Technikgestaltung weiterentwickelt. Die beteiligten Disziplinen arbeiten von Anfang an in vier Arbeitsbereichen zusammen, um Grundlagen zu erarbeiten und Anforderungen zu formulieren, technische Demonstratoren und soziale Lösungen zu entwickeln und diese zu evaluieren.”

Das BlaBlaMeter gibt einen Bullshit-Index von sagenhaften 0,97!

Kein Wunder, dass da eine Genderprofessur ausgeschrieben wird, die brauchen noch eine/-n Lufterhitzer/-in.


Hadmut
21.3.2015 17:48
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> für eine optimierte Gestaltung der Arbeit von Wissensarbeitern und die Unterstützung ihrer Work-Life-Balance.

Ach, das heißt jetzt nicht mehr a) Wissenschaftler und b) Faule, sondern zusammengenommen „Wissensarbeiter” ?


Hadmut
21.3.2015 17:50
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Ach nee, sie meinen mit Wissensarbeiter doch was anderes als Wissenschaftler.


der eine Andreas
21.3.2015 17:43
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Uarghhhh- Nachtrag:

1,2!!!!!!

Ein Bullshit-Index von 1,2!

Man lese bitte die Projektbeschreibung:
http://www.social-link.uni-kassel.de/projektbeschreibung/

AB2 erreicht sogar 1,23!

Ich habe schon lange nicht mehr so viele Ausrufezeichen verbraucht 🙂


Manfred P.
21.3.2015 18:29
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>Erwartet werden ein Hochschulstudium und eine sehr gute Promotion mit Abschluss im Fach Informatik oder in den Arbeitswissenschaften

Wie denn? Sind Qualitätsanforderungen nicht frauenausgrenzend?

Die können sich auch nicht entscheiden…


Carsten
21.3.2015 20:56
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Noch so ein Unwort: “Informatiksystem”

Es gibt Informationsverarbeitungssysteme, und Informatik ist die Wissenschaft darüber.

Informatik als Wissenschaft der “Informatiksysteme” ist ein Zirkel.


Andy
22.3.2015 1:27
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Was kommt da wohl raus? GUI OS Dialoge wo es zusätzlich zu JA und NEIN auch noch VIELLEICHT, WEISS NICHT und ENTSCHEIDE DU als Option gibt? Ausklappbare Schminkspiegel am Monitor?


der eine Andreas
22.3.2015 6:56
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@Andy:
Nach zwei Jahren “Forschung” kommt heraus, dass für eine ausgeglichene Work-Life-Balance das Firmenhandy am Feierabend ausgeschaltet werden muss.


>Erforschung von Mensch-Maschine-Systemen unter Genderaspekten

Was versteht ihr nicht daran? Hier mal paar Beispiele:

Die Bedienung der Anlagen muss Frauengerecht gestaltet werden. An/Aus Knöppe müssen in Farbe und Bunt sein, und Joysticks sind nur für Schwule und Heteros als Eingabegerät akzeptabel.

Und auch der Hebel an Bohrmaschinen muss umgebaut werden.

Ist doch alles für die Gleichberechtigung.

PS: Ich warte schon lange darauf, daß bei einem Mord etc. nicht mehr nur vom Mörder gesprochen wird, sondern auch alle anderen Geschlechter mit eingezogen werden.


Leserli
22.3.2015 14:40
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Wissensarbeiter? Ist das so ähnlich wie Parteiarbeiter im real existierenden Sozialismus?

Also besser, weil weniger privilegiert, als z.B. (meist pfuimännliche) Wissenschaftler, und deswegen förderungswürdig?


Bert
22.3.2015 19:18
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@pjüsel
> Hört sich irgendwie nach Pfefferspray, Delete-Me-Button
> und Störgeräusche an :>

YMMD 😀