Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wenn der Genderismus Leute aussperrt

Hadmut
20.3.2015 22:34

Es geht bergab mit der Welt. Oder: Was zum Weinen, was zum Fürchten und was zum Lachen.

Manchmal findet sich das so seltsam passend zusammen, worauf mich verschiedene Leser hinweisen.

Da berichtet Genderama über den Studenten, den man für das Äußern unerlaubter Meinungen aus einem College in Oregon rausgeworfen hat.

Er hatte Zweifel daran geäußert, dass es eine „rape culture” gibt und dass jede fünfte Frau an US-Hochschulen vergewaltigt wird. Geht natürlich gar nicht, dafür fliegt man aus der Vorlesung, denn die political correctness steht über der Wissenschaft. Wo käme man hin, wenn Studenten an der Hochschule noch anzweifelten, hinterfragten oder Belege dafür wollten, was ihnen eingetrichtet wird? (Mmmh, nimmt nicht der Genderismus für sich in Anspruch, alles zu „hinterfragen”?)

Beachtlich daran ist nicht etwa, dass man ihn rausgeworfen hatte, weil es falsch sei, was er äußerte, sondern schon deshalb, weil andere sich dabei unwohl fühlen würden, aus der Originalquelle:

The 19-year-old told BuzzFeed News that his professor, Pancho Savery, warned him repeatedly that his views made his classmates uncomfortable before he told him in a March 14 email that he was no longer welcome to participate in the “conference” section of his Humanities 110 lecture-seminar class. […] “There are several survivors of sexual assault in our conference, and you have made them extremely uncomfortable with what they see as not only your undermining incidents of rape, but of also placing too much emphasis on men being unfairly charged with rape,” Savery wrote to True. “The entire conference without exception, men as well as women, feel that your presence makes them uncomfortable enough that they would rather not be there if you are there, and they have said that things you have said in our conference have made them so upset that they have difficulty concentrating in other classes. I, as conference leader, have to do what is best for the well-being of the entire class, and I am therefore banning you from conference for the remainder of the semester.”

Also einfach schon, weil weil andere Leute sich „uncomfortable” fühlen, es denen nicht in den Kram passt. Ob’s stimmt oder nicht wird gar nicht mehr gefragt.

Bemerkenswert auch die Formulierung „several survivors of sexual assault”, wobei man wissen muss, dass in den USA schon ein schiefer Blick, ein blöder Witz oder sonst irgendeine Bemerkung vom Kaliber „Sie füllen ein Dirndl aus” als sexual assault gelten können, erst recht natürlich eine Berührung. Da langen die gleich mit „survivor” zu, eine Opferanspielung auf „holocaust survivor”. Als ob die so eine magische Aura mit sich herumtragen, innerhalb derer sie bestimmen können, was gesagt, gedacht, gemeint werden darf.

Hoppla, kommt einem das nicht bekannt vor? Stimmt. Da gab’s mal die PiratinnenKon, auf der man per Hausrecht verbieten wollte, andere als die feministisch vorgegebene Meinung überhaupt zu haben, gar zu äußern. Und wir hatten ja auch schon beleuchtet, dass an amerikanischen Universitäten manches schon gar nicht mehr gelehrt werden kann, weil sich alle möglichen Leute dabei „uncomfortable” fühlen würden.

Genderismus ist luxusverwöhnte Dekadenz: Nur niemals nicht mit irgendetwas konfrontiert werden, was einem Unwohlsein bereiten könnte.

Dabei ist das paradox, Leute, macht Euch das mal klar, wie absurd das ist: Sagt man ihnen, dass das alles ganz gefährlich ist, dass jede 5. Frau vergewaltigt wird, dann fühlen sie sich wohl. Sagt man aber, dass stimmt nicht, das gibt es nicht, Frauen sind nicht – oder viel weniger – gefährdet, dann fühlen sie sich unwohl.

Bei jedem Menschen, der noch halbwegs bei Verstand ist, wäre es umgekehrt.

Noch mehr als bisher wird man auch auf Twitter künftig abweichende Meinungen rauswerfen. Gegen jeden, der Kritik äußert, wird man gleich fertige Dossiers erstellen und an die Behörden übermitteln. Hach, wenn das die Stasi noch hätte miterleben dürfen. Obwohl: Es gibt ja Leute, die der Meinung sind, dass alles das, was wir gerade erleben, die feindliche Übernahme der „BRD” durch die Stasi im Untergrund ist.

Schön ist hingegen dieser Fall des Rauswurfs – oder besser gar nicht erst reinlassens: In Balsham, Cambridgeshire, ich denke, das dürfte in England sein, kam die 31-jährige Dr. Louise Selby trotz gültigen Zugangscodes nicht in die Damen-Umkleide eines Fitness-Studios. Warum? Weil der Computer aus Sicherheitsgründen interveniert hat. Das Sicherheitssystem war nämlich so programmiert, jeden, der einen Dr. trägt, für einen Mann zu halten, und Männer haben in der Damen-Umkleide ja nichts zu suchen.

Was uns zwei Erkenntnisse bringt:

Erstens, dass die Engländer sehr wohl noch zwischen Männchen und Weibchen unterscheiden, während bei uns der Trend ja zum Einheitsklo geht. (Ist Euch schon mal aufgefallen, dass das mit dem Einheitsklo nur da gilt, wo Männer sich beim Stehpinkeln zugucken lassen müssen, während Frauen sich in Kabinen einschließen, der Feminismus aber nirgends erlaubt, dass Männer sich in den Damen-Umkleiden herumtreiben können, um da mal zuzugucken.)

Zweitens, dass die Engländer – Stereotype hin oder her – davon ausgehen, dass es doch eindeutige Unterscheidungsmerkmale zwischen Männern und Frauen gibt. Konsequenterweise müsste man promovierte Frauen von allen Quotenstellen ausschließen.

31 Kommentare (RSS-Feed)

horsti
20.3.2015 22:45
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Sowas sollte man hier auch einführen. Denn dann werde ich mal Gender studieren und alle Feministinnen, die nur die kleinste männerfeindliche Bemerkung machen, aus der Vorlesung entfernen lassen, Profx inclusive natürlich.


peter
20.3.2015 22:56
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tja, auch die Amis degenerieren. Und schließlich haben die uns ja mit PC “beglückt” … oder “bereichert” (bin mir gerade nicht sicher, welcher Begriff da besser passt).


shockley
21.3.2015 0:16
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Es gibt allerdings Zweifel, ob sich die Dinge wirklich so zugetragen haben, wie der Student berichtet:
http://reason.com/blog/2015/03/19/male-students-non-pc-views-on-rape-stati

Zudem ist es ein privates College. Die können rausschmeißen, wen sie wollen, nach den Kriterien, die ihnen gefallen. Ich habe auch kein Problem damit, wenn ein private, katholische Hochschule einen Theologie-Studenten rausschmeißt, weil er die ganze Zeit ketzerisch-atheistische Parolen gröhlt.


Hadmut
21.3.2015 0:37
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> Die können rausschmeißen, wen sie wollen, nach den Kriterien, die ihnen gefallen.

Nicht ganz.

Private Colleges brauchen in den meisten Ländern (und ich glaube, auch in den USA) eine staatliche Zulassung und damit eine gewisse Bindung an Verfassungsrecht.

Außerdem nehmen private Colleges in der Regel Geld, schließen also einen Ausbildungsvertrag ab. Da können die auch nicht machen, was sie wollen.

Aber selbst wenn das so wäre: Deshalb wäre ich doch nicht daran gehindert, darüber zu schreiben.


Neo
21.3.2015 0:20
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Irgendwie erinnert das doch sehr stark an eine Religion.

Bei absolut jeder Religion gibt es Dinge die einfach geglaubt werden müssen. Wer diese zentralen Inhalte nicht glaubt wird dann je nachdem als Ketzer oder Häretiker bezeichnet und ist dann eben “draußen”. Dasselbe scheint mir hier vorzuliegen.

Jeder der die Glaubenssätze von “rape culture” und daß jede fünfte Frau schon einmal vergewaltigt wurde (was auch immer man jeweils darunter versteht) in Zweifel zieht ist ein Ketzer und katapultiert sich damit aus der Gemeinschaft. Und genau wie bei einer Religionsgemeinschaft sieht man darin nichts falsches, sondern eine voll gerechtfertigte Maßnahme zum Schutz der “Gläubigen”.

Während es aber bei den herkömmlichen Religionen weitgehend Konsens ist, daß Religion und Staat voneinander getrennt sein müssen (auch wenn wir das in Deutschland mit der Kirchensteuer immer noch nicht auf die Reihe gekriegt haben), kennen die “neuen” Religionen Feminismus (aber auch Ökologismus) diese Trennung nicht. Das führt dann naturgemäß zu Problemen der beschriebenen Art.


Emil
21.3.2015 0:24
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Das Problem des College-Studenten ist, dass der Humanities 110-Kurs für alle Studenten Pflicht ist, egal was sie studieren. Sowas versuchen sie an deutschen Universitäten mit dem Gender-Scheiß ja auch.

Savery’s conference class is carrying on one of Reed’s oldest and most venerated traditions: Humanities 110.

A required course for every first-year student for six decades, Hum (pronounced hyoom, of course) is the glue that bonds Reedies not only across campus but also across generations. Hum is a shared intellectual experience for all students, whether they major in physics or classics.

http://www.reed.edu/reed_magazine/nov2002/features/humanities/

Da ist auch ein Bild vom Prof (Pancho Savery) mit Rasta-Mütze. Der Arsch [Verkneif Dir gefälligst diese Wortwahl und derartige Beleidigungen, sonst fliegst Du hier raus. Das geht auf Kosten meines Blogs! H.D.] kommt sich wohl mächtig cool vor.


Benutzername
21.3.2015 0:37
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Der neue Hebel des Totalitarismus: bloß keine Gefühle verletzen! Arme vergewaltigte Frauen, die sich auf Studentenparties vollaufen lassen und dann sich unwohl fühlen, weil sie durchgenudelt wurden vom ekeligen Mann. Wo kämen wir denn da hin, wenn diese armen kleinen besonderen Schneeflöckchen für ihre Handlung Folgen und Verantwortung tragen müssten? Das geht doch nicht! #aufkreisch

passend zum Thema ein Interview mit einer erschreckend vernünftigen linken lesbischen Frauenrechtlerin (Ich glaube man kann sie so bezeichnen), die den Totalitarismus, die Verdummung und Indoktrinierung an der modernen Uni kritisiert:

Everything’s Awesome and Camille Paglia is Unhappy!
http://reason.com/reasontv/2015/03/19/everythings-amazing-and-camille-paglia-i

Ich hätte nicht gedacht, daß Ich so jemand mal in vielen Punkten zustimmte. Und sie hat in vielem Recht mit ihren Beobachtungen, zwar auf die US of A, aber von da schwappt das mit Verzögerung ja auch immer zu uns herüber.


Tante Doktor
21.3.2015 1:01
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Seit wann müssen Ärzte promovieren damit sich Doktor nennen können? Das ist doch ein Witz.


Gerd
21.3.2015 4:09
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Männer in der Frauen-Umkleide geht schon.

Da ist kürzlich eine Frau aus einem Fitness-Studio geflogen, weil sie sich über einen Mann beschwert hat, der sich dort umzog. Natürlich kein normaler, heterosexueller, sondern eine Transe. Der hatte das Recht, sich bei den Frauen umzuziehen, und keine Frau hat das Recht, sich dabei “unwohl ” zu fühlen.

In der PC kommt es also immer auf den Einzelfall an, wer Opfer ist und wer sanktioniert wird.


Herrmann
21.3.2015 7:06
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@ “survivors”

*hüst* …also bei aller Ehre… aber ÜBERLEBENDE einer Vergewaltigung… also bitte!

Von Vergewaltigung an sich stirbt man nicht und ist noch keiner gestorben!

Es gibt aber in “Tateinheit” mit Mord oder versuchten Mord oder Tötung, noch das Problem, dass man eine Leiche nicht “Vergewaltigen” kann, sondern nur “Schäden” —> Mit anderen Worte: Eine SACHBESCHÄDIGUNG tätigen. Denn mehr ist es nicht!

D.h. bestenfalls kann ich einen Mordversuch oder eine Tötungsabsicht “überleben” …aber eine Verwaltigung ist eben eine Vergewaltigung und eben weder Mordversuch noch Tötungsabsicht.

Jedenfalls “Survivor” einer Vergewaltigung zu sein ist allein technisch nicht möglich und absolut unlogisch.

Lächerlich sowas zu sagen. Aber ich sehe schon. Ich wäre gleich aus dem ganzen Land rausgeflogen! lol


der eine Andreas
21.3.2015 10:24
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Achtung Welt!
Wichtige Aktion!

http://www.spiegel.de/schulspiegel/karlsruhe-protest-mit-binden-wird-weltweites-phaenomen-a-1024616.html#js-article-comments-box-pager

Seid die Menschen nicht mehr 12 Stunden am Tag arbeiten müssen, um nicht zu verhungern, läuft es irgendwie falsch 🙂


Heinz
21.3.2015 11:04
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> und Männer haben in der Damen-Umkleide ja nichts zu suchen.

Aber wehe es ist etwas kapputt, dann kann Mann gar nicht schnellö genug da sein, um es zu reparieren.

> wo Männer sich beim Stehpinkeln zugucken lassen müssen, während Frauen sich in Kabinen einschließen

Also in der Kabine im Stehen pinkeln.


Heinz
21.3.2015 11:06
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> Zudem ist es ein privates College.

…das massiv staatlich gefördert wird – wie bei uns.


El_Mocho
21.3.2015 11:32
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Wie kommt es eigentlich, dass PC/Genderismus usw. grade in den USA so stark ist? Linke Regierungen bzw. Linke in den Gremien/Richterwahlausschüssen dürfte es dort doch wesentlich weniger geben, oder irre ich mich?


Hadmut
21.3.2015 11:58
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@El_Mocho:

Gute Frage. Schwere Antwort.

Die Amis fahren jedenfalls sehr auf allen möglichen Hokus-Pokus und Esoterik ab, deshalb entstehen dort ja auch die abgefahensten Sekten und jeder religiöse Klamauk. Die haben da einen überhöhten Freiheits- und auch Abwehrdrang gegen fiktive Gefahren, weshalb da ja auch so viele mit der Wumme rumrennen.

Außerdem sind die Amis ideologisch sehr orientierungsbedürftig, die brauchen immer irgendwen, der ihnen sagt, wo’s langgeht, und deshalb sind sie sehr anfällig für Scharlatane, Betrüger, Gurus und sowas.


Heinz
21.3.2015 11:56
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@Emil

Erwachsene, die mit ihrem Äußeren ihre Weltanschauung demonstrieren, waren mir schon immer suspekt. (Jugendliche in der Selbstfindungsphase dürfen das.) Das ist ein sicheres Zeichen einer schwachen aber narzistischen Persönlichkeit, die sich ständig nach außen hin ihres Selbstbilds vergewissern muß. Unter solchen Leuten finden sich die größten Ideologen und intolerantesten Charaktere. Prominente Beispiele aus Deutschland sind neben alternden Skinheads oder den ubiquitären Rastalockenträgern Politikdarsteller wie Kahane oder Höfinghoff.


Neo
21.3.2015 12:15
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@Hadmut:

“Außerdem sind die Amis ideologisch sehr orientierungsbedürftig, die brauchen immer irgendwen, der ihnen sagt, wo’s langgeht, und deshalb sind sie sehr anfällig für Scharlatane, Betrüger, Gurus und sowas.”

Diese These halte ich zumindest für sehr fragwürdig. Wenn ich mir da meine Volksgenossen ansehe könnte ich das Wort “Amis” jedenfalls, ohne mich einer Übertreibung schuldig zu machen, mit “Deutschen” austauschen.

Wie steht es denn bei uns mit Ökologismus, Homöopathie (die übrigens, ebenso wie die Anthropologie, ein Deutscher erfunden hat) oder der AGW-Religion? Auch hätten wir da durchaus noch die Anthropologen mit ihren Waldorf-Schulen im Angebot. Und da lässt sich noch einiges mehr finden. Ich räume ja durchaus ein, daß einiges aus den USA hierher kommt, aber die Menschen glauben auch hierzulande an derartigen Quatsch wie man in früheren Zeiten eben der “heiligen Mutter Kirche” glaubte.


Hadmut
21.3.2015 12:17
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@Neo: Würde ich nicht sagen. Ich halte die Deutschen in der Tendenz eher für skeptisch und fast alles ablehnend.

Einen anfälligen Bevölkerungsteil gibt es natürlich schon, aber ich schätze ihn hier niedriger ein als in den USA.


petpanther
21.3.2015 13:15
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@Benutzername

Danke für den Link!

Tolles Interview mit Camille.


Emil
21.3.2015 13:16
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@El_Mocho
> Wie kommt es eigentlich, dass PC/Genderismus usw. grade in den USA so stark ist?

Letzlich geht es um die Entmachtung der WASP-Elite (white anglo-saxon protestant males), die in den USA (durch massive Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen) zunehmend zur Minderheit geworden ist. PC/Genderismus/Multikulti sind alles Strategien, um deren Sturz herbeizuführen und andere Kräfte an die Macht zu bringen. Ein Zentrum sind die Universitäten, wo gerade in den Geisteswissenschaften sogenannte “Liberals” Schlüsselpositionen einnehmen, und den akademischen Nachwuchs einer systematischen Gehirnwäsche unterziehen.

Wie erfolgreich diese Gruppen sind, zeigt sich u.a. daran, dass mit Barack Obama erstmals ein Schwarzer Präsident werden konnte und mit Hillary Clinton erstmals eine Frau gute Chancen auf die nächste Präsidentschaft hat. Vor 20 Jahren wäre das noch unvorstellbar gewesen.

Aber man braucht nicht unbedingt nur an die Spitze zu schauen: in den letzten Jahren sind in den USA etliche Frauen und Angehörige von Minderheiten in hohe Positionen in Regierung, Verwaltung und Justiz gelangt und haben dadurch einen Teil der WASP-Elite erfolgreich verdrängt.


petpanther
21.3.2015 13:20
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@El_Mocho

Die USA sind im Würgegriff der kulturmarxistischen PC.

Camille Paglia erläutert es gerad in ihrem Interview. Link oben.


der eine Andreas
21.3.2015 13:47
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Schweine im Weltall – äh, doch nicht ganz:
“Wir schreiben das Jahr 3216. Das Raumschiff Genderpreis soll im Zuge einer Forschungsreise unter Leitung des alten Haudegens Roderich Vingar in die Tiefen unserer Galaxis vordringen. Diese Mission steht aber unter keinem guten Stern. Nicht nur, dass die Crew nach einer strikten Quotenregelung zusammengestellt werden musste, nein, man muss jetzt noch in jeder Lebenslage gender- und gleichstellungskonform vorgehen. Und um dies zu gewährleisten, wurde eine Sonderbeauftragte abgestellt, die, zusammen mit einem Fernsehteam, das Leben an Bord gehörig durcheinanderwirbelt. Das kann schon für Anspannungen sorgen, besonders, wenn man es im weiteren Verlauf mit Quotenkriegern, dunklen Lords, Geheimwaffen, einer Zombie-Apokalypse der besonderen Art sowie einem Planeten voller Kuscheltiere zu tun bekommt, denen man möglichst gewaltfrei begegnen muss.”
http://www.amazon.de/Raumschiff-Genderpreis-seltsamen-Abenteuer-Raumschiffs/dp/3734731127/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1426940782&sr=8-1&keywords=Raumschiff+Genderpreis

Leseprobe:
https://books.google.de/books?id=gIsFBgAAQBAJ&pg=PT10&lpg=PT10&dq=Raumschiff+Genderpreis&source=bl&ots=8rADETn0MX&sig=vRc0DeGdffMSjhOv0O8m6fxR6Tk&hl=de&sa=X&ei=_mINVda4IIPzaI7kgegF&ved=0CEkQ6AEwCQ#v=onepage&q=Raumschiff%20Genderpreis&f=false


dentix07
21.3.2015 15:24
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@ Tante Doktor
In Deutschland gibt es den Doktortitel auch für Mediziner NICHT ohne Promotion und das schon ziemlich lange, so etwa seit dem Mittelalter!


Benutzername
21.3.2015 15:24
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@Neo

Ich glaube Du meinst Anthroposophie. Das hat der olle Rassist Steiner erfunden. Und Waldorfschulen und diversen anderen esoterischen Kram hat der auch erschaffen.

Anthropologie ist die Erforschung des Menschen. Zwar auch von einem Deutschen geprägt der Begriff, hat aber nichts mit Namenstanz zu tun. Außer als Forschungsgegenstand. 😉

@Emil

Quatsch. Die Genderideologie wird doch von W.A.S.P. Frauen getragen. Fast alle weiß wie Kalk und neuenglisch und treiben sich dort im akademischen Biotop herum. Sie sägen doch am eigenen Ast, aber Nachdenken ist deren Sache ja nicht.

Die Verschiebung der Demographie in den VSA geschieht von allein durch Einwanderung und Geburtsraten und die Machtverschiebung kommt da von allein mit der Zeit.


Emil
21.3.2015 15:39
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@Benutzername
> Quatsch. Die Genderideologie wird doch von W.A.S.P. Frauen getragen. Fast alle
> weiß wie Kalk und neuenglisch und treiben sich dort im akademischen Biotop herum.

Na ja, die Schlüsselfiguren des amerikanischen Femismus haben fast alle einen jüdischen Hintergrund, da bleibt vom WASP oft nur noch das W übrig.


dentix07
21.3.2015 15:40
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@ Neo
Äh, meinst Du evtl. Anthroposophen, statt Anthropologen?
Bei ersterem paßt der Bezug zu Steiner (Homöopathie) und den Waldorfschulen, das zweite ist viel älter und tatsächlich Wissenschaft!

Nachtrag @ Tante Doktor
Es hat sich zwar eingebürgert jeden Arzt mit Doktor anzureden/Doktor zu nennen, aber in Deutschland ist das eigentlich nur korrekt wenn derjenige tatsächlich promoviert hat, oder den ihm verliehenen ausländischen Titel führen darf.
Arzt/Zahnarzt ist man nach bestandenem Staatsexamen, als Arzt/Zahnarzt arbeiten darf man nach Erteilung der Approbation, Doktor ist man erst nach Promotion.
Als Arzt, aber Nicht-Doktor, gibst Du irgendwann auf die Patienten zu korrigieren, es hat sich zu fest gesetzt!


Joe
21.3.2015 16:12
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Da langen die gleich mit „survivor” zu, eine Opferanspielung auf „holocaust survivor”.

Damit ist das nichts weiter als eine Relativierung des Holocausts. Die setzen also einfach das Vergasen von sechs Millionen Menschen mit konsensfreiem Sex gleich. Bei solchen Anspielungen fehlt nicht mehr viel und man macht sich in der Bundesrepublik strafbar damit.


Textleser
21.3.2015 16:58
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> Vergasen … mit konsensfreiem Sex gleich

nein, eben nicht: Es wird mit schiefen Blicken gleichgesetzt.


Neo
21.3.2015 19:47
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@dentix07:

Ja, genau die. Wie kam ich nur auf Anthropologen? Seltsam.

Obwohl man auch von den Völkerkundlern schon allerlei seltsame Dinge über z.B. angeblich matriarchalische Gesellschaften der Urzeit gehört hat…


Tante Doktor
21.3.2015 21:33
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@ dentix07

🙂 Guter Witz, vor allem, dass sich seit dem Mittelalter an den Anforderungen für so einen Dr. med. Aderlass nichts geändert hat.

Der Vorsitzende der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates, bezeichnet die Doktorarbeiten in der Medizin als “Pro-forma-” oder “Türschildforschung”. “Nur etwa zehn Prozent der medizinischen Doktorarbeiten erfüllen das Kriterium, das in jedem anderen Fach für eine Promotion gilt: dass sie eine wenn auch kleine Lücke in einer noch offenen wissenschaftlichen Fragestellung schließt.” Der große Rest befasse sich mit Altbekanntem. “Die Promotion in der Medizin ist das, was in anderen Fächern eine Master- oder Diplomarbeit ist – nicht mehr”.

Der Wissenschaftsrat fordert deshalb, die wissenschaftliche Ausbildung der Mediziner in Deutschland grundlegend zu reformieren: Geht es nach ihm, soll die Promotionsphase wie in anderen Fächern auch erst im Anschluss an das Studium beginnen – und nur solchen Medizinern vorbehalten sein, die tatsächlich in die Forschung wollen.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/medizinstudium-und-promotion-dr-med-duennbrettbohrer-1.120817


Dirk S
23.3.2015 10:41
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@ El_Mocho

> Wie kommt es eigentlich, dass PC/Genderismus usw. grade in den USA so stark ist? Linke Regierungen bzw. Linke in den Gremien/Richterwahlausschüssen dürfte es dort doch wesentlich weniger geben, oder irre ich mich?

Mal der Versuch, das etwas anders zu erklären: Gerade weil in den USA die Linken (zu denen Feministinnen ja inzwischen auch zu zählen sind) an sich nicht mehrheitsfähig sind, versuchen die es über die emotionale Schiene, also darüber, dass Menschen eigentlich Gut und Fair sein wollen. Und so verbiegen sie die Ansichten von Gut und Fair immer ein wenig weiter und versuchen auf diesem Wege, die nachfolgenden Generationen in ihrem Sinne zu indoktrinieren. Also eine typische Untergrundtätigkeit, traditionell für Linke.

Aber es besteht Hoffnung: Ja älter Menschen werden, umso mehr haben sie zu verlieren und umso konservativer werden sie. Also muss man die Jugend vor der Verbiegung der Werte von Gut und Fair schützen, dann erledigt sich das alles irgendwann wieder. Denn die nachfolgenden Generationen, die im Westen aufwachsen sind inzwischen eher konservativ-traditionell eingestellt. Also in den Staaten nicht die WASP, sondern die Latinos, in DE nicht die “Biodeutschen” (schon mal aufgefallen, dass wir gar keinen Begriff dafür haben?) sondern die mit Migrationshintergrund…

Hoffnungsvolle Grüße,

Euer Dirk