Ansichten eines Informatikers

Wie der Journalismus die Wahrheit abschaffte

Hadmut
19.3.2015 21:30

Wir werden systematisch darauf abgerichtet, die Realität aufzugeben und gar nichts mehr zu glauben – vor allem nicht das, was nicht in den linken Mainstream passt. Der Desinformationskrieg ist ausgebrochen.

Dürfte ja nun jeder mitbekommen haben: rot-grün will, dass wir den Griechen einen Haufen Geld geben.

Nun begab es sich letzten Sonntag, dass in einer der Schnarchshows der Öffentlich-Rechtlichen gezeigt wurde, wie der griechische Finanzminister Varoufakis den Deutschen den Stinkefinger zeigt.

Uuuuh. Politisch ganz schwierig, da noch Akzeptanz für Zahlungen an Griechenland zu finden. Passt gar nicht ins Konzept, schon gar nicht das Linke (weder das deutsche, noch das griechische.) Varoufakis behauptete noch in der Sendung, das sei eine Fälschung, eine Montage. Und forderte eine Entschuldigung von Jauch. Die Frage kam auf, ob das Video echt ist oder nicht.

Dann kam ein „Satiriker” von ZDF Neo, Jan Böhmermann, von dem ich noch nie etwas gehört hatte – ich kenne nicht mal jemanden, der je von dem gehört hatte, wer guckt auch schon ZDF Neo? – daher und behauptete keck, er habe das Video gefälscht. Sogar mit richtig ausführlicher Erklärung:

Und schon glaubten das alle Leute. (Komisch, wo mir doch neulich vorgeworfen wurde, ich würde Satire nicht erkennen.)

Nur: Nicht das Varoufakis-Video war ein Fake, sondern das Video über den Fake. Die Behauptung der Fälschung war eine Fälschung. Oh, und sofort jubeln wieder manche, wie toll doch Satire wäre. Das Dumme daran ist, dass es keine Unterschiede zwischen Satire, Propaganda, Desinformation mehr gibt.

Leute, macht Euch das mal klar: Rot-Grün fordert intensiv Griechenland-Hilfen. Dann kommt Jauch und zeigt das umögliche Verhalten Varoufakis, dass weitere Geldspritzen nicht mehr vermittelbar macht. Und sofort kommt die Notfallaktion, die Krisenintervention: Es gesteht einer öffentlich eine Tat, die er nicht begangen hat. Schlagartig wird der Druck von den Griechen und von Varoufakis genommen, und nicht nur das, sondern sogar ins Gegenteil verdreht, denn plötzlich sind wir die bösen Übeltäter, die den Griechen übel mitspielen und sich nun bei ihnen entschuldigen müssen (am besten gleich mit Geld).

Macht Euch das klar: Das ist keine Satire. Das ist Krisenmanagement wie aus dem Lehrbuch all dieser sehr diskret und vertraulich arbeitenden Agenturen für Krisenbewältigung und -kommunikation. Schnell, effektiv, durchschlagend, skrupellos.

Das ist vor allem deshalb ganz übel, weil es hier öffentlich-rechtliches Fernsehen war, das zugunsten einer politischen Strömung systematisch Desinformation betrieben hat.

Natürlich haben sie es inzwischen zugegeben, weil der Schwindel ohnehin nicht lange aufrecht zu erhalten war und Varoufakis selbst noch die Torheit begangen hatte, das Stinkfingervideo selbst noch zu verlinken.

Trotzdem hat es seinen Zweck erfüllt: Keiner weiß mehr, was noch falsch und richtig ist, keiner glaubt niemandem mehr gar nichts mehr. Propaganda und Desinformation wie im Krieg. Das alte FUD-Schema: Fear, Uncertainty, Doubt. Gut, Fear jetzt hier vielleicht nicht so viel, aber das Standard-Schema ist: Verwirrung stiften, Falschinformationen streuen, Freund-Feind-Strukturen durcheinanderbringen. Gleiches Schema wie bei „Gender Trouble”.

DIE WELT brachte dazu heute noch einen Artikel, der ie Sache recht zynisch, aber auch in manchen Punkten noch zutreffend beschreibt:

Das Interessante: Es ist egal, wie die Faktenlage denn nun ist. […] Nach der Veröffentlichung von Böhmermanns angeblichem “Making-of” schlugen die Wellen hoch, der Hashtag #varoufake erreichte auf Twitter ein ungeahntes Maß der Verbreitung. Wer Böhmermanns Sendung gesehen hatte, rätselte, was denn nun wahr sei: Das, was die Jauch-Redaktion sagt (das Video ist echt)? Das, was Varoufakis sagt (gefälscht) oder gar Böhmermanns Version (gefälscht, von meiner Redaktion).

Das Interessante an der Sache ist, dass es egal ist, wie die Sache sich am Ende wirklich verhält. Das Geniale an Böhmermanns Aktion ist das Spiel mit Wahrheit und Lüge, egal, wie die Faktenlage denn nun ist. Er demonstriert, wie leicht Manipulation im digitalen Zeitalter ist, und er wusste, dass es gar nicht schwer ist, Verwirrung selbst unter Medienprofis zu stiften.

Das ist nicht genial. Das ist Psychologie. Der Mensch neigt dazu, in seiner Bewertung immer nur die letzte Aktion zu speichern und daran festzuhalten. Der Mensch kann nicht zurück, die letzte Aktion als ungültig streichen, und zur vorherigen Bewertung zurückkehren. Das merkt man auch daran, dass ein Unschuldiger einen Verdacht nie wieder loswird, selbst wenn er erwiesen unschuldig ist. Man sagt ja so schön „irgendwas bleibt immer hängen”.

Deshalb kommt mir das auch nicht wie Satire vor, sondern wie eine sehr schnell und sehr professionell gemachte Krisenintervention in einer eigentlich ausweglosen Situation. Da hat irgendein Profi tief in die Trickkiste der unseriösen aber wirksamen Tricks gegriffen. Das ist Profi-Arbeit wie die eines Berufskillers.

Praktisch wurde damit die Wahrheit abgeschafft. Es wird egal, wie die Faktenlage nun ist, und man glaubt gar nichts mehr. Merkt man ja auch sonst, es gibt jede Menge „Möchtegernschlaumeier”, die alles für Fake und Satire halten (die aber in Wirklichkeit nur Feiglinge und Memmen sind, weil sie sich ja auf den risikolosesten und denkbilligsten Standpunkt zurückziehen.

Es findet eine völlige Entkopplung von Wahrheit und Realität statt. Es geht nur noch um Meinungsmache, Propaganda, Desinformation. Die Medien richten uns darauf ab, keine Wahrheit mehr zu erwarten oder zu fordern, sondern uns nur noch irgendwelchen Meinungsströmungen hinzugeben.

103 Kommentare (RSS-Feed)

Felix aus Frankfurt
19.3.2015 21:51
Kommentarlink

Völlig unabhängig, wie man zu weiteren Griechenlandhilfen steht: Am Ende bringt’s Böhmermann auf den Punkt:

“Ihr habt einfach das Video nur aus dem Zusammenhang gerissen und einen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Mutti und Vati abends nach dem Tatort noch mal schön aufregen können: ‘Der Ausländer! Raus aus Europa mit dem! Er ist arm und nimmt uns Deutschen das Geld weg. Das gibt’s ja wohl gar nicht. Wir sind hier die Chefs! So!’ Das habt ihr gemacht.”

Jauch ging’s doch zu keinem Zeitpunkt um eine ehrliche, ergebnisoffene Diskussion, Meinungsaustausch oder vielleicht sogar Erkenntnisgewinn. Es ging um Krawall und darum, den griechischen Finanzminister mal ordentlich vorzuführen.

Das ist für mich der Skandal.


WikiMANNia
19.3.2015 22:00
Kommentarlink

Es gibt Floskeln, die werden durch ständige Wiederholung nicht richtiger.

Ein Krieg bricht nicht aus, auch kein Desinformationskrieg. Ein Krieg ist gewollt, wird geplant und wird durchgeführt.
Es bricht also auch kein Desinformationskrieg, sondern Desinformation ist der Normalzustand. Das muss man sich ein für allemal klarmachen. Es GIBT KEINE “neutralen” Informationen, weil ALLE Informationen IMMER mit Interessen verknüpft sind.

Und da ein jeder Mensch seine individuellen Interessen hat, so sind auch ganz individuell zusammengestellte, besser aktiv selbst zusammengesuchte Informationen am besten für die ganz individuelle Interessenlage optimal. Daraus entsteht für einen jeden auch seine ganz spezielle Wahrheit, seine spezielle Sicht der Dinge, seine besondere Weltsicht.

Es gibt weder die neutrale Information, noch die universal gültige Wahrheit.


Hadmut
19.3.2015 22:28
Kommentarlink

> Es GIBT KEINE “neutralen” Informationen, weil ALLE Informationen IMMER mit Interessen verknüpft sind.

Fasel, fasel, fasel.

Indem man alles relativiert und entwertet gibt man sich völliger Beliebigkeit und Willkürlichkeit hin. Du gäbest einen prima Genderisten ab.


Klaus
19.3.2015 22:21
Kommentarlink

Das Ganze funktioniert aber nur, weil das TV ohnehin jede Glaubwürdigkeit verspielt hat. Besonders die Privaten.

Ähnlich wie die Druckpresse, der glaubt ja auch keienr mehr (oder nur Naive).


splitcells
19.3.2015 22:25
Kommentarlink

Moment mal, gegen wen richtet sich der Angriff?
Gegen die Griechen(Varoufakis ) oder gegen die Medien?
Oder gegen beides?

Wird damit nicht der Standpunkt gefestig, dass die Medien nur
lügen? Mag sein dass man Varoufakis damit auch trifft,
aber bei dem durchschnitts
Zuhörer bleibt doch hengen, dass das der Öffentliche
Sender den Fake gemacht hat, oder verstehe ich das falsch?


Hadmut
19.3.2015 22:27
Kommentarlink

@splitcells:

> Gegen die Griechen(Varoufakis ) oder gegen die Medien? Oder gegen beides?

Weder noch. Gegen die deutsche Öffentlichkeit.


Pete
19.3.2015 22:34
Kommentarlink

Zum Themenbereich Propaganda habe ich vor einiger Zeit das hier gefunden:
https://krautreporter.de/473–der-plan-von-der-abschaffung-der-wahrheit

Der wichtigste Satz darin ist fuer mich dieser hier:
“Am Ende soll nicht einfach eine gegnerische Meinung unterdrückt, sondern jeder Standpunkt grundsätzlich unbrauchbar gemacht werden. Weil nicht mehr klar ist, worüber man überhaupt redet.”


Hadmut
19.3.2015 22:44
Kommentarlink

> “Am Ende soll nicht einfach eine gegnerische Meinung unterdrückt, sondern jeder Standpunkt grundsätzlich unbrauchbar gemacht werden. Weil nicht mehr klar ist, worüber man überhaupt redet.”

Ja. Unbedingt. Gleiches Schema bei Gender.


capaberlin
19.3.2015 22:35
Kommentarlink

Ich kann Deine Sorge verstehen, nehme es aber anders wahr.

Das kann einerseits damit zusammenhängen, dass mir Böhmermanns Format vorher bekannt wahr (obgleich meine Frau die einzige in unserem Haushalt ist, die regelmäßig den Fernseher einschaltet).

Viel wesentlicher erscheint mir jedoch der pointierte Hinweis des Beitrags darauf, wie manipulierbar jene “Wahrheit” ist, auf die wir unsere Standpunkte gründen. Die Botschaft des Beitrags ist für mich ein “Wacht mal bitte auf, Leute!”.

Wie kann es sein, dass wir uns in einer so substanziellen Diskussion darum scheren, welche Handgesten ein Mensch im Rahmen einer randständigen Veranstaltung vor 2 Jahren außerhalb eines wesentlichen Mandats gemacht hat?

Wie kann es sein, dass eine Handgeste wie Merkels Raute als sympathisches “Keep calm and carry on”-Symbol über all die eklatanten Versäumnisse und Fehlleistungen ihrer Arbeit hinwegtrösten kann?

Deutsche haben solche Angst vor Verwirrung, die einen Denkprozess einleiten könnte. Wir flüchten uns in mundgerechte Standpunkte anstatt Komplexität anzuerkennen. Wir sind bereit, die anderen über die Klinge springen zu lassen, solange man uns verspricht, dass die Rente sicher ist.

Selbst wenn Böhmermann wollte, könnte er keinen Qualitätsjournalismus anbieten, der all das wieder gutmacht, was sein Arbeitgeber vor seiner Sendung in den 20 Stunden eines ZDF-Programmtages in den Äther pustet.
Aber was er machen kann, ist das Signal auszusenden: Seid mißtrauischer!

Den größten Fehler in der Sache hat leider Varoufakis selbst gemacht. Anstatt mit professoraler Stimme alles abzustreiten, wäre es der perfekte Moment gewesen, um zu sagen:

“Ja, und ich kann es bis heute nicht verstehen, wie sehr Ihr Euch von Eurer Regierung an der Nase herumführen lasst. Ihr hättet uns pleite gehen lassen können und wir wären Euch dankbar dafür gewesen – weil pleite gehen muss, was pleite ist!”

Er hätte an dieser Stelle die IWF-Mitarbeiter benennen können, die unmittelbar vor den ersten großen Transaktionen die Sinnlosigkeit des Unterfangens zu Papier gebracht haben.

Er hätte erläutern können, welcher Zynismus darin liegt, dass Draghi jetzt mit dem Ansinnen, den EUR exportfreundlicher zu gestalten, die Vermögenspreise hochkatapultiert und damit effektiv wieder Geld von unten nach oben transferiert.
Wir waren 2010 und 2011 schon mal runter auf 1.20 EUR pro USD – aber anstatt damals zu sagen: “Bestens, das kommt uns eigentlich sehr gelegen – so kommt die EURO-Zone viel schneller wieder auf die Beine, denn mit attraktiven Exportpreisen beleben wir unsere Wirtschaft und müssen dabei die Löhne nicht senken, was schlecht für den Binnenkonsum wäre”, tönte EZB-Draghi herum, dass man alles tun werde, um EUR wieder hochzupäppeln.

Ja, ich vereinfache die Dinge jetzt auch über Gebühr – aber was für eine traurige Ironie liegt doch darin, dass die Mehrzahl der Deutschen immer noch glaubt, sie hätten damals höchst persönlich die Welt gerettet. Wer hat es ihnen eingeredet? Böhmermann gewiss nicht.

Entschuldige das Pamphlet.


splitcells
19.3.2015 22:52
Kommentarlink

@Hadmut
Also gegen Deutschland (also auch die Regierung), da dass ja auf alle
im Land mit der Zeit abfärbt?


Neo
19.3.2015 23:15
Kommentarlink

Was Böhmermann vielleicht nicht bedacht hat ist, daß man nun prinzipiell beim ÖR TV sagen kann, daß es sich ja ohnehin nur um Lügen handelt. Wenn Satire und Tatsachen nicht mehr voneinander zu trennen sind wird eben alles für Satire gehalten.

Andererseits kann es auch sein, daß man sich einfach auf die Vergesslichkeit der Zuschauer verläßt. Man sieht es doch bei der ARD. Zwar wurde ihnen nachgewiesen in Sachen Ukraine tendenziös zu berichten, aber das ficht dort niemanden an. Man macht einfach weiter als ob nichts passiert sei.

Und objektiv gesehen passiert ja auch nichts. Wer den öffentlich-rechtlichen bisher schon mißtraute wird in seiner Ansicht nur bestärkt, und wer bis jetzt alles was dort so erzählt wird für bare Münze nahm, wird das (bis auf vielleicht ein paar wenige) auch weiterhin. Insofern gilt: Im Westen nichts Neues.


Monika
19.3.2015 23:19
Kommentarlink

“Es findet eine völlige Entkopplung von Wahrheit und Realität statt. Es geht nur noch um Meinungsmache, Propaganda, Desinformation. ”
Wenn das denn so ist – dann sind das also nun die Tatsachen – Wahrheit und Realität sind völlig entkoppelt. Dann muß man eben damit klarkommen. Wer wird denn gegen die Tatsachen leben?

Daß ne mehr als lockere Verbindung zwischen Wahrheit und Realität besteht, kommt mir ziemlich abstrus vor. Das ist mein ganzes Leben lang so nicht gewesen. Eventuell leben wir einfach in verschiedenen Realitäten.

“Die Medien richten uns darauf ab, keine Wahrheit mehr zu erwarten oder zu fordern, sondern uns nur noch irgendwelchen Meinungsströmungen hinzugeben.”
Meinst Du wirklich, daß Du abgerichtet wirst? Wenn nein, meinst Du also daß ein relevanter Teil von anderen Menschen abgerichtet wird?


Manilow
19.3.2015 23:28
Kommentarlink

So sehr ich dieses Blog auch schätze: Desinformation erklärt sich manchmal auch einfach durch Desinteresse auf Empfängerseite.

Varoufakis’ Geste rüttelt nicht wirklich an der Vermittelbarkeit von Geldspritzen, wenn man die zahlreichen Vermittlungsebenen berücksichtigt, vor denen sie getätigt wurde: 2013 in Bezug auf eine Hypothese, die Varoufakis im Jahr 2010 aufgestellt hat. Kann man an zahllosen Stellen nachlesen, es genügt aber auch ein Blick ins Originalvideo. Mehr Theorie im Stinkefinger geht nicht.

Und Böhmemann ist Grimme-Preisträger. Die Dinge sind manchmal transparenter, als man denkt.


Hadmut
19.3.2015 23:32
Kommentarlink

> Und Böhmemann ist Grimme-Preisträger.

Weißt Du, was ich vom Grimme-Preis halte?


Emil
19.3.2015 23:28
Kommentarlink

> … wer guckt auch schon ZDF Neo?

Das ist einer der wenigen Sender, wo ich noch ab und zu reinschaue. Vor allem wegen der britischen Krimiserien (z.B. Lewis oder Inspector Banks). Von Böhmermann habe ich allerdings vorher auch noch nie gehört.


Philosoph
19.3.2015 23:32
Kommentarlink

> Es gibt weder die neutrale Information, noch die universal gültige Wahrheit.

Doch die gibt es! Täglich zu lesen auf danisch.de


drehrumbum
19.3.2015 23:32
Kommentarlink

In Bezugnahme auf Hadmut:

> Es GIBT KEINE “neutralen” Informationen, weil ALLE Informationen IMMER mit Interessen verknüpft sind.

Fasel, fasel, fasel.

Indem man alles relativiert und entwertet gibt man sich völliger Beliebigkeit und Willkürlichkeit hin. Du gäbest einen prima Genderisten ab.

An dieser Stelle vertrete ich eine andere Meinung als Hadmut: Ja, es gibt keine vollkommen neutralen Informationen, weil Informationen immer mit Interessen verknüpft sind. Aber das heißt nicht, dass es im Sinne einer Aufklärung nicht möglich ist, als Autor neben Informationen, welche man verbreitet, offen darzulegen, welche Interessen man verfolgt, damit der Leser die Informationen einordnen kann (Hint: Die meisten Journalisten tun dies nicht).

Disclaimer (im Sinne der von mir aufgestellten These): Ich vertrete die Meinung, dass es gute Sachtexte aufzeichnet, wenn der Leser nicht nur meine Thesen nachvollziehen kann, sondern auch, aufgrund welcher Hintergründe der Autor zu den Thesen kam (was stärker ist als die Bedingung, sämtliche Aussagen mit Quellen zu belegen).


Marcus Junge
20.3.2015 0:23
Kommentarlink

capaberlin

“Wir waren 2010 und 2011 schon mal runter auf 1.20 EUR pro USD – aber anstatt damals zu sagen: “Bestens, das kommt uns eigentlich sehr gelegen – so kommt die EURO-Zone viel schneller wieder auf die Beine, denn mit attraktiven Exportpreisen beleben wir unsere Wirtschaft und müssen dabei die Löhne nicht senken, was schlecht für den Binnenkonsum wäre”,”

Um dies zu kontern, das ist genau das, was die Systemmedien täglich erzählen. Ich verweise daher auf Herrn Hankel. Sie werden reichlich Videos von ihm bei Youtube finden, auch wenn er zwischenzeitlich verstorben ist, in denen er genau das immer und immer wieder als Unsinn zerpflückt.

Eine Währung die beständig aufwertet, nicht plötzlich, ist die beste Sozialpolitik die ein Staat haben kann, weil es eben keine Umverteilung von Fleißig zu Reich bzw. Faul ist. Rohstoffe und Halbfertigwaren werden billiger auf dem ausländischen Markt eingekauft, was jedem von uns hilft. Die Industrie hat zwar das Problem teurere Produkte ans Ausland verkaufen zu müssen, aber nicht so viel teurer, wie die Aufwertung den Wechselkurs erhöht hat, da die im Ausland gekauften Rohstoffe / Halbfertigwaren ja auch billiger geworden sind. Sie unterliegt dabei dem Zwang immer besser zu sein / werden, als die Billigkonkurrenz, was für Innovation sorgt.

Hankel beklagte dann immer, dies würde nicht verstanden. Immer vor einer Aufwertung der DM heulte die dt. Industrie bei der Bundesbank “Die Exporte werden einbrechen”, nie geschah es, dafür hatten alle Deutschen mehr Kaufkraft im Portemonnaie. Nie wollten Politiker, Industrie und garantiert nicht die Medien es sich merken / lernen.

Hätte die Bundesbank den “Unsinn” der Aufwertungen nicht gemacht, die DM wäre keine Weltwährung mit 25% Marktanteil gewesen, hätte nie ihren Status als “Hartwährung” bekommen, die wirtschaftliche Entwicklung wäre ein Desaster geworden, weil Schwachwährungen den Anreiz zur Spitzenleistung nehmen.

Und ganz allgemein zum Abschluß, das Problem ist das Gesamtsystem. Ein Finanzsystem das auf exponentielles Wachstum der Schulden setzt, bräuchte auch exponentielles Wachstum der Wirtschaft. “Geld” = Schulden, kann man beliebig im Rechner erzeugen, Rohstoffe, Produkte, zahlungsfähige Abnehmer, oder auch nur Nachfrage, nicht. Das ewige “Wachstum”, “Wachstum”, “Wachstum” ist Irrsinn. Schon lange wird viel mehr produziert, als verkauft werden kann. Neuwagen, direkt auf Halde und nach 2 oder 3 Jahren ins Altmetall. Wir brauchen kein “Wachstum”, wir brauchen ein anderes Finanzsystem.

https://www.youtube.com/watch?v=A2rxEA2JnTE
Hankel erklärt das hier in den ersten Minuten.

https://www.youtube.com/watch?v=s8Vy-U-fXtM


Andy
20.3.2015 1:21
Kommentarlink

+1 an Felix.

Unabhängig jetzt vom Stinkefinger und der Frage ob wir nun noch eine Altlast mit den Griechen zu begleichen haben…

Der Schäuble der unermüdlich die griechische Korruption anprangert und Vertragserfüllung predigt musste vor noch nicht allzu vielen Jahren seinen (Roll) Stuhl als Parteivorsitzender räumen weil er bis Oberkante Unterlippe in einem Bestechungsskandal verstrickt war. Heute regelt der Mann den Bundeshaushalt. Verlogener geht es kaum noch. Oder wie man so schon sagt “it takes a thief to know in”. Die griechische Regierung hat bei mir jedenfalls bis auf weiteres den benefit oft doubt, was da von deutscher Seite an Kritik kommt konnte verlogener nicht sein.

Vielleicht ist es einfach dringend notwendig das da mal jemand am Käfig rüttelt, das Stillhalten hat die Griechen bisher jedenfalls nur in schlechtere Positionen und Situationen gebracht.


O.
20.3.2015 1:22
Kommentarlink

Ach ja, die Linekn sind schuld…

Und warum erwähnst Du dann “rot-grün”?
das hat doch mit Links schon LANGE nichts mehr zu tun.

Das ist nur noch das Label – ist aber Etikettenschwindel.

Du hast es nur noch nicht gemerkt, Hadmut.
Daher sind Deine Sprüche immer Kritik an Strohmännern.

Zum Stinkefingervideo gibt es hier noch was: Aus dem Kontext gerissen von Jauche:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-das-sagte-varoufakis-in-der-stinkefinger-rede-a-1023977.html


Hadmut
20.3.2015 7:55
Kommentarlink

@O: Ist doch Dein Problem, wenn Du links bist und Dir das jetzt peinlich wird, weil da so viele so dämlich sind.


O.
20.3.2015 1:26
Kommentarlink

Daß der Stinkefinger überhaupt so aufgebauscht wird, statt über zu lösende Probleme zu reden, ist bereits die Propaganda.
“Gefundenes Fressen”.


Andy
20.3.2015 1:30
Kommentarlink

Die Investmentbanker die nach dem Motto “too big too fail” immer mal wieder etliche Milliarden abgreifen zeigen Staat und Gesellschaft permanent den Stinkefinger, manchmal halt nur verbal. Die sind zwar so klug keine Kameras dabei zuzulassen, aber letztlich ist das keine großartig andere Situation.

Unnötige Geste seitens Varoufakis, aber letztlich auch nur so ein Auf reger auf Bildniveau dem man möglichst wenig Bedeutung beimessen sollte. Denn letztlich hat die Regierung und die Bevölkerung Griechenlands durchaus legitime Gründe diese Meinung zu vertreten.


O.
20.3.2015 1:34
Kommentarlink

“Trotzdem hat es seinen Zweck erfüllt: Keiner weiß mehr, was noch falsch und richtig ist, keiner glaubt niemandem mehr gar nichts mehr. Propaganda und Desinformation wie im Krieg.”

Ja, so ist das eben. Sieht man ja ganz stark auch beim Ukraine-Konflikt.
Man kann nur im Ausschlußverfahren vorgehen.

Da wo Widersprüche auftauchen, kann was nicht stimmen.

Leider fehlt die Zeit, alle Informationen immer zu prüfen.

Daher gilt als sinnvolle Regel, besonders, wenn man aus den Informationen Handlungen ableiten will: Denke nach, was wäre, wenn die Information nicht stimmt.
Was wären die Konsequenzen?

“Es findet eine völlige Entkopplung von Wahrheit und Realität statt. Es geht nur noch um Meinungsmache, Propaganda, Desinformation.”

Nur ist das nicht die Schuld des Herrn Böhmermann.
Er hat das nur klar aufgezeigt.

Also kann man sich ja eigentlich drüber freuen…


O.
20.3.2015 1:35
Kommentarlink

“Die Medien richten uns darauf ab, keine Wahrheit mehr zu erwarten oder zu fordern, sondern uns nur noch irgendwelchen Meinungsströmungen hinzugeben.”

Du kannst doch auch einfach glauben, was in der Tagesschau kommt!
Dann ist dieses Problem des Zweifelns beseitigt.


Dull
20.3.2015 2:11
Kommentarlink

“Dann kommt Jauch und zeigt das umögliche Verhalten Varoufakis, dass weitere Geldspritzen nicht mehr vermittelbar macht.”

Um welches unmögliche Verhalten Varoufakis soll es hier gehen?
Der Ausschnitt mit dem “Stinkefinger” bei Jauch ist völlig aus dem Kontext gerissen worden.

Es handelt sich um eine Rede Varoufakis aus dem Jahre 2013 und bezog sich auf die Situation Griechenlands im Jahre 2010. Das war noch vor der ersten Finanzhilfe!
http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-das-sagte-varoufakis-in-der-stinkefinger-rede-a-1023977.html


Gast
20.3.2015 3:19
Kommentarlink

Die Aufregung über den Finger ist eine Ablenkung. Wie viele Politiker haben sich sowas geleistet. Es spielt keine Rolle. Was wichtiger ist: Die Sendung von Jauch fälschte den Text und manipulierte die Aussage von Varoufakis! Und auch dsas war kein Fehler, wenn man wissentlich ein altes Video nimmt, editiert, und als aktuelle Aussage präsentiert!


WikiMANNia
Es GIBT KEINE “neutralen” Informationen, weil ALLE Informationen IMMER mit Interessen verknüpft sind.

Hadmut
Fasel, fasel, fasel.
Indem man alles relativiert und entwertet gibt man sich völliger Beliebigkeit und Willkürlichkeit hin. Du gäbest einen prima Genderisten ab.

Nein, als sich Information und Desinformation trennten, als die Sender entstanden, entschied sich, daß nur neutrale Information, Information, die nicht von einem Sender kommt, unvergiftet sein kann. Alle Information, die von einem Sender kommt, kann vergiftet sein, kann Desinformation sein. Zu korrigieren wäre an der ersten Aussage nur, daß es Information gibt, die nicht vergiftet ist, weil sie nur über Ursprung und Empfänger geht. Das Alle ist also nicht richtig, es muß eingeschränkt werden. Es muß auf die Information eingeschränkt werden, die von einem Sender kommt:
Alle Information, die von einem Sender kommt, kann vergiftet sein, kann Desinformation sein.
Hadmut hat insofern recht, als daß man die Grenze, die man natürlich ziehen kann, die Grenze zwischen Information von einem Sender, die vergiftet sein kann, und Information, die natürlich, also von einem Ursprung kommt, verwischen will. Diese höhere Form der Desinformation, die Vertrollung, leistet das, sie relativiert jeden Standpunkt zunichte. Es gibt aber eine Orientierung, die Orientierung am Sender. Die Frage, welche Information ist unabhängig von einem Sender, ist entscheidend, liefert die wertvollste Information.

Pete
Der wichtigste Satz darin ist fuer mich dieser hier:
“Am Ende soll nicht einfach eine gegnerische Meinung unterdrückt, sondern jeder Standpunkt grundsätzlich unbrauchbar gemacht werden. Weil nicht mehr klar ist, worüber man überhaupt redet.”

So ist es! Es kommt tatsächlich darauf an, möglichst viele Leute zu verwirren, um möglichst viele auf die eigene Seite zu bringen. Mit Journalistik hatte das nie etwas zu tun. Es ist Meinungsmache pur.
Wie gesagt, nur die Information, die nicht von einem Sender kommt, ist die höchstwertige, denn sie wird nicht vergiftet sein.

Carsten

http://thumulla.com/home/__index.html


Anna
20.3.2015 6:56
Kommentarlink

Den Böhmermann sollte man schon kennen, allein seines Einflusses wegen. Schön sein Rant gegen Campino „Do they know it’s Scheiße?“:

https://www.youtube.com/watch?v=qx_qdOWy784

Auf jeden Fall ist er und seine Sendung intelligenter als Welke in seiner unsäglich primitiven “heute show”.


felix
20.3.2015 7:22
Kommentarlink

Ich finde die Angewohnheit platte Lügen im Nachhinein als “Satire” zu bezeichnen zwar genauso unsäglich wie Hadert, aber hier liegt der Fall anders: Die Show von Böhmermann ist eine Satiresendung, wer das dort gezeigte für bare Münze nimmt ist selbst Schuld. Daß das offensichtlich geschehen ist zeigt zwar den traurigen Zustand unserer Medienlandschaft im allgemeinen, aber Böhmermann und seiner Show kann man in diesem Zusammenhang nichts vorwerfen.


staats.buerger
20.3.2015 7:26
Kommentarlink

Es gibt sehr wohl neutrales, sachliches Wissen. Jeder Relativierer vertraut auf das neutrale, sachliche Wissen der Ingenieure, wenn er in ein Auto oder gar in ein Flugzeug steigt.

Dieses neutrale, sachliche Wissen ist in den weichen Wissenschaften kaum identifizierbar, weil diese Disziplinen nicht die Mühen auf sich nehmen, die die größten Geister in MINT seit Jahrhunderten auf sich genommen haben und weiterhin auf sich nehmen: Systematisierung, Kanonisierung etc. Über die Gründe kann man trefflich spekulieren.

Angehörige der weichen Wissenschaften antworten mir daraufhin allerdings jedesmal, ihre Themen wären ja sooo viel komplexer als das, womit sich Ingenieure so beschäftigen. Na ja.


Dirk
20.3.2015 8:21
Kommentarlink

Die eigenliche Verlogenheit und Verdrehung der ARD (oder dieser Sendung dort) ist ja ne ganz andere>
Aus einem Satz “Damals haette Griechenland sagen koennen: ‘ihr kriegt von uns gar nix, ..!..’ ” nur das ‘ihr kriegt von uns gar nix, ..!..’ rauszuschneiden, DAS ist verlogen.


capaberlin
20.3.2015 8:43
Kommentarlink

@Marcus Junge

Ganz so einfach ist es mit den starken Währungen nicht, fürchte ich.

Starke Währungen sind ja grundsätzlich eine feine Sache – allerdings nur für Länder wie Deutschland bzw. Länder mit gesundem Industriesektor und vielen Hochtechnologien, die aus den importieren Rohstoffen, innovative, hochwertige Güter produzieren können.

Genau diese Komponente ist in den Krisenländern Europas aber deutlich unterentwickelt. Stattdessen haben diese Mittelmeerländer – überspitzt gesagt – zwei Dinge anzubieten: Lebensmittel (Gemüse, Früchte, etc) und Tourismus.

In beiden Bereichen sind es weniger die Rohstoffkosten, die zum Tragen kommen, sondern vielmehr die Personalkosten. Wettbewerbsfähigkeit herzustellen, lief deshalb dort in den letzten immer darauf hinaus, die Lohnkosten zu senken, was natürlich insoweit kurzsichtig ist, weil in der Folge auch das Steueraufkommen sinkt und einfache Arbeiter in die Armut abrutschen.


Norbert_G
20.3.2015 9:07
Kommentarlink

“Für den, der behauptet, es gäbe keine Wahrheit, gibt es immerhin eine Wahrheit, und zwar die, daß es keine Wahrheit gäbe” (Horst Mahler, derz. wg. Gedankenverbrechen 12 Jahre Haft im BRD-Knast absitzend)

“Das Kennzeichen der Wahrheit ist der Widerspruch und die Widerspruchsfreiheit das Kennzeichen der Unwahrheit.” (Hegel)
Wenn es also zu einem Thema Denkverbote gibt, was folgt daraus logischerweise für den Wahrheitsgehalt des Themas?

Die Denkverbote in der BRD sind vielfältig aber sie machen das Wesen der BRD aus. Man nennt es “den freiesten Staat, den es je auf deutschen Boden gab”. Manche Leute haben einen hammerharten Humor!


Martin
20.3.2015 9:10
Kommentarlink

@Hadmut Ich glaube dieser Beitrag geht voll am Thema vorbei.

Nur mal ein einfacherer Erklärungsansatz als “da will jemand den Griechen Geld in den Hintern blasen”.

Wenn Varofakis sagt das Video sei Gefälscht und er würde Deutschland nie den Stinkefinger zeigen und hat das auch nicht gemacht dann ist die Aussage inhaltlich Richtig.
Die Begründung: In dem Video spricht er im Konjunktiv. “Man hätte damals Deutschland auch den Finger zeigen können …”. Das er die Geste da zu macht um das zu verdeutlichen ist ja imho kein Problem.
Der Vorwurf an die Sendung Jauch ist, dass sie das Video aus dem Zusammenhang gerissen haben und so geschnitten haben, dass der Kontext verloren geht. Das Leute das Gefühl haben, das bezieht sich auf das Hier und jetzt und er hat das direkt an die Deutschen gerichtet so gesagt.

Zu diesem Erklärungsansatz passt dann auch, dass er selber das Video mit Stinkefinger posted, weil er nur den Kontext richtig stellen wollte. Dazu passt auch der Abschluss von dem Bömermann Video in dem er genau das anprangert. Siehe den ersten Kommentar von Felix.

In sofern sollte man sich noch mal Fragen auf welche Sendung (Jauch vs Bömermann) dein Satz:

“Das ist vor allem deshalb ganz übel, weil es hier öffentlich-rechtliches Fernsehen war, das zugunsten einer politischen Strömung systematisch Desinformation betrieben hat. ”

zutrifft. 🙂


Manfred P.
20.3.2015 9:10
Kommentarlink

Ach naja, ich weiß nicht.

Jauch sah ziemlich baff aus, als Varufakis behauptete, das Video sei eine Fälschung.

Meine Partnerin wollte meine Meinung wissen, und natürlich ist es heute mit Special Effects Software möglich, so etwas zu faken.

Andererseits hörte ich ihn sagen: “… let’s just stick it to Germany …”

und ich meinte zu meiner Partnerin, dass ich es recht unwahrscheinlich finde, dass man sagt: “Stick it to Germany”, die linke Hand hochreckt, und dabei keinen Finger zeigt – schließlich bedeutet die Wendung “stick it to them” ja, jemandem den Finger zu zeigen.

Passte also nicht zusammen. Habe zwar die Behauptung Varoufakis’ als Arbeitshypothese akzeptiert – schließlich bestand die Möglichkeit – aber auch nicht als wahr übernommen.

Schließlich musste er doch nachweisen, dass ein Video existiert, wo er zwar sagt: “Wir zeigen den Deutschen den Stinkefinger”, aber den Finger nicht zeigt.

Ist doch keine große Sache. Zwei Sekunden Nachdenken erspart einem stundenlange Schnappatmung.


Norbert_G
20.3.2015 9:23
Kommentarlink

In der BRD haben Presse und Massenmedien die Lizenz zum Lügen. Punkt!

Sie dürfen also (nahezu) völlig folgenlos lügen. Diese “Freiheit” gilt natürlich nur für die mächtigen Medien. Kleine Presseorgane werden von der Justiz erledigt. DAS IST SYSTEM und nennt sich “Pressefreiheit”!

Die Justiz in der BRD hat nach unten völlige Narrenfreiheit in der Auslegung der Gesetzte und muß (mündlichen!) politischen Weisungen folgen. Kein Richter kann wegen Rechtsbeugung im Amt belangt werden.
Das nennt sich “Unabhängigkeit der Justiz”.

Wie will man da, bitteschön, unter solchen Umständen Wahrheit erwarten?


qwerty
20.3.2015 9:25
Kommentarlink

Egal, ob der Staatsfunk das Video gefälscht hat oder nur behauptet hat, es gefälscht zu haben, beides taugt als Argument für meine alte Forderung, den Staatsfunk zu schließen.


maSu
20.3.2015 9:27
Kommentarlink

Hadmut…hier liegst du falsch.

1) Varoufakis Rede wurde völlig aus dem Zusammenhang gerissen
2) Jauch hat die Rede gezielt aus dem Kontext gerissen, um den dt. Griechenhass weiter zu schüren (Jauch war rein journalistisch schon immer ein Trittbrettfahrer)
3) Varoufakis hat den Deutschen nie den Finger gezeigt.

Warum das alles?

Die Rede stammt von 2013 und er sagt dort das, was er seit beginn der “Krise” sagt: Damals, also 2010 hätte man in den Staatsbankrott gehen müssen und Deutschland (gemeint sind die dt. Banken, die damals dezente Probleme hatten) den Finger zeigen müssen. “Sollen die ihre Probleme doch selbst lösen”.

Das dem Sinn nach.

Jetzt kennen viele Journalisten das Wort “Würde” nur aus dem Konjunktiv.
Jauch scheitert aber schon am Konjunktiv.

“Man hätte damals den Finger zeigen müssen” ist nunmal was anderes, als den Finger zu zeigen. Und das ist nun nicht Spitzfindig, das ist einfachster Konjunktiv, den jeder Dünnbrettbohrer bei Jauch hätte begreifen müssen.

Auch sagt Varoufakis in der Sendung selbst nicht, dass das Video gefälscht(!) worden wäre, nein, er sagt es ist “doctored”, also “frisiert”, “manipuliert”. Er hat eben nicht von einer Fälschung (“fake” oder ähnliches) gesprochen. Der Übersetzer in der Sendung hat da sehr interessant “interpretiert”.

Das ist für mich eindeutig: Er hat das kritisiert, was zu kritisieren ist! Das Video wurde aus dem Zusammenhang gerissen und auf 2 Halbsätze reduziert, die noch mit einem Sprecher zusammengekleistert wurden.

Jauch war zu Feige einfach 15 Sekunden Video komplett zu zeigen, weil dann der Bullshit, den Jauch da (mal wieder) verzapft hat, offensichtlich geworden wäre.

Und was hat Böhmermann nun gemacht? Das einzig richtige: Er hat den Müll den Jauch da (mal wieder) produziert hat, lächerlich gemacht. Böhmermann hat das nicht gemacht, um Aufmerksamkeit für sich zu bekommen, sondern um Aufmerksamkeit für den Satz zu bekommen:

“Ihr habt einfach das Video nur aus dem Zusammenhang gerissen und einen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Mutti und Vati abends nach dem Tatort noch mal schön aufregen können: ‘Der Ausländer! Raus aus Europa mit dem! Er ist arm und nimmt uns Deutschen das Geld weg. Das gibt’s ja wohl gar nicht. Wir sind hier die Chefs! So!’ Das habt ihr gemacht.”

Böhmermann kritisiert die Medien und vor allen Dingen Jauch weil sie schlicht lügen und betrügen!

Er stellt die bewusste Desinformation von Jauch an den Pranger. Okay, seine Methode ist ggf. auf den ersten Blick verwirrend. Und? Was ist daran schlimm? Die Dummen zweifeln nun an Jauch, die Klugen haben die Kritik verstanden.

Ziel erreicht.


Hadmut
20.3.2015 20:04
Kommentarlink

@maSu:

> Hadmut…hier liegst du falsch.

Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Denn für meine Sichtweise ist es völlig egal, ob Jauchs Vorgehen berechtigt oder daneben war. Das ist nämlich völlig egal. Er hat es faktisch getan und damit Wirkung erzielt, und dagegen hat man Krisenintervention unternommen.


eipram
20.3.2015 9:41
Kommentarlink

Eines ist doch aber auch Fakt, unabhängig davon, welches Video nun echt oder manipuliert wurde! Eine entscheidende Aussage von Varoufakis war sehr prägnant und macht demzufolge nachdenklich:

Varoufakis sagte: Das deutsche Volk verdient bessere Medien.


JochenH
20.3.2015 9:43
Kommentarlink

Böhmermann ist mir bekannt als sehr ironischer, intellektueller Journalist. Er arbeitet fürs ZDF, ist aber sicher kein weichgespülter, angepasster Moderator wie Jauch und Co.

Sein Scherz mit Varoufakis hat den ernsthaften Hintergrund, dass er uns aufzeigt, dass der Beitrag im Original zwar kein Fake war, aber doch insofern manipuliert, da aus dem Zusammenhang gerissen und ohne Kontext anders wirkend als gemeint.

Interessant war für mich, dass Viele Böhmermann glauben WOLLTEN. Die böse Bild-Zeitung durfte doch nicht recht haben, der Rebell Varoufakis ist doch der Held – oder nicht!?

Böhmermann hat aufgezeigt, wie einfach man Menschen täuschen kann. Er hat es mit einem Fake getan, Jauch mit einem Kurzausschnit, der eine inadäquate Botschaft enthält.


enrico
20.3.2015 10:11
Kommentarlink

Hadmut, jetzt muss ich ein wenig Kritik äußern:
Du sagst, du kennst Böhmermann nicht, ordnest diese Aktion dann aber gleich (in der Annahme da kommt eine unbekannte Sockenpuppe daher) extremstmöglich in eine wilde Verschwörungstheorie ein.

Wenn Du Dich nur mal eine Stunde hingesetzt hättest, und etwas zum JB zu ergoogeln, dann hättest du es richtig einordnen können.

Böhmermann hat schon vor Wochen ein Musikvideo zu den Griechen gedreht.
Schon daher passt diese Sache.

Mir ist Böhmermann bekannt seit er die sehr sehenswerte Talkrunde mit Charlotte Roche moderiert hat:
https://de.wikipedia.org/wiki/Roche_%26_B%C3%B6hmermann

Mittlerweile macht er sich u.a. über Youtuber lustig (unvergessen genial das Haul video: https://www.youtube.com/watch?v=BU4wJPqzstQ ) und bringt gern mal Rants, die hier bereits verlinkt wurden.

Meine Tipp: Keine großen Verschwörungstheorien zusammenbasteln weil es vordergründig so schön passt. Ein wenig Recherche und Hintergrundinfo ist da ganz gut.

Zum Thema: Ich sehe es auch, wie hier schon anklang. Da wurde ein (nicht nettes) jahre altes Video aus dem Zusammenhang gerissen und der Minister vorgeführt. (Der sich dann auch denkbar blöd verhalten das zu leugnen, statt den Kontext herzustellen und offen mit dem FInger umzugehen)
Böhmermann hat uns hier einen Dienst erwiesen, indem er diese Manipulation aufgedeckt hat und dieAufmerksamkeit geschärft. Das ist als positiv zu bewerten.

Gruß
Eno.


Hadmut
20.3.2015 20:19
Kommentarlink

@enrico:

> Du sagst, du kennst Böhmermann nicht, ordnest diese Aktion dann aber gleich (in der Annahme da kommt eine unbekannte Sockenpuppe daher) extremstmöglich in eine wilde Verschwörungstheorie ein.

Was ist falsch daran, Handlungen nicht nach Personen, sondern eben nach der Handlung zu beurteilen?

Ich schimpfe hier doch immer darauf, dass es in Politik, Presse, Medien, an Universitäten nicht darum geht, was einer macht oder sagt, sondern wer.

Und jetzt forderst Du von mir, denselben Fehler zu machen?

> Wenn Du Dich nur mal eine Stunde hingesetzt hättest, und etwas zum JB zu ergoogeln, dann hättest du es richtig einordnen können.

Oh, Du meinst also, Böhmermann wäre gegen diese Kategorie von Kritik immun, weil man jedem, der ihn kritisiert, vorwirft, nicht informiert zu sein, so wie Du jetzt mir. Du meinst, der können nur noch Satire und sonst gar nichts mehr.

Das macht ihn zum perfekten Agenten für das, was ich da sehe.


baumbaron
20.3.2015 10:27
Kommentarlink

Hier müssen aber doch einige Sätze hinzugefügt werden.

1. Es ist nicht die Frage, wie jemand das Hemd trägt, oder ob er Herrn Schäuble gut leiden mag und umgekehrt. Die Frage ist, wie 500 Millionen Europäer mit rund 10 Millionen Griechen (-x nicht zahlender griechischer Oligarchen) umgehen, angesichts der Tatsache, dass rund 1 Billion € jährlich nicht in die Kassen Europas kommen, wegen “off-shore” und anderer Machenschaften. Größter Fehler der neuen griechischen Regierung war, dass sie nicht als erste Amtshandlung folgendes SOS an Frau Lagarde geschickt hat: ‘unsere Granden zahlen nix und unsere Bürger quietschen. Wir wollen dies dringend ändern; werte Frau Lagarde bitte schicken Sie uns Fachleute, die uns dabei helfen können’. Lagarde nämlich hätte antworten müssen, für solche Aufgaben haben wir keine Leute mit entsprechender Kompetenz. Wir wollen, das alles so bleibt, sollen die Leute doch quietschen.
2. Ich habe mich über die Satire von Herrn Böhmermann großartig amüsiert. Das war großes Theater in Sachen Aufklärung und für diejenigen, die in Sachen Satire ihre Probleme haben, wurde es zum Ende exakt erklärt. Im übrigen mausert sich Satire momentan zur einzigen Informationsquelle im TV. Grandios Uthoff/von Wagner, wie sie die die Zusammenhänge Joffe/ZEIT-transatlantische Kriegslüsternheit aufklärten und immer dann, wenn ‘Pelzig’ mit großen Tafeln aufläuft, werden Zusammenhänge klar, die aufzuzeigen sich Nachrichtensendungen inzwischen scheinbar fürchten. Das ist Bildung, Bildung, Bildung, wie es unsere Volksvertreter immer so gern im Munde führen. Und es ist pädagogisch kurzweilig und gutgemachte Aufklärung im besten Sinne des Wortes.


spirale
20.3.2015 10:59
Kommentarlink

Danisch kapiert mal wieder gar nix, völlig am Thema vorbei, 3km weit.

“Linker Mainstream” wenn ich so einen Blödsinn schon lese, “linker Mainstream” als ob Links Mainstream wäre. Äh sag mal Danish, bekommst du überhaupt noch was mit, insbesondere im Bezug auf die Griechenlandkrise, weisst du überhaupt wer da als links und rechts gilt? Wie besoffen oder ahnungslos muss man sein um solchen Stuss abzusondern?

Du raffst doch vor lauter Genderwahn überhaupt nix mehr wie man hier wieder eindrucksvoll sehen konnte.

Zeitverschwendung diese Psychosentrash zu lesen. Geh endlich zum Arzt.


Hadmut
20.3.2015 20:14
Kommentarlink

@spirale:

> Äh sag mal Danish, bekommst du überhaupt noch was mit, insbesondere im Bezug auf die Griechenlandkrise, weisst du überhaupt wer da als links und rechts gilt?

Oh ja.

Ministerpräsident Tsipras ist Vorsitzender der linken Partei Syriza.

Finanzminister Varoufakis gehört ebenfalls zur linken Syriza.

Hier poltern SPD und Grüne dafür, denen Geld rüberzuwerfen. SPD und Grüne sind auch links bis linksextrem.

Was also willst Du mit diesem Vorwurf behaupten? Wer soll da rechts sein?

Systematische Desinformation?

> Zeitverschwendung diese Psychosentrash zu lesen.

Warum machst Du es dann?


Wolf
20.3.2015 11:27
Kommentarlink

@ Capabeerlin

Ja und merkste dann auch was? Länder wie Griechenland oder die BRD sollten nie eine Wähung miteinander teilen. Die Trennlinie ist jedoch nicht das die BRD einen entwickelten Industriesektor hat und Griechenland nicht. Wenn das so einfach wäre, würde jeder Produzent alles nach Griecehenland oder sonstwohin auslagern, Hauptsache billig.

Die Trennlinie ist die Kultur, die Ethik und der eigene Anspruch. Griechen sind Griechen so wie Deutsche eben Deutsche sind. Aus Griechenland wird nie eine weitere Industrienation werden. Aus der BRD kann jedoch ohne Probleme durch Sozialisten einen Industriebrache werden.

Von mir aus kann Griechenland den Euro behalten. Dann sollten wir halt raus. Ach, das geht nicht? Wieso? Wir versauen doch allen ihre inflationierte Währung? Der Grund ist einfach. Wir, die Steuerzahler, sollen schlicht den Zahlmeister der Union machen. Das ist der Grund warum Griechenland nicht aus der EU raus geht, weil es immer noch mehr abgreift als sie das Projekt kostet. Und das ist der Grund, warum die EU-Nationalisten die BRD nicht ziehen lassen, weil ohne uns der Laden nicht mehr auf Kosten von Anderen leben kann.

Griechenland ist und war immer eine Zechprellernation. Zumindest kann man das für die letzten 200 Jahre belegen. Bayern hat um 1840 versucht mit Beamten und Kredit das Land aufzubauen. Resultat: Verzweiflung über Gesetzesbruch, Verweigerung Steuern zu zahlen und dann Abbruch des Projektes. Griechenland war Mitglied der lateinischen Münzunion um 1900 herum plus minus. Eine Währungsunion zwischen einigen Mittelmeerstaaten basierend auf einer Goldwährung. Resultat? Griechenland betrog. Druckte mehr Bezugsscheine auf das Währungsgold als sie Gold hatten. 1908 dann der Rauswurf aus der Münzunion.

Und da sind wir wieder im hier und heute. Griechenland hat gemeinsam mit Goldman Sachs seine Zahlen gefälscht um am Euro teilnehmen zu können. Das waren nicht wir! Griechenland hat alle Gelder die es zuvor von der EU/EG erhielt, nie in Infrastruktur sondern ins Vergnügen investiert. Es waren nicht wir, die mehr Olivenbäume für Kreta angegeben haben als benötigte Landmasse da ist, um nur eine von tausenden Subventionserschleichungen zu nenne.

Griechenland hat 10 Jahre als Mitglied der EU/Euro Zugang zu günstigen Krediten gehabt. Es ist und war wie immer, dass Geld wurde verjuckelt, die halbe arbeitsfähige Bevölkerung auf Staatskosteen angestellt und dolce vita war angesagt. Jetzt ist Zahlzeit. Roland Baader sagte sinngemäß: wer vorfrisst muss nachhungern.

Griechen sind arm? Und werden, durch den Wegfall der Subventionen wieder dahin zurückkehren wo sie herkommen? Ja, es ist ihre eigene Leistung dort zu sein. Es ist ihre Regierung die sie gewählt haben die sie dorthin gebracht hat. Es ist ihre Art des “ich habe einen Bruder in der Partei, ich besorg Dir einen Staatsjob” das sie dorthin gebracht hat. Das war nicht der Steuerzahler Hans Petrers aus der BRD. Sich das einzugestehen heißt Selbstverantwortung.

Ich muss sie nicht maßregeln, dieses oder jenes zu tun. Ich muss denen nichts beibringen. Da muss auch nichts verändert werden. Griechen können Griechen bis ans Ende ihrer Tage sein.

Was ich jedoch auch nicht muss. Ich als Steuerzahler muss nicht einen Staat durchfüttern mit dem Verweis auf Solidarität und das die dort dann in Armut leben. Das nennt man moralische Erpressung. Ich habe in der BRD all together eine Staatsquote auf meinem Gehalt von rund 70%. Noch einmal..ich führe 70% meines Einkommens an staatliche Organe ab. Es reicht. Mir ist es gelinde gesagt egal was mit Griechenland ist. Mir ist auch das Solidaritätsgequatsche über, weil es eben nicht das ist worum es geht.

Griechenland und all die anderen wirtschaftlich inkompatiblen Staaten sind aus chauvinistischer nationalistischer Großmannssucht in einem Superstaat vereint. EU-Nationalisten wollen das so. Ja und dann ist da noch die NATO. Da Griechenland immanent wichtig ist um einen Riegel quer über den Kontinent zu legen, der Russland vom Rest Europas abschneidet. Hier geht es um ein elitistisches Großprojekt und Militärspiele.

Wenn die Linke und Solidarität für Griechenland Krakeler Griechenland unterstützen wollen. Fein. Die Realität ist, man unterstützt damit ein nationalistisches Großeuropa und die militärischen Expansionspläne einiger Auserwählter. Das kapiert man aber auf der Seite schlicht nicht. Da wird ernsthfaft gefordert, dass wir Steuerzahler noch mehr abführen müssen, um die Lebenslügen von Realitätsverweigerern auf die Spitze zu treiben. Ich will für Euren Scheiss nicht mehr bluten.

Und ja, auch wir haben Probleme und genau deswegen geht es uns eien Scheiss an was die Griechen in Griechenland treiben, so lang ich es nicht erzwungenermaßen finanzieren muss. Unser Problem hier ist die Moralelite, die mit religiöser Inbrunst durchs Land zieht um soliarische Ablaßbriefe zu verkaufen. Kurz: DIE LINKE.

Ihr, die ihr zu großen Teilen auf Kosten der Steuerzahler lebt, in dem ihr in die Staatsanstellung strebt, Dauerstudenten seid, vom Steuerzahler gepmamperten Stiftungen angehört und oder im ökosozialen Komplex arbeitet, der sein Geld durch moralische Erpressung und Monopolgesetze einnimmt, bezahlt doch mal einfach Eure Luftschlösser selbst!

Macht einen Fond auf, steckt da doch mal Euer vom Steuerzahler ausgepresstes Blutgeld rein, und finanziert mit dem was dabei herauskommt…einfach Euer Lielingsprojekt. Darum gehts aber nicht gell?

Es geht darum das die anderen für Eure Scheisse zahlen. Als moralisch hochstehende Menschen müßt ihr nämlich nur ansagen wo es lang geht. Die Linke HERRENMENSCHENATTITÜTE kotzt mich auf gut deutsch an. Es ist die Bigoterie in diesen Kreisen, die eigene Bevölkerung bis aufs Blut auszupressen, um mit dem Geld durch die Welt zu reisen und anderen Ureinwohnern zu zeigen wie es richtig geht. Es ist diese “am linken Wesen soll die Welt genesen” Mentalität die mit samt ihrer Überheblichkeit nur schwer zu ertragen ist.

Jan Böhmermann ist da nur ein weiterer Vertreter dieser überheblichen selbsternannten Moralelite. Zeit seines Lebens hat der Junge noch nie einen Schlag echte produktive Arbeit getan. Der lebt sein ganzes berufliches Leben aus der Tasche vom Steuerzahler. Ich empfinde ihn nur als weiteren linksextremen geistigen Brandstifter, der meint das Arbeit nicht seines ist, er aber auf jedem Fall weiß das er eine Moralinstanz ist. Abgebrochenes Studium der Soziologie und Geschichte (vom Steuerzahler finanziert) und danach (wie auch immer) zum staatlichen Rundfunk gekommen und auf Kosten von Steuerzahlern leben. Mit seiner Vita reiht er sich ein in die Reihe der anderen Moralinstanzen eines Kalibers wie Claudia Roth oder Andrea Nahles. Moralisch hochstehen, nie um eine Ausrede verlegen um den Steuerzahler noch ein paar Euro abzuzocken! Und nein, daran ändert auch kein umgehangenes Parteilametta in Form des Grimmepreises etwas der hier zur Heiligsprechung angeführt wurde.

Wobei der Grimmepreis auch nur wieder so eine öffentliche Verarsche des linken Meinungsmonopols an der Allgemeinheit ist. Wo man gern mal aus propagandistischen Gründen Scheinorganisationen aufbaut, um einen “breiten gesellschaftlichen Konsenz” zu vermitteln, der in der Realität äußerst selten, dafür aber in linken Thesenpapieren immer besteht. Der Grimmepreis wird vom Grimme Institut gestiftet. Der Namensstifter war der erste Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme. Grimme war in seinem Leben “Kulurpolitiker” für die SPD und niedersächsischer Kulturminister. Was witzig ist, Student der Philosophie und Germanistik, danach in den Staatsdienst und in die SPD. Und das schon vor fast 90 Jahren. Bestimmte Dinge ändern sich nie. Aber urück zum Grimmepreis. Der Grimmepreis wird vom Grimme Institut gestiftet. Zitat Homepage:

Das Adolf-Grimme-Institut hat die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Gesellschafter des Adolf-Grimme-Instituts (gGmbH) Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH sind der Deutsche Volkshochschul-Verband, der Westdeutsche Rundfunk, das Zweite Deutsche Fernsehen, die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, die Filmstiftung NRW und die Stadt Marl.

Förderung
Das Adolf-Grimme-Institut erhält Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Marl.

Ein Versorgungsinstitut das durch Seilschaften in der Politik und unter Staatsangestellten gegründet wurde, bis zum heutigen Tag sein Geld aus dem Steuerzahler heraus”farmt”, verleiht den “Preis zum moralisch Hochstehenden” an den in Staatsdiensten und vo Steuerzahler lebenden Böhmermann. Tja, würde sagen der Kreis schliesst sich. Stimmt, der Mann muss eine moralische Instanz sein.

Der Grimmepreis, verliehen von der Klientel an die Klientel,in dem Fall an den für meinen Geschmack Schwätzer Böhmermann, hat damit die Relevanz von Klopapier. Reiht sich einfach weiter ein die Reihe von Scheinorganisationen der Abzocker, die “Pluralität”, “Unabhängigkeit” und vor allem “moralische Legitimation” erzeugen sollen und so Abzocken rechtfertigen. Auf der anderen Seite, die Titelgläubigkeit der Linken hier in der BRD, ist auf dem gleichen Level wie die der meisten “Untertanen”.


peter
20.3.2015 11:40
Kommentarlink

Hähä, staatlich gelenkte Desinformation im ÖRR als propagandistischer Flankenschutz für weitere Griechenhilfe. Da werden nicht wenige sagen: hat der mal wieder den Alutrichter auf demn Kopf 🙂
Hier noch eine VT von mir: die Greichen brauchen bis Monatsende Geld (2,3 – 5 10^9 EUR, je nach dem, wem man glaubt). Troika kann ihnen aber nix geben, weil die sich störrisch verhalten. Wie lösen wir dieses Dilemma? Mit deutschen Reparationszahlungen! Tsipras kommt nächste Woche zur Merkel, die wird ihm dann das Geld irgendwie in die Tasche stecken. Ob man das dann offiziell “Reparationen” nennen wird, ist noch nicht ganz klar. Die Medien trommeln jedenfalls schon etwas in diese Richtung und diverse Links/Grüne Politiker haben sich ja auch schon entsprechend positioniert. vielleicht nennt man das dann auch SoSWi “Sonderfond für Solidarität und Wiedergutmachung”.


Zaphod B
20.3.2015 11:43
Kommentarlink

Böhmermann ist einfach nur ein ziemlich nerviger Selbstdarsteller, der ursprünglich vom WDR und anderen ÖR Sendern ziemlich gehyped wurde – wahrscheinlich waren die mal wieder auf der Suche nach einem neuen Harald Schmidt. Vom Niveau ist der Typ aber eher nur eine schlechte Stefan Raab Kopie. Warum ihm das ZDF wieder mal eine neue Show bietet (vorher qualmte und sabbelte er spät nachts mit dieser grenzdebilen Charlotte Roche auf irgendeinem Spartensender) erschließt sich wohl nur den Programmverantwortlichen. Meiner Ansicht nach haben die ÖR Sender schlichtweg zu viel Geld.

Was bei der Griechenland/ Varoufakis Sache extrem auffällt ist, dass sich ein Großteil der Medien auf absolute Nebensächlichkeiten kapriziert (Stinkefinger, lässiges Auftreten, offener Hemdkragen, Hand in der Tasche, …) während Fakten eine völlig untergeordnete Rolle spielen.


peter
20.3.2015 11:46
Kommentarlink

PS: ist aber alles halb so wild. Wie mir nebelige Foristen hier mitgeteilt haben, bin ich ja nur mit max. 12.000 EUR an dem Spass beteiligt.


ManXY
20.3.2015 11:58
Kommentarlink

Eine Posse, die öffentlich-§ℜechtlichen? Beutelschneider machen also in Satire.
Toller Geck mit meiner Kohle, quasi ein Schenkelklopfer, oder doch ‘ne Kopfnuss.

Ja der ℑ_alt68iger Schwarm Varoufakis, ist es nicht eigentlich Wurscht; wer will auch Bifteki oder Fakelaki, was der anstellt?
Und wenn er den nackten Arsch in die Kamera gehalten hätte.

Griechenland ist Pleite, Aus, Sense. Aber nicht nur die.

Die Ponzi Schimäre galoppiert immer schneller, ein paar Milliarden hier, ein paar Milliarden da.
Man muss nur genug Stöffchen bedrucken und alles wird rosig, die Steueraufkommen sprudeln nur so vor sich hin und kein einfacher Arbeiter rutscht mehr auf dem frisch gegenderten Regenbogen in die Armut.

Nur wenn ich so recht darüber nachdenke; ein kleines Gefechtchen hat ja auch so seine Vorteile.
Weniger Leute, mehr Platz, man könnte mal wieder so richtig anpacken.
Die Politiker müssten uns nicht so viel Erklären, uns mitnehmen, weil wir sind ja eh zu doof.
Okay zum Kreuzchen machen alle Jubeljahre reicht es noch.

(Wir pflegen die Andacht des Analphabetismus; verkürzt, damals waren es noch drei Kreuze &plusmn.)




Manfred P.
20.3.2015 12:06
Kommentarlink

@WikiMANNia
@drehrumbum

Wasser siedet (unter Normbedingungen) bei 100°C bzw. bei 373K.

Der absolute Temperaturnullpunkt liegt bei 0K oder -273,15°C.

Die Erdbeschleunigung beträgt im Mittel 9,81 m/s².

Die Elementarladung betrag 1,602e-19 Coulomb.

Ich möchte nun gerne wissen, was an diesen Informationen zielgerichtet, manipulativ und nicht neutral ist.


Marcus Junge
20.3.2015 12:35
Kommentarlink

capaberlin

Stimme ich völlig zu, was aber kein Argument gegen eine aufwertende Währung ist, sondern nur eines von endlos vielen gegen den Euro, diese politische Mißgeburt zur Zwangserschaffung der Vereinigten Staaten von Europa. Ein Geld für verschiedene Staaten und Ökonomien funktionierte noch nie und wird es auch in Zukunft nicht. Weshalb weder ein starker, noch ein schwacher “gut” ist, da es dabei immer kräftig Verlierer gibt. Nur ein allgemeines Ende des Euro wäre eine echte Lösung.

Und zu den Schwachwährungsländern, die haben keinen Anreiz zu mehr zu finden, als Lebensmittel und Tourismus, wenn sie einfach ständig die Währung abwerten. Dann investiert man da aus dem Ausland auch nicht und die Sparquote ist im Keller. Wer legt schon Geld an, welches nach einem Jahr 10% verloren hat? Damit mag eine schwache Währung ja einen Scheinblüte erzeugen, auf Kosten der Zukunft.


Thomas F
20.3.2015 13:21
Kommentarlink

ich kenne Böhmermann nur von hier http://www.internet-law.de/2015/01/noch-ein-paar-gedanken-zu-boehmermann-und-dem-urheberrecht.html
Hat sich damals als RiAlo geoutet 🙂


Heinz
20.3.2015 13:52
Kommentarlink

> dass wir den Griechen einen Haufen Geld geben

… wohl eher den Banken

> umögliche Verhalten Varoufakis

Man kanns auch übertreiben.
Ich weiß die Linken halten nichts von Nachsicht und Verjährung – ich dagegen schon.

> Das ist vor allem deshalb ganz übel, weil es hier öffentlich-rechtliches Fernsehen war, das zugunsten einer politischen Strömung systematisch Desinformation betrieben hat.

Volle Zustimmung, das hätte man deutlich als “Satire” kennzeichnen müssen.

> Natürlich haben sie es inzwischen zugegeben, weil der Schwindel ohnehin nicht lange aufrecht zu erhalten war

Hier eine Analyse(plus Kommentar):
https://youtu.be/_df8tHFOxgg


Benutzername
20.3.2015 15:13
Kommentarlink

Von Genosse ???????? ???????????? ????? lernen heißt im Propagandakampf siegen lernen! 😉 Putins Truppe hat es zum modus operandi gemacht schamlos zu lügen und wenn die Lüge ihre Schuldigkeit getan hat entweder durch eine neue zu ersetzen, oder einfach zuzugeben. Siehe ” Das sind keine russischen Soldaten auf der Krim!”

—————————

Es ist doch eigentlich Jacke wie Hose ob der Varoufakis nun den Finger oder nicht. Vermutlich hat er, passt zu seiner extrovertierten Art, aber die eigentliche Sache ist doch eine andere. Die ganze Aufregung wegen einer ungehobelten Geste vor Jahren dient doch nur dazu davon abzulenken mal ergebnisoffen und sachlich über die Bewältigung der €urokrise und der anderen wackeligen wogenannten “PIIGS” Staaten zu reden. Die anderen Staaten sind mitnichten aus dem Schneider. Aber stattdessen werden ad hominem Nebelkerzen geworfen und die (ver-)öffentlich(t)e Meinung mit sinnlosen Blabla beschäftigt und abgelenkt.


Missingno.
20.3.2015 15:37
Kommentarlink

Ändert sich eigentlich etwas an Varoufakis Aussage, je nachdem ob sie mit einer Geste unterstrichen wird oder nicht?


vortex
20.3.2015 16:29
Kommentarlink

Alles was ich über die “professionelle” Presse wissen muss, hat schon John Swinton vor über 130 Jahren geäußert.

http://www.umweltbrief.de/neu/html/Pressefreiheit.html

Das es nicht besser geworden ist sollte klar sein.


pjüsel
20.3.2015 17:39
Kommentarlink

/offtopic

Linksfeministisches Gejammer von Anke Domscheit-Berg zum Equal-Pay-Day: http://www.deutschlandfunk.de/equal-pay-day-schuld-einer-gesellschaft.694.de.html?dram:article_id=314839

tl;dr: “Mimimimi, Schuld sind immer die anderen, will nix selber leisten müssen blödes Patriarchat!”


langjähriger Leser
20.3.2015 18:48
Kommentarlink

Ok Herr Danisch, und wie bewerten Sie jetzt den Umstand, dass der Jauch dieses Zitat total aus dem Kontext gerissen hat? Ist das jetzt die Schuld des Linken namens Jauch?

Kann es eigentlich sein, dass Sie für alles Schlechte dieser Erde einzig und ausschließlich die Linken zur Verantwortung ziehen können? Ich meine, die machen viel Müll, aber bitte: sind die die Mächtigsten und sind die die Einzigen?

Wegen Ihres intellektuellen Schneids lese ich Ihren Block seit 4 Jahren oder so. Aber ich lese ihn immer seltener und immer überfliegender, weil bei Ihnen ohnehin fast immer rauskommt, dass Linke schuld sind. Was, wie gesagt, in manchen Fällen zutreffend ist, aber nicht in allen.

Im Übrigen habe ich bei Ihnen hier noch nie eine Definition von links, rechts, konservativ, liberal, grün oder dergleichen gelesen, ausser ein einziges Mal: da schrieben Sie (mir als Antwort übrigens): Links ist, wer andere rechts nennt und umgekehrt.
Was nun gerade Sie nicht schmücken dürfte, bedenkt man, wie oft Sie Linke für alles und jeden Fehltritt verantworlich machen.

Ich will Sie da nicht kritisieren. Sie sollen ja meinen, was Sie möchten. Aber ich möchte Ihnen mitteilen, nach mehreren Jahren finde ich das langsam etwas verbohrt. Sie sind manchmal wie die Genders, die bei jedem Problem sagen, die weißen Heteromänner sein Schuld. Nur das Sie eben sagen, die Linken sein Schuld. Von der Monotonie ist es bisweilen aber dasselbe. Ich finde das schade.


Hadmut
20.3.2015 20:29
Kommentarlink

@langjähriger Leser:

> Ok Herr Danisch, und wie bewerten Sie jetzt den Umstand, dass der Jauch dieses Zitat total aus dem Kontext gerissen hat? Ist das jetzt die Schuld des Linken namens Jauch?

Das bewerte ich gar nicht. Darauf kommt’s nämlich nicht an.

Es ist – für meinen Blog-Artikel hier – völlig egal, ob Jauchs Vorgehen berechtigt war oder nicht. Die Tatsache ist, er hat es getan, und damit Wirkung erzielt. Es spielt keine Rolle, ob seriös oder nicht, sondern nur, dass er es faktisch getan hat. Und gegen die Wirkung ist man vorgegangen.


Hadmut
20.3.2015 20:37
Kommentarlink

@langjähriger Leser:

> Nur das Sie eben sagen, die Linken sein Schuld.

Ah ja, die alte Forderung, niemals den Islam zu kritisieren, ohne auch gleichzeitig das Christentum zu hauen. Jetzt mit links-rechts.

Derzeit wird aber nun mal alles, insbesondere das, was ich kritisiere, von Linken ge- und betrieben.

Was soll ich denn machen? So wie bei einer Frauenquote auch 40% meiner Kritik Rechten überbraten, egal ob sie es waren oder nicht?

Es ist nun einmal so, dass unsere Medien und die Politik derzeit stark linkslastik und linksgetrieben sind, und dass viele Veränderungen von Linken betrieben werden. Das ist doch nicht meine Schuld.

Sie können mir doch nicht einfach so vorwerfen, ohne dabei irgendeinen Fehler aufzuzeigen, dass ich meine Kritik nicht gleichverteile. Ist das jetzt auch so eine Gleichstellungsdenke, dass man Linke zu soundsoviel Prozent gut finden muss, egal wie groß der Schwachsinn ist?

Außerdem: Ich kann mich nicht um alles kümmern. Meine Zeit ist begrenzt, ist komme ja jetzt schon nicht mehr nach, alle Zuschriften zu bearbeiten und beantworten. Ich kann mich ja nicht mit noch mehr Themen herumschlagen.

Es kann ja auch nicht meine Aufgabe als einzelne (noch dazu hier unbezahlte) Privatperson sein, die vornehmlich als Hobby bloggt, für eine allumfassende Vielfalt zu sorgen. Andere Leute sollen auch bloggen.

Gegenfrage: Kritisieren sie andere Leute auch für deren Hobbys? Werfen Sie beispielsweise Radfahrern vor, dass die nicht auch schwimmen gehen?

Meines Erachtens dürften sie nicht mich für mein Blog kritisieren, sondern im Gegenteil alle Nichtblogger dafür, nicht zu bloggen und somit nicht für eine gleichverteilte Kritik zu sorgen.

Bloggen Sie?

Warum nicht?


JochenH
20.3.2015 21:18
Kommentarlink

Oben wurde richtig gesagt, dass Varoufakis etwas ganz anderers gemeint hat, als der Kurzabschnitt wiedergab. Das weiß Böhmermann.

Jan Böhmermann ist natürlich sehr begabt, aber sein Problem ist, dass er arrogant und schnodderig ist. Dazu überfordert er den normalen TV-Zuschauer. Also sowas wie Raab für Kluge. Er wird nie ein Sympathieträger. Er ist für mich ein Abziehbild von Stuckrad-Barree, der auch nie wirklich nach oben kommen wird.


Michael
20.3.2015 21:42
Kommentarlink

Das Zentrum stellt nie, NIE, Ressourcen egal welcher Art für die Peripherie zur Verfügung.

Egal wie oft irgendwer irgendwelchen Unsinn verzapft, die Gelder gehen nie nach Griechenland. Jeder, der das schreibt, hat seinen Geist zweckentfremden lassen, schreibt im Dienste der Majestät, des Zentrums, der Maschine und der Banken.

Er stellt seine naive Blösse zur Schau, wer sich also von so einem Kasperlitheater verarschen lässt. Also ehrlich.


Heinz
20.3.2015 21:53
Kommentarlink

> Es ist nun einmal so, dass unsere Medien und die Politik derzeit stark linkslastik und linksgetrieben sind, und dass viele Veränderungen von Linken betrieben werden.

Naja,
das sind eher Pdeudolinke – siehe SPD und Harz4 sowie Senkung des Spitzensteuersatzes – dagegen wirkt selbst Kohl wie ein Kommunist


langjähriger Leser
20.3.2015 22:03
Kommentarlink

Ne, ich blogge nicht, ich blogge als Kommentator mit. Neben Zeitmangel fehlt mir da der Sinn beim direkten bloggen. Es ist alles gesagt worden, man müßte handeln. Auktorielles Schreiben ist nur sehr bedingt eine Art Handeln. Ich _rede_ mit Leuten über Aktuelles (besonders gern mit jenen, von denen ich weiß, sie haben eine Meinung, aber wenig Wissen). Zudem will ich es den Internetüberwachern etwas erschweren, meine Seele auf einer digitalen Karteikarte zusammenzufassen, ohne gegen geltende Impressumspflicht zu verstoßen. Insofern rechne ich es Ihnen schon hoch an, was Sie hier alles an Kommentaren durchlaßen, auch wenn mich manchmal schockiert, was manch einer hier losläßt. Die Sciencefiles sind meiner Meinung nach da deutlich scheuklappiger. Ich lebe aber auch nicht in der Illusion, wir hätten ein Recht auf Glück oder allseitige Unschockiertheit.
Aber meine Art ist dieses veronyme bloggen nicht.

Ich genieße es eher, mich hie und da zu verteilen und zu gucken, was daraus wird. Ich mache mir nichts aus meinem Namen. Für mich gibt es nichts besseres als jemandem geholfen oder beigestanden zu haben, ohne daß meine Name dabei in Erscheinung tritt. Das kann man kritisieren, aber sich auf den Markt der Meinung als Schreier zu begeben, kann man ebenso kritisieren. Darum aber geht es nicht. Blogger und Kommentatoren sind keine Gegner. Die einen können nicht ohne die anderen. U.a. die SZ lernt das gerade recht bitter.

Ich meine auch nicht, Sie sollen über alles und jeden schreiben. Sie wählen schon gute Themen, aber es kommt doch zunehmend dasselbe raus, daß eben die Linken an allem Schuld sind und daß die zuviel Macht hätten (ich schätze Ihre analytische Aufarbeitung von Fakten, nicht aber Ihre Urteile über dieselben). Und ich kreide Ihnen das für mich persönlich an (nicht an Ihrem Charakter), weil ich den Eindruck habe, daß sie halt schon mehr auf dem Kasten hätten, als einen einzigen immergleichen Dauergeneralfeind auszumachen. Deswegen lese ich Sie ja überhaupt. Ich will nicht, daß Sie meine Ansichten bestätigen, sondern mir wohl was anderes zeigen, Komplexität aufzeigen (auch als jemand mit einer Lebenserfahrung, die mein Alter ums fast doppelte übersteigt!), was ja wohl auch Ihre Lust ist, nicht wahr, den Leuten was ins Gesicht zu drücken, was sie nicht geglaubt hätten!

Diese Komplexität scheint mir aber verloren zu gehen. Dieses Andere ist eben in letzter Zeit hauptsächlich darauf fokussiert, daß es links als hauptproblematisch begreift, ohne mal klar zu sagen, was mit links eigentlich gemeint ist. Bei Ihnen habe ich den Eindruck, sowohl Kriegstreiberei wie fataler Pazifismus sei links; VDS ebenso wie die Gegnerschaft dagegen; auch die Privatisierung der Universitäten wie deren Folgen; vor allem aber auch Gender, obwohl jede Partei das mitträgt und die Linken hier meiner Kenntnis nach noch nie etwas haben von sich aus verändern können, da die nie in der Regierung sind und fast immer zu allem nein sagen, was nicht aus ihren eigenen Reihen kommt. Insbesondere das verwirrt mich zunehmend: regierungspolitisch und gesetzgeberisch hat die Linke nichts von dem initiiert, demgegenüber wir nun ratlos dastehen (sondern v.a. CDU und SPD sowie in Teilen FDP als Regierungspartein, in kurzer Episode auch die Grünen). Sie hat viel geschwafelt, aber wie soll daraus Wirkung geworden sein? Auch die Machtzentralen und Geldhäuser gehören selten Linken. Was ich in Ihren Argumentationen nicht mehr nachvollziehen kann ist, wie Sie andauernd das jenige politische Spektrum für die ganzen Fehltritte verantwortlich machen können, welches de facto noch nie in der Bundesregierung war und nur sehr selten in irgendwelchen Landesregierungen oder industriellen Machtzentren. Und ich will nicht sagen, daß Sie da falsch liegen mit Ihren Einschätzungen, sondern daß ich Ihre Einschätzungen diesbezüglich einfach nicht mehr nachvollziehen kann, weil die Macht der Linken zumindest politisch im einstelligen Prozentbereich rumlungert. Selbst wenn man die hindukuschverteidigenden Grünen verkürzend zu den Linken zählt, kommt man gerade mal auf knapp 20% der Bundestagsbesetzung. Denen gegenüber Sie nun sagen, die hätten alles Schlimme gegen Konservative und Spezialdemokraten durchgedrückt oder aber, daß die CDU und SPD ebenfalls alle links sein. Was ich Ihnen vielleicht abkaufen würde, wenn Sie dazu mehr als Ihre bloße Meinung veräußerten, jedenfalls insofern, als Sie nicht als ein beliebiger Marktschreier der reinen Meinungen gelten wollen.

Oder anders gesagt, ich habe den Eindruck, Sie meinen zunehmend, wenn es einfach kein “links” mehr gäbe, dann wäre alles in Butter. Ja und eben das bewzweifle ich doch stark, auch wenn ich diese Partei nicht gerade wertschätze (sie hat gute Rethoren, aber mehr auch nicht). Wenn man die Einträge Ihres Blogs des letzten Jahres ließt, so kann man der Annahme verfallen, daß bei den politisch recht weitreichenden Problemen, die Sie problematisieren, irgend eine Angela Merkel oder vollkommen irre Bereicherungsinteressen weniger Leute überhaupt nicht existieren. Sondern eben die Linken sind an allem Schuld. Das sagen Sie immer und immer wieder.

Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich irgendwie nicht mehr weiß, was Sie eigentlich unter links (und den anderen Richtungen) verstehen. Momentan habe ich den Eindruck, alles schlechte sei eben per definitionem links, egal ob es von der CDU oder den Kommunisten käme. Ich könnte sagen: ich weiß gar nicht mehr, was Sie unter links verstehen, weil Sie darunter inzwischen so dermaßen viel subsummiert haben, daß es quasi alles einbegreift, inklusive des Gegenteils von allem. Ich sage aber nicht, Sie müßen mir hier irgendwas liefern. Ich wollte Ihnen das nur mal rückmelden, weil ich Sie als rautönigen Blogger schätz(t)e, der ziemlich selten Ansichten hat, die ich absolut teile, mir dies aber verständlich übermitteln konnte. Inzwischen geht das Verständniß flöten, weil eben immer dasselbe am Schluß steht: die Linken waren es.

Ich sage es mal so: die großen Medien lese ich zum Ukrainekonflikt inzwischen nur noch überfliegend, weil ich da schon weiß, es steht drin, dass der personifizierte Putin allein an allem Schuld ist und sonst habe niemand irgendwas gemacht. Putin hat angefangen.
Und Sie lese ich derzeit zunehmend überfliegend, weil bei Ihnen an allem irgend eine undefinierte Menge von “den Linken” Schuld sind. Ich weiß zb. nicht einmal: meinen Sie die Partei oder was anderes? Weil bei Ihnen eben alles, was schlecht ist, als Ausgeburt der Linken rüberkommt. Und da denke ich mir: hör mal Hadmut, auch Liberale und Konservative und v.a. die, die sich um die Politik ein Dreck kümmern müßen bei all ihrer (anonymen) Macht, bauen Bockmist, und diese politischen Strömungen stehen miteinander in einem komplexen Verhältniß. Früher haben Sie dieses komplexe Verhältniß wenigstens noch miterwähnt. Heute sind eben immer die undefinierten “die Linken” an allem Schuld, ausnahmslos. Und da fehlt mir der politische Kompaß, denn es sind eben nicht nur linke Kräfte, die existieren und bewirken.
Es gibt auch linke Leute, die bar jeder Ethik alles fürs Geld tun, alles für Macht tun, alles fürs in die Zeitung kommen tun, alles für die Anschlußverwendung tun und die richten nichtlineare Kollateralschäden in unserem politischen System an, aber es gibt diese Leute auch auf den anderen Seiten und die einfach unter den Tisch fallen zu lassen, kann meiner Einschätzung nach nie dazu führen, einen klaren Blick zu bekommen. Sondern man kriegt einen immer weiter eingeengten Blick. Und daß ich diese Einengung bei Ihnen zunehmend empfinde, wollte ich Ihnen sagen. Ob oder was für Schlußfolgerungen Sie daraus ziehen, das liegt weder in meiner Macht noch in meinem Interesse.
Ich trete Ihnen gegenüber nicht als Moralapostel auf, sondern als jemand, der auf Ihre quasiöffentlich (ohne Zugangsbeschränkung) getätigten Aussagen reagieren möchte.


Hadmut
20.3.2015 22:53
Kommentarlink

@Langjähriger Leser:

> Und Sie lese ich derzeit zunehmend überfliegend, weil bei Ihnen an allem irgend eine undefinierte Menge von “den Linken” Schuld sind.

Bitte berücksichtigen Sie dabei auch folgendes:

Als ich den Artikel über Kinderpornosperren geschrieben habe, hatte ich

  1. 20 Jahre hauptberufliche Erfahrung damit,
  2. ein klar greifbares Thema mit technischen Fakten und knallharten Gegenbeweisen.
  3. zwischen den Vorgängen und dem Blog-Artikel über zwei Jahre Zeit und mich lange mit der Sache befasst.

Bei Thema Gender ist das anders:

  1. Ich hatte mich vor 2012 nie damit beschäftigt, komme jetzt also gerade mal an 3 Jahre des Befassens damit,
  2. mache das nur in meiner Freizeit, nebenbei, neben dem Beruf,
  3. es geht um ein Moving Target, bei dem jeder willkürlich irgendwas anderes behauptet und sie niemand auf irgendetwas konkretes einlassen will, es nur um die Opportunität des Augenblicks geht.
  4. Und die Artikel können nicht 2 Jahre warten, sondern müssen meist tagesaktuell und mit kurzer Recherche raus.

Ich finde es schon von daher unfair, wenn an das Gender-Thema dieselben Maßstäbe angelegt werden wie an den Kinderpornosperren-Artikel.


Gedöns
20.3.2015 22:11
Kommentarlink

@O
„Daher gilt als sinnvolle Regel, besonders, wenn man aus den Informationen Handlungen ableiten will: Denke nach, was wäre, wenn die Information nicht stimmt.“
Sinnvoller ist es darüber nachzudenken, ob denn nicht alle Lügen.
Die einen behaupten: ein Finanzsystem und Verwaltung wie in Deutschland und das mit Griechenland wäre nicht passiert.
Die anderen behaupten: eine andere EZB-Politik (nicht die EZB abschaffen, denn das wäre ja die Abschaffung des € und damit friedensfeindlich, wie es schließlich bis 1999 gewesen ist) und alles wäre supi!
Ich weiß jetzt nicht, was ein Stinkefinger oder eben keiner am allgemeinen Lügen nun geändert haben soll?


langjähriger Leser
20.3.2015 22:23
Kommentarlink

“Inzwischen geht das Verständniß flöten, weil eben immer dasselbe am Schluß steht: die Linken waren es. ”

Ich muß das präzisieren: was mich verstört ist der Eindruck, Sie schreiben nur noch mit dem Ziel, daß am Ende eben irgendwelche undefinierte linke Macht an allem Schuld zu sein HAT. Sie schreiben in diesem Sinne nicht mehr ergebnisoffen, sondern so, daß der Schuldige von Anfang an klar ist. Ihr gegenwärtiger Stil unterscheidet sich da zb. deutlich von dem Artikel über die Kinderpornosperre der von der Leyen.

Und daß Sie das machen, das finde ich schade. Das wollte ich Ihnen nur mal mitteilen, weil ich bisweilen über sie nachdenke. Ich erwarte nicht, daß Sie sich da nun irgendwie verändern für mich oder dergleichen. Ich würde Ihnen das aber nicht sagen, wenn ich Sie nicht durchaus immer noch für eine bemerkenswerte Person hielte. Sie kochen aber auch bloß mit Wasser und daher meine ich, Sie könnten nichtrabulistische Rückmeldungen, die aber auch keine Fanboy-Aussagen sind, gut vertragen. Daran mangelt es in diesem Blog nämlich bisweieln (es gibt viel “yeah” und viel “buh” in den Kommentaren, aber wenig dazwischen).


Hadmut
20.3.2015 22:46
Kommentarlink

@langjähriger Leser:

> daß am Ende eben irgendwelche undefinierte linke Macht an allem Schuld zu sein HAT

Sind Sie da nicht vielleicht in eine Denkfalle geraten?

Denn momentan dreht die linke Ecke ziemlich durch. Je mehr die aber durchdrehen, und je mehr man – zwangsläufig – darüber berichtet, desto weniger glauben Sie es, weil das Ergebnis kein Wohlfühl-Ergebnis ist?

Könnte es vielleicht eher umgekehrt sein? Dass Ihnen nämlich der Pornosperren-Artikel gefiel, weil politisch genehm, und jetzt eben nicht mehr, weil nicht mehr genehm.

Ein zentraler Unterschied zwischen den alten Artikel über Pornosperre und Vorratsdatenspeicherung war nämlich, dass die damaligen Artikel konform mit den Meinungen vieler Linker gingen und gelegen kamen, die jetzigen nicht mehr. Das schürt bei mir schon den starken Verdacht, dass es nicht um Qualität, sondern um die Frage der Konformität mit der eigenen Ausrichtung geht.

Man kann heute auch keine Artikel wie den über die Pornosperre oder die Vorratsdatenspeicherung schreiben. Geht (fast oder gar) nicht mehr.

Warum?

Weil technische und sachliche Fakten überhaupt nichts mehr zählen und gar nicht mehr beachtet werden.

Damals konnte man noch mit fachlich-technischen Argumenten kommen, die noch Überzeugungskraft hatten und den anderen aus der Spur gebracht haben, ihr Publikum fanden.

Das gibt es heute nicht mehr. Man kann bei Feminismuss-Genderismus noch so viele Gegenargumente bringen, ob mathematisch, biologisch, wissenschaftlich, empirisch – es interessiert niemanden mehr.

Was Sie für eine Veränderung meines Blogs halten, ist in Wirklichkeit eine Veränderung unserer ganzen Gesellschaft hin zu einer irrationalen Meinungs-, Ideologie- und Konformitätsgesellschaft. Mein Blog ist nur ein Spiegelbild dessen.

Wer – Genderisten, Politiker, Journalisten, Universitätsleute – würde denn bei heutigen Themen wie Gender überhaupt noch danach fragen oder darauf eingehen, was naturwissenschaftlich oder technisch zutreffend ist?

Machen Sie bitte mir die gesellschaftlichen Veränderungen nicht zum Vorwurf – und schon gar nicht in Verbindung mit dem Vorwurf, dass ich gegen diese Veränderungen bin.

Denn damit widersprechen Sie sich auch selbst.


peter
20.3.2015 22:45
Kommentarlink

> Ändert sich eigentlich etwas an Varoufakis Aussage, je nachdem ob sie mit einer Geste
da hier immer wieder Aussagen zu lesen sind, die in diese Richtung gehen: der Punkt ist doch nicht, ob V. den Finger gezeigt hat oder nicht (außer dem Jauch). Sicher ist das unschön, aber geschenkt.
Was ich viel interessanter finde ist: er hat es getan und lügt dann so dämlich und widerlegbar. Das ist dreist. Und wenn der bei so einer Lappalie schon so dreist lügt, was macht der denn erst, wenn es mal richtig drauf ankommt?
Ach, und btw., die Griechen-Regierung bekommt ja also doch wieder Geld, wenn sie endlich eine Liste mit Sparmassnahmen vorlegt. Wo gibt’s das eigentlich sonst noch? Wo bekommt man für ein Stück Papier, auf dem man ein paar Worte geschrieben hat Milliarden? Das gibt’s nur bei der EU. Haben die das nicht in der Vergangenheit schon mindestens 2 mal gemacht? Und, was ist denn aus diesen Papierfetzen geworden? Können die nicht Copy & Paste? Und am besten übergibt der V. dann die Liste, dann wird das so richtig glaubwürdig.


langjähriger Leser
20.3.2015 23:39
Kommentarlink

Ne, was ich bei dem Pornosperrenartikel besonders bemerkenswert fand war das, was ich auch schon vorher gemutmaßt habe: daß da politisch verantwortliche Leute über Dinge entscheiden, von denen sie keinen blassen Schimmer haben. DAS ist nämlich nicht nur im Bereich der Informatik so. Nur wie das im Bereich Web/Zensur aussieht, davon hatte ich keinen blaßen Schimmer. Daß es am Ende so profan war, hat mich wirklich geschockt. Ich hab da viel mehr Komplexität vermutet.
Insofern hat der mir nicht gefallen, weil er meiner Meinung oder Vermutung entsprochen hat, sondern er hat mir insbesondere gefallen, weil Sie mir gesagt haben, wie sich die von der Leyen das Internet vorgestellt hat (als “sternenförmig” mit einer mystischen Zentrale “für alles” in der Mitte). Sie haben meiner abstrakten Vermutung einen recht konkreten Erfahrungsbericht hinzugefügt, welcher meiner Vermutung eher widersprochen hat. Was die VDS betrifft, so denke ich inzwischen, gibt es hier überhaupt keine Objektivität mehr. VDS hilft wenig gegen Kriminalität, aber das ist mir gleich. Ich frage mich allein, wie man den (übel gefährlichen) Missbrauch dieser Daten präventionieren kann und so lange wie ich dazu nichts höre – auch mangels Expertise seitens der Befürworter – halte ich es für eine Blendgranate. “Das ist gur für Dich, auch ohne, daß Du es verstehst” ist für mich ein ganz inakzeptabler Versuch der Persuasion, mithin hart links oder hart rechts.

“Man kann heute auch keine Artikel wie den über die Pornosperre oder die Vorratsdatenspeicherung schreiben. Geht (fast oder gar) nicht mehr.

Warum?

Weil technische und sachliche Fakten überhaupt nichts mehr zählen und gar nicht mehr beachtet werden.”

Da möchte ich Sie gerne enttäuschen: es mögen nicht Millionen sein, die sich für diese Sachen interessieren, aber es sind 1. ausreichend und 2. sehr interessierte Menschen. Nun besteht der Fluch unseres spezialisierten Zeitalters darin, daß man kaum noch was von irgend einer Materie wirklich verstehen kann, wenn nicht ein inseitiger “Experte” dazu spricht. Viele überfordert das, aber nicht alle, doch jeder, den es nicht überfordert, arbeitet mit sowas weiter (in Blogs oder Gesprächen oderoderoder). Und deswegen sind diese Ihre Artikel wertvoll, auch wenn Sie damit nicht Millionen erreichen! Hören Sie damit nicht auf, nur weil in Talkshows und Sendungen nicht darüber berichtet wird! Der Sauerteig wird seine Wirkungen tun, wie man so sagt…
Ich verstehe aber Ihren Vorbehalt, daß man sich damit auf irgendwie heißes Terrain begibt, auf welches sich zu trauen auch persönliche Konsequenzen haben kann. Andererseits bin ich (junger Mann) recht erstaunt, wie freimütig Sie hier klarnamentlich allzugänglich Ihre Ansichten in die Welt schreiben. Ich täte das niemals, denn dann fände ich (meiner jungen Meinung und Angst nach) niewieder einen Arbeitsplatz, nachdem ich meinen jetzigen sehr schnell verlieren würde. Insofern schätze ich bei aller Verwunderung Ihnen gegenüber immer noch Ihren ziemlich männlichen Mut.

Die Veränderungen, die in unserer Gesellschaft stattfanden, waren aber auch jenseits von links und ich wünschte mir ganz ausdrücklich nicht, daß Sie aufhörten, die Linken zu kritisieren, sondern ich wünschte mir, Sie würden auch die anderen Seiten mit einbeziehen. Über die Linken Kräfte haben Sie in diesem Sinne vieles gesagt. Daß es eine Art Linksbewegung in dieser Gesellschaft gab, würde ich nicht einmal in Frage stellen und nicht einmal, daß diese Schaden angerichtet hat, aber ich würde hinzufügen, daß es davor eine ziemlich Bewegung nach rechts gegeben hat (hierzulande war das die Agenda2010 und die Beteilgung an der Verteidigung Deutschlands am Hindukusch, inzwischen die sehr platten Attitüden gegen faule Südländer, deren Faulheit man gerne kritisieren darf, wenn es denn nicht dabei stehen bleibt zu meinen, das wäre schon aller Ursachen Analyse gewesen). Und nach meinem Empfinden taugt das links-rechts-Pendel gerade zunehmend weniger. Ist Gender wirklich links? Oder ist es rechts? Das hängt von der Definition ab, was links und rechts sein sollte. Aber eben darüber weiß ich bei Ihnen gar nichts, obwohl ich Sie, wie gesagt, seit längerem lese. Ich weiß immer noch nicht, was bei Ihnen eigentlich dieses Wort “links” meint.

Herr Danisch, Sie haben vor wenigen Jahren einfach komplexer verstanden, nach meinem Eindruck. Daß die Gesellschaft sich gewandelt hat, hat auch auf mich gewirkt. Trotzdem bin ich als eigentlich eher konservativer Mensch nicht auf den Trick reingefallen, für alle Planungs- und Handlungsversäuminisse in Bundes- und Europapolitik nun ausschließlich die Linken zu beschuldigen, damit alle anderen Etablierten hübsch sauber dastehen. Und diese Erkenntnis kam in der Tat durch Gender, welches überall in Europa vor allem von den konservativen Parteien durchgedrückt worden ist, ganz intensiv seit den “Rettungsschirmen” seit 2008/9. Ebenso wie die Attitüde bedingungsloser Einwanderungspolitik und derjenigen, dem Schwächsten und Dümmsten aus moralinsauren Gründen selbst im Atomkraftwerk noch Vorzug vor dem Sachverständigen zu gewähren. Ich bin ganz bei Ihnen, daß Leute, deren Hauptkompetenz Diskutieren und irgendwas Empfinden ist nicht in Bereiche gehören, in denen Menschenleben auf dem Spiel stehen können.

Ich halte jene Ideologie aber nur für bedingt links. Ich denke, hier spielen auch viele wirtschaftskonservative Kräfte mit, sowie auch weitere politische Interessenten, welche Sie auch schon manchmal erwähnten (rechnen wir einfach nach: wer hätte Vorteile von einer inneren Destabilisierung Europas?).

Ich finde so gesagt nicht mal Ihre Dauerkritik an den Linken schlimm, sondern daß Sie diese mit nichts weiterem verbinden. Ich bin wirklich kein Freund der Linken, aber die machen gerade nicht die ganzen zb. progender-Gesetze. Die machen auch nicht diesen “NSA ist schon okay”-Kram. Die höhlen diese Grundrechte gerade jenseits von Sprachgeschwall nicht aus. Die labern, aber machtlos.

Ich sage mal: wenn Sie dieses Kapitel der Schuld der Linken um ein weiteres zu erweitern begännen, in dem auch die anderen ihren Anteil hätten, so würde ich gar Ihre Kritik an den Linken sehr gut finden, weil sie dann im Kontext stünde. Aber so alleinverantwortlich machend macht das einfach von dem, was man in der Realität sieht (sagen wir zb. die Verhältnisse in Bundesregierung und Landesregierungen) irgendwie wenig Sinn, da alles auf Linke zu schieben, weil die einfach nur eine Nebenrolle spiel(t)en und sich diese Nebenrolle wesentlich im vielzuvielen Erbrechen von ideologieschwangeren Phrasen erschöpfte. Wenn man nun sagen wollte: diese Phrasen waren aber schuld! müsste man noch erklären, warum sie bei den nicht linken Parteien und politischen Strömungen so verfangen haben und inweiweit das nun wieder der linken Leute Schuld gewesen sei…


Hadmut
20.3.2015 23:53
Kommentarlink

@langjähriger Leser:

Ja, aber was soll ich denn nun machen?

Ich vermag Ihrer Kritik nicht zu entnehmen, wie ich es besser machen könnte.

Freilich wäre es angemessen und ausgewogen, auch die „rechte” Seite von Feminismus zu betrachten. Scheitert nur daran, dass es die nicht gibt. Sorry, wenn ich das so sage, aber: Es gibt bei den Rechten kein Thema, das für mich irgendwie greifbar, von Interesse oder zu verwerten wäre. Da ist auch nichts, was mich irgendwie betrifft (abgesehen davon, dass ich in letzter Zeit einen steilen Anstieg der Zahl der Kommentare hatte, die ich nicht durchgelassen habe, weil hier zuviel rechtes Gesindel meinte, ihren Müll abladen zu können.)

Ich kann doch die Themen nicht schnitzen.

Außerdem: Ich müsste dann – parallel zum Feminismus – deren Veranstaltungen besuchen. Das aber will ich auf gar keinen Fall. Ich möchte auf gar keinen Fall irgendwie mit denen in Verbindung gebracht oder dort gesehen werden, zumal viele das ausnutzen würden, um mich als Rechten zu diffamieren.

Ich sehe leider beim besten Willen nicht, wie ich Ihrem Anspruch und Wunsch entsprechen könnte. Die Welt ist nun mal nicht so, und ich kann und will sie nicht so verbiegen, damit das gewünschte gleichverteilte Ergebnis dabei herauskommt.

Ich habe auch selbst nicht den Anspruch und nicht den Willen, ein flächendeckendes ausgewogenes Programm anzubieten. Dazu müsste ich eine Redaktion unterhalten und nicht nur mich als Feierabendblogger. Dabei schreibe ich ja schon viel mehr als andere Blogger. (Mir ist kein oder kaum ein Blogger bekannt, der ähnlich viel schreibt wie ich.)

Meines Erachtens ist es bei Blogs Aufgabe der Leser, sich eine ausgewogene Mischung an Quellen zuzulegen, weil von einzelnen Personen betriebene Blogs das gar nicht abdecken können.

Die Alternative wäre ein Blog wie das von Fefe, der zwar thematisch eine breitere Streuung hat, faktisch aber fast nichts schreibt, sondern nur den URL, den er von anderen bekommt, mit einem Grunzen weitergibt. Das ist aber nicht mein Stil.


Werner
20.3.2015 23:56
Kommentarlink

@pjüsel: Wieso, ADB sagt doch die volle Wahrheit – sie interpretiert diese nur falsch:

Domscheit-Berg: …

Insgesamt wissen wir aber auch aus der Geschichte, dass immer dann, wenn sich die Zusammensetzung der Geschlechter bei einer Berufsgruppe verändert, also der Frauenanteil versus Männeranteil, dass sich dann auch die durchschnittlichen Löhne verändern. Immer dann, wenn es mehr Männer werden, steigen die Löhne, und immer wenn es mehr Frauen werden, sinken die Löhne, und das ist doch eine Entwicklung, die ist auch nicht akzeptabel.

Frauen werden für das Gehaltsverhandeln bestraft

Meurer: Ist es so, Frau Domscheit-Berg, wenn dem so ist, dass zum Beispiel immer mehr Ärztin werden und im selben Zug gehen dann die Löhne für Ärzte runter, ist es so, dass die Männer sozusagen schlauer sind und sich die Berufe eher aussuchen als Frauen, in denen man richtig Kohle machen kann?

Domscheit-Berg: Na ja, das stimmt schon. Aber umgekehrt stimmt es leider nicht. Ich finde, die Erklärung ist nicht überzeugend. Wenn die Frauen das Gleiche machen und dort auch hingehen und machen das massenhaft, dann sinken ja die Löhne. Sekretär zum Beispiel war ein reiner Männerberuf. Heute ist es ein überwiegender Frauenberuf und heute wird es schlecht bezahlt. Das heißt, das ist ein ganz klassisches Beispiel von doppelten Standards. Wenn Männer und Frauen das Gleiche tun, führt das nicht zu den gleichen Ergebnissen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wer sich von Männer generell schlecht behandelt und für das Gehaltsverhandeln bestraft fühlt, kann sich ja von Frauen einstellen lassen. Zahlen Friseurmeisterinnen denn mehr als Friseurmeister?


langjähriger Leser
21.3.2015 0:20
Kommentarlink

Daß die Linke(n) gerade irgendwie durchdrehen, daß sehe ich ebenso. Aber ich meine, die machen das ebensowenig wie die “Anderen”, weil ihnen gerade langweilig ist, sondern weil sie (wie die “Anderen”) auf etwas reagieren.

Dieses “Etwas” zu beschreiben ist nicht jedermans Sache oder Befähigung. Sie, Danisch, könnten das schon. Aber Sie kommen immer nur bis zu den linken Kräften bei Ihren Urteilen und ich frage mich (seit ungefähr einem Jahr): warum eigentlich?

Das es nur eine Kraft mit Macht auf diesem Planeten gibt, würden auch Sie kaum behaupten können. Energie wird immer nur in eine andere Form umgewandelt, verloren aber geht sie nie.

Ihre letzte Antwort hat mir aber gerade einiges erhellt. Sie wollen nicht auf rechte Veranstaltungen gehen, um damit nicht in Verbindung gebracht zu werden. Mehr als verständlich (wobei es auch darauf ankommt, wie man da hingeht). Hier fiele mir auch nur noch ein Satz von Seneca ein, der zur Selbstverteidigung aber sehr dünn wäre: Ich gehe nicht als Überläufer dahin, sondern als Kundschafter. Andererseits: wozu brauchen Sie Fans?

Ich will aber auch gar nicht, daß Sie “meinem Anspruch” gerecht werden. Es ist schwer ausdrückbar, aber ich wollte Ihnen wirklich lediglich mitteilen, was ich mir so die letzten 2-4 Monate über meinen Konsum Ihrer Artikel gedacht habe, während ich Ihre Seite nicht mehr aufgerufen habe.

Ich bin dabei zu dem Schluß gekommen, daß Ihre intellektuellen Fähigkeiten es aber ermöglichen können müßten, mal auf die nächste Ebene zu “wuppen”. Da ich aber nicht so ein (vielschreibender!) Autor bin, kann ich Ihnen natürlich nicht sagen, wie das wohl ginge. Ich bin aber zumindest kein Crétin in der Fähigkeit zu erkennen, ob jemand nur schwaffelt oder auch was dahinterstecken hat. Und Sie haben da schon was.

Ich will Ihnen auch nicht an den Karren fahren. Was Sie mir hier die letzten Jahre so präsentiert haben, das war im Ganzen sehr bildsam. Zugegeben, weniger in Informatik als in Recht, aber immerhin haben Sie beides jenseits von der Frage nach filesharing-Abmahnungen zu verbinden versucht. Im Wesentlichen – ich schrieb Ihnen das schon einmal vor 2 bis 3 Jahren – haben Sie mir aber das Verständniß der Rechtslogik gelehrt. Daß es im Kern sehr einfach, im Detail erst komplex wird. Daß es Abwägung ist. Aber genau deswegen, wegen der Lehre, daß Recht Abwägung und letztlich ein jedes Urteilen Abwägung ist, habe ich mich nun letztens fragen müßen, warum Sie – meinem Eindruck nach – alle Schuld immer auf die Waagseite packen, auf der “links” steht. Ich habe bisher sozusagen wirklich alles von Ihnen zumindest der Logik nach verstehen können, nur das verstehe ich nicht so ganz. Was mich verwirrt, weil ich Kritik an der Linken eher zugeneigt bin.

Hören Sie keinesfalls auf, mit dem, was Sie machen! Auch nicht mit den technisch komplexeren Dingen! Da gilt es höchstens, zu verstehen, woran es beim Verständniß seitens Unbedarfter manchmal hapert, was nach 20 Jahren Berufserfahrung vielleicht schwer wird, weil man so vieles für Selbstverständlichkeiten hält (aber: nichts ist selbstverständlich). Doch denke ich, es schadete Ihnen nicht, wenn Sie mal wieder zu einer gewißen Mitte zurückfänden. Auch Ihr Antwortstil ist über die letzten, sagen wir 2 Jahre, nach meinem Eindruck dünnhäutiger geworden und ich finde, dafür sollte einer wie Sie sich wirklich zu schade sein, daß er auf Idioten mit Schäumung reagiert.


Hadmut
21.3.2015 0:35
Kommentarlink

@langjähriger Leser:

Sorry, aber ich sehe da kein „Etwas”. Ich glaube auch nicht, dass das eine Reaktion ist.

Nach meinem derzeitigen Wissensstand schaukelt sich das gerade von alleine hoch, ohne dass es eines äußeren Anlass bedurfte. Das kann auch von selbst passieren, wenn da mal eine kritische Masse überschritten ist. Ich habe ja schon oft beschrieben, dass das läuft wie bei Scientology, und Scientology braucht(e) auch kein externes „Etwas”, um zu agieren.

Aber: Ich will nicht bestreiten, dass es das gibt, ich sehe es nur nirgends. Aber mehr, als einen Großteil meiner Freizeit aufzuwenden, um deren Werke zu lesen und Veranstaltungen zu besuchen, kann ich nicht machen. Was soll ich noch alles machen? Ich sehe bisher dieses „Etwas” nicht. Das ist eine rein linke Veranstaltung – der einzige Hintergrund, den ich sehe (und beschrieben habe), sind Nachfahren von Holocaust-Überlebenden, die auf mich den Eindruck machen, das zur Entnazifizierung zu betreiben.

> Ich bin dabei zu dem Schluß gekommen, daß Ihre intellektuellen Fähigkeiten es aber ermöglichen können müßten, mal auf die nächste Ebene zu “wuppen”.

Gibt es denn eine nächste Ebene? Ist da überhaupt noch was? Ich sehe es nicht. Und will es nicht zusammenphantasieren.

Ich kann ja nicht über was schreiben, was ich nicht sehe, und mir nur ausdenke, damit die Story „rund” wird.


Max
21.3.2015 0:24
Kommentarlink

JB ist für mich nur so eine typische mediale drittklassige Aufmerksamkeitsschlampe mit lebenslanger Absicherung durch nen durchgegenderten öffentlich rechtlichen Spartensender.

http://www.rapidtvnews.com/2015010936707/zdfneo-to-examine-gender-roles.html#axzz3UyDp0CI0

Ich weiss gar nicht, warum dem so viele Leute an den Lippen hängen? Disqualifiziert hat er sich nämlich grade im Bereich Medienkompetenz, weil er seine Twitter-Jünger zu einer gar nicht satirischen Hetzjagd gegen einen Fotografen angestachelt hat.

http://www.taz.de/!153822/

Der Deal bei Goldman-Sachs ist schon längst gemacht worden, der Stinkefinger ist da nur noch aktive Volksverblödung damit das ganze linke Dummvolk beschäftigt wird.


Wolf
21.3.2015 0:49
Kommentarlink

Dieses Mimimi das hier nun wie ein Sturm auftaucht, ist wieder typisch. Genau, die Linke hat an nichts schuld. Es ist eben nicht die Linke, die in diesem Land ein Klima wie unter McCarthy schafft. Das macht der Weihnachtsmann. Es ist eben nicht die Linke, die eine im Kern faschistische Denkweise, political correctness genannt, installiert. Die bringt der Klapperstorch. Es ist nicht die Linke, die Toleranz bis zum erbrechen predigt, nicht die Linke die Alles im Wahn dekonstruieren muss und nicht die Linke die unsere Schulen und Universitäten durchpolitisiert hat. Den das war der Boggieman.

Ist auch völliger Quatsch, zwischen Genderrassismus, ökosozialem Komplex und dem erobern von Positionen im Staat zwecks Vollversorgung irgend einen Zusammenhang zu sehen.

Natürlich trägt die Linke keine Verantwortung für irgend etwas. Hat sie noch nie. Die vergangenen Sozialismen waren immer nicht der echte Sozialismus. Linke würden auch nie Personen angreifen, sondern immer nur Sachen. Und da Sachen Kapitalisten gehören, geht das schon in Ordnung. Die Polizisten die diese Woche mit Pflastersteinen angegriffen wurden, mit Säureattacken ins Krankenhaus gebracht wurden ooder eine Frau Mund,ihres Zeichens eine Organisatorin der Frankfurter Montagsdemos, sehen das vermutlich anders. Diese Menschen legen auch ein beredtes Zeugniss über die Denke dieser Politk ab.

Hier wird eine rote Straßen-SA von Teilen der Politik unterhalten, die brennend und zerstörend mit Ankündigung durch unsere Städte zieht, und niemand schreitet ein. Dafür trägt die Linke auch keine Verantwortung.

Überhaupt Verantwortung. Was will man der Linken mit Verantwortung kommen. Sie ist ja noch gar nicht am Ziel. Erst wenn die letzte Unterrichtsstunde durchpolitisert, der letzte eigene Gedanke untergeordnet und der letzte Euro dem Staat zur Verfügung gestellt wird, dann ist endlich das Paradies da. Und wie jedes Mal zuvor wird das ganze im Blut und mit Zusammebruch enden.

Wie wir alle wissen, kann die Linke gar keine Verantwortung tragen. Ist doch die NPD das größte Problem in diesem Land. Wollen die doch Pädos salongfähig machen, sind die doch für unregierbare Stadteile verantwortlich und haben die nicht auch all den Umverteilungswahn begründet? Aber zumindest machen die immer so auf gewaltätige Demonstration. Ich bin nicht mal sicher ob das Märchen von den den Deppen von der NPD überhaupt noch jemand ernst nimmt.

Dieses Land steht vor gewaltigen Problemen und zumindest für die gesellschaftlichen Verwerfungen, kann sich die Linke schon einmal frisch machen, eines Tages die Verantwortung zu übernehmen. All die kleinen Mitläufer, die sich die Taschen auf Steuerzahlerkosten gefüllt haben, sind in der Verantwortung.

Das man das nicht einsieht, mag sein. Hat wohl was mit kognitiver Dissonanz zu tun, wenn hier einige getroffen aufheulen. Die eigenen Ideologie geht und will einfach nicht mit der Wirklichkeit konform gehen. Es steht Euch frei zu wiederlegen, aber wo man nichts wiederlegen kann, tritt eben kognitive Dissonanz auf. MAN FÜHLT SICH UNWOHL. Die antrainierten Sprechblasen verlieren Wirkung und das verstört. Zumindest für den Moment.


langjähriger Leser
21.3.2015 0:51
Kommentarlink

Verstehe ich Sie richtig, daß Sie inzwischen zu dem Urteil gelangt sind, die größeren Probleme der (westlichen) Welt sein eine Folge der Entnazifizierung bzw. deren eigentliches Ziel? Und weil diese Entnazifizerung (fast) kausallogisch nur von amtirechten (also linken) Kräften auszugehen habe, wäre alles, was auf eine weitere Destabilisierung gegenwärtiger Verhältnisse zielte, eben links?

Mir ist klar, das ist etwas verfänglich gefragt. Sagten Sie jetzt, die Entnazifizierung sei ein linkes Projekt, das die Gesellschaft zersetze, so sind sie gleichzeitig eine Projektionsfläche für Nazi- wie für Antisemitismusvorwürfe (was die Nazis machten, war einer Entnazifizierung nicht bedürftig und die Entnazifizierung diente nicht der Versöhnung mit Juden und dem Ausschluß von Nazis, sondern der Etablierung linker Politik, nicht den Vorstellungen der Juden, deren Orthodoxe dies sogleich polemisieren würden als judenfeindlich).


Hadmut
21.3.2015 1:06
Kommentarlink

@langjähriger Leser:

Nein, da verstehen Sie mich falsch. Und ich habe den Eindruck, Sie wollen mich unbedingt falsch verstehen.

> die größeren Probleme der (westlichen) Welt sein eine Folge der Entnazifizierung bzw. deren eigentliches Ziel?

Nein. Ich hege den starken und durch Indizien, Plausibilität und Fakten verstärkten Verdacht, dass drei Zeitgeistphänomene, nämlich Genderismus, Queer und Immigrationsdruck, im Hintergrund mit der Absicht der Entnazifizierung gesteuert werden. Ich habe das nie auf andere Themen bezogen, und auch nicht gesagt, dass das die größten Probleme der Welt wären.

Bitte unterlassen Sie es, meine Standpunkt künstlich aufzubauschen und zu übertreiben, um sie dann als übertrieben ablehnen zu können.

> Sagten Sie jetzt, die Entnazifizierung sei ein linkes Projekt,

Eins der Rechten ist es sicherlich nicht.

Es ist eine Wechselwirkung. Die Protagonisten der Entnazifizierung bedienen sich der Linken als ideale Mitläufer, Täter und Stiefeltruppen, und die Linken definieren sich als Gegner der Rechten, ziehen sich den Stiefel also an.

> kausallogisch nur von amtirechten (also linken) Kräften auszugehen habe, wäre alles, was auf eine weitere Destabilisierung gegenwärtiger Verhältnisse zielte, eben links?

Quatsch. Ich mag es nicht, wenn man mir rabulistisch falsche Aussagen unterschiebt.

Ich habe nicht gesagt, dass sie von linken Kräften auszugehen habe, sondern dass ich beobachtet habe, dass sie hier in den von mir betrachteten Fällen von linken Kräften ausgeht.

Ihrer Formulierung nach könnte man nur dann seriös schreiben, wenn man Linke aus jeder Täterschaft von vornherein ausblendet.

> wäre alles, was auf eine weitere Destabilisierung gegenwärtiger Verhältnisse zielte, eben links?

Ich habe nie von „alles” geredet, sondern nur von den Werkzeugen Gender, Queer/Hypersexualisierung und Immigration/Islamisierung, als fokussierte Angriffe auf das (vermeintliche) Nazi-Ideal Arier.

ES gibt noch viele andere Destabilisierungseffekte, mit denen ich aber nichts zu tun habe und die ich nicht betrachte. Ich rede nicht von allem Übel der Welt, sondern nur von drei bestimmten Übeln.

Tatsächlich aber ist eine Destablisierung wirklich ein linkes Projekt, denn die Linken verstehen sich ja als das Gegenteil von »konservativ”.

Zudem gibt es – gerade von Grünen, aber auch von der SPD – diverse Äußerungen, die die Destabilisierung und Zerstörung Deutschlands und der Identität zum Ziel haben. Das ist also keine Erfindung von mir.

Ich habe den starken Eindruck, dass Sie einerseits sehr links sind, sich andererseits darin aber nicht mehr wohlfühlen und die Schuld dafür bei denen suchen, die kritisch schreiben. Selbes Schema wie Islam-Islamismus. Motto: Wir sind natürlich die ausschließlich Guten, und alle, die Böses tun, müssen von einem anderen Verein kommen, den man bitteschön anders zu benennen hat.


langjähriger Leser
21.3.2015 1:41
Kommentarlink

Schade.

Es ist, was ich meine, wenn ich sage, ich finde, Sie sind dünnhäutig geworden. Ich versuche wirklich, Ihre Gedanken nachzuvollziehen, weil ich Sie nicht für einen Idioten halte. Aber nun unterstellen Sie mir gleich wieder niedere und linke Motive und beschimpfen mich.

Es ist schade, daß Sie auch nach mehreren Fragen danach sich scheuen, zu definieren, was Sie unter links überhaupt verstehen, während Sie es nun wieder einem vorwerfen, der hier wirklich versucht, Ihre Gedanken nachzuvollziehen. Sie operieren mit einem Begriff, dessen Definition Sie schuldig bleiben wollen.

Meine Frage war allein auf Ihre Antwort abgestellt: “Das ist eine rein linke Veranstaltung – der einzige Hintergrund, den ich sehe (und beschrieben habe), sind Nachfahren von Holocaust-Überlebenden, die auf mich den Eindruck machen, das zur Entnazifizierung zu betreiben.”

Mein weiteres Zugetanes war gerade deswegen da, damit Sie eben nicht in die Ecke gestellt werden durch eine Antwort. Erzlinks von mir.

Ich verstehe diese Aussage wie beschrieben. Ich kann auch nun weiter kaum anders. Und Sie antworten nicht auf Augenhöhe, sondern mir als “bösem linken Gegner”, der immer dann aufaucht, wenn einer fragt, was Sie genau meinen. Die Möglichkeit, daß ich hier echt versucht habe (nach Jahren des Lesens Ihres Blogs!), zu verstehen, was Sie damit eigentlich meinen, wollen Sie überhaupt nicht sehen. Sie vermuten, ich sei ein Radikalo, der Ihnen was Böses will, wobei Sie Ihre Vermutung gleich ausgiebig ausladen, ohne jede Testfrage. Genau das meine ich damit, daß Sie dünnhäutig geworden sind. Sie diskutieren überhaupt nicht mehr mit Leuten, die wirklich mehr als 1-Satz-Nachfragen haben bzw. Sie nicht sofort beklatschen und dies stets an dem Punkt, wo einer fragt, was sie politisch denn nun eigentlich meinen mit Ihren offenbar politischen Aussagen. Sie verstecken sich dann, der andere sei böse links. Was auch immer Ihnen nicht gerade liegt, die Schuld haben irgendwelche Linken, die Sie als eine einzige homogene Masse sehen. Und das bei allem und immer.

Aber das Kind liegt nun im Brunnen. Sie haben sicher Recht, daß ich ein böser linker ohne Verstand bin. Das ist die einzige Erklärung für mein Nachfragen hier. Alternativlos. Ich bin einer Ihrer zahlreichen Feinde, die nichts andere wollen, als Sie zu rabulisieren. Keinesfalls kann ich ein ehrliches Interesse am Verständniß Ihrer eventuell nicht eindeutigen Aussagen haben, da Sie immer eineindeutig sprechen. Niemals unterliegen Sie dabei etwas, das man Missverständniss nennen könnte und auch Ihr Gegenüber hat niemals ein Recht darauf, einem Missverständniss zu unterliegen.


Hadmut
21.3.2015 9:40
Kommentarlink

@langjähriger Leser: Heute (gestern…) etwas empfindlich drauf?

Warum übertreiben Sie eigentlich immer alles, was ich sage, um es künstlich ins Groteske zu ziehen und sich selbst moralisch zu bestätigen, es wegzuwerfen?

Diesen Effekt beobachte ich in letzter Zeit häufig:

Im Islam passiert gerade viel Mist, also teilt man ihn rhetorisch in zwei Teile, den guten Islam und den bösen Islamismus, die man nur ja nicht durcheinanderwerfen darf, damit sich da keiner unwohl fühlen muss, mit bösen Menschen in einer Gruppe zu sein. Und wer das beim Schreiben nicht sauber trennt, wird sofort angegangen.

Bei den Linken passiert auch gerade viel Mist. Und auch den teilt man jetzt rhetorisch in zwei so ganz verschiedene Gruppen auf: Da gibt es die „guten, echten Linken”, die ja sowas von herzensgut, hochintelligent, von Weisheit, Erkenntnis, Selbstlosigkeit und Nächstenliebe durchdrungen sind, wie Mutter Teresa auf Speed, und dann die bösen unechten Pseudolinken, die für allen Mist verantwortlich sind, aber mit denen man nichts zu tun haben will.

Langsam wird’s albern.


Andy
21.3.2015 3:25
Kommentarlink

>>Hier poltern SPD und Grüne dafür, denen Geld rüberzuwerfen. SPD und Grüne sind auch links bis linksextrem.

lol

Die SPD hat schon bevor Schröder Kanzler war keine dediziert linke Agenda mehr verfolgt. Und den Grünen kann man auch vieles vorwerfen, aber Linksextremismus? Linksextremismus kannst Du Dir bald live angucken, bei den alljährlichen autonomen Festspielen am 1. Mai in Berlin oder bei den EZB Protesten.

Die einzige Partei die tatsächlich noch konsistent originär linke Positionen vertritt ist Die Linke selber, wie gesagt, links aber nicht direkt extrem. Alles andere ist mittlerweile Einheitsbrei wie in den USA. Deren System ist halt immer das Gegenteil von den anderen zu machen. Die haben ein Zweiparteiensystem mit drei rechten Flügeln. Und das kommt hier auch gerade. Rot grün schickt deutsche Truppen ins Ausland und boxt die Agenda 2010 durch (eher konservativ), CDU drückt den Mindestlohn durch (eher links) und finalisiert den Atomausstieg (grün) Weil gerade opportun. Der Brüller wäre noch wenn die nächste Regierung wieder rot grün ist (sehe ich nicht kommen, aber nur so als Gedanke) und ausgerechnet die wieder die AKWs anwerfen müssen weil die Energieversorger vor Gericht die Basta Entscheidung der Kanzlerin kippen.


Andy
21.3.2015 3:41
Kommentarlink

Ein Faktor übrigens der von Neo angesprochen wurde ist sehr, sehr relevant und kam hier kaum zur Sprache bislang. Die Manipulation von Videos wird immer einfacher, und es wird immer schwerer dieses modifizierte Material von originalen Materialien zu unterscheiden. Das wird in den kommenden Jahren ein zunehmendes Problem, denn die Videoaufnahme war traditionell der heilige Gral der Berichterstattung. Standbilder können schon durch simples Cropping eine total andere Geschichte erzählen, Stichwort Bild und Trittin mit dem angeblichen Knüppel auf einer Demo bzw Kundgebung. Zitate, auch Videozitate können bequem aus dem Zusammenhang gerissen werden. Aber wir kommen in ein Zeitalter in dem die Presse selbst bei Veröffentlichung des ungeschnittenen Rohmaterials immer noch unter den Manipulationsverdacht gestellt werden kann.

Ich hoffe das man dafür eine Lösung findet. Fürs Auge nicht sichtbare Wasserzeichen, die zum Beispiel irgendwie durch steganografisches Einbinden von verschlüsselten Metadaten in jedem Frame eine Art Modifikaionshinderns darstellen oder sowas.


Norbert_G
21.3.2015 10:05
Kommentarlink

Werter “langjähriger Leser”!

Auch mir kamen Ihre Texte sehr rabulistisch vor. Obwohl ich zuerst von der stillistischen Ordentlichkeit und dem Fleiß eingenommen war, hörte ich mitten im ersten Text zu lesen auf: zu wenig Substanz.

Wenn man Grundbegriffe nicht kennt, worüber will man denn da reden?
Zwischen Links und Rechts gibt es, entgegen den diversen Verschwurbelungsbemühungen, unversöhnliche Standpunkte.

Der Rechte hat ein naturgemäßes (darwinistisches) Menschenbild – früher aus Tradition (daher auch die Christen), seit Darwin aus wissenschaftlichem Verständnis. Der Mensch wird ebenso wie die Tiere zuerst von den Erbanlagen bestimmt – was nicht drin ist, kann nicht rausgeholt werden. (“Jedem das Seine!”)

Der Linke glaubt, daß alle Menschen von Geburt gleich wären, und nur die Gesellschaft am Ergebnis schuld wäre. Ein Verbrecher kann hier denkunmöglich aus einem Gendefekt oder einfach asozialen Genen herrühren, sondern seine “schwere Kindheit” ist schuld. Daher muß gerechtigkeitshalber in Erziehung und Bildung eine “Chancengleichheit” erzwungen und Verbrecher (außer Gedankenverbrecher, Klassenfeinde) nicht bestraft, sondern “resozialisiert” (also therapiert) werden. (“Jedem das Gleiche!”)

Ich könnte bei Bedarf und Muße weitere kardinale Unterschiede in Welt- und Menschenbild von Links und Rechts aufführen, doch sollte einem verständigen Menschen klar sein, daß alle anderen nur Ableitungen davon sind. Wem jedoch nicht einleuchtet, daß diese Denkbestimmungen immense Folgen haben, was nutzten da weitere Worte?


Erich Wander
21.3.2015 11:41
Kommentarlink

du solltest versuchen nicht überall eine verschwörung zu sehen.


Hadmut
21.3.2015 11:52
Kommentarlink

> du solltest versuchen nicht überall eine verschwörung zu sehen.

Ich gebe mir eigentlich Mühe, niemals zu »versuchen«, etwas zu sehen oder nicht zu sehen. Ich gebe mir Mühe, zu sehen, nicht etwas bestimmtes zu sehen.


anonKlaus
21.3.2015 12:25
Kommentarlink

@Hadmut
> Langsam wird’s albern.

Also wenn ich mich als ‘Hadmut Danisch’ ausgebe, auf facebook pöble und dann in einem beliebigen Supermarkt Leute umlege, dann wirst du sehr wohl auch auf eine Unterscheidung zwischen uns bestehen. Du hast schliesslich nichts mit diesem Unsinn zu tun. Das wird mich aber nicht daran hindern mich weiterhin so zu nennen und auf dich zu berufen.

Das ist doch die klassische Geheimdiensttätigkeit: Thinktanks/Universitäten erforschen die Schweißstellen in Gesellschaften und die Geheimdienste knallen da ihre Brechstangen rein – je nach Agenda.

Die Aufgabe der Politiker ist es dann, geschützt durch ‘Plausible deniability’, den anderen Teil der Hegelschen Dialektik auszuführen und zu reagieren bzw. sich treiben zu lassen von den Umständen die aufflammen. Alles andere würde den Politikern als despotische Allüren ausgelegt.

Deshalb kann man unterschiedliche Bezeichnungen für ähnliche Gruppen schon als sinnvoll ansehen. Die Unterscheidung sollte aber nicht lauten: ‘guter Islamgläubiger’ und ‘schlechter Islamgläubiger’ sondern so wie es der Prinz Turki Al’Saud vorgestern, bezugnehmend auf ISIL, ausdrückte: ‘Islamgläubiger’ und ‘Mörder’.


Hadmut
21.3.2015 12:31
Kommentarlink

> Also wenn ich mich als ‘Hadmut Danisch’ ausgebe, auf facebook pöble und dann in einem beliebigen Supermarkt Leute umlege, dann wirst du sehr wohl auch auf eine Unterscheidung zwischen uns bestehen.

Es ist aber ein Unterschied, ob sich jemand als mich ausgibt, oder ob ein Verein oder eine andere Gruppe von Idioten unterwandert wird.

Als bei den Piraten die Idioten überhand nahmen, bin ich da auch ausgetreten und habe mich davon deutlich distanziert, da noch dazuzugehören.

Wesentlicher Unterschied: Ich habe nie behauptet, dass die keine (echten) Piraten wären, sondern dass ich kein Pirat (mehr) bin.

Ich nehme nicht für mich in Anspruch, eine Gruppe in unbefleckter Reinheit zu vertreten und alle, die nicht passen, da auszusperren, sondern ich sage, dass ich dann da nicht mehr dazugehöre.

Ersetz mal in Deinem Super-Markt-Beispiel meinen eindeutigen Namen durch einen Namen, den in Deutschland ein paar hundert oder tausend Leute haben.


guter, echter Linker
21.3.2015 14:01
Kommentarlink

Da gibt es die „guten, echten Linken”, die ja sowas von herzensgut, hochintelligent, von Weisheit, Erkenntnis, Selbstlosigkeit und Nächstenliebe durchdrungen sind, wie Mutter Teresa auf Speed, und dann die bösen unechten Pseudolinken, die für allen Mist verantwortlich sind, aber mit denen man nichts zu tun haben will.

Das ist völlig richtig. Diese Kategorisierung halte ich als guter, echter Linker für absolut zutreffend. Alle über einen Kamm zu scheren, ist ein grundlegender menschlicher Fehler. In totalitäre Ideologien ist das der Fall.

So wie wie die Genderisten auf die schwulen Modedesigner Dolce & Gabbana losgehen, weil sie eine andere Meinung vertreten, als welche die vom Genderismus festgesetzt wurde. Oder wie Jürgen Domian sich wegen des Mobbing aus der Richtung nicht als “bisexuell” zu bezeichnen wagt, sondern sich als “schwul” bezeichnen muss. Die Liste der von Genderisten verfolgten Schwulen und Linken ist übrigens sehr lang. Sie wagen sich nicht mehr ihre Meinung zu äußern.


Joe
21.3.2015 14:20
Kommentarlink

Im Islam passiert gerade viel Mist, also teilt man ihn rhetorisch in zwei Teile, den guten Islam und den bösen Islamismus, die man nur ja nicht durcheinanderwerfen darf, damit sich da keiner unwohl fühlen muss, mit bösen Menschen in einer Gruppe zu sein. Und wer das beim Schreiben nicht sauber trennt, wird sofort angegangen.

Dieses Doppeldenksystem gibt es überall, egal ob bei religiösen Fanatikern, Parteimitgliedern, Umweltschützern, Antifeministen usw. usf.

Wenn man jeweils hinschaut, dann befinden sich dort immer Linke/Kollektivisten/Utopisten/CIA-Agenten, die praktisch von jedem gesellschaftlichen Phänomen (egal ob Steinzeitreligion oder Raubkopiererpartei) eine utopistische Version abteilen wollen, die mit der Realität nichts zu tun hat. So kann man sich dann auch das Mithelfen beim Massenmord phantasievoll schönreden.

Der ICD-10 hält passende Diagnosekennziffern für Derartiges bereit.


Gedöns
21.3.2015 16:18
Kommentarlink

@guter, echter Linker
„ich als guter, echter Linker“//
Ich weiß nicht, was Sie außer der Ablehnung des Genderismus noch darunter verstehen und es interessiert mich auch nicht wirklich. Im Ernstfall werden Sie jedenfalls von den Stalinisten/ Maoisten (nichts anderes ist links-grün) als Abweichler („Verräter“) besonders brutal verfolgt und sie selbst führen dahingehend schon mal Beispiele zur aktuellen Situation an.


Cargo Cult Science
21.3.2015 19:09
Kommentarlink

Früher™ betrieben Medien Kreml-Astrologie um die Politik Moskaus aus irgendwelchen kryptischen Verlautbarungen zu deuten; heute ist Medienastrologie notwendig, um sich der möglichen Bedeutungen hinter den gesendeten Zeichen und Bildern anzunähern.

In diesem Sinne sei hier mal eine andere Perspektive der Causa Jauch/Böhmermann beleuchtet: die persönliche. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, daß ein Millionenabsahner wie Jauch keine Mißgünstlinge im TV-Medienzirkus besitzt. Und die kennen sich gemeinhin gut in der Vergangenheit ihres ›Zielobjekts‹ aus: Günther Jauch und Beitragsfälschung — da war doch mal was? Wie hieß der böse Onkel noch gleich? Michael Born.[1]

»Insgesamt 29 Filmbeiträge habe [Born] zwischen April 1991 und Oktober 1995 allein an „stern TV“ losgeschlagen; rund ein Dutzend davon sei inhaltlich teilweise oder komplett getürkt gewesen. Obwohl man bei „stern TV“ über den fehlenden Wahrheitsgehalt mancher Story informiert gewesen sei, sei sie trotzdem gesendet worden… So sei „stern TV“ zum „Stammkunden mit sehr gutem persönlichem Kontakt“ geworden, immer empfänglich für garantiert quotensteigerndes Material: „Denen hätte ich auch die Landung auf dem Mars angedreht“, habe Born gewitzelt…«[2]

»Günther Jauch ahnt es schon, daß er “den Kopf dafür hinzuhalten hat”. Aber er weiß noch nicht, wie. Klar ist ihm nur so viel: “In dieser Zeit trug ich die publizistische Verantwortung für das, was bei stern-TV gesendet wurde.” Gemeint ist die Zeit von September 1992 bis September 1994, als… Jauch zusätzlich zu seiner Moderatorentätigkeit auch als Chefredakteur eingesprungen war. Zwei Jahre, in denen der Filmfälscher Michael Born die meisten jener 21 Fälschungen, wegen denen er jetzt [1996] des Betrugs und anderer Delikte vor dem Landgericht Koblenz angeklagt ist, bei “stern-TV” unterbringen konnte… Darüber, wie [Jauch] als Chefredakteur die journalistische Sorgfaltspflicht wahrgenommen habe, offenbarte er dies: “Man achtet in erster Linie darauf, ob eine Geschichte stimmig ist.” Das bedeute aber nicht, daß man prüfe, ob sie stimmt, sondern nur, ob der Zuschauer der “Geschichte” auch folgen kann… In Rede standen auch die kleineren und größeren Manipulationen, deren sich der alltägliche Fernsehjournalismus bedient, wenn es mal wieder heißt: “Irgendwo fehlte ein Bild”…«[3]

»Das Fernsehmagazin “stern tv” feierte [2010] seinen zwanzigsten Geburtstag, und die Ausstrahlung der Jubiläumssendung war mit einer spannenden Frage verbunden: Besitzen Günther Jauch und seine Redaktion die Souveränität, im Rahmen ihrer Rückschau auch an den Born-Skandal zu erinnern? Nötig wäre es, denn die größte Schmach des deutschen Journalismus nach der Erfindung der Hitler-Tagebücher und insbesondere die unselige Rolle Günther Jauchs in dieser Affäre scheinen mittlerweile aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden… Nein, man fand den Namen Born dann doch nicht erwähnenswert…«[4]

Bei dieser Vorgeschichte kommt nun Jan Böhmermann und gibt vor, dem Jauch ausgerechnet ein gefälschtes Video angedreht zu haben. Das ist kein Zufall. Solche Zufälle gibt es nicht. Diese Aktion sollte ihn persönlich an empfindlicher Stelle treffen. Weil diese Vorgeschichte aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden ist — und auch verschwunden bleiben soll — könnte dieser Insider Gag auch auf interne Rivalitäten um die gut gefüllten Fleischtöpfe hindeuten.

Natürlich war das keine Satire, sondern eine Form von ›Kommunikationsguerilla‹ á la Yes Men.[5] »Traditionell wird mit Hilfe der Kommunikationsguerilla-Methode versucht, etablierte Kommunikations- und Sozialstrukturen zu durchbrechen und Personen der Zielgruppe dazu zu bringen, zu überdenken, wem sie was glauben, und warum… „Ist die beste Subversion nicht die, Codes zu entstellen, statt sie zu zerstören?“«[6]

Nun agiert Böhmermann ja nicht frei wie die Yes Men, sondern innerhalb eines großen bürokratischen Apparats; ohne Rückendeckung von ›oben‹ dürfte da nichts ›gehen‹. Dem Jauch als ›gebranntem Kind‹ mit einem Pseudofake eins auszuwischen, muß denn ja wohl abgesegnet worden sein. Das diese Aktion jedoch die Glaubwürdigkeit aller Fernsehbilder für jeden offensichtlich infrage stellt, scheint ihnen entgangen zu sein und könnte Böhmermann so beabsichtigt haben.

Ich fand eigentlich den Charlie-Hebdo-Demo-Fake[8] mit der suggerierten Völker-und-Führer-in-Einheit vereint-Legende viel abstoßender als den griechischen Mittelfinger. (Wahren Humor bewies dabei die Zeitung ›The Announcer‹, welche ein Foto des Pariser Politikeraufmarschs quasi genderte, in dem sie ohne den geringsten #aufschrei kurzerhand alle weiblichen Figuren aus dem Bild heraus retuschierte.[9])

Ich gehe seit geraumer Zeit davon aus, daß es einziges Ziel der ›Berichterstattung‹ ist, uns bei politisch heiklen Themen die Bewertungsrichtung vorzugeben. Als persönliche Arbeitshypothese halte ich deswegen anfangs pauschal das Gegenteil des Verkündeten für wahr. Ich registriere recht schnell, wenn ich etwas wollen soll — und tue möglichst das Gegenteil. Bestes Beispiel: Riester Rente. Wie da medial-unisono das Volk in Verträge hinein manipuliert wurde. Ach ja, ich kenne auch Einige, die warten immernoch darauf, daß die Telekom-»Volksaktie« den Kurs erreicht, zu dem sie das gute Stück damals bündelweise erwarben…

Im übrigen versuch’ ich es zu vermeiden, von den jeweils aktuell durchs Dorf getriebenen Standardschweinchen überhaupt zu erfahren. Ohne die Netzresonanz via Böhmermann wäre bspw. Jauchs erwartbare Agitprop-Performance spurenfrei an mir vorbeigegangen. Man weiß doch schon im voraus, was zu gewissen Themen ausgesagt werden wird. Und so wendet sich das Publikum beständig ab; der Hörfunk zum Beispiel wurde mittlerweile vom Internet schon überholt.[10][11]

Das Schema: »Verwirrung stiften, Falschinformationen streuen, Freund-Feind-Strukturen durcheinanderbringen« halte ich nicht für ein allgemeines Standardschema, sondern nur für den Standard gewisser Interessensgruppen. Die anderen jedoch, die uns etwas ›verkaufen‹ wollen, können solche Verwirrung nicht gebrauchen. Bei Griechenland muß uns keiner was verkaufen; ob Geld abfließt oder nicht, darauf hat das Publikum nicht den geringsten Einfluß. Bei Ukraine/Rußland beispielsweise sieht das grundlegend anders aus; hier muß ja das Publikum ggf. Kanonenfutter im Weltordnungskrieg spielen wollen. Deswegen werden ja momentan die schon aufgebrochenen Freund-Feind-Strukturen wieder reaktiviert. Und daß ähnlich wie Griechenland auch Frankreich hier wieder zum Feindbild stilisiert werden kann, erfahren wir wohl postwendend, falls dort Marine Le Pen zur Präsidentin gewählt würde und sie tatsächlich ein Referendum zum französischen EU-Austritt[12] abhielte…

_____________
[1] http://de.m.wikipedia.org/wiki/Michael_Born

[2] http://m.focus.de/kultur/medien/fernsehen-denen-haette-ich-auch-die-landung-auf-dem-mars-angedreht_aid_158569.html

[3] http://www.zeit.de/;fitScript=0/1996/45/jauch.txt.19961101.xml

[4] http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv-kritik–20-jahre-stern-tv–die-born-identitaet,1473344,2744618.html

[5] http://de.m.wikipedia.org/wiki/The_Yes_Men

[7] http://de.m.wikipedia.org/wiki/Kommunikationsguerilla

[8] http://2.bp.blogspot.com/-Zc9BsRpu2F8/VLMoiIOfJoI/AAAAAAAAZlQ/LEKUNv_X61g/s1600/HebdoTrauermarsch2.jpg

[9] http://www.mediaite.com/online/ultra-orthodox-jewish-newspaper-edits-female-world-leaders-out-of-charlie-hebdo-march/

[10] Medienvielfaltsmonitor der Landesmedienanstalten:
http://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Publikationen/Medienkonvergenzmonitor/ALM_Vielfaltsmonitor_2__Halbjahr_2014.pdf

[11] Gewichtungsstudie zur Relevanz der Medien:
http://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Publikationen/Medienkonvergenzmonitor/Gewichtungsstudie_01-2015_final.pdf

[12] http://m.diepresse.com/home/politik/eu/1583672/index.do


EinInformatiker
21.3.2015 21:51
Kommentarlink

Daß die Linke(n) gerade irgendwie durchdrehen, daß sehe ich ebenso. Aber ich meine, die machen das ebensowenig wie die “Anderen”, weil ihnen gerade langweilig ist, sondern weil sie (wie die “Anderen”) auf etwas reagieren.

Dieses “Etwas” zu beschreiben ist nicht jedermans Sache oder Befähigung…

Was dieses “Etwas” sein soll wurde so meine ich nicht geklärt. Also will ichs mal versuchen. Ergebnis wird sein, dass es dieses “Etwas” nicht gibt, bzw. dass es ein Konstrukt ist (dem ich vor 40 Jahren partiell auch mal einige Zeit angehangen haben mag).

Die Linken sollen ja wie die “Rechten” reagieren (wenn auch wohl nicht auf dieselben Phänomene) und diese Reaktion hätte dann möglicherweise eine Berechtigung und dann würde man die Welt objektiver erkennen. Das glaube ich überhaupt nicht.
Denn worauf könnten die Linken reagieren. Da wäre zum einen die Not und die “Ungleichheit” in der Welt. Darauf reagiert die Linke (nicht nur die, weil die deutsche Politik zumindest oberflächlich linkspopulistisch ist) mit der Ideologie des Egalitarismus (worunter auch “Refugees Welcome”) fällt. Das ist eine falsche und da sie trotzdem beibehalten wird eine ideologische Reaktion. Ungleichheit liegt in den biologischen Unterschieden und wird durch Freiheit vollständig ausgebildet. Lediglich ein totalitäres System kann mit entsprechenden Folgen Gleicheit erzwingen.
Wenn nun die Linken mit Genderismus und Feminismus und Frauenquoteb etc. auf die angebliche Unterdrückung der Frau und der angeblichen Diskriminierung anderer “Minderheiten” reagieren sollten (vgl. “Genderputsch in Baden Württemberg”), dann wird diese Reaktion ja hier im Blog permanent argumentativ ab absurdum geführt.

Das “Etwas” worauf die Linken reagieren existiert entweder nicht oder wird von links ideologisch und verhängnisvoll angegangen. Mehr kann man nicht analysieren. Wahrscheinlich soll das “Etwas” sowas wie ein Mittelweg zwischen links und rechts sein. Aber dieser Mittelweg muß nicht existieren und er existiert auch nicht. Und man muß keinen Mittelweg suchen wollen. Dass das eine Ideologie ist sieht man daran, dass die etablierte Politik seit einiger Zeit durchweg Mitte sein will.


Haskerl
22.3.2015 9:22
Kommentarlink

Das was Hadmut unter Linken verstehst, sind imo willfährige Werkzeuge einer sich immer stärker abgrenzenden Oberschicht, die auf Machterhalt und Machtvermehrung abzielt.
Meiner Meinung nach geht es denen vor allem darum, die Menschen noch stärker zu entwurzeln, zu entsolidarisieren und noch weniger kritisch zu machen, und das alles auch vor allem damit, indem “die Arbeitskraft der Frauen befreit” wird (so Klaus Kleber wortwörtlich im Heute-Journal vor einigen Monaten zum Thema “Kitas sind super, weil…”).
Für diese Agenda kommen eben Genderisten und Quotler und wer auch immer gerade recht, denn sie “befreien die Arbeitskraft der Frau”. Die perfekten Werkzeuge also!


Thomas
22.3.2015 14:34
Kommentarlink

@ Wolf und Cargo Cult Science

Vielen Dank für die hervorragenden Kommentare!!

Im Übrigen bin ich beruhigt, nicht der Einzige zu sein, der die Kritik von “langjähriger Leser” inhaltlich (Um Zustimmung/Ablehnung geht es dabei noch gar nicht, dazu müsste ich erst einmal wissen, was er überhaupt meint…) nicht nachvollziehen kann.


Hadmut
22.3.2015 14:40
Kommentarlink

> Im Übrigen bin ich beruhigt, nicht der Einzige zu sein, der die Kritik von “langjähriger Leser” inhaltlich (Um Zustimmung/Ablehnung geht es dabei noch gar nicht, dazu müsste ich erst einmal wissen, was er überhaupt meint…) nicht nachvollziehen kann.

Und ich erst…


anonKlaus
22.3.2015 22:38
Kommentarlink

> Es ist aber ein Unterschied, ob sich jemand als mich ausgibt, oder
> ob ein Verein oder eine andere Gruppe von Idioten unterwandert wird.

Mir ging es nicht um eine Art Kreditkartenbetrug durch Identitätsdiebstahl, sondern um eine einfache Unterwanderung einer Grupe deren Mitglieder sich gleich nennen. In deinem Fall bestünde die Gruppe nur aus 2 Leuten (weltweit?) 🙂

Was ich ausdrücken möchte: Menschen mit gleichen Namen könnte man schon als Gruppen ansehen. Eltern saugen sich die Namen meistens nicht aus den Fingern, sondern sie assoziieren Positives (Stars,Sportler) und Negatives (Verbrecher) mit Vornamen. Wenn 1000 Elternpaare den neuen Papst toll finden und sich mit seinen Verlautbarungen identifizieren, dann nennen sie ihre Kinder Benedict oder Paul.

Die Gruppe der Adolfs fand z.B. ein jähes Ende durch einen ‘erweiterten Lauf in einem Supermarkt’:
http://www.beliebte-vornamen.de/4501-adolf.htm

etwas anderes (nicht zum Mittelfinger-Thema):
Streitereien über Begriffe wie ‘links’ oder ‘rechts’ bringen uns keine Lösungen zu gesellschaftlichen Problemen. Sinnvoller wäre es zwischen ‘richtig’ und ‘falsch’ zu unterscheiden. Man könnte z.B. fragen:
Ist der Länderfinanzausgleich sinnvoll? Hat Deutschland der Länderfinanzausgleich genützt? Wird ein europaweit installierter Länderfinanzausgleich allen Beteiligten win-win Ergebnisse liefern? Wenn ja, dann füttern wir die Griechen durch und machen dann Urlaub auf Kreta. 🙂


Manfred P.
23.3.2015 0:16
Kommentarlink

>Was ich ausdrücken möchte: Menschen mit gleichen Namen könnte man schon als Gruppen ansehen.

Viel interessanter fände ich, ob eine so definierte Gruppe eine Partition einer Menge und damit eine Äquivalenzrelation definiert.

Ich meine schon: Horst ~ Horst (reflexiv), wenn zwei Leute Horst heißen, ist die Relation symmetrisch, und wenn Horst 1 und Horst 2 sich kennen, und Horst 2 kennt Horst 3, dann gehören Horst 1 und Horst 3 auch in dieselbe Menge, also ist die Transitivität auch nachgewiesen.

Damit hätten wir nachgewiesen, dass die von Dir vorgeschlagene Gruppenbildung eine Äquivalenzrelation definiert. 🙂


Missingno.
23.3.2015 13:01
Kommentarlink

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/der-stinkephallus/

So. Das ist nämlich des Pudels Kern: alles sexistische Kackscheiße!


der eine Andreas
23.3.2015 18:10
Kommentarlink

Ui,ui,ui – ein feministisches Mimimi zum “Stinkefinger”
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/der-stinkephallus/
von Luise F. Pusch
http://de.wikipedia.org/wiki/Luise_F._Pusch
“Luise F. Pusch (* 14. Januar 1944 in Gütersloh) ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin. Sie gilt zusammen mit Senta Trömel-Plötz als Begründerin der feministischen Linguistik in Deutschland.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Feministische_Linguistik


Juergen Sprenger
24.3.2015 9:36
Kommentarlink

Das Video bei Jauch war zwar kein komplettes Fake, aber geschickt aus dem Zusammenhang gerissen und so gschnitten, dass der Kontext verloren ging.

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/guenther-jauch-sollte-entlassen-werden-1.18507272

Meiner Meinung nach hat Jauch mit seinem Kampagnenjournalismus ‘die Wahrheit’ abgeschafft.