Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Was die Soziologie zerstört

Hadmut
22.12.2014 22:16

Diverse Wissenschaftler beklagen sich massiv darüber, dass die Soziologie durch eine völlig einseitige politische Sichtweise und Durchdringung zerstört wird. Ich habe leider noch nicht die Zeit gehabt, das 53-seitige Paper zu lesen, auf dem der Artikel beruht, aber: Endlich fangen sie mal an, das Maul aufzumachen und zu sagen, wie übel und korrupt die Sozialwissenschaft geworden ist. Könnte allerdings schon zu spät sein.

(Danke für den Link)

Nachtrag: Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet die Soziologen, die ständig von „Diversität“ reden, selbst gar keine Diversität dulden und nur eine einzige Geisteshaltung zulassen.

4 Kommentare (RSS-Feed)

Lucas
22.12.2014 22:48
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Das ist doch das gute an der Soziologie. Die Ansprüche, die man an andere stellt, muss man selbst nicht einhalten, da sie das Meinungsmonopol zu haben glauben. Und da die Journalisten meistens Soziologie oder andere Laberfächer studiert haben, springen die darauf gerne an.


Das ist überhaupt eine sehr fragwürdige Wissenschaft. Ist das Wissenschaft? Eine Wissenschaft muß schon Thesen und Theorien haben, die sie prüfen oder vertreten kann. Rein empirisches Arbeiten grenzt zu sehr an MUP, die Methode des unbekümmerten Probierens, als unbekümmertes Herumanalysieren.

Neu ist das nicht. Hat die Soziologie Thesen, Theorien, dann ist es Murx, wie im Kommunismus oder pur strur rasseorientiert oder tritt als ökologische Schuldreligion auf oder will die Gesellschaft mittels Genderei erklären. Das sind Auswüchse, die mit Wissenschaft nichts zu tun haben, aber durch den Dauerbeschuß aus der Gesellschaft herbeigeführt werden. Wissenschaft ohne Ideologie geht vielleicht nicht. Die Soziologie, falls es eine solche gibt, hat es aber wesentlich schwerer als andere Wissenschaften, denn die Gesellschaft sieht nunmal nicht gern in den Spiegel oder schreibt vor, was es da zu sehen gibt — notfalls mit Mord und Totschlag.

Entscheidend ist die Selbstdarstellung einer Wissenschaft, ihre Übersetzung in populärwissenschaftliche Artikel. Welcher zahlende Bürger liest schon die Originalarbeiten der vielen Wissenschaften, die er finanziert? Wieviele Wissenschaften gibt es überhaupt, die er finanziert?
Letztlich kommt in der Gesellschaft nur das an, was populärwissenschaftlich übersetzt und ausgewertet wurde. Und da kommen viele Mißverständnisse zusammen.

Welchen Nutzen hat Soziologie? Eine Gesellschaft konstruieren kann man damit nicht. Es bleibt nur die Rechtfertigung von Ideologien. Sie füllen die Lücken der fehlenden Theorien dankbar aus — Wissen entsteht so aber nicht, wenigstens Arbeitsplätze kann man vorweisen.

Festen Boden unter die Füße bekommen und sich von politischem Einfluß befreien kann die Gesellschaftswissenschaft nur, indem sie sich an der Entwicklung, an der Frage der Gesellschaftsbildung orientiert. Dann hätte sie auch direkten Kontakt zur Naturwissenschaft Biologie.

Carsten

“Quatsch, die Islamisierung ist mir egal – ich bin hier, weil ich mich vor der RTLisierung des Abendlandes fürchte!”
Titanic


peter
23.12.2014 17:00
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Michael
24.12.2014 12:51
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Reicht da links-rechts? Gibt es vielleicht noch feinere Kategorien?