Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Erfolgreicher Schulausflug

Hadmut
19.12.2014 20:12

Jugend forscht: Lag’s an zuviel oder an zuwenig Aufklärung?

27 Kommentare (RSS-Feed)

jck5000
19.12.2014 20:44
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Wir brauchen offenbar mehr Analsexunterricht an Schulen. Und Blasekurse. Ich bin sowieso für Blasekurse. [Sorry]


Lars
19.12.2014 20:48
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Und wieder ein 1:1 kopierter Text.
Mal gucken wie lange diese “Wahrheit” ihre Gültigkeit hat.

http://www.bild.de/news/ausland/schwanger/sieben-schuelerinnen-nach-klassenfahrt-schwanger-39043976.bild.html


Matias
19.12.2014 20:57
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Ich tippe auf Falschmeldung. Damit 7 mädchen schwanger werden müssten wohl etwa 4x so viele auf der Klassenfahrt gepoppt haben (werden ja nicht direkt alle schwanger, sondern in erster Linie die, die ihre fruchtbaren Tage haben). Wär dann eine sehr grosse “Klasse”. Und die solle dann erst noch aus einem “sehr kleinen” Dorf kommen? In “sehr kleinen” Dörfern gibts keine Klassen mit 30 Mädchen.


Hadmut
19.12.2014 21:05
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@Matias: Mir ist von einem Fall (Deutschland) berichtet worden, in dem der Lehrer abends nochmal zur Kontrolle in den Schlafsaal kam und bei in eine wüste Orgie der gesamten Klasse geplatzt ist.


HansG
19.12.2014 21:05
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Wenn ich mir überlege, dass ich mit ungefähr 15 das erste Mal in der Schule etwas über Verhütung gehört habe, würde ich sage es war zuwenig. Oder besser ausgedrückt zu spät.

Heut kommt jeder 10 Jährige danke Internet an Anschauungsmaterial ohne Ende. Aber Aufgeklärt wird da natürlich nicht.


HansG
19.12.2014 21:12
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@Matias

Es gibt da so ein Phänomen. Dabei gleicht sich der Zyklus guter Freundinnen an, bis er praktisch synchron läuft. Und ob tatsächlich alle auf der Klassenfahrt geschwängert wurden steht auf einem anderen Blatt Papier.


quer
19.12.2014 21:24
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Wenn das überhaupt der Wahrheit entspricht, was die Menge angeht, so scheint mir das eher eine Frage/Folge der Frühsexualisierung (durch wen und was auch immer) von Kindern zu sein.

Wäre es anders, dann hätte es auch schon früher (also etwa 1950) massenweise Mütter mit ca. 16/17 geben müssen.

Erziehung kann sich nicht nur auf Technik beziehen, sondern mehr noch auf Seele/Psyche und Charakter. Da ist wohl was abhandengekommen.


WikiMANNia
19.12.2014 21:50
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Wenn das sieben NACH der Klassenfahrt schwanger sind,
dann waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon fünf bis sechs VOR der Klassenfahrt auch schon schwanger (und trauten sich nicht, es zu sagen).


Rolf
19.12.2014 21:51
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Wenn ich nachrechne, erscheint mir das Ganze schräg. Laut Wikipedia beträgt der Pearl-Index für 20-Jährige 0.85. Die Chance, innerhalb eines Monats bei regelmäßigem Sex schwanger zu werden beträgt nur 1-(1-0.85)^(1/12) = 0.15, also 1 von 6. Und bei einer Woche Schulausflug hatte wiederum nur 1/4 der Mädchen ihre fruchtbaren Tage. Daher sollte man nur eine Schwangerschaft bei 24 Mädchen erwarten.

Unter bestimmten Bedingungen passiert es wohl, dass sich die Zyklen von Frauen aneinander angleichen. Dann würde man eine Schwangerschaften bei 6 Mädchen erwarten, und auch nur dann, wenn alle Mädchen fleißig “mitspielen”.

Aber das ist schon höhere Mathematik und nichts für Journalisten.

> “Es ist schon besorgniserregend, dass Mädchen mit 13 Jahren Sex haben, aber das ist der Trend der heutigen Zeit. …”, wird der Gynäkologe Senad Mehmedbaši? aus Sarajevo zitiert.

Das reizt mich zur Gegenfrage: Gibt es nicht auch immer mehr Jungen und Mädchen, die selbst als Erwachsene oft unfreiwillig noch sexlos und partnerlos leben?! Die werden nämlich kaum beachtet.


aga80
19.12.2014 22:08
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@Rolf
*Das reizt mich zur Gegenfrage: Gibt es nicht auch immer mehr Jungen und Mädchen, die selbst als Erwachsene oft unfreiwillig noch sexlos und partnerlos leben?! Die werden nämlich kaum beachtet.*

Die werden nicht als Problem wahrgenommen, da sie eh nicht wahrgenommen werden. Das ist aber eher ein persönliches, als ein gesellschftlich relevantes Problem.


janndh
19.12.2014 22:41
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ich vermute es lag an falscher aufklärung.

weil ja biologisch basierte Aufklärung böse und diskriminierend ist.

nebenbei, ich hatte zu den pasenden treads nicht genug zeiz.

G8 funktioniert. die Schüler in neufünfland schaffen das. und das schon seit ca. 50 Jahren.

Eine Entrüstung darüber das die Schüler aus dem osten weniger können, ist mir aber nicht untergekommen.


Horsti
19.12.2014 23:16
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Sieben auf einen Streich. Ich war´s! 😉


Sebastian
19.12.2014 23:54
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@quer

Gab es ja auch: http://www.cdc.gov/nchs/data/databriefs/db89.pdf

Ich würde auch vermuten, dass nicht jede Schwangerschaft auf dem Ausflug entstanden ist, dafür erscheint es innerhalb von nur 5 Tagen zu unwahrscheinlich.


[…] um mich über die neuesten Abgründe des Feminismus zu informieren. Und was muss ich da lesen (zum Artikel auf danisch.de)? Oder direkt zum Artikel in der “Welt” (zum […]


Gast
20.12.2014 3:55
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Mehr Aufklärung führt nicht zu sinkenden Teenagerschwangerschaften. Das verhindert eine gesellschaftliche andere Einstellung und Gestaltung der Sexualität. Mehr thematisieren von Sex führt zu vermehrtem Ausprobieren, während das frühe Alter und die oft damit verbundene Unreife die Teenagerschwangerschaften nach oben treiben. In Südkorea sind Teenagerschwangerschaften sehr selten, trotz aller Sexiness in der Kleidung, man würde die Gesellschaft als sehr konservativ bezeichnen. In Japan ist es umgedreht. Da hat aber jede zweite bis dreitte Frau mindestens eine Abtreibung hinter sich, und so grotesk es sich anhören mag, es gibt Abtreibungs”flatrates” für Schulmädchen. Wer mehr Sex will, muss mehr Abtreibungen in Kauf nehmen. Ein Punkt, in dem viele hier mit den Feministinnen auf einer Linie liegen dürften, abgesehen davon, dass hier auch ein Abtreibungs- oder Distanzierungsrecht für Männer gefordert werden würde …


John Doe
20.12.2014 12:28
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Eine Frage, die man sich ja mal stellen könnte: Warum wird das als so schlimm interpretiert?

Es kommen mal wieder die ganzen Buzzwords: mangelnde Reife, mangelnde Aufklärung…

Der Punkt ist: diese Mädchen _sind_ reif!!!111 Denn wie der Begriff “geschlechtsreif” schon deutlich macht, ist die nötige Reife für Geschlechtsverkehr und damit Schwangerschaft vorhanden. Das ist unwiderlegbar, denn andernfalls könnten sie nicht schwanger werden. Und es ist biologisch sinnvoll und von der Natur so gewollt. Das willkürliche gesellschaftliche Normen etwas anderes erzwingen wollen ist für die Natur und die Mädchen irrelevant. Vielleicht sollten im Gegenteil mal die “Erwachsenen” und “Moralapostel” aufgeklärt werden über die Biologie.

Diese belohnt _biologisch richtiges_ Verhalten durch Ausschüttung der richtigen Hormone und Neurotransmitter zum richtigen Zeitpunkt. Daraus folgt, daß diese Menschen gesund sind und bleiben.

“Gesellschaftlich richtiges Verhalten” tut dies hingegen nicht, im Gegenteil, es erzeugt multiple adverse Reaktionen im Organismus. Angefangen von Langeweile bis hin zu extremen Phänomenen wie Depressionen, Cutting, ADHS usw. Diese (völlig normalen und gesunden) Mißempfindungen werden dann durch legale oder illegale Drogen aller Art zu kompensieren versucht. Bei Depressionen gibt’s dann Anti-Depressiva, bei ADHS halt Ritalin, bei Cutting wahrscheinlich ein Mix verschiedener Pillen – und bei allem vielleicht noch irgendeine Therapie obendrauf. Das ist gut für die Wirtschaft, namentlich die Pharmaindustrie, die Gesundheitsindustrie und die Sozialindustrie.

Viele, die noch nicht diagnostiziert wurden, bedienen sich in ihrer Verzweiflung eben der auf dem freien Markt verfügbaren Varianten. Und die, die übrig bleiben, unterdrücken und verdrängen die Malaise, was Aggressionen hervorruft, die irgendwie abgebaut werden müssen. Manche bevorzugen reale Gewaltexzesse, andere wiederum “Killerspiele” oder gewalttätige Filme, und noch andere bevorzugen bösartige Intriganz. Religion und Ideologie ist auch immer gut – der gerechte Kampf gegen den Teufel, die Ungläubigen oder den Klassenfeind gibt dem Ganzen so etwas Moralisches, Erhabenes.

Ich kann mich noch erinnern mit 15 in der Klasse in Erdkunde gesessen zu haben über einem Atlas, der den Weizenanbau in Afrika kartographisch erfaßt hat. LOL. Ich bin mir ziemlich sicher, daß das o.Ä. viele der hier Lesenden machen mußten – und daß keiner euch das jemals wieder gebraucht hat. Warum ich das erwähne? Der Körper jedes gesunden 15-jährigen(m/w!) ist biologisch/hormonell optimal auf Sex und Fortpflanzung eingestellt. In dieser Situation 5-6 Tage lang je viele Stunden ruhig dasitzen zu müssen und sich unter Strafandrohung mit dem Weizenanbau in Afrika zu beschäftigen ist eine Art von Folter, welche häufig bis fast immer die o.g. Symptome hervorbringt.

Und es ist eine Verschwendung biologischen Potentials sondergleichen. Um also den Bogen zurück zum Artikel zu schließen: Zu dem Zeitpunkt, wo die Menschen biologisch auf Fortpflanzung hin optimiert sind, sollen sie sich beispielsweise mit Weizenanbau in Afrika beschäftigen. Und zu dem Zeitpunkt, wo der Körper die Prioritäten ändert, sollen sie sich dann fortpflanzen. Verkehrte Welt. Extrem ineffizient.

Von wie vielen Frauen liest man immer wieder, welche z.B. sog. “Teenager-Schwangerschaften” vermieden oder seltener auch abgetrieben haben, die weiteren fruchtbaren Jahre durch die Pille betäubt haben um “Erfahrungen zu sammeln” und “erstmal Karriere zu machen” oder “sich beruflich zu etablieren” und Zeug, um dann, wenn der Körper den biologischen Modus zu wechseln beginnt, Kinder zu “wollen” und in Panik geraten, wenn sich dafür kein Mann mehr “findet”, weil Männer, die die Verantwortung für Kinder zu übernehmen bereit sind, jüngere Frauen bevorzugen. Denn es gilt: Je jünger die Frau bei der Geburt, desto leichter wurde sie schwanger und desto gesünder der Nachwuchs. Eine extreme Verrückheit wäre beispielsweise, wenn Frauen die natürlich-fruchtbaren Jahre hormonell durch die Pille wegmanipulieren und dann, wenn sie nicht mehr natürlich-fruchtbar sind, durch eine Hormon-Ersatz-Therapie eine Schwangerschaft erzwingen wollen(am besten noch mit Samenspende).

Ein Leben auf Pillen, wider die Natur, für die Pharmaindustrie, für das Wirtschaftswachstum.

Dieses “Erst die Karriere, dann Kinder”-Dogma schadet (nicht nur) Frauen eh mehr als es nützt. Ich würde beispielsweise einer Kindergärtnerin, die vielleicht mit 13 und 15 schwanger wurde und diese im Kreis ihrer echten Großfamilie(keine sog. “Kernfamilie”) aufwachsen lassen konnte um dann mit Mitte 20 im Kindergarten zu arbeiten anzufangen eher vertrauen als einer Frau, die erst in der Schule den o.g Prozess durchgemacht hat, dann an der Uni in Erziehungswissenschaften Gender-Kurse belegen mußte und darüberhinaus selbst keine Kinder hat. In diesem Fall schlägt Praxis eindeutig Theorie – für die Kinder, nicht für die Sozial-“Ingeniuere”.

Die zentrale Frage wäre also: Warum werden willkürliche und widernatürliche gesellschaftliche Normen als die Ultima-Ratio verteidigt? Denn wenn auch nur die Hälfte dessen, was ich oben ausgeführt habe, eine beobachtbare Realität hinreichend genau beschreiben sollte, wäre die Sinnfrage unumgänglich.

Cui bono?

P.S.:
In manchen islamischen Ländern sind so weit ich weiß Heiraten mit 15 oder 13-jährigen Frauen nichts ungewöhnliches.

Ist das rückschrittlich(sic)?
Ist es fortschrittlich, unsere gesellschaftlichen Werte nur mit Pillen aufrechterhalten zu können?


patzer
20.12.2014 13:36
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Bernd Kraut
20.12.2014 16:34
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“Der Punkt ist: diese Mädchen _sind_ reif!!!111”

Selten so einen Unsinn gelesen!


Hadmut
20.12.2014 17:16
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>> “Der Punkt ist: diese Mädchen _sind_ reif!!!111?

> Selten so einen Unsinn gelesen!

Wieso?

Ich war mal in Namibia und dabei auch bei den Himba. Die interessieren sich nicht für Geburtstage und zählen auch das Alter nicht (wird auch in manchen anderen Ländern nicht gemacht). Bei denen sind Frauen einfach heiratsfähig, wenn die Menstruation einsetzt, und fertig. Andere Kriterien haben und sehen die nicht, und die finden das so völlig in Ordnung.

Warum genau sollten die Himba da Unsinn verzapfen, wenn sie damit Jahrtausende erfolgreich überlebt haben?


John Doe
20.12.2014 20:05
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Als erfahrener “Netizen” betrachte ich die Aussage jedes “Bernd” “Kraut” als Null und Nichtig. GFY. Go back to ?chan.


Thomas M.
20.12.2014 20:16
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Michael
21.12.2014 11:03
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Ihr habt Vorstellungen.

Selbstverständlich kommt es auch auf den Inhalt der Aufklärung an. Wenn z.B. Rücksicht auf Mythen genommen wird und den Mädchen aber auch den Knaben eingebläut wird, dass man auch beim ersten Mal und vor dem Einsetzen der ersten Periode schwanger werden könnte etc., dann benehmen sich die anders. Weiterhin mit dummem Verhalten ausgestattet bleibt dann nur noch die gründlichste Unterschicht übrig.


Hadmut
21.12.2014 11:22
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> und den Mädchen aber auch den Knaben eingebläut wird, dass man auch beim ersten Mal und vor dem Einsetzen der ersten Periode schwanger werden könnte

Wer weiß, vielleicht wussten die das ja und haben das absichtlich gemacht, so als pubertäre Schnapsidee. Sowas gibt’s in letzter Zeit verstärkt, es kam im ZDF sogar mal eine Sendung über 14-jährige, die unbedingt sofort Mutter werden wollten und dazu zu allem bereit waren.


Sten Berg
21.12.2014 13:40
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Ich möchte hier mal eine Kritik der Frühsexualisierung vorstellen:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=5u9OQp0u-ko

Und vieles was er sagt stimmt! Heute mit viel Abstand vom Sexualunterricht und viel Lebenserfahrung stört mich, dass bei der Frühsexualisierung das Kindermachen und Partnerschaftsaufbau und ihre Gründe prinzipiell unterschlagen werden. Die Verantwortung, die man zu tragen hat, was bei Sex passieren kann. Man darf nicht einmal darauf hinweisen. Wer das tut gilt als realitätsentfernter bis religiöser Spinner, denn Sex bedeutet bitte schön nur noch Spaß! Was anderes gilt nicht. Als lebten wir alle in einem Pornofilm.
Es gibt beim heterosexuellen Sex – trotz der gleichzeitigen Verwendung von Pille und Kondom – keinen hundert prozentigen Schutz. Davon abgesehen, darf man nicht einmal äußern, dass es gar keine „gefühlsechten“ Kondomen gibt. Der Kondom stört sowohl Frauen und natürlich mehr die Männer beim Akt. Die Verführung auf den Kondom zu verzichten ist groß! Weswegen in unseren modernen Zeiten der Kondom dann am liebsten verwendet wird, wenn die Angst vor Kindermachen, egal aus welchen Gründen, am größten ist. Sprich, meist am Anfang einer Beziehung, bei einem One-Night-Stand usw. usf. Ich hatte viele Frauen, und etwa vier von fünf Frauen fanden den Verzicht auf Kondom reizvoll. Jede zweite forderte es sogar. Das hat nichts damit zu tun, dass sie auf den künftigen Unterhalt geil wären, sondern weil der Mann mit mehr Gefühl hantiert. Es ist gleichwertig mit Handschuhe anhaben oder nicht. Jeder Zweifler darf man sich mit Gummihandschuhe massieren und streicheln lassen. Wer mir dann erzählen will, dass der ganze Rest des Körpers nicht mit dem Geschlechtsteil verglichen werden darf, kriegt von mir nur den Vogel. Die Frauen, die für den Kondom waren, waren komischer Weise(Ironie) immer auch Frauen, die hormonelles Bedenken gegen die Pille hatten.

Speziell für die „Schule“, für die Allgemeinwissensvermittler, ist es geradezu eine Schande, dass der natürliche, biologische Blick schlicht ausgeklammert wird: Sex ist und war schon immer für die Vermehrung da. D.h. unser Sexualunterricht sagt A, aber nicht mehr B. Wer über Sex LEHREN will, der muss demzufolge auch über Kinderhaben reden.

John Doe Äußerung stimme ich übrigens auch voll zu. Es ist ein weiterer schöner Beweis, wie die Natur der Menschen immer mehr ausgeklammert wird. Immer wenn ich in einer Schulklasse etwa ab der 8. Klasse mich befinde, bin ich immer wieder überrascht, wie wesentlich reifer die Mädchen gegenüber ihre gleichaltrigen Jungs erscheinen. Oft wirkt es, als gingen die großen Schwestern mit ihren kleine Brüder aus.
Wenn ich mir dann überlege, weswegen diese Frauen das Kindermachen verschieben, dann schüttle ich halbwegs den Kopf. Verständlich, dass sie zuerst eine Ausbildung erhalten und haben wollen. Verständlich, dass sie Geld verdienen wollen, eine Karriere aufbauen wollen. Aber sie werden immer älter. Das bekannte Phänomen heutiger Tage: Bis etwa 30 meist aus unsinnigen Gründen nicht bereit für ein Kind. Über 30 völlig verzweifelt ein Erzeuger eines Kindes zu finden. Nehmen fast jeden. Über 40 erst kapiert, dass alles, was sie erreicht haben, ihr Kind das wertvollste ist.
Und weil Kinder immer seltener werden, streiten sich dann das Weibchen und das Männchen immer mehr um ihr Nachkommen.

Das erinnert mich auch an der ewigen feministischen Kritik, wieso Männer oft jüngere Frauen haben. John Doe hat es ja biologisch etwas angeschnitten, aber auch rein logisch ergibt es einen Sinn. Partnerschaft bedeutet tendenziell – darf man zwar heutzutage nicht mehr sagen, darf als Prämisse nicht mehr vorhanden sein – Familiengründung. Eine Frau über 40 bietet diese Option nicht an. Liebe hin und Liebe her, sie bietet es einfach nicht mehr an. Es ist also schon rein logisch widersinnig, eine Frau über 40 zu heiraten. Die meisten tun das heutzutage aus rechtliche Gründen: Erbe und Witwenrente.
Ob es viele Menschen gefällt oder nicht, eine „ewige“ Bindung (was man darunter versteht) macht nur mit Familienplanung Sinn. Der Mann über 40 bietet es im Gegenzug an. Daher erleidet die junge Frau bei der Wahl eines älteren Mannes keinen partnerschaftlichen Urwiderspruch. Der junge Mann bei einer älteren Frau schon.


Dirk S.
22.12.2014 11:10
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@ HansG

> Es gibt da so ein Phänomen. Dabei gleicht sich der Zyklus guter Freundinnen an, bis er praktisch synchron läuft.

Nennt sich Synchonisation und tritt immer in Frauengruppen auf. Der Klassiker sind Mütter und Töchter, deren Zyklen sich synchonisieren. Synchon dazu verläuft auch häufig der Überstundenzyklus des Mannes / Vaters. 😉

Evolutionär betrachtet ist das für eine Spezies, deren Jungenaufzucht recht Resourcenintensiv ist, auch ganz sinnvoll: Da in einer Gruppe alle Weibchen dem Oberaffen hinterher gehechelt sind und dieser bei der Fortpflanzung sich auf diesem Wege für eine entscheiden musste, die dann die Resourcen abgreifen konnte, anstelle das er alle schwängern und sich dann aus dem Staub machen konnte.

@ Horsti

> Ich war´s!

Würd’ ich nicht so laut hinausposaunen. Ein Kind kostet mindestens eine Viertelmillionen Euro, d.h. eine falsche Behauptung, mit der du die Vaterschaften anerkennst, kostet dich mal eben schlappe 1 3/4 Millionen. Da hilft nur eine Bank zu eröffnen – oder die Klappe zu halten. 😉

@ John Doe

> In manchen islamischen Ländern sind so weit ich weiß Heiraten mit 15 oder 13-jährigen Frauen nichts ungewöhnliches.

Im alten Rom wurden die Mädchen mit 12 verheiratet, also kurz bevor sie teuer und nervig wurden 😉 . In alter Zeit war auch für Jungen ein Heiratsalter von 14 bis 16 Jahren nicht ungewöhnliches. Bei einer Lebnserwartung von unter 30 muss man ja auch früh anfangen mit der Familiengründung.

@ Hadmut

> Warum genau sollten die Himba da Unsinn verzapfen, wenn sie damit Jahrtausende erfolgreich überlebt haben?

Weil sie nicht die überaus weisen Genderisten gefragt haben, die natürlich viel besser wissen, welche Kriterien anzulegen sind und den Himba gaz locker beweisen können, dass das alles pariachalistisches Unterdrückertum und damit Unsinn ist. Denn nur durch die übergeordnete Weisheit der Genderforschung können alle Probleme der Himba gelöst werden. Sie würden einfach vom Angesicht der Erde verschwinden.

> es kam im ZDF sogar mal eine Sendung über 14-jährige, die unbedingt sofort Mutter werden wollten und dazu zu allem bereit waren.

Wellfare-Queen. Mama früh Mutter und Sozialfall, Tochter früh Mutter und Sozialfall, Sohn Sozialfall und kriminell. Ein echtes Argument gegen den Sozialstaat (oder besser: Armutförderungsstaat), wie er derzeit ist.

@ Michael

> den Mädchen aber auch den Knaben eingebläut wird, dass man auch beim ersten Mal und vor dem Einsetzen der ersten Periode schwanger werden könnte

Die Aussage, die du kritisierst, ist richtig! Denn was passiert vor der Periode? Richtig ein Eisprung, Und was haben Eizellen so an sich? Richtig, sie können befruchtet werden. Und was können befruchtete Eizellen, wenn sie in die Gebärmutter kommen? Richtig, sich einnisten. Und was ist eine Frau mit einer in ihrer Gebärmutter eingenisteten befruchteten Eizelle? Richtig schwanger. Also, vor der ersten Periode, von der niemand auf Erden weiß, wann diese bei einem bestimmten Mädchen nun genau stattfindet, findet ein Eisprung statt und noch vor der ersten Periode ist eine Schwangerschaft möglich.
Wer behauptet eigentlich, das dies nicht möglich wäre? Ein afrikanischer Geistheiler auf Ebola?

@ Sten Berg

> Immer wenn ich in einer Schulklasse etwa ab der 8. Klasse mich befinde, bin ich immer wieder überrascht, wie wesentlich reifer die Mädchen gegenüber ihre gleichaltrigen Jungs erscheinen.

Mädchen treten früher in die Pupertät ein und sind früher “erwachsen”. Jungen haben eine längere Kindheit (= längere Lernphase) und werden später “erwachsen”. Unter Steinzeitbedungungen ist das auch sinnvoll, da sich Kinderpflege, handwerkliche Arbeiten und das Sammeln von Nahrungs- und Heilpflanzen in einem gewissen Zeitraum lernen lässt, bei Jungen war die Kinderpflege wohl weniger bedeutend, dafür kam bei ihnen die Jagd und mehr Handwerk (Steinbearbeitung) mit hinzu. Daher dürften die Unterschiede kommen. Wie geschrieben, Steinzeitbedingungen.

> Das bekannte Phänomen heutiger Tage: Bis etwa 30 meist aus unsinnigen Gründen nicht bereit für ein Kind. Über 30 völlig verzweifelt ein Erzeuger eines Kindes zu finden. Nehmen fast jeden. Über 40 erst kapiert, dass alles, was sie erreicht haben, ihr Kind das wertvollste ist.

Ich tippe vor allem auf eine politisch gewollte verzerrte und selektive Darstellung. Das Erstgebäralter von Frauen liegt (soweit ich weiß) im Schnitt bei etwas über 27 Jahren (oder 28 waren es), bei Akademikerinnen sind es nur 2 Monate mehr.
Bei der Einführung des Elterngeldes wurde damit argumentiert, dass nur wenige Akademikerinnen zwischen (ich weis die Zahlen nicht mehr so genau) Mitte 30 und Anfang 40 Kinder bekommen. Die Aussage selbst war richtig, nur hat man in der Diskussion die Untergrenze der Statistik gerne mal weggelassen und nicht erwähnt, dass die meisten Akademikerinnen mit Mitte 30 bereits ihre Familienplanung abgeschlossen hatten, also in dem Altersbereich (aus verständlichen Gründen) keine Kinder mehr bekommen wollten.
Nimm es mir bitte nicht übel, dass ich das so hart schreibe, aber der von dir beschriebene Effekt dürfte genau in diesen Bereich fallen: Verzerrt und politisch manipuliert. Interessengruppengejammere eben.

> Es ist also schon rein logisch widersinnig, eine Frau über 40 zu heiraten.

Nicht, wenn du über 60 bist oder die Dame reich ist. Gleichberechtigung auch beim Erbschleichen. 😉

> Der Mann über 40 bietet es im Gegenzug an.

Auch hier hast du eine Wahrnehmungverzerrung: Die Fälle, die gesehen werden, erfüllen diese Bedingung. Ein Pleitegeier, egal welchen Alters, wird eher selten Erfolg bei jungen Damen haben, nur kommt das nicht mal im Unterschichtenfernsehen. Bei hohen Altersunterschieden spielt das wirtschaftliche immer eine wichtige Rolle, jedenfalls mehr als bei niedrigen.

> Daher erleidet die junge Frau bei der Wahl eines älteren Mannes keinen partnerschaftlichen Urwiderspruch.

Doch. Denn es ist die Frage, wie lange der Mann die gewünschten Resourcen zur Verfügung stellen und er auch bei der Jungenaufzucht aktiv sein kann. Daher: Reicher alter Mann, junge Frau -> klappt. Armer alter Mann, junge Frau -> gibt es nicht. Da steht das wirtschaftliche klar im Vordergrund.

> Der junge Mann bei einer älteren Frau schon.

Mutterkomplex und Finanzen, das ist das, was dem Mann unterstellt wird. Aber auch da erfahren wir nur etwas über Promis, wobei diese Konstellation für den jüngeren Mann, wenn er es geschickt anstellt, ein Sprungbrett in die Promiwelt sein kann.

Ok, also doch wieder nur der schnöde Mammon. So wie immer.

Schnöde Grüße.

Euer Dirk


Sten Berg
22.12.2014 15:38
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„Unter Steinzeitbedungungen ist das auch sinnvoll, da sich Kinderpflege, handwerkliche Arbeiten und das Sammeln von Nahrungs- und Heilpflanzen in einem gewissen Zeitraum lernen lässt, bei Jungen war die Kinderpflege wohl weniger bedeutend, dafür kam bei ihnen die Jagd und mehr Handwerk (Steinbearbeitung) mit hinzu. Daher dürften die Unterschiede kommen. Wie geschrieben, Steinzeitbedingungen.“

Soweit braucht man gar nicht zu gehen. Das macht selbst heute noch Sinn. Wir haben nun mal Kinder, die sehr lange Pflege brauchen. Diese sind auch immer bei ihren Eltern am besten aufgehoben. Alles andere ist eine Lüge. Für keinen weiteren Mensch sind die eigenen Kinder so wichtig als die eigene. Das fängt ja schon mit der Beobachtung der Eltern an, wenn viele Kinder gemeinsam irgendwo irgendwas spielen. The Star is born: Der Hauptakteuer ist bei der Beobachtung eines Elternteils immer nur das eigene Kind.

Von mir aus kann man mich auch schlagen: Aber ich sehe es nicht, dass Frauen die gleichwertige Leistung wie Männer auf dem Arbeitsplatz verrichten. In der Betrachtung der Leistung sind Frauen meistens völlig überbezahlt. Eben weil man alles gleichsieht, was gleich zu machen ist. Dabei wird vieles unter dem Teppich gekehrt. Vor allem die höhere Verantwortung sowie die höhere Mehrbelastung und Mehrleistung. Diese drei wichtigen Arbeitsfaktoren werden schon richtig böswillig bei Männer nicht beachtet. Umso älter ich werde, umso mehr verstehe ich, wieso Frauen auf einem Schiff arbeitstechnisch nichts zu suchen hatten.

“Nicht, wenn du über 60 bist oder die Dame reich ist. Gleichberechtigung auch beim Erbschleichen”

Mir ging es nur darum, was biologisch Sinn ergibt: Frau jünger wählt Älteren – versus – Mann jünger wählt Ältere. Und nicht finanziell, juristisch etc.

Der Fundament einer Beziehung ist eben Familiengründung. Alles andere, was Du aufzählst, kommt oben drauf.

Bei “Mann jünger wählt Ältere” schreibst Du ja von “Mutterkomplex”. Und so sehen es ja viele. Aber warum man eine psychologische Störung meint zu erkennen, im umgekehrten Fall meistens nicht, kann ja kaum jemand beschreiben. Oft wirkt auch die Argumentation wie „Ist halt nicht normal“. <- Und diese Begründung ist schwach.
Ich habe auch übrigens die älteren Männer nicht vergessen, die mit 60 eine 40-jährige Frau heiraten…Mir ging es mehr darum, warum es im Grundfundament der Partnerschaft nicht widersinnig ist, dass Frauen einen älteren Mann erwählen können als umgekehrt.

M.E. kommen viele auf das Naheliegende nicht, weil in unserer ach so freien Welt viele Gedankentabus existieren. Wie eben die simple Tatsache, dass Familiengründung der biologische Sinn für eine längere Bindung ist. Nun, eben, Liebe hin und Liebe her, sie vergeht und die Liebe wird heutzutage oft nur noch auf die Schmetterlinge im Bauch reduziert. Früher war das mal mehr, und das mit Schmetterlingen im Bauch wurde nur als „verliebt“ bezeichnet.

Familiengründung hatte viele Ereignisse: Gemeinsame Feste, gemeinsame Ziele wie ein Nest(Eigentum) zu bauen und zu pflegen, gemeinsame Wünsche zu erfüllen, gemeinsam um die Brut sich zu kümmern. Väter kümmerten sich schon immer(!) um ihre Kinder. Allerdings meist umso älter die Kinder wurden.(Es war Tradition die Business des Vaters zu übernehmen)
Aber weil eine Frau heutzutage hoch modernisierte Haushalt hat, nur noch ein Kind austrägt, Fremdbetreuung und Individualität (jeder kümmert sich nur um sich selbst) forciert wird, das Nest zu einem Bau eines Schlosses sich entwickelt hat. Bis letzten Endes die Erklärung, dass das Ziel einer Frau bei der Ehe die Scheidung als Signalzeichen ihrer Freiheit und Selbstentwicklung ist, sind wir zweifellos für die Partnerschaft verkommen.
Familiengründung passt einfach nicht mehr in unserer typischen Zukunftsplanung. Eigentlich wird das nur noch geheiratet, weil das schon immer so war.

Da ein jüngerer Mann bei einer älteren Frau keine Familie gründen kann, ergibt die ewige Bindung auch keinen biologischen Sinn. Das gleiche gilt ebenfalls für homosexuelle Beziehungen. Im Grunde können wir nur noch erkennen, dass mit Gewalt alles gleich gemacht wird. Was sicherlich gleich ist, ist das Verliebtsein zwischen familiengründungsfähige und nicht familiengründungsfähige Beziehungen. Bei dieser Überlegung frägt man sich schon, ob deswegen die Partnerschaft auf die Schmetterlinge reduziert wird. Damit wir alle gleich sein können sind. Eben wie das Papier

Aber eigentlich hat die Natur sich nur viele Dinge ausgedachte – wie eben verliebtsein bis geilsein –damit Kinder geboren werden.

Eben wie nur noch das Papierkram im Beruf auf die Bezahlung geschlossen werden darf: Ich habe die gleichen berufliche Abschlüsse wie mein männlicher Mitarbeiter und der verdient viel mehr als ich. Voll die Sauerei!!!!
Ähnliches habe ich vor drei Wochen selbst erlebt

Mitarbeiterin: Herr Berg verdient ja in sechs Monaten so viel wie ich im Jahr.
Ich: Ja, das ist viel zu wenig!!! Immerhin habe ich 120% mehr Arbeitszeit als Sie! Bin wesentlich mehr unterwegs. Muss viel mehr alleine entscheiden. Bin der wesentlich produktivere Mitarbeiter… UND SIE FÜHLEN SICH ERNSTHAFT BENACHTEILIGT.
Mitarbeiterin: Aber Sie haben doch die gleiche Ausbildung wie ich!
ICH: NICHTMAL DAS!!! ICH HABE MEHR ZERTIFIKATE durch Weiterbildungsmaßnahmen!
Mitarbeiterin kleinlaut: Die sind doch nichts wert. ..
Ich: Ich bringe Sie jetzt um. Ich bringe Sie jetzt nur noch um.


Dirk S.
23.12.2014 8:52
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@ Sten Berg

> Soweit braucht man gar nicht zu gehen.

Na ja, wir sind halt immer noch Steinzeitmenschen, auch wenn wir inzwischen die gewünschten Materialien aus den Steinen herausholen können. Also lohnt es sich immer zu betrachten, was unter den Urbedingungen sinnvoll war. Das ist bei uns eben eincodiert.

> Das macht selbst heute noch Sinn. Wir haben nun mal Kinder, die sehr lange Pflege brauchen.

Was Kindspflege betrifft, ist es erst einmal egal, ob Mutter, Vater, Großeltern oder einen Nanny das Kind versorgen. Daher könnten sich die Länge der Lernphasen angleichen, ohne dass es für die Kinder Nachteile hätte. Aber es sind vor allem die Mütter, die sich gerne die Babypause gönnen und die Väter dafür für 2 arbeiten müssen (und das auch noch vorgeworfen bekommen).

> Diese sind auch immer bei ihren Eltern am besten aufgehoben.

So ist es. Wissen bloß viele Kinderlose (oder die eigenen Kinder an andere Übergebende) nicht.

> Von mir aus kann man mich auch schlagen:

Aber, aber, wir sind doch friedliche Menschen.

> Aber ich sehe es nicht, dass Frauen die gleichwertige Leistung wie Männer auf dem Arbeitsplatz verrichten.

Ich bin für eine leistungsgerechte Bezahlung: Wer wenig leistet bekommt wenig, wer viel leistet bekommt viel und wer gar nichts leistet soll sich einen Sponsor suchen. Ich bin mir übrigens sicher, dass auch viele Frauen, die etwas leisten, mir da zustimmen würden.

> Mir ging es nur darum, was biologisch Sinn ergibt: Frau jünger wählt Älteren – versus – Mann jünger wählt Ältere. Und nicht finanziell, juristisch etc.

Richtig, aber es überkam mich einfach. 🙂

> Bei “Mann jünger wählt Ältere” schreibst Du ja von “Mutterkomplex”. Und so sehen es ja viele. Aber warum man eine psychologische Störung meint zu erkennen, im umgekehrten Fall meistens nicht, kann ja kaum jemand beschreiben. Oft wirkt auch die Argumentation wie „Ist halt nicht normal“. M.E. kommen viele auf das Naheliegende nicht, weil in unserer ach so freien Welt viele Gedankentabus existieren.

Das wird noch schlimmer. Und das mit der Gedankenfreiheit müssen die meisten auch noch richtig verstehen: Frei von (eigenen) Gedanken. Aber die interessierten Kreise arbeiten daran.

> Wie eben die simple Tatsache, dass Familiengründung der biologische Sinn für eine längere Bindung ist.

Da sprechen die Scheidungsstatistiken aber eine andere Sprache. Zumindest aus Frauensicht ist die Familiengründung ein Weg zur gesicherten Versorgung, wenn auch auf niedrigem Niveau. Aber wenig fürs Nichtstun zu bekommen ist mehr als nichts fürs Nichtstun zu bekommen. Zumindest aus Frauensicht ist die Familiengründung eine besonders einfache Ressourcenallokation.

> Früher war das mal mehr, und das mit Schmetterlingen im Bauch wurde nur als „verliebt“ bezeichnet.

Es wurde eine Silbe eingespart, schließlich passt die nicht mehr in eine SMS. 😉

> Familiengründung hatte viele Ereignisse: Gemeinsame Feste, gemeinsame Ziele

Deshalb hat die Polizei zu den Zeiten großer Familienfeste (so wie jetzt zu Weihnachten) Uraubssperre, denn Familienfeste bedeuten häufig Zoff, Streit und Tränen. Also so toll sind Familienfeste nicht, glaub es mir.

> Väter kümmerten sich schon immer(!) um ihre Kinder.

Da täuschst du dich. Viele Väter taten das, aber der kümmernde Vater als Massenphänomen ist relativ neu (oder wieder neu entdeckt, in der Steinzeit mag/wird das wohl anders gewesen sein als die letzten 5000 Jahre Zivilisation).

> (Es war Tradition die Business des Vaters zu übernehmen)

Das dürfte eher handfeste Gründe gehabt haben, gesetzliche Vorschriften und/oder einfach die Übernahme der Kontakte des Vaters. Tradition ist wohl eher eine Ausrede gewesen.

> Familiengründung passt einfach nicht mehr in unserer typischen Zukunftsplanung.

Das sehe ich anders. Familiengründung passt nicht den derzeit lauten Menschenfeinden, in der Vorstellung ihrer persönlichen Zukunft hat auch heute bei vielen die Familie eine festen Platz.

> Eigentlich wird das nur noch geheiratet, weil das schon immer so war.

Eigentlich wird nur geheiratet, weil ea Steuervorteile (Mann) und gesicherten Unterhalt (Frau) bringt. Wobei viele junge Männer wegen der Unterhaltsgefahren nicht mehr heiraten wollen.

> Da ein jüngerer Mann bei einer älteren Frau keine Familie gründen kann, ergibt die ewige Bindung auch keinen biologischen Sinn. Das gleiche gilt ebenfalls für homosexuelle Beziehungen.

Und wenn die Leute so glücklich sind, ist das doch egal. Es reproduzieren sich genug Menschen auf der Welt, eine Schrumpfung der Bevölkerung auf diesem Wege ist völlig unproblematisch.

> Im Grunde können wir nur noch erkennen, dass mit Gewalt alles gleich gemacht wird.

Mal abgesehen davon, dass ich dir im wirtschaftlichen Bereich zustimme, im Bereich der persönlichen Beziehungen brauch man das nicht (also das Gleichmachen), denn wichtig für eine Beziehung ist, dass alle Teile dieser Beziehung glücklich damit sind. Alles andere ist flüssiger als flüssig – überflüssig.

> Aber eigentlich hat die Natur sich nur viele Dinge ausgedachte – wie eben verliebtsein bis geilsein –damit Kinder geboren werden.

Und? Das hat nichts mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder juristischen Aspekten zu tun.

> Eben wie nur noch das Papierkram im Beruf auf die Bezahlung geschlossen werden darf: Ich habe die gleichen berufliche Abschlüsse wie mein männlicher Mitarbeiter und der verdient viel mehr als ich. Voll die Sauerei!!!!

Das ist eher ein rein deutsches Problem, da wir hier sehr auf Formalismen stehen. Aber wie ich schon geschrieben habe: Die Bezahlung soll Leistungsgerecht sein. Der Feminsmus fordert ja gerade eine Abkehr vom Leistungsprinzip, da deren Anhängerinnen und Vertreterinnen eher wenig leistungswillig sind.

> Ähnliches habe ich vor drei Wochen selbst erlebt

Mein Beileid.

> Ich: Ich bringe Sie jetzt um. Ich bringe Sie jetzt nur noch um.

Lass dich nicht erwischen! 😉 Oder trink einen Kaffee und geh eine rauchen. Das hilft in solchen Fällen auch. 🙂

Rauchige Grüße,

Euer Dirk