Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Youtube-Kultur: Der Trend geht zum Kurzfilm

Hadmut
31.8.2014 12:49

So ne Beobachtung.

Es ist mir schon mehrfach im Gespräch mit jüngeren Kollegen aufgefallen: Die kennen kaum Kinofilme.

Ich hatte mal — so um 2000 — so ne Phase, wo ich mit Kumpels zwei oder dreimal pro Woche ins Kino gegangen bin, weil wir abends mit dem Fahrrad über weite Strecken denselben Nach-Hause-Weg hatten und an einem großen Kinopalast vorbeikamen. Und natürlich aufgenommen, dass die Wände wackeln: VHS, DVS usw., dazu noch aus der Videothek ausgeliehen.

Rede ich aber mit jüngeren Freunden und Kollegen, stelle ich fest, dass die nicht nur kaum Filme kennen (was man jetzt auch wieder relativieren und rausrechnen muss, weil ein jüngerer Mensch ja schon aufgrund des geringeren Lebensalters anteilmäßig weniger Filme gesehen haben kann), sondern sich auch für das Ansehen von Filmen nur noch sehr eingeschränkt begeistern können. 90 Minuten und mehr ist einfach zu lang.

Einen ähnlichen Effekt bemerke ich aber auch an mir selbst: Ins Kino gehe ich schon seit vielen Jahren fast gar nicht mehr. Zwei- oder dreimal im Jahr vielleicht noch, davon höchstens einmal zu einer regulären Vorstellung, ansonsten eher irgendwelche Veranstaltungen, Sonderfilme, Premieren oder Festivals. Zumal ich einen (inzwischen spottbilligen) Großbildfernseher mein Eigen nenne und über jede erdenkliche Art verfüge, Massenvideos abzuspielen, DVD, Bluray, Internet,… Trotzdem schaue ich immer seltener Spielfilme, bei denen ich mich voll auf den Film konzentriere. Immer noch irgendwas nebenher machen.

Ich habe so den Eindruck, dass sich die Erzählgeschwindigkeit ändert. Alte Filme bis etwa in die 80er, von denen ich mal schwer begeistert war, kommen mir heute mitunter träge und statisch vor, Dramaturgie wie eine Schlaftablette. Womöglich hat man sich eine Sehenskultur angeeignet, bei der das hohe Tempo, das man erwartet, nicht 90 Minuten lang oder länger durchhält.

Kurzfilme, youtube-Schnipsel, Werbespots scheinen inzwischen die Sehgewohnheit zu bestimmen und das hohe Bildflusstempo zu liefern.


21 Kommentare (RSS-Feed)

Dora Lange
31.8.2014 12:58
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“True Detective” hat den Emy bekommen: Zig Stunden für eine Story, manche sehen darin ein Revival für lang erzählte Stories, wie es im Kino nicht (mehr) möglich ist.


Erich Wander
31.8.2014 13:13
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ich weiß gar nicht was alle an true detective so toll finden. habe nach 20 min ausgeschalten


O.
31.8.2014 13:17
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Der Trend zu kürzeren Blogbeiträgeh hat bei Dir glücklicherweise auch Einzug gehalten.
Aber vermutlich wirst Du hin und wieder mal rückfällig werden und all zu lange Pamphlete ablassen. Naja, solange der over-all Trend in Richtung schnell verdauliche Happen geht, erträglich.
Für lange Texte bevorzuge ich jedenfalls Bücher.
Und cür lange Filme ist TV oder Kino eigentlich auch besser als youtube…
…aber wer hat schon die azeit dafür, bzw. für welche afilme lohnt es sich noch, den Zeitwüaufwand zu betreiben?
Wirklich gute Filme und Texte sind selten geworden.
Vielleicht auch, weil man schon zu viel Zeug kennt, und man nicht immer wieder den selben Scheiß lesen oder sehen will, und Neues selten wird, wenn man schon zu viel gesehen und gelesen hat.


O.
31.8.2014 13:18
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…sorry, so viele Tippfehler.
Flache Tatsatur auf dem PfuiPAD, in liegender Position…


WikiMANNia
31.8.2014 13:39
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Eine andere Beobachtung:
Anstatt eine Sache in einem halben Absatz klar und klipp zu erklären, stellt man ein Youtube-Filmchen von 10-20 Min. ins Internet, ohne dann auf den Punkt zu kommen.
Besonderer Nachteil dabei:
Querlesen wie in der guten alten Textform geht dann nicht mehr.


patzer
31.8.2014 14:39
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Da ist mehr dran als mir lieb ist.Aber vergessen wir nicht Sopranos,House of Cards,Sons of Anarchy,Game of Thrones usw. die sich in ihrem Erzähltempo ordentlich Zeit lassen.Und es gibt wohl tatsächlich das Phänomen der binge-watcher,die sich ganz locker 5-10 Stunden geben.


Michael Vogt
31.8.2014 15:13
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Diesen Trend kann ich bei uns nicht bestaetigen, wir schauen uns jeden Abend einen Film an. Kino nur noch, wenn es der Film optisch hergibt, sprich es mehr auf die Bilder, als auf die Story ankommt. Ansonsten DVD.
Unser neuester Favorit “Die andere Heimat” von Edgar Reitz.
Gerade Gestern, “Game of Thrones, Season one, Folge 1 bis 8 am Stueck…

Unser alljaehrliches Silvester-Event, “The Lord of the Rings”, Directors Cut komplett am Stueck.

Gut, Du Hadmut und ich sind vermutlich ein sehr aehnliches Baujahr…


Hans Georg
31.8.2014 15:13
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Was brauchen wir langatmige Filme, die menschliche und charakterliche Entwicklung geht auf YouTube innerhalb von zehn Sekudnne, wozu noch warten? Lernprozesse? Gegegen Null.
Es lebe die neue kurzatmige Verbloedungsmaschinerie.


Juergen Sprenger
31.8.2014 18:38
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Die meisten guten Filme in den bevorzugten Genres hat man halt irgendwann alle gesehen und bei neueren Filmen ist mir die Handlung oft viel zu vorhersehbar.

Wobei ich 90 Minuten für eine gute Story bei der die Atmosphäre gut rüberkommt eher als untere Grenze sehe.

Einer meiner Lieblingsfilme ist zum Beispiel Barry Lyndon mit einer Spielzeit von 177 Minuten.

Da ist dann auch mal genug Zeit vorhanden Charaktere zu entwickeln und für gesellschaftliche Atmosphäre und Hintergründe.

Bei modernen Actionfilmen hat man das Wesentliche oft schon mit dem Trailer gesehen. Vielleicht daher der Trend zum Kurzfilm.


Peter
31.8.2014 21:41
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Ich hab die fixe Idee, dass ein Film, der weniger als zwei Stunden dauert, nicht gut ist. Wenn ich am Abend das Programm studiere und Lust auf einen Film habe, dann schau ich fast immer einen Film, der länger als zwei Stunden dauert und sortiere die anderen aus. Wie gesagt, eine fixe Idee.


Hadmut
1.9.2014 0:05
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@Peter:

> Ich hab die fixe Idee, dass ein Film, der weniger als zwei Stunden dauert, nicht gut ist.

Du musst die auf SAT 1 um 20:15 gucken. Die haben immer soviel Werbung drin, dass die 2 Stunden dauern.


ein anderer Stefan
31.8.2014 22:28
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Ich denke, das hat vor allem was damit zu tun, dass aktuelle Kinofilme oft nur noch der x-te Aufguß sind, oder die Story nur noch aus Special Effects/CGI besteht (oder beides). Dafür lohnt das einfach nicht mehr, ins Kino zu gehen. Die deutlich verbesserten Heimkinomöglichkeiten der letzten paar Jahre tragen sicher auch dazu bei. Kino geht in die selbe Richtung wie die klassische Presse – hat sich einfach überholt.
Die MTV-Videoclipästhetik trägt sicher auch dazu bei. Auch in der Musik ist die alte Musik so aus den 70ern bis 90ern nach heutigen Maßstäben auch oft lahm.


Bud
31.8.2014 22:57
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Wie der Filmkonsum jüngerer menschen heute aussieht, das kann ich nicht einschätzen. Bestätigen kann ich aber den Eindruck, daß ältere Filme — so bis etwa Ende der 80er — aus heutiger Sicht extrem langatmig wirken. Das Erzähltempo moderner Produktionen ist deutlich höher.

Wirklich neue Maßstäbe in Sachen Geschwindigkeit hat jedoch meines Erachtens erstmals die Action-Serie “24” (ab 2001) gesetzt, die erste Serie, bei der ich das sogenannte “Binge watching” praktiziert hatte. (Den Begriff “binge watching” habe ich dagegen erst vor ein paar Monaten erstmals gehört, und das auch noch im TV!)

Ein weiterer Unterschied ist auch eine zum Teil eher implizite Erzählweise. Heutzutage wird nicht mehr alles bis zum Erbrechen ausformuliert. Vom Zuschauer wird viel mehr Mitdenken verlangt, um in politischen/intriganten Settings der Story zu folgen. Logische Implikationen werden nicht mehr vorgebetet, die muß man sich selbst denken.

Auch wird nach meinem Eindruck mehr mit Mimik und Gestik gearbeitet. Das kann soweit gehen, daß eine komplette Wendung der Story lediglich mit einem Gesichtsausdruck dargestellt wird, der vielleicht 3 Sekunden beobachtbar ist. Vielleicht ist das erst durch die viel höhere Bildauflösung möglich geworden. Es ist aber sicherlich auch so, daß hier eine kulturelle Evolution stattfindet. Man will dem Zuschauer ja nicht immer wieder etwas ähnliches erzählen, sondern man setzt inzwischen gewisse Dinge als bekannt voraus.

Falls es wirklich so ist, daß die Aufmerksamkeitsspanne nicht mehr für 90 Minuten Film reicht, ist das wirklich bedauerlich. Zum Glück schlägt sich das nicht in der Länge von Spielfilmen nieder. Im Gegenteil, lief der typische Spielfilm früher 80 bis 90 Minuten, sind heute Laufzeiten um die 2 Stunden die Regel. Ich finde das gut. Ich hatte 90-Minuten-Filme schon immer als zu kurz empfunden und war auch immer sehr betrübt, wenn ich später erfuhr, daß Filme oft rabiat gekürzt wurden, weil die Produzenten der Meinung waren, daß man dem Zuschauer nicht mehr als die 1,5 Stunden zumuten könne.

Ausnahmen gab es früher freilich auch schon. Der erste Star-Wars-Film (1977) lief auch schon zwei Stunden (wobei der gegenüber Gorge Lucas’ Vorstellungen auch schon deutlich kürzer gewesen sein soll). Die lengendäre Dune-Verfilmung von David Lynch (1984) bietet je nach Schnitt um die 3 Stunden, wobei lange Zeit allerdings nur eine etwas-über-2-Stunden-Krüppelversion gezeigt wurde.

Für mich kann ein Film gar nicht lang genug sein. Schon allein die Laufzeit ist fast ein Qualitätsmerkmal für sich, oder zumindest ein meist zuverlässiger Indikator. Genannt seien da etwa die Herr-der-Ringe-Verfilmung von Peter Jackson mit über 3 mal 3 Stunden sowie das grandiose Watchmen (2009), eine Comic-Verfilmung, der es gelingt, Philosophie und Brutalität zu einem Ganzen zu verbinden, mit 3,5 Stunden Laufzeit.


Alex
1.9.2014 1:05
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Unterschätzt mal die jungen Leute nicht so.
Ein hohes “Bildflusstempo” hab ich auch, wenn ich ICE statt Regionalzug fahre. Das werden wohl die meisten von uns bevorzugen, mit dem gutem Grund, dass man mehr Zeit hat. Wenn man die Lebenszeit schon nicht mehr wesentlich verlängern kann, vorallem in den jungen Jahren, dann erhöht man halt das Tempo, in dem sich alles abspielt. So what? Vielleicht entwickeln sich ungenutzte Kapazitäten im Gehirn erst, wenn es entsprechend gefordert wird.

Jetzt sich darüber auszulassen, dass Filme zu kurz sind, erinnert mich an ältere Herrschaften, die zur Zeit als Züge erfunden wurden meinten, der Mensch könne so hohe Geschwindigkeiten gar nicht aushalten.

Ein Film mit 90 Minuten kann genauso gehaltvoll sein wie 120 Minuten – eventuell sogar noch gehaltvoller, weil Dinge, die sich in schneller Folge abspielen, leichter in Bezug gesetzt werden können, da man sich nicht so weit zurückerinnern muss. Nun kann man argumentieren, das müsse man halt lernen (120 Film durchhalten und sich alles wichtige merken und in Bezug setzen). Aber wenn man es schafft, dasselbe in 90 min zu erreichen, dann hat man etwas gewonnen: 30 min, die man zu seiner freien Verfügung nutzen kann, z.B. im Filmcafe über den Film diskutieren oder wem das Thema gar nicht lag, kann z.B. was völlig anderes machen z.B. die ersten 30min eines anderen Films schauen. Wer 9€ Eintritt für 90 min Wucher findet, kann ja eventuell noch 30min vor der leeren Leinwand sitzenbleiben. Das kann man finden wie man will, immerhin hat man die Wahl. Die hat man nicht, wenn der Film unnötig 30min aufgebläht ist.

Genauso heißt eine “niedrigere Aufmerksamkeitsspanne” nicht automatisch, dass weniger Informationen aufgenommen werden. Jemand der schwer von Begriff ist, lernt in 2 Stunden nicht unbedingt mehr wie jemand der 10 Minuten aufpasst und danach weiterzappt/weiterträumt.


Dirk
1.9.2014 9:32
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Ich denke, dass da mehrere Dinge zusammenkommen. Zum einen hat durch das Internet die Aufmerksamkeitsspanne abgenommen, zum andern haut Hollywood fast nur noch Massen-Standard-Produktionen raus. Wirklich gute File sind schon immer Mangelwahre gewesen und werden es bleiben.

Denn zu einem guten Film gehören viele (teure) zutaten:
– Eine gute, spannende Story,
– exzellente Schauspieler
– eine gute Regie
– gute Kameraführung und
– eine Mischung aus schnellen und langsamen Szenen.
Und das kostet alles viel Geld.

Zumal die Ansichten über einen guten Film nicht nur beim Publikum unterschiedlich sind, sondern auch zwischen Publikum und den Geldgebern. Letztere bewerten einen Film nach den Kosten-Einnahmen- Verhältnis, also dem Gewinn. Viel Gewinn – guter Film; Verlußt – scheiß Film.

Wie bereits von “ein anderer Stefan” angeführt, sind die meisten heutigen Produktionen nur eine Ansammlung von (meißt schlechten und billigen) CGI-Effekten. Massenwahre eben, schnell gemacht und rausgehauen. Qualität ist unbedeutend. Wirklich gute Filme sind sehr selten, da auch die erzählten Geschichten Einheitsbrei sind. Viele gute Filme basieren auf Romanen oder Geschichten, die bereits gut waren, so wie der Pate, Herr der Ringe oder Troja als Bsp. Oder auf völlig neuen Ideen.

Wobei für DE noch die Qualität der Synchonisation hinzukommt. Auch an sich gute Filme lassen sich durch eine schlechte Sychronisation verhunzen. Dass die Sychronisation Einfluss auf eine Figur im Film haben kann ist mir bei Troja aufgefallen: Achillis kommt in der deutschen Synchronisation für mich leicht zynisch und selbstironisch rüber, mit der Originaltonspur fand ich den einfach nur arrogant. Und über die Sychronisationen von Monty Python braucht wir ja wohl nicht zu sprechen, die sind ein (positiver) Fall für sich (ebenso die Post-Pythons).

Was einen wirklich guten Film ausmacht zeigt “Der Pate”. Eine spannende Story, wechselnde Szenen zwischen Gewalt und normalen Leben, aber immer eine Spannung im Hintergrund, die den Zuschauer fesselt und über den ganzen Film anhält. Über die Mafia-Werbung kann man natürlich streiten, der Film muss auch nicht jedem gefallen, aber als Werk ist der Film ein gutes Beispiel dafür, wie es sein sollte.

Aber solche Filme sind inzwischen nicht mehr zu erwarten. Wir leben im Zeitalter der Massenware und der audio-visuellen Dauerberieselung. Und dem gejammere über sinkende Umsätze der Unterhaltungsindustrie.

Jammerfreie Grüße,

Euer Dirk


node14u
1.9.2014 9:51
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Das Angebot an Ablenkungen ist einfach zu groß.
Man muss immer mehr sehen und gesehen haben um “auf dem Laufenden” zu sein.
Für gehen oder schlendern hat da doch keiner mehr Zeit.
Nicht für Genießen und nicht für Bummeln oder einfach nur Nichtstun…

Wer nimmt sich schon noch die Zeit ein Buch zu lesen vielleicht sogar eines das ( welch entsetzen) ZWEI oder mehr Bände hat…

und dann kommst du mit KINO…. 90 min nichtstuend auf dem A…lten Stuhl kleben. Zum Glück gibts smartphones…
Lieber Hadmuth, man munkelt das die Kinosäale vor lauter Smartdisplay’s nicht mal mehr dunkel werden…
Wär doch echt verschwendete Zeit, sich mal auf irgendwas exklusiv einzulassen.
Da müßte man sich ja festlegen, läuft Gefahr etwas anders zu verpassen.
“Sich festlegen” ist einfach nicht Trend. Weder mei meinungen, noch bei Freizeitbeschäftiugungen und schon gar nicht auf größeres.. Job, Partnerschaft, Kinder… uuh nein danke.

dann schon eher ins kino… und nebenbei twittern.


Janni
1.9.2014 11:52
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Ja, YouTube hat erheblich dazu beigetragen, dass sich die Sehgewohnheiten der Menschen, insbesondere der heranwachsenden Generation, verändert haben. Man muss sich nur mal anschauen, wie epileptisch viele Videos von amerikanischen YT-Channelbetreibern zusammengeschnitten sind. Die sind ja drüben auf der anderen Seite des großen Teichs ganz lax mit den Copyrights bei Material aus Filmen, TV-Sendungen, Bildern, etc. Also darf bei denen alles mögliche neu zusammengepappt und kommentiert werden. Teilweise sind die Schnitte so hektisch und die Kommentatoren quasseln so schnell, dass man denken möchte, das Video laufe mit anderthalbfacher Geschwindigkeit ab! Dagegen sind deutsche YT-Videos noch richtig träge und aufgrund strenger Gema-Regeln usw. auch nicht so spektakulär und überladen.
Guckt euch exemplarisch nur mal das hier an: https://www.youtube.com/watch?v=Dli-nk1PNBM Zehn Filme in unter sieben Minuten gefleddert! Da möchte man dem Kerl am liebsten zurufen: “Hey, Kollege, komm mal runter! Schluck mal ne Valium!” ADHS als Selbstdarstellungskunst.

Da darf man sich nicht wundern, wenn Hollywoodproduzenten wie Michael Bay auch nur noch überladene Schnitt- und Effektegewitter fabrizieren, denn sonst erreichen sie ihr Zielpublikum gar nicht mehr. Wie Charlie Sheen in Two and a half Man einmal sagte: “Der Bengel hat die Aufnahmespanne einer Stubenfliege.”


Joe
1.9.2014 12:31
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Wer nimmt sich schon noch die Zeit ein Buch zu lesen vielleicht sogar eines das ( welch entsetzen) ZWEI oder mehr Bände hat…

Was gibt es denn noch an fiktiver Literatur, die explizit für Männer geschrieben wurde? Das Geraffel, was in den Buchläden steht, wird doch zu 90 % von Frauen für Frauenundkinder gemacht. Die Gestaltung der Ladenketten orientiert sich genauso daran. Da gehe ich doch als Mann und Nichtsitzpinkler nicht freiwillig hinein.

Jedenfalls lese ich nur noch online bestellte Nonfiction. Warum wohl?


CatpainBlockudder
1.9.2014 14:47
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@Joe
> 2014
> Zur Demonstarion der eigenen Männlichkeit das Bad vollsiffen.

(Drinbevor: “Bei _mir_ spritzt da nichts!!elfzig”)


Joe
1.9.2014 21:28
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Zur Demonstarion der eigenen Männlichkeit das Bad vollsiffen.

Such bitte einmal in deinem Leben eine (öffentliche) Damentoilette auf und überzeuge selbst dich davon, wer die größeren Schweinchen sind. Es ist wie alles im Feminismus reine Projektion.

Anschließend lernst du eine rhethorische Figur von einer wörtlichen Beschreibung zu unterscheiden. Diese habe ich genau deshalb gewählt, weil wohl jeder Leser dieses Blogs eine genaue Vorstellung von einem solchen Mann und seinem Bezug zum Feminismus hat. Gerade weil der Abort (“Kackscheiße”) ja eines der ersten Themen war, was die Gendertotalitaristen (“das Private ist politisch”) auf die Tagesordnung gebracht haben.


CatpainBlockudder
2.9.2014 9:56
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@Joe
Wo du schon bei rhetorischen Figürchen bist: einen hübschen Strohmann hast du da hin gestellt.

Weil im Stehen zu urinieren ja genau das ist, was das Herrenklo sauberer macht. Ein wenig ist die Kommentarsektion jetzt derailt. Entschuldige bitte, Hadmut.