Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wie die Humboldt-Universität jetzt bei Ausschreibungen trickst, um Frauen zu bevorzugen

Hadmut
1.8.2014 17:57

Die Korruptionsnummer mit der Mathe-Professur von neulich, bei der sich die Humboldt-Universität zu Berlin so mit ihrer ebenso rechtswidrigen wie tölpelhaften Weise der Frauenbevorzugung blamiert hat, hat offenbar Wirkung gezeigt. Jetzt probieren sie aus auf andere Weise.

Sie suchen nun einen Administrator für ihren PC-Pool, ihre Webseiten usw. Möglichst neutral formulieren sie „Beschäftigte/r i. d. IT-Systemtechnik mit 1/2-Teilzeitbeschäftigung”.

Aber dann der Klopfer, unauffällig mitten in den Anforderungen versteckt:

Kenntnisse in der Frauen- und Geschlechterforschung

Jo, weil’s am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Kultur-, Sozial und Bildungswissenschaftliche Fakultät, dem Epizentrum der Genderkorruption in Deutschland.

Und weil sie grundsätzlich praktisch jedem Mann absprechen, darin Kenntnisse zu haben, während sie umgekehrt behaupten, dass zwar nichts geschlechtsbezogenes angeboren sein könnte, außer natürlich dem „Wissen um die Geschlechterverhältnisse”, das Frauen quasi durch Geburt und Geschlecht von Natur aus haben, ist das natürlich eine Klausel um Männer auszusperren.

Dazu sollte man natürlich Rechtsmittel einlegen und sich auf die jüngsten Vorgänge zur Größe von Berufspilotinnen und Soldatinnen abheben. Denn da heißt es ja, dass es auf die tatsächlichen Leistungsanforderungen gar nicht ankommen dürfe, sondern dass allein die Tatsache, dass Frauen im Durchschnitt kleiner sind, bedeute, dass dadurch mehr Frauen als Männer von der Stelle ausgeschlossen würden, um die Anforderung als diskriminierend einzustufen.

Dasselbe müsste man von dieser Ausschreibung sagen. Denn zweifellos studieren fast nur Frauen diese „Frauen- und Geschlechterforschung”. Der ausgrenzende Sexismus zeigt sich ja schon daran, dass hier nur von Frauen-, und nicht von Männerforschung die Rede ist, also typisch matriarchalisch-ausgrenzend-abwertendes Gehabe gegenüber Männern. Zweifellos werden durch diese Anforderung mehr Männer als Frauen von der Bewerbung ausgeschlossen bzw. bei der Auswahl benachteiligt.

Selbstverständnlich verstößt dies unhaltbar gegen den Gleichstellungsgedanken. Da hat die Gleichstellungsbeauftragte offenbar mal wieder total versagt, wenn sie sowas durchlässt. Die nämlich schreibt auf ihrer Webseite:

Mein Anliegen:
Im Sinne von Artikel 3 des Grundgesetzes die Gleichberechtigung von Frauen und Männern an der Humboldt-Universität zu Berlin tatsächlich durchsetzen und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirken!

Dann müsste sie solche Ausschreibungen beanstanden.

Männer sollten sich bewerben und dann auf Schadensersatz klagen.


19 Kommentare (RSS-Feed)

C
1.8.2014 18:07
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>Männer sollten sich bewerben und dann auf Schadensersatz klagen.
Hm, mal ehrlich, wer will sich schon bei so einen Saftladen bewerben? (Gut, da mag es wohl einige geben. Aber dennoch, das kann ein normal denkender Mensch nicht mehr für voll nehmen).

“Aktualisierung und konzeptionelle sowie technische Weiterentwicklung der CMS-basierten ZtG-Webseite”
Hört sich stark nach “Texte einbinden” auf der Homepage an. Ja, dafür sollte man schon ein hochqualifiziertes Informatik-Studium abgeschlossen haben.

“Erarbeitung von Vorschlägen zur Konzeption und Administration[…]”
Übersetzung: Nicht sehr technisch / informatik nahe, sondern einfach nur Wünsch-dir-Was für die wahren Administratoren / Anwendungsentwickler.

“didaktische Fähigkeiten und Erfahrungen”
Herrje!


Heinz
1.8.2014 18:39
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>>Männer sollten sich bewerben und dann auf Schadensersatz klagen.
>Hm, mal ehrlich, wer will sich schon bei so einen Saftladen bewerben? >(Gut, da mag es wohl einige geben. Aber dennoch, das kann ein normal >denkender Mensch nicht mehr für voll nehmen).

müsste man einen BOFH hinschicken 😉


Dumo
1.8.2014 18:42
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Kenntnisse in der Frauen- und Geschlechterforschung

Ich würde schon behaupten, Hadmut, dass du diese hast und mit deinem Buch “Frauenquote” und insbesondere zahlreichen Blog-Beiträgen belegen kannst (möglicherweise sogar mehr als so manche Professorin, die ihren Lehrstuhl in diesem Gebiet hat).
Los, Hadmut, gib ein weiteres Buch über Gender & Co raus, welches sich nicht so auf Susanne Baer, sondern sich eher auf den “wissenschaftlichen” Kern der Gender Studies konzentriert – damit ich in zukünftigen Bewerbungen auch dies als Qualifikation hinschreiben kann. 😉


Thomas
1.8.2014 19:28
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@C:

“didaktische Fähigkeiten und Erfahrungen”

Gut bemerkt! Genau nach der Methode werden schon seit über 40 Jahren Lehrer eingestellt. Statt Fachkompetenz fordert man Kenntnisse in “Erziehungswissenschaft” und “Didaktik”. Was bisher nur wenigen aufgefallen ist: Das sind genauso Scharlatanerien wie der Genderismus von heute!

Bei diesen Sachen geht es darum, das Leistungsprinzip auszuhöhlen. Statt die fachlich kompetentesten schafft man so die politisch erwünschten in die Ämter, indem man letzteren in besagten Nebenfächern die guten Noten zuschanzt.

Der Genderismus ist nichts wesentlich neues. Die sind nur etwas plumper, nachdem es mit “Pädagogik” und “Didaktik” so gut geklappt hat.


Joe
1.8.2014 21:25
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Hadmut
1.8.2014 21:34
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@Joe: Wenn die das unbedingt so wollen: Dann lässt man eben die Brille unten und zielt nicht so genau, dann werden sie schon sehen, was sie davon haben.


C
1.8.2014 22:32
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Achso. Ich dachte die Blumen sollten begossen werden…?


Dirk
1.8.2014 22:42
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Die Anzeige ist bestimmt von einer Frau geschrieben worden. Sieht sehr nach “ich weis nicht, was ich will, das aber ganz genau” aus. Na ja, die Maedels in der Personalabteilung eben.

Anzeigende Gruesse,

Euer Dirk (der sich über sein Tablet aergert)


EBecker
1.8.2014 23:08
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@ Joe: Bei dem Pissoir zeigt sich, wie verbohrt-fanatisch diese Leute sind. Statt es ganz praktisch so zu sehen, dass exklusiv von Männern benutzbare Elemente wie das Pissoir 1. die Verwendungszeit verkürzen und 2. weniger Leute auf der Klobrille sitzen, die Frauen also etwas schneller auf eine etwas saubere Toilette können, nimmt man für sich einen Nachteil in Kauf, nur um den Männern eines auszuwischen.

Und wie war das eigentlich mit Pflanzen im Büro, werden die nicht regelmäßig mit Kaffee und anderen Flüssigkeiten gedüngt?


Manfred P.
1.8.2014 23:14
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@Joe

Immer wenn ich dachte, man kann den Arsch nicht noch weiter offen haben…


Stephan Fleischhauer
1.8.2014 23:19
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@Joe
Klassischer Fall von Penisneid.


Mirco
2.8.2014 1:23
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Beim Bierfest auf der Frankfurter Allee, der ehemaligen Stalinallee stehen freistehende Pissoirs auf der Straße, die rege genutzt werden. Von tausenden bierseeligen Männern, während Frauen an ihnen vorbei laufen, um vorm Dixi-Klo lange anstehen zu müssen. Diskriminination ohne Ende! Wo bitte ist die total bekloppte Piratenpartei Friedrichshain, wenn sie gebraucht wird und unterbindet das alles? Keine Schankerlaubnis ohne transgendergerechte Zusatztoiletten usw., haha. 😉


yasar
2.8.2014 8:00
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@EBecker

ich denke eher, daß das Pissoir blockiert wird liegt daran, daß dan manche Damen in Versuchung kommen könnten, wenn sie da einen Schniedel sehen.

Oder die Herren, sofern da noch welche da sind, wollten jede Diskussion um “sexuelle Belästigung” vermeiden.


yasar
2.8.2014 8:06
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Apropos Klo:

hier wird erklärt, warum Frauenklos verschmutzter als herrenklos sind und auch ein Pissoir für damen vorgestellt.

http://medien.wdr.de/m/1390335696/quarks/wdr_fernsehen_quarks_und_co_20140121.mp4


vortex
2.8.2014 9:59
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“1/2-Teilzeitbeschäftigung”

Eine Viertelstelle?


Peloquin
2.8.2014 10:03
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@Stephan:
Der Penisneid ist quasi das Hass/Liebe Lebenselixier aller Gender Frauen (Professorinnen…) man könnte auch sagen es ist der Lebensinhalt.
Freuds teils vehement bekämpfte Studien bekommen Anfang des 21. Jahrhunderts den größten denkbaren Zuspruch überhaupt.


Gast$FF
2.8.2014 14:36
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Re Einheitsklo: Wo ist Euer Problem? Ist doch super, wenn Frauenprivilegien auch mal abgebaut statt immer nur neu aufgebaut werden. Ein wichtiger Schritt Richtung Gleichberechtigung. Dass als neues Zugeständnis das Pissoir gesperrt wird, vermutlich um den Damen den Anblick pinkelnder Männer zu ersparen – geschenkt! Abschaffung von Damentoiletten ist auf alle Fälle ein Schritt in die richtige Richtung. Oder stört sich jemand der hier mitlesenden Herren etwa daran, wenn in der Kabine nebenan eine Frau ihre Notdurft verrichtet?



Dirk
4.8.2014 9:10
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@ Gast$FF

Wenn Frauen auf die Herrentoilette gehen, weil in der Damentoilette nichts frei ist, dann stört das keinen (Mann). Mach das mal andersherum. Dann werden Handtaschen zu Wurfgeschossen. Wir Männer sollten da empfindlicher werden und auf die Trennung der Toiletten bestehen, tun die Frauen ja auch. Gleiches Recht für alle.
Das Gesicht der Damen möchte ich sehen, wenn mit fast platzender Blase aus der Herrentoilette rausgejagt werden. Gleichberechtigung ist für Frauen nur solange schön, solange Männer diese nicht auch verlangen. Also Bundesgenossen, lasst uns weiblicher, also empfindlicher, werden. Kämpfen wir um unser Männerklo! 😉

Was ich besonders nervig finde ist, dass die Baby-Wickelräume meistens immer noch Teil der Damentoilette sind. Damit wird Vätern die Möglichkeit der Kindespflege verwehrt. Wenn die Damen Gleichstellungsbeauftrage da mal was machen würden…
… dann würden sie gefeuert.

Gewickelte Grüße,

Euer Dirk