Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wer gibt jährlich 80.000 Euro für Kinderpornos aus?

Hadmut
23.2.2014 11:52

Jede Menge Leser weisen mich gerade auf eine erstaunliche Zahl hin. [Update]

Via Fefe sei aufgefallen, dass in diesem Artikel (ist aber nichts neues, von der Leyen hat damals ja bei der Kinderpornosperre ja auch schon sowas behauptet) gesagt wird:

In jeder Sekunde sind weltweit 750.000 Pädophile online, sagen die Experten. Im vergangenen Jahr haben 250.000 Deutsche rund 20 Milliarden Euro für Bilder und Filme mit nackten Kindern ausgegeben. Der Markt ist riesig.

Das wären im Schnitt 80.000 Euro pro Kunde pro Jahr.

Wieviele Leute verdienen netto so viel Geld, dass sie jedes Jahr 80.000 Euro verwichsen können? Das muss zwar nicht heißen, dass die alle soviel Geld ausgeben, es würde schon reichen, wenn ein paar notgeile Milliardäre da ihr Geld verjubeln, um den Schnitt zu halten, aber trotzdem müssten das im Schnitt so viele sein. Die Frage ist, ob wir überhaupt 250.000 Menschen in Deutschland haben, die es sich leisten können, 80.000 Euro pro Jahr nebenbei zu verpulvern.

Bemerkenswert daran ist, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland pro Einwohner in der Größenordnung von nur 30.000 Euro liegt, also nicht mal die Hälfte dessen.

Laut statistischem Bundesamt beträgt die Bruttowertschöpfung Deutschlands für 2013 2451 Milliarden Euro. Das heißt, dass Kinderpornographie fast 1% der gesamten Wertschöpfung betragen würde, und damit vom Wert höher liegen würde als die gesamte Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zusammen, die nur bei etwa 19 Milliarden liegen.

Auch Information und Kommunikation, Finanzierung und Versicherungen sowie Baugewerbe liegen nur bei etwa 100 bzw. 120 Milliarden, als nur dem 5 bis 6-fachen dessen, was Kinderpornographie angeblich ausmachen soll.

Damit kämen wir in ernsthafte politische Probleme, würden wir Kinderpornographie unterdrücken. Denn schon jetzt wird Deutschland massiv vorgeworfen, dass unser Exportüberschuss in Höhe von 200 Milliarden Euro viel zu hoch sei und wir das weltweit größte Handelsplus, noch vor China, hätten. Unterstellt man jedoch, dass Kinderpornographie hauptsächlich im Ausland produziert wird (schlichtweg weil es außerhalb Deutschlands viel mehr Kinder als innerhalb gibt), würde durch ein wirksames Bekämpfen der Kinderpornographie und damit die wegbrechenden »Importe« der Überschuss auf 220 Milliarden ansteigen, sofern man die Konsumenten nicht dazu bringt, sich für den gleichen Betrag etwas anderes zu importieren. Das werden sie aber wohl nicht tun, wenn sie im Knast sitzen. Im Gegenteil: Wer pro Jahr 80.000 Euro für Kinderpornos ausgibt, dürfte es auch ansonsten finanziell üppig angehen lassen, und damit würden eher noch mehr Importe ausfallen, wenn diese Leute im Knast landeten.

Rechnen wir anders:

Momentan gibt es in Deutschland etwa 3 Millionen Arbeitslose. Würde man Kinderpornographie legalisieren und 1 Million dieser Arbeitslosen in der Kinderpornoindustrie anstellen, könnte man schon von diesem Betrag von angeblich 20 Milliarden jedem ein Jahresgehalt von 20.000 Euro zahlen, was ja schon mal über Hartz IV läge. Da bei einer Legalisierung die Konsumzahlen aber deutlich höher lägen, wäre auch mehr Geld da und die Gehälter lägen höher. Man könnte also mit Kinderpornographie die Arbeitslosenquote um ein Drittel senken und die Rentenkasse gesunden lassen.

Falls die Zahlen der „Experten” denn stimmten.

Bin mal gespannt, auf welche Zahlen Ursula von der Leyen dann bei den Wehrbeschaffungen kommt, und wie sie das dann rechnet.

Zweifeln darf man an den Zahlen übrigens nicht. Sie kommen von Feministinnen, und es geht doch um die Kinder. Um die Kinder! Und Mathe ist ja eh nur männlich-unterdrückerisch ausgelegt und muss dringend dekonstruiert werden.

Nachtrag: In Deutschland sterben jährlich so ungefähr 300 Säuglinge am plötzlichen Kindstod. Man weiß nicht genau, was die Ursache ist, aber als ein wesentlicher Risikofaktor gilt Passivrauchen durch rauchende Eltern. Wenn ich durch Berlin gehe, sehe ich sehr häufig Eltern mit Kleinkindern und Säuglingen, die ihre Zigaretten genau in Kopfhöhe der Kinder und direkt vor deren Gesicht halten, oder die das Auto mit den Kindern drin zuqualmen. Das weiß man dann auch, wie das bei denen zuhause abgeht. Dafür interessiert sich aber keine Sau, weil man sich als Politiker damit nicht profiliert und Internetsperren rechtfertigt, sondern nur Wähler vergrault. Also dürfen all die Unterschichten-Muttis und -Vatis da ihre Kinder vergiften, wie sie sollen. Stört niemanden. Von wegen, es geht um die Kinder…

Nachtrag: Auch noch ein schöner Punkt, auf den mich gerade jemand durch einen Kommentar bringt:

Wer im Jahr 80.000 Euro ausgibt, gibt im Durchschnitt am Tag 219 Euro aus, wenn er wirklich jeden Tag neue Pornos guckt. Was ich nicht vermute, denn wer so süchtig nach dem Zeug ist, wird sich die Bilder ja immer wieder anschauen, aber gehen wir mal von der Frischfleischhypothese aus.

Gehen wir weiter einfach mal willkürlich davon aus, dass so ein Satz Bilder, für den man eine Stunde braucht, 100 Euro kostet. Da muss jemand jeden Tag 2 Stunden ununterbrochen wichsen, um auf das Geld zu kommen. Gibt nen schönen Tennisarm.

36 Kommentare (RSS-Feed)

Alex
23.2.2014 12:06
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Na, jetzt wissen wir auch, wieso die Diätenerhöhung notwendig war.

Weniger Grüne im Parlament => Diese müssen mehr bekommen um den gleichen Umsatz zu erreichen


Verlinker
23.2.2014 12:34
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yasar
23.2.2014 12:40
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Vermutlich hat da einer ein handschriftliches 20 Mio mit 20 Mia verwechselt, weil das mit einer Sauklaue geschrieben wurde. Und weil heutzutage niemand mehr sich die Mühe von Überschlagsrechnungen macht, kommt solcher Murks raus. Wenn man da nämlich “nur” 20 Mio annimmt, wären das einfach nur 80€ pro Kopf und damit einem einem Rahmen, was realistischer wäre.

PS: Im Matheunterricht an den Gymnasien wird oft ein CAS-Rechner benutzt ohne den Kindern beizubringen, wie man die Ergebnisse auf Plausibilität überprüft. Und das offensichtlich schon seit Jahren.


Fx
23.2.2014 12:56
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Alvar Freude hat das Thema schon mal unter die Lupe genommen (Link auch via Fefe). Irgendwie erinnert mich das Zustandekommen der Zahlen stark an feministische Mythen, wie den angeblichen Gender Pay Gap.

“Das NMEC zitiert in einem Papier eine angebliche McKinsey-Studie. McKinsey sagt, dass der Text in dem die Zahl auftaucht nur eine pro bono Arbeit war und die Zahl nicht von ihnen komme, sondern von ECPAT, und es sei auch keine Studie. Die haben es angeblich vom FBI, zitiert in einem Bericht für den Europarat (wohl nicht mehr online). Das FBI sagt: die Zahl komme definitiv nicht von ihnen – und dann verliert sich die Spur.

Sprich: es gibt keinerlei belastbare Quelle für die Behauptung eines 18 oder gar 20 Milliarden US-Dollar großen Marktes. Einer plappert die „Schätzung“ des anderen nach, reißereische Zahlen werden veröffentlicht, seriöse Untersuchungen gehen unter.”

Die Mär vom Milliardenmarkt
http://blog.alvar-freude.de/2014/02/milliardenmarkt.html


Hadmut
23.2.2014 13:00
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@Fx: Rat mal, wer mal bei McKinsey für Feminismus zuständig war: Anke Domscheidt-Berg. Noch Fragen?


Fx
23.2.2014 13:00
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Hier ist der dazugehörige Fefe-Beitrag: http://blog.fefe.de/?ts=adfcd23d


Fx
23.2.2014 13:05
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LOL


Fx
23.2.2014 13:17
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Apropos “alte Bekannte”: Friederike Beck, die Autorin des Femen-Artikels, der hier kürzlich gepostet wurde, sowie des Guttenberg-Dossiers, hat das Thema auch mal durchleuchtet.

In ihren dreiteiligen Dossier “Kinderpornographie: Ist das Internet wirklich das Hauptproblem?” finden sich auch ein paar der üblichen Verdächtigen.

Teil 1 (Folge-Links jeweils unten):
http://zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/633-kinderpornographie-ist-das-internet-wirklich-das-hauptproblem-teil-1.html


wollepelz
23.2.2014 13:42
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Gestern habe ich zufällig einen Link auf ein Interview über Pädophilie von der Tagesschau gepostet.

http://www.nuklearsprengkopf.de/2014/02/links-paedophilie-sexualkunde-gesundheit-in-griechenland/

Es sterben in Deutschland mehr Kinder an Misshandlung als Kinder missbraucht werden. Es ist aber angesagter über Pädophilie zu reden als über Gewalt, die Kinder täglich erfahren müssen. Hier sind böse Eltern – auch Mütter (!) – betroffen. Bei Pädophilie sind meistens die Männer die Täter.

In einem anderen Beitrag sprachst Du von einem Schelm, der Böses denkt…


derSchöpfer
23.2.2014 13:50
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Wie lächerlich sich Fefe durch diesen Beitrag macht, ist schon krass.

Erst auf den Blogeintrag von Alvar Freude verlinken und nur 10 Tage später hat er das selbst wieder vergessen und haut selber einen Blogpost raus, wo plötzlich “sagen die Experten” als Quelle für horrende Zahlen reicht.


derSchöpfer
23.2.2014 13:52
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Nachtrag: Gleich war es sicher wieder ein “Medienkompetenztest” von Fefe.


Frauenhaus - Von Frauen. Für Frauen.
23.2.2014 13:58
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Nee, Hadmut, das kommt schon hin.

Da weder “Kinder”, noch “Pornographie” richtig definiert ist, genügt es bereits, wenn eine 20jähige mit Pipi-Langstrumpf-Zöpfen lasziv in die Kamera schaut.

Wen das anspricht *zack* ist ein Pädophiler.

Auch du, Hadmut, bist einer, wusstest es bloß nicht.

Ein Milliardenmarkt, ohne Frage, du Schwein.


Felix aus Frankfurt
23.2.2014 14:02
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@derSchöpfer

Evtl. Fefes Art von Zynismus nicht verstanden?


michael
23.2.2014 14:13
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Klassischer Falls von stiller Post. In diesem Schritt wurde nun eben aus “ca. 18 Mrd weltweit (und vmtl. Dollar)” die schöne Runde Zahl “20 Mrd Euro nur in Deutschland”.

Ich schätze mal, die nächste Runde kriegt dann einen Übersetzungsfehler von englisch “billion” also 10^9 nach deutsch “Billion” mit 10^12. Dann aber vielleicht erstmal wieder “weltweit”…

Mal angenommen, ein Blogger würde bei der Dame anklopfen und nach Quellen für die Zahlen fragen? Würde die antworten?


Bärle
23.2.2014 15:29
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Für 80.000 € Pornozeug aus dem Netz ziehen, da reichen die 8760 Stunden, die ein Jahr zählt, nicht aus. Demnach bleibt auch gar keine Zeit, um sich den Rotz anzuschauen.


_Josh
23.2.2014 16:48
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@yasar:

Vermutlich hat da einer ein handschriftliches 20 Mio mit 20 Mia verwechselt, weil das mit einer Sauklaue geschrieben wurde.

Nein, vermutlich nicht. Es handelt sich schlichtweg um ein beliebtes Stilmittel der weltweiten Schwätzer, sich einfach mal eben so und en passant ein paar beliebige Zahlen aus den Fingern zu saugen und mit dem Müll anzureichern, der die eigene Überzeugung untermauert. Ein berühmt-berüchtigtes Beispiel ist der Schwarzer-Hass-und-Lügen-Müll in der TV-Perle mit Esther Vilar — gib’s, glaube ich, sogar auf youtube.

Bereits Schopenhauer hatte dem in seinen 38 Kunstgriffen der “Eristischen Dialektik” einen eigenen Abschnitt gewidmet; ist sozusagen “old news”.


Heinz
23.2.2014 17:18
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Hier mal einen Einblick in die Szene:
http://wikileaks.org/wiki/Einblicke_in_die_Kinderpornoszene
Von wegen Milliardenmarkt und so.


Heinz
23.2.2014 17:28
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Wieder die Mär vom Milliardenmarkt
http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=3957

> wenn sie im Knast sitzen. Im Gegenteil: Wer pro Jahr 80.000 Euro für Kinderpornos ausgibt

Wer 80k im Jahr (allein) für Kipo ausgibt wird wohl kaum vor Gericht oder gar im Gefängnis landen.

Ich frag mich allerdings welche Leute so reich sind, dass die so viel für Kipo ausgeben, sich aber keine echten Kinder Leisten können.
Also müssten die Ausgaben der Einzelnen recht nah am Durchschnitt liegen.


Bernd
23.2.2014 18:00
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Raucher finanzieren heute alle möglichen Steuergeschenke und trainieren mit dem Passivrauch das Immunsystem eines Kindes. Sind es schließlich nicht die kränklichen Nichtraucherkinder, die auf der Tasche des Staates liegen und durch Tabaksteuer vom Staat unterstützt werden müssen? Die Schwachen sollten eben rechtzeitig ausgelesen werden.

@ Felix aus Frankfurt
Die Verschwörungstheorie zu der Falschmeldung ist zynisch. Dieser Fefe soll neidisch auf die pädophilen Superreichen sein, weil er gerne 80k im Jahr nur für Schweinehälften übrig hätte. Vermutlich wird daher in dem Buch “Arbeitsfrei: Eine Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen” (Kurz, Rieger 2013) vorgeschlagen, eine Steuer auf Kinderporn-Serverfarmen zu legen, um damit hungernde FeministInnen besser queersubventionieren zu können. Rick Falkvinge, der Gründer der Piratenpartei sieht das bekanntlich ähnlich.


Andreas
23.2.2014 18:42
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Es sind in der “Studie”:
“As Mr. Allen testified, “Child pornography has become a global crisis. A recent report by McKinsey Worldwide estimated that today commercial child pornography is a $20 billion industry worldwide, fueled by the Internet””
Beim damaligen (2011) Kurs wären es ~ 13 bis 15 Mrd €

Abgesehen davon, der Artikel ist ja von Ines Pohl. I.P – war da nicht mal was mit Kipo?
Ach ja, das Internet vergisst nie:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/taz-chefredakteurin-verhindert-kritischen-artikel-ueber-gruene-und-paedophilie/


O.
23.2.2014 20:04
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Heute Abend, 21h45 ARD: Günther Jauch(e):
“Lustobjekt Kind – Was tun gegen das böse Geschäft mit nackten Jungen und Mädchen?”

“Egal, was der Fall Edathy noch bringen wird: Deutschland diskutiert über Kinderpornografie und Pädophilie. Der Markt für Fotos und Videos nackter Kinder ist riesig, etwa 250.000 Männer in Deutschland fühlen sich zu Kindern sexuell hingezogen, schätzen Mediziner und Psychologen. Wie sollen wir mit Pädophilen umgehen? Wie groß ist der Markt der Kinderpornografie? Brauchen wir schärfere Gesetze zum Schutz der Kinder? (Senderinfo)

Gäste: Manuela Schwesig (SPD, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Christoph J. Ahlers (Sexualpsychologe), Bernd Siggelkow (Pastor und Leiter des Jugendhilfswerks ‘Die Arche e.V.’), Udo Vetter (Piratenpartei, Rechtsanwalt)”

(Quelle http://www.tvtoday.de/)


O.
23.2.2014 20:06
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@yasar: “Vermutlich hat da einer ein handschriftliches 20 Mio mit 20 Mia verwechselt (…)”

Oder stand da “Mil”?

Millionen?
Milliarden?
Mille? (= Tausend ) 😛


O.
23.2.2014 20:23
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…vielleicht menen die auch die Milliarden allgemeine Steuergelder + Kirchensteuer, die immer den katholen in den Rachen gestopft wird, damit die sich an den Kindern vergreifen; damit’s keiner sieht, stellt Zensursula von der Leyen Stoppschilder auf…

“War hier nicht früher eine katholische Schule?” – “Ja, hinter dem großen Stoppschild (diese Plakatwand hinter ihnen) steht die!”

Hatten die bei den Pfaffen damals auch Hausdurchsuchungen gemacht?
Kann mich daran jedenfalls nicht erinnern…


xxHyFoxx
23.2.2014 20:25
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Eigentlich schraenken die 80.000 den Taeterkreis stark ein. Otto-Normalverbraucher kann es nicht sein, der kriegt ja nichtmal soviel Geld. Bleiben noch die ganzen Mannagers, Bankster, Politiker, Beamte… Staatsanwaltschaft uebernehmen Sie! Jede Klage ein Treffer.

yoink,
xxHyFoxx


ein anderer Stefan
23.2.2014 20:46
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Erinnert mich an die Bombentoten von Dresden: je nach Propaganda”quelle” waren das bis zu 500.000. Eine Historikerkommission hat dann mal mit klassischen wissenschaftlichen Methoden nachgeprüft und -gerechnet und kommt auf ca. 25.000 oder etwas mehr. Die wahnsinnig hohen Zahlen, die da kursieren, sind halt nur Bullshit, um politische Ziele zu erreichen, oder anderen Bullshit zu legitimieren.

Es gibt diese Bilder im Netz, und sie werden gehandelt. Das ist schon widerlich genug. Das aber als Propaganda für andere Zwecke zu mißbrauchen, ist auch widerwärtig.


Heavy
23.2.2014 21:08
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Da oben das Blog von Alvar Freude zitiert wurde, hier der Hinweis, dass auch er bereits zu dem Beitrag im Deutschlandfunk Stellung genommen hat.

http://blog.alvar-freude.de/2014/02/ekel-gehirnzellen.html


Hanz Moser
23.2.2014 22:28
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Nur mal so zur Einschätzung der Größenordnung “80.000€”:
Irgendeine Untersuchung, iirc auf Basis des letzten Mikrozensus, kam zu dem Ergebnis, dass ein Single mit 3009€ netto bereis zu den oberen 10% der Einkommen gehört. Für Haushalte beginnen die oberen 10% bei 4600 Euro.
So weit ich mich entsinne liegt der Umsatz der Bestattungsindustrie als Ganzes bei etwa 5-6 Milliarden im Jahr. Aldi macht iirc etwa 25 Milliarden im Jahr, BMW weltweit knapp 80.

Wenn aber jemand für 80.000€ im Jahr nur Kipo kauft und nicht völlig aus dem sozialen Rahmen fallen will, müsste er aber wohl eher 150.000€ aufwärts verdienen. Unter 250.000 brutto im Jahr dürfte der durchschnittliche Kinderschänder kaum verdienen. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Vermutlich reicht es nicht mal, wenn man direkt alle Investmentbanker und Unternehmensberater der Stufe einsperrt.

Es gibt also zwei Möglichkeiten:
Ines Pohl ist eine Abitursplagiatorin oder hat ein Diplom in Gendermathematik. Thema der Diplomarbeit: Strukturelle Diskriminierung von Größenordnungen mit mehr Nullen als Finger an einer Hand.
Ines Pohl lügt aus politischem Kalkül.

Ich bin mir nicht so ganz sicher, was hinkommt, aber bis vor ein paar Wochen hätte sie vermutlich beim ADAC noch gute Chances gehabt 😀


O.
24.2.2014 1:21
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Brabbel
24.2.2014 9:34
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Tauss hat das auch gemerkt
http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=3939

und gleich mal nachgefragt
http://www.tauss-gezwitscher.de/?p=3957

ob er wohl eine Antwort bekommt?


O.
24.2.2014 16:08
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Gerd
25.2.2014 5:45
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Mittlerweile hat die das löschen lassen. Siehe Originallink.

Genderjournalismus ist eben rein aus dem Bauch heraus und frei von Logik.


Bernd
25.2.2014 8:23
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Habe gerade noch einmal den oben verlinkten Kommentar von Ines Pohl auf der Deutschlandfunkseite aufgerufen. Da steht jetzt, dass pro Sekunde weltweit 750.000 Pädophile online sind. Von 250.000 deutschen Pädophilen und 20 Mrd. Umsatz steht da nichts mehr. Dafür eine Anmerkung unter dem Artikel, dass der Kommentar auf Wunsch der Autorin geändert wurde. Jetzt ist die Zahl a) noch gewaltiger und b) kaum noch nachprüfbar.


HansG
25.2.2014 10:56
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> Da steht jetzt, dass pro Sekunde weltweit 750.000 Pädophile online sind.

Also 1 Promille der Weltbevölkerung? Jede Sekunde? Wie hoch ist dann der Anteil Pädophiler an der Bevölkerung überhaupt? Ist das überhaupt eine Minderheit?


Andreas
26.2.2014 19:00
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Arrgggg, die 750.000 begründet zu finden, ist schwerer, als gedacht.
Die Spur führt zu den UN im Jahr 2009:
http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/docs/12session/A.HRC.12.23.pdf
Dort steht unkommentiert:
“34. The number of sites devoted to child pornography worldwide is growing: 480,000 identified in 2004 compared to 261,653 in 2001.
The number of predators connected to the Internet at any one time is estimated to be 750,000. ”
Woher diese Zahlen kommen, konnte ich noch nicht verifizieren.
Bei den 750.000 gibt es aber einen Verdacht:
http://www.itpro.co.uk/609957/isps-covering-750000-users-dont-block-child-porn
“Although the CCCIS said that 95 per cent sounded like an impressive figure, this still left 750,000 households with broadband connections that could gain access to “horrific legal sites”.
Hat da jemand 750.000 Haushalte mit der Mögichkeit des Zugriffs auf dem Wege der stillen Post zu 750.000 Pädophilen gemacht?


HansG
27.2.2014 14:56
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Zum Thema gibt es heute auch einen Artikel bei Telepolis (Heise)

“750.000 Pädophile sind weltweit pro Sekunde online”
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41103/1.html


Niko
5.3.2014 12:44
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Auch wenn’s nur grob zum Thema passt; hier ein interessanter Artikel zu den absurden Auswüchsen der derzeitig “grassierenden” KiPo-Debatte:

http://www.heise.de/tp/news/Amor-Amor-Amor-soll-nicht-nackt-und-jung-sein-2134260.html