Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Anstieg des Frauenanteils in der Wissenschaft

Hadmut
23.2.2014 12:04

Ein Schelm, wer sich was dabei denkt.

18 Kommentare (RSS-Feed)

wollepelz
23.2.2014 13:21
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Schade nur, dass in dem Artikel ein wichtiger Grund für die Abwanderung NICHT genannt wird.

Wir wissen es hier ja alle:
G—-R.

Solange man Nicht-Wissenschaftlerinnen hier in Deutschland die Kohle in den Rachen wirft und systematisch den Wissenschaftsstandort Deutschland durch “geschlechtergerechte Anpassung der Studieninhalte” ruiniert, muss man sich nicht wundern.

Die Quote wird in der Wirtschaft eine ebensolche “Wirkungskraft” entwickeln.


Horst von Photoporst
23.2.2014 13:26
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Das Problem gabs doch schon lange vor dem Genderblödzinn. Der akademische Mittelbau implodiert schon seit ca. 15 Jahren.

Danisch und Pawlow ist das selbe Wort. Kläff-Kläff


wollepelz
23.2.2014 14:23
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Stimmt!

Den Genderkawatsch gibt es erst seit gestern! Entschuldige bitte!

Es hat allerdings auch niemand von einer alleinigen Ursache gesprochenn.

Was aber ist ein “akademischer Mittelbau”? Ich bin da wohl doch etwas unbedarft. 😉


Hank
23.2.2014 14:41
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Wo geht’s in dem Artikel um Frauen? Wir da etwas hineininterpretiert was da nicht steht?


Heupferd
23.2.2014 15:22
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@Horst: Wow! Um 13:26 Deinen Kommentar geschrieben und um 15:20 noch nicht wegzensiert. Unser Ober-Informatiker scheint zu beschäftigt, möglicherweise infornatikert er sogar ausnahmsweise mal.

@Hadnut: Happy censoring.


Hadmut
23.2.2014 15:46
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@Heupferd: Ich „zensiere” normalerweise nicht nachträglich. Sondern wenn, dann vor der Freigabe. Manchmal muss man sowas aber einfach auch stehen lassen um zu zeigen, von welcher Sorte die Leute sind.


Joe
23.2.2014 15:25
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Wissenschaftler wandern ab

Etwas Stacheeldraht plus ein kleiner Todesstreifen und das Problem ist auf bewährte Art gelöst. Oder nicht? 😉


Fx
23.2.2014 17:07
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“Das Problem gabs doch schon lange vor dem Genderblödzinn. Der akademische Mittelbau implodiert schon seit ca. 15 Jahren.”

Echt ne schlaue Erkenntnis. Aber Moment mal: wenn das vor 15 Jahren begann, dann war das ja kurz nach dem Start des Genderwahns (1995, Pekinger Weltfrauenkonferenz). http://agensev.de/mannfrau/die-5-gender-thesen/


Blub
23.2.2014 17:35
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@wollepelz: Akademischer Mittelbau sind Wissenschaftler an Universitäten, die nicht Professor sind. In D hat man (auch von Universitätsseite) vor einigen Jahren beschlossen, dass man keine Dauerstellen für Nicht-Professoren (Ausnahme sind Techniker o.ä.) mehr an Universitäten haben will. Da aber nur ein kleiner Bruchteil der Akademiker voller Professor werden kann, ist akademische Arbeit, zumindest nach der Promotion, karrieretechnisch selbstmörderisch bzw. aufgrund des Ausstiegsalters mit erhöhter Gefahr von Arbeitslosigkeit verbunden. Es besteht zumindest im Gegensatz zu den Tenure-Tracks im Ausland lokal i.a. keine Chance auf Festanstellung, auch wenn man sich bewährt hat.


ST_T
23.2.2014 17:39
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Wirklich Unrecht hat Horst aber nicht, wobei so eine verbale Entgleisung ja nicht sein muss.

Ist nunmal eine Tatsache, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten für Leute, die in Deutschland in die Forschung gehen wollen, mittlerweile immer mehr in Richtung Präkariat abdriften. Das ist aber auch nicht seit gestern so. Wer sich alleine die Hierarchien bei Ärzten anschaut wird wissen, wovon ich rede. Der Assistenzarzt ist der große Loser, die eigentlichen Gewinner sind die gefragten Fachärzte (Chirurgie und Zahnmedizin) und Chefärzte. Darunter dümpelt dann im Mittelbau der Großteil der Praxisärzte und – wie gesagt – auf der untersten Stufe dann die Assistenzärzte.

Und in der akademischen Welt? Der HiWi ist der Loser vom Dienst, dann gibt es noch die PD-Stellen bzw. Assistenzstellen und über allem steht der Professor. Und wenn ein Professor auf im Schnitt drei bis fünf HiWi-Stellen kommt dann muss man sich über Abwanderung nicht wundern.

Es ist – mit einiger Ironie dazu – auch derselbe Grund, aus dem etwa so viele Azubi-Stellen nicht besetzt sind. Es geht lange nicht um Fachkräftemangel sondern um Lohndumping und adäquate Arbeitsbedingungen, was in Politik und Wirtschaft aber offensichtlich nicht angekommen ist.
Deswegen fordert man ja auch mehr Frauen und Zugewanderte. Wir haben keinen Mangel, sondern einen Überschuss an akademischen Arbeitskräften, wir haben aber einen Mangel an Jobs mit Zukunftsaussichten.

Die Frauen – oder Genderförderung ist daher nur ein geringer Teil eines großen Eisbergs deutlich größerer Probleme. Probleme im akademischen Präkariat existierten schon vorher, doch die Leute ziehen mittlerweile Konsequenzen. Werde ich übrigens auch tun, wenn meine Ausbildung vorbei ist. Es gibt andere Länder in denen Wissenschaftler und Fachkräfte noch Wertschätzung erfahren…


Günter Buchholz
23.2.2014 18:24
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Regina
23.2.2014 21:00
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Der Frauenanteil ist auch in der Schweiz hoch. Die Schweiz ist genauso Gender-fanatisch 🙁

Der ganze Gender-Quatsch (an Unis) ist 1:1 der Gleiche in der Schweiz.

Im Spiegel-Artikel steht, dass die Wissenschaftler unter anderem gerne in der Schweiz arbeiten.


O.
23.2.2014 21:02
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“Andere europäische Länder wie die Schweiz, Österreich, Schweden oder Belgien wiesen hingegen einen positiven Saldo auf. Insbesondere die Schweiz schaffe es, den “Wissenspool konsequent durch einen Neuzufluss” aufzuwerten und die Besten zurückzugewinnen.”

In der Schweiz wird ja auch gut bezahlt.
In Deutschland ist man stolz drauf, einen Billiglohnsektor errichtet zu haben, der der größte Europas ist.
Statt studierte gutzuheissen, freut man sich über Tagelöhner.
Studierte Tagelöhner wären natürlich ok…

Statt den Angestellten oder Freiberuflern angemessen geld zu zahlen, geht das Geld in vermittler / Recruiter-Buden. Also in Zwischenhändler, die die Hand aufhalten und nicht viel tun dafür.
Dann klagen die Firmen über teure Fachkräfte und die fachkräfte über geringe bezahlung – und die Vermittlerbuden verdienen sich eine goldene Nase dadran…
Und Infrastruktur? Geht den bach runter, weil man bei den Bonzen keine Steuern erheben will und Privatisierungswahn als sinnvoll ansieht.
Daß das ein irrweg ist, ist leider den wenigsten aufgefallen.
Dem Merkel scheint es jedenfalls nicht zu dämmern…


Horst von Photoporst
23.2.2014 22:06
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@Fx zu den “15 Jahre”:
Manche sagen auch dass es schon vor 30 Jahren mit dem schleichenden Abbau des akademische Mittelbaus losging, nur war ich damals noch nicht an der Uni.
Früher gab es z.B. den sog. “Akademischen Rat”, entspr. Stellen wurden schleichend verrentet und nicht neu besetzt, heute gibt es kaum noch Leute auf so einem Posten. Das waren oft Dr. die mit dieser Stelle fest an einer Uni eingestellt waren, typischer akademischer Mittelbau, heute ist das alles befristet, halbe Stelle (aber trotzdem wird Vollzeitleistung erwartet) oder gleich ganz gestrichen.

Die Leute hauen ab weil sie hier keine festen Stellen mehr bekommen, mies bezahlt werden, feste Posten gibts nur noch als Prof und darauf zu hoffen ist Lotteriespiel, einfach viel zu viele Unsicherheiten und keine Perspektive, da wandert man halt dorthin aus wo es (noch) besser ist.

Die Abwanderung dem Genderschwachsinn anzulasten ist deshalb einfach Blödsinn.


Andy
23.2.2014 23:13
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Italiens neues Kabinett: Renzis Damenwahl – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-955005.html


Fx
24.2.2014 5:35
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@Horst von Photoporst

Sicher gibt es keine singuläre Ursache. Dass der Genderwahn einen beträchtlichen Beitrag dazu leistet, halte ich jedenfalls für nachvollziehbar, siehe auch Link von Günter Buchholz.


Roland K.
24.2.2014 7:36
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“horst von…”
Zumindest für BaWü ist Deine Aussage unrichtig. Hier wurden nämlich Stellen im Mittelbau geschaffen in den letzten 30 Jahren! In der Regel auch unbefristet.Zusätzlich haben die Hochschulen die Möglichkeit, Professorenstellen aus der “W”-Besoldung zeitweise oder unbefristet in Mittelbau-Stellen umzuwidmen, was auch getan wird, einfach deshalb, weil die “mehr” arbeiten (müssen). Allerdings wird beispielsweise in der Schweiz für dieselbe Stelle deutlich mehr bezahlt. In D erfolgt die Bezahlung normalerweise (alt) nach BAT IIa/III (entspricht etwa A13), heute heisst das “E13″…….


heinz456
24.2.2014 9:13
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@Horst: Als wen diese ganzen Dauerstellen eine tolle Sache gewesen sind.

Was passiert denn, wenn es eine Dauerstelle gibt? Sagen wir, die tritt jemand mit 30 Jahren an, arbeitet dann, bis er 65 Jahre alt ist.
a) In der Zeit hätte man je nach Uni und Fachrichtung und Dauer der durchschnittlichen Dissertationszeit 7-10 Doktoranden finanzieren können, und dabei berücksichtige ich nicht einmal, dass so ein Akademischer Rat ja auch mehr kostet als ein Doktorand.
b) Wieviele Akademische Räte soll ein Fachgebiet denn einrichten? Wenn da jemand auf der Stelle sitzt, dann geht der nicht, nur weil jemand jüngeres eine solche Stelle haben möchte. Oder glaubst du, dass dann plötzlich 7 Akademische Räte an einem Fachgebiet existieren, nur weil alle 5 Jahre jemand eine Dauerstelle möchte? Dann hast du gar keinen Platz mehr für Doktoranden.
c) Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht das Gefühl habe, dass unbefristete Akademischen Räte die aller-arbeitsamsten sind, da fährt man mit einem befristet eingestellten Postdoc besser. Das ist aber nur meine persönliche Erfahrung.

Last but not least: Man kann über das System denken, was man will, aber Fakt ist nun einmal, dass es funktioniert. Auch wenn wenige gute Leute ins Ausland gehen, ist es ja nicht so, dass die meisten Fachrichtungen sich beim Mittelbau über Nachwuchsmangel beklagen müssen. Das ist allerhöchstens in der Ebene darunter der Fall, d. h. es wird für Studierende gerade in wirtschaftlich attraktiven Zeiten immer uninteressanter, noch als Doktorand anzufangen.