Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Prince Charming or Nobody

Hadmut
25.10.2013 18:49

Die australische Zeitung Sydney Morning Herald hat einen überaus lesenswerten Artikel über die Frauensitutation in Australien. Oder: Wie sich die Emanzipation ins eigene Knie geschossen hat. Update: Sorry, hatte den Link vergessen…

Das Problem ist so ähnlich, wie man es hier aus Deutschland kennt: Man hat Frauen als kleine Prinzessinnen erzogen, ihnen erzählt, dass sie was ganz besonderes sind und alles haben können, Job, Geld, Super-Männer.

Genau so haben die sich dann auch benommen. Erst mal studiert und dann, als sie noch attraktiv waren, so in ihren frühen Zwanziger Jahren, nur mit den bestaussehendsten Alpha-Männchen geschlafen. Sie erwähnen, dass an amerikanischen Universitäten die Top 20% der Männer 80% des Sex bekommen, weil Frauen sich da radikal an den Alpha-Männchen orientieren und die Beta-Männchen übergehen, ignorieren. Weil sie es sich in dem Alter aufgrund der Wettbewerbssituation leisten können (oder glauben, es sich leisten zu können). Was aber nur dazu führt, dass die Alpha-Männchen von einem Bett ins nächste hüpfen und eine nach der anderen durchziehen.

Dann machen die Ausbildung und Karriere und denken sich, Männer kommen später, die hätten sich gefälligst nach den Frauen zu richten. Frauen würden jetzt ihre Lebensplanung selbst in die Hand nehmen. Also sind die mit Anfang 30 alle erfolgreich im Beruf, Anwältinnen, Bankerinnen und so weiter. Und glauben, wenn sie jetzt mit den Finger schnipsen, kommen die Alpha-Männchen wieder und sie können sich einen heiraten.

Es funktioniert aber nicht.

Denn nun sind die schon über 30. Und Alpha-Männchen stehen nicht auf Karriere-Frauen, sondern auf flotte Feger, und da sind die 20er einfach viel attraktiver und sexier. Also knattern die Alpha-Männchen weiter die in den 20ern, anstatt die in den 30ern zu heiraten. Warum sollten sie auch?

Dann kommt der große Frust und viele Frauen stehen plötzlich ohne Mann da, aber über 30. (Ergänzung von mir: Dazu muss man wissen, dass Häuser in Australien ziemlich teuer sind und sich Australier normalerweise in einem festen Lebensablauf bewegen, in dem sie sich Ende 20 ein Haus kaufen und bis zum Anschlag verschulden, um das dann bis zur Rente abzuzahlen. Deshalb heiraten die auch um den Zeitraum herum, danach läuft nicht mehr viel auf dem Heiratsmarkt.) Alpha-Männchen kriegen sie nicht mehr, Beta-Männchen sind unter ihrer Würde und Erziehung. Bis sie es merken, sind sie 40 und nähern sich den Wechseljahren.

Die Beta-Männchen wollen sie dann aber auch nicht mehr.

Es gab schon mehrere Papers darüber, dass das effektivste Lebensmodell für Frauen ist, Kinder und Partner möglichst früh zu bekommen. Es hört sich paradox an, aber am besten während des Studiums. Dann nämlich kommt man mit dem Berufseinstieg etwas später, hat dann aber alles unter Dach und Fach.

Und das Kuriose an der Situation in Australien: Verlierer sind die Frauen. Gewinner sind die Männer. Die pfeifen auf Ehe pfeifen und vögeln alles, was ihnen vor die Flinte kommt, um es dann gleich wieder an die Luft zu setzen. Die Alpha-Männchen vögeln die Attraktiven Anfang 20, die Betas nehmen sich die Anfang 30 vor.

Na, dann. Auf nach Australien. Und danke an den Leser für den Hinweis.

36 Kommentare (RSS-Feed)

Christopher
25.10.2013 20:22
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Du meinst diesen da? http://www.smh.com.au/federal-politics/society-and-culture/why-women-lose-the-dating-game-20120421-1xdn0.html

Na ja, normal halt. Man muß halt Komprimisse machen. Hat mir meine Mutter immer gesagt. Lernt frau jetzt halt auch, nur ist Erziehung durch das Leben erheblich unbarmherziger als Eltern.

Viel interessanter ist es aber, sich die Kommentare anzusehen. Danach formuliere ich um: Lernt so manche Frau jetzt immer noch nicht.

Deren Verlust … aber irgendwie tun die mir sogar leid.


blabla
25.10.2013 20:29
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Beta-Looser
25.10.2013 20:39
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Beim Lesen des Artikels dachte ich die ganze Zeit: “Ah, endlich mal einer der genau wie ich voll und ganz begriffen hat dass wir immer noch in einer knallharten Harems-Gesellschaft leben, so wie alle anderen Affen-Arten (mit Ausnahme der Bonobos).
Und die Institution der Ehe, deren eigentlicher und urtümlichster Zweck ja der ist, dass sie ein zivilisatorisches Bollwerk gegen die steinzeitlich-animalische Harems-Gesellschaft sein soll, hat nie richtig funktioniert. Deswegen nicht da sie von Frauen gern in der Form unterlaufen wird dass die sich am liebsten von Alphas schwängern und von Betas versorgen lassen (ich habe von Studien gelesen nach denen ein erschreckend hoher Anteil der Kinder in Wahrheit Kuckuckskinder sind).

Wir haben also die Situation in der zwei von drei Gruppen sich, was den Komplex Liebe-Partnerschaft-Fortpflanzung-Familie-etc betrifft, immer noch in der Steinzeit befinden und keinerlei Anstrengungen unternehmen jetzt endlich mal aus der Höhle rauszukommen. Diese beiden Gruppen sind die Alphas und die Frauen, die sich ja untereinander sehr viel ähnlicher sind als die Männer (was die Sache mit der Gausschen-Glockenverteilung des IS ja beweist, nach der im Durchschnitt Männer und Frauen gleich intelligent sind, es aber bei den Frauen kaum Ausreisser gibt).
Die einzigen bei denen ein steter Druck zur Weiterentwicklung, und damit weg vom Körperlichen hin zum Geistigen, bestand und besteht, sind die Betas. Nur die haben es, zumindest teilweise, geschafft mal endlich ein Stück weit aus der Steinzeithöhle rauszukommen. Und das ist auch genau die Gruppe die ganz allein den Fortschritt vorangetrieben hat und der die Menschheit alles zu verdanken hat. Und die zum Dank dafür von den Alphas und den Frauen geächtet, gemieden und als Nerds diffamiert werden. Aber hey, Undank ist der Welt Lohn, das kennen wir ja.

Es bleibt aber die Hoffnung, das mit der Erfindung des Internets (weitaus bedeutender als das Feuer oder das Rad) sich die Lage radikal verschieben wird. Es ist jetzt schon absehnar, dass die neuen Herren der Welt, also die neuen Alphas, diejenigen sein werden, die die Computer und das Netz beherschen, da die Computer und das Netz jetzt schon uns alle beherrschen.
Hier liegt m.E. auch der tiefere Grund, warum es die Piraten-Partei so furchtbar zerlegt hat. Man kann die Piraten-Partei durchaus als ersten Gehversuch der neuen Alphas bewerten, der aber von den Gruppen, die gern weiter in der Steinzeithöhle bleiben wollen (Alphas und Frauen), auf’S Massivste angegriffen und sabotiert wurde.
Ein neuer Machtkampf in dessen erster Runde die neuen angehenden Alphas in der Luft zerfetzt wurden. Macht aber nix, diesen Kampf kann die Höhlen-Fraktion nur verlieren, ganz egal in wievielen Schlachten sie noch gewinnen. Den heutigen Betas ist das allerdings ein schwacher Trost, da es noch viele Jahrzehnte dauern wird bevor die Früchte geerntet werden können.
Mir persönlich ist das ber egal, ich habe mich schon längst damit abgefunden dass ich keine Frau finden nicht, die nicht Höhlen-Frau ist, und leben seit sehr vielen Jahren eben alleine … und gehe auch nicht zu Huren, das ist unter meiner Würde. Schön ist das nicht, aber unter’m Strich muss ich bestimmt nicht mehr leiden als Alphas, die von Liebe kaum Ahnung haben und Höhlenfrauen, die sich von Alphas nach Strich und Faden verarschen lassen und am Ende auch nur frustriert und einsam dastehen … mit verzogenen Blagen am Hals die ihnen das Leben zur Hölle machen.


Duschbrauser
25.10.2013 20:40
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Hast du auch einen Link?


Hadmut
25.10.2013 21:06
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> Hast du auch einen Link?

Äh, ja, sorry, hab ich vergessen. Ist jetzt drin.


olav
25.10.2013 21:17
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Selbstverständlich liegt es nicht an den Ansprüchen der Frauen, wenn sie keinen Partner finden, sondern die Männer habe einfach “Angst” vor erfolgreichen Frauen. So jedenfalls hört man es doch.


Karsten
25.10.2013 21:58
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Na ja …. nun ist Korrelation nicht Kausalität; aber es fällt schon auf:

* “Feministinnen” unter 30 (oder was sich so dafür hält) sind besonders arrogant [wie der Artikel klar macht: sie glauben, es sich leisten zu können]

* Hard-Core-Feministinnen, also die Polit-Komissarinnen und Entwicklerinnen dieser totalitären Weltsicht werden meist so ab 40 richtig “produktiv” und (in meiner Wahrnehmung) immer radikaler.
[was irgendwie nahelegt, dass dies aus Verbitterung und emotionaler Verwarlosung geschieht; Schuld sind dabei natürlich nicht die eigenen, dummen und rücksichtslosen Handlungen der Vergangenheit sondern in so einer Art “inversem Stockholm-Syndrom” natürlich die Männern]

Hmmmm …. also ist dieser Fem-Totalitariums nur das Resultat von “niemand hat mich lieb; schnüff” ????? Wäre lustig.


ST_T
25.10.2013 22:08
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@Beta-Looser

Das halte ich für eine extrem gewagte Theorie, die viel zu viele Unsicherheiten hat um valide sein zu können.

1.) Es gibt etliche unterschiedliche Formen von Ehen und Ehevorstellungen auf der Welt. In China etwa gibt es eine Volksgruppe, bei der freier Sex eine vollkommen normale Sache darstellt, ebenso wie freie Partnerwahl. Dennoch sind dort bei Nachwuchs beide Elternteile dafür verantwortlich. In Japan etwa ist der gesellschaftlich etablierte Mann, der Salaryman, das perfekte Beispiel japanischer Gesellschaft, ein attraktives Vorbild. Im nahen Osten hingegen ist genau diese Vorstellung des “Harems”, wobei die auf die Mehrheit der Menschen nicht zutreffend ist. Der Koran beschreibt zwar, das so etwas möglich ist, aber dafür gibt es feste Bedingungen. Daraus also nun zu schließen, das alles außer der Ehe in die Steinzeit gehören würde halte ich für sehr weit hergeholt…Damit würden Sie nämlich mehr als 50% der Weltbevölkerung genau das bescheinigen.

2.) Ebenso wie es Beta-Männer gibt, so gibt es Beta-Frauen, die an Alpha-Männern kein Interesse haben, weil es ihnen dafür an etwaigen Eigenschaften fehlt. Das sind genau die schrecklichen Frauen, die die meisten Männer mit Selbstwertgefühl abstoßend finden, weil sie kein vernünftiges Verhalten aufweisen können. Es sind diese Frauen, die “zufälligerweise” immer in Schwierigkeiten sind, die sich von ihren Typen verprügeln lassen…Die Frauen, die ebenso tiefe Probleme haben wie Beta-Männer.
Daher ist auch die Aussage, 80/20 beim Sex nicht richtig.

3.) Das die “Betas” wohl alles geschafft haben sollen in der Weltgeschichte ist noch zweifelhafter. Man denke mal an die ganzen großen Führungspersönlichkeiten. Und selbst Albert Einstein war alles andere als ein Beta-Männchen…

Ihr Hass auf die angeblichen “Alphas” ist doch nur ureigene Frustration über die eigene Unfähigkeit. Weder gesund selbstbewusste Männer noch Frauen finden ein solches manipulatives und frustriertes Verhalten interessant. Für mich klingt der Beitrag nur danach, dass Sie über Ihre Situation verärgert sind und resigniert haben und deswegen gegen alle hetzen müssen, die nicht ihren Ansichten entsprechen.

Über soviel Verallgemeinerung kann ich nur den Kopf schütteln…


Joe
25.10.2013 22:23
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Es war nie anders und das ist im menschlichen Genom ablesbar: Fast alle Frauen, seit Anbeginn gelebt haben, haben sich erfolgreich fortgepflanzt, jedoch nur ein kleiner Teil der Männer (eben die Alphas). Und das wird immer so bleiben, auch nach der Erfindung des Internets. 🙂

Der eigentliche Grund, warum plötzlich manche Weibchen leer ausgehen: Die westliche Wohlstandsfrau (auch die in Australien) ist technisch obsolet. Während Männer immer produktiver werden, wird das Reproduktionsprodukt der westlichen Wohlstandsfrau immer schlechter: sehr wenige (1,3), meist noch psychisch kranke Kinder zu einem exorbitanten Preis. Das Kind einer westlichen Wohlstandsfrau kostet mindestens 150.000 Euro, das können andere Frauen erheblich günstiger. Denn Menschenweibchen stehen genau ihre männlichen Gegenstücke im globalen Wettbewerb.

Die westliche Wohlstandsfrau selektiert sich also gerade gnadenlos weg und verschwindet damit aus dem Genpool. Mit ihr übrigens der Feminismus.

Kommen wir zu Ehe: Die Ehe in ihrer unpervertierten Form (Unauflösbarkeit, exklusiver Zugang zu Sexualität, Ehebruch strafbar) diente ursprünglich der Begrenzung der Polygamie der Alphas und der Hypergamie der Frauen. Sie nimmt die Alphas frühzeitig vom Markt, was die Bindungswilligkeit der Weibchen erhöht, außerdem wird so ein einigermaßen ausgeglichenes Verhältnis zwischen Töpfchen und Deckelchen hergestellt, denn es bleibt halt am Ende ungefähr eine Frau auf einen Mann übrig.

Nur warum sollte das eigentlich überhaupt jemand wollen? Nun, damit die große Masse der Betamänner den Staat überhaupt am Laufen hielt, fleißig das Sozialprodukt steigerte und für ihre Herrscher in den Krieg zog, brauchte es einen guten Anreiz. Was gab es da besseres als die hypergame Damenwelt? Je mehr ein Betamann ranklotzte, desto besser waren seine Chancen auf eine gute Partie. Im Gegenzug wurden sie gesetzlich vor den Alphas geschützt und ihre Eheweiber wurden lebenslang an ihre Entscheidung gebunden, um die stete Suche nach dem noch besseren Partner zu unterbinden.

Mit der Auflösung dieser gesellschaftlichen Institutionen fällt dieser Anreiz weg und so sitzen die leer ausgegangenen Endzwanzigermänner bei Mutti im Keller und zocken Videospiele. Wofür auch irgendwas tun, wenn Hartz 4 doch reicht? Währenddessen laufen die verzweifelten Versuche der komplett bescheuerten Eliten, diese fehlende Workforce durch Pauerfrauen zu ersetzen. 😀

Es ist einfach lachhaft und wird im internationalen Wettbewerb zum vorhersehbaren Resultat führen.


Knorka Kinte
25.10.2013 23:06
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@Beta-Looser

du machst deinem Namen alle Ehre. So ein larmoyantes Zeug habe ich selten gelesen. Dazu diese verrückte Idee, diese Opferdenke, dass die Piratenpartei unterdrückt wird… Die haben sich selbst durch vollkommene Inkompetenz ins Abseits geschossen.

Ich kann das ganze Gezeter ohnehin nicht verstehen. Warum sollte man Frauen vorwerfen, dass sie von den Personen begattet werden wollen, die die höchste genetische Valenz aufweisen?

So wie Hadmut das schildert, scheint das ja den Frauen letztendlich nicht zum Vorteil zu gereichen. Wo ist da also das Problem? Ich finde es eher interessant.


Knorka Kinte
25.10.2013 23:11
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@ST_T

vor allem, weil viele Männer, die großes geleistet haben, auch eher geringes bis gar kein Interesse an Frauen hatten … (Newton, Kant, Cavendish, etc….) . Beta-Looser kommt nur wie ein eher frustrierter Kerl rüber, weiter nichts…


Rolo
26.10.2013 0:57
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Der ganze Artikel ist für mich mal wieder ein Beispiel für die femizentrische Medienlandschaft. Wieder die armen Frauen, die besonders unter einer Situation zu leiden haben, und angeblich die Verlierer sind.

Weshalb aber nur die Frauen als die Verlierer dargestellt werden, erschließt sich mir nicht. Das Geschlechterverhältnis ist ungefähr 50:50, und wenn eine größere Zahl Frauen ohne Partner bleibt, dann folgt daraus logischerweise, dass eine ungefähr genauso hohe Zahl von Männern partnerlos bleibt. Eben viele von den despektierlich als Beta-Männchen bezeichneten.

Das Resultat sehe ich auch in meinem Bekannten- bzw. Kollegenkreis. Da gibts eine ganze Reihe von männlichen Singles zwischen 25 und 40. Die meisten davon haben ein abgeschlossenes Studium (sinnvolle Fächer wie Informatik, Mathematik, Elektrotechnik), und arbeiten in der IT-Branche mit ganz ordentlichem Gehalt. Aber die sind trotzdem Single, teilweise schon seit 5-10 Jahren. Ich weiß von einigen, dass sie schon ziemlich verzweifelt sind, was Partnersuche angeht. Ein Kollege hat schon so ziemlich alle Dating-Seiten ausprobiert.

Nur schreibt niemand Zeitungsartikel über diese unglücklichen Singles und ihre Probleme. Sind ja nur Männer.


ST_T
26.10.2013 10:13
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@Knorka Kinte
Eben. Wobei ich die Bezeichnung aller großen Männer als “Beta-Looser” sehr witzig fand. Schlimmer kann man Geschichte wohl kaum verdrehen.

@Rolo
In Deutschland leben aber mehr Frauen als Männer…
Dafür sind prozentual gesehen mehr Frauen verheiratet als Männer. Außerdem gibt es unter den Frauen mehr Witwen (11,4% zu 7,3%).

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/in-deutschland-leben-mehr-frauen-als-maenner-1.1998682

Insgesamt gibt es 1,6 Millionen Frauen mehr als Männer und damit 1,6 Millionen, die hierzulande keinen Partner bekommen können.

Und nochmal: Beta-Männchen hat nichts mit dem Berufsstand zu tun sondern mit einer inneren Einstellung und auch Ausstrahlung, die genau sowas übermittelt…


Andreas
26.10.2013 11:06
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@Hadmut:
Wenn ich das hier lese, möchte ich nach Australien:
http://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/ist-eine-nackte-maennerbrust-sexistisch


Joe
26.10.2013 11:09
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Da gibts eine ganze Reihe von männlichen Singles zwischen 25 und 40. Die meisten davon haben ein abgeschlossenes Studium (sinnvolle Fächer wie Informatik, Mathematik, Elektrotechnik), und arbeiten in der IT-Branche mit ganz ordentlichem Gehalt. Aber die sind trotzdem Single, teilweise schon seit 5-10 Jahren. Ich weiß von einigen, dass sie schon ziemlich verzweifelt sind, was Partnersuche angeht.

Ist das eigentlich das Beste, was diesen Männern passieren konnte, schließlich liegen die Chancen des persönlichen Ruins durch BRD-Familienrecht bei > 50 %.

Wegen der Hypergamie reicht es eben nicht mehr, einen ordentlichen Beruf zu haben, Professor Doktor unkündbar, Selfmade-Millionär oder Celebrity sollte Mann mindestens schon sein.

Das ist genau die Entwicklung, die der Artikel beschreibt.

Ein Kollege hat schon so ziemlich alle Dating-Seiten ausprobiert.

Besser in Südostasien oder Osteuropa schauen, die Frauen sind auch ansehnlicher als Germanierinnen und reden weniger feministischen Unsinn. Aber Vorsicht: Auch ein Zierfisch ist eine ziemlich teure Angelegenheit, wenn man ihn sich nach Hause holt.

Insgesamt gibt es 1,6 Millionen Frauen mehr als Männer und damit 1,6 Millionen, die hierzulande keinen Partner bekommen können.

Dann versuch’s nochmal mit “heiratsfähriges Alter” und rechne die postmenopausalen (unfruchtbaren) Weibchen raus. Daß 85jährige Omas keinen “Partner” bekommen könnten, weil ihnen die Herren wegen der kürzeren Lebenserwartunge schon weggestorben sind, hat auf den Heiratsmarkt nämlich keinerlei Auswirkungen. Mit Statistik argumentieren mußte nochmal üben.


Bernd Kraut
26.10.2013 12:08
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> In Deutschland leben aber mehr Frauen als Männer…

Aber auch nur, weil viel mehr Maenner sterben als Frauen und das wiederum ist das Ergebnis davon, dass die Gesellschaft Maenner schlechter behandelt. (Bei den Geburten hingegen gibt es i.d.R. mehr Jungen als Maedchen.) Wenn man das mitberuecksichtigt faellt es schwerer das Opfermonopol fuer Frauen aufrechtzuerhalten.


Rolo
26.10.2013 12:37
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[quote]Wegen der Hypergamie reicht es eben nicht mehr, einen ordentlichen Beruf zu haben, Professor Doktor unkündbar, Selfmade-Millionär oder Celebrity sollte Mann mindestens schon sein.

Das ist genau die Entwicklung, die der Artikel beschreibt.[/quote]

Genau das ist der Punkt. Übrig bleiben die Frauen, deren Ansprüche zu hoch sind, und die Männer, die den gestiegenen Ansprüchen nicht genügen.
Aber warum zum Teufel sind dann angeblich nur die Frauen die Verlierer? Diese Aussage ärgert mich.


ST_T
26.10.2013 13:37
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@Joe
Das bestreite ich gar nicht. Ich habe nur die Statistiken aufgezeigt, was man sich daraus ableitet bleibt jedem selbst überlassen.
Nur ist die Aussage des Vorposters Rolo, das Verhältnis Mann – Frau wäre in D 50:50 einfach nicht richtig. Es gibt mehr Frauen als Männer hier, das ist natürlich teilweise der Demographie und der Bevölkerungsstruktur geschuldet, aber mittlerweile auch unter Zuhilfenahme der letzten Statistiken seit den 90ern der Tatsache, dass es Frauen deutlich leichter gemacht wird bzw. Mädchen bevorzugt werden.

Denn in den 90ern war das Verhältnis noch in etwa 50:50, mittlerweile geht es in Richtung Frauen. Und die Lebenserwartung ist nicht so angestiegen, als dass sie diesen Effekt alleine anrichten könnte.

Interessant wäre an dieser Stelle die Hypothese, ob denn nicht im Zuge dieses Wandels die Abtreibung von Jungs in Europa angestiegen ist als Folge einer solchen Politik. Ich kenne dazu leider keine Statistiken, möchte aber nochmal auf folgenden Artikel verweisen, der eine diametral entgegen gesetzte Sicht vertritt:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/abtreibungen-bei-falschem-geschlecht-der-moerderische-makel-ein-maedchen-zu-sein-1.1562673

Interessanterweise wird dort von 160 Millionen fehlenden Mädchen auf der Welt gesprochen. In Deutschland fehlen Jungs, in Frankreich ist der Altersunterschied sieben Jahre groß. Heißt: Frauen leben im Schnitt 7 Jahre länger als Männer. In Frankreich leben rund 2 Millionen mehr Frauen als Männer. In UK lebt auch 1 Million mehr Frauen als Männer.
Und in den “skandinavischen Ländern” ist das Verhältnis auch so in etwa…


Georg Caltern
26.10.2013 15:10
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@Rolo

> Ein Kollege hat schon so ziemlich alle Dating-Seiten ausprobiert.

Ein Informatiker, Mathematiker, E-Techniker sollte sich ausrechnen können, dass die romantische Liebe ein Märchen ist. Erfunden um die Männer in die Venusfalle (ein paar Monate etwas mehr Sex gegen lebenslangen Unterhalt) zu locken. Roy F. Baumeister, ein sehr renomierter Experimentalpsychologe, setzt die Weisheit der Idee zu heiraten mit der Weisheit der Idee, sich betrunken tätowieren zu lassen gleich: Beide scheinen im Moment des Entschlusses großartige Ideen zu sein … (http://www.amazon.de/Wozu-sind-M%C3%A4nner-eigentlich-%C3%BCberhaupt/dp/3456850808/)

> … und arbeiten in der IT-Branche mit ganz ordentlichem Gehalt.

Dann sollte deren primäres Geschlechtsorgan (die Brieftasche) dick genug sein, um sich alle weibliche Zuneigung kaufen zu können, die das männliche …äh… Herz sich nur wünschen kann.

@Joe

> Besser in Südostasien oder Osteuropa schauen

Ein Kollege von mir (Dr. Ing. Nachrichtentechnik) war mit einer ukrainischen Medizinerin verheiratet. Jetzt wohnt er auf Selbstbehalt in einem Einzimmer-Apartment in einem 300-Einheiten-Wohnungsblock Baujahr 1972. SO schlecht können die Sprachkenntnisse einer Frau gar nicht sein, dass sie nicht die relevanten Paragraphen des deutschen Familienrechts kennen würde. Ich spreche kein Wort Weißrussisch oder Russisch aber ich gehe _jede_ Wette ein, dass es irgendwo im Web ein paar Seiten mit Ländervergleichen speziell für Frauen gibt.
Kategorien:
– Eigenes Aufenthaltsrecht nach wieviel Jahren Ehe
– Eigener Unterhaltsanspruch nach wieviel Jahren Ehe
– Betreuungsunterhalt bis das jüngste Kind … ist
– Versorgungsausgleich in der gesetzlichen Rente
– Familiennachzug


Alexander Roslin
26.10.2013 16:53
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OT

Gerade darauf aufmerksam geworden – ein neue bekehrter “Biologist”, prominentes Mitglied des linksliberalen Mainstreams und der geschwätzführenden Klasse, Bestsellerautor Leon de Winter.

Bekehrt hat ihn wohl das Vaterwerden, die Erfahrungen mit seinem eigenen Sohn. Dabei waren er und seine Frau so voller guter sozialkonstruktivistischer Absichten, schenkten Puppen, förderten seine weibliche Seite, doch ach:

http://www.focus.de/kultur/buecher/tid-34315/kultur-und-leben-medien-kleine-krieger-unsere-schulen-tun-gerade-so-als-waeren-jungen-defekte-maedchen_aid_1138982.html

Die Diskurshoheit des Feminist.I.nnenkartells in Sachen Geschlechterfragen zerbricht allmählich.


agnostiker
26.10.2013 19:07
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Joe hats sehr schön zusammengefasst 🙂


Jim
26.10.2013 22:11
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@ST_T

Also hier kann man eindeutig sehen, dass auch in Deutschland weiterhin etwas mehr Jungen als Mädchen geboren werden.
Wenn man allerdings berücksichtigt, dass Männer in Deutschland im Schnitt mehr als vier Jahre älter sind als ihre Ehefrauen, kann man erkennen, dass es auf Grund der demographischen Entwicklung es etwa seit den Geburtsjahrgängen 1963/1967 (Männer/Frauen) bis heute einen nicht unerheblichen strukturellen Männerüberschuss gibt (mit einigen Jahregängen Unterbrechung in den 70ern). Wenn man sich dagegen die Bevölkerungspyramiede Australiens ansieht erahnt man, warum ledige 30+ Frauen dort ein Problem bei der Partnersuche haben.
Es gibt übrigens die Vermutung, dass sich der Feminismus stark durch frustrierte Babyboomerinnen ausgebreitet hat, die in den geburtenschwächeren vorangegangenen Jahrgängen nicht genug Ehepartner finden konnten.


Joe
26.10.2013 22:29
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Ein Kollege von mir (Dr. Ing. Nachrichtentechnik) war mit einer ukrainischen Medizinerin verheiratet.

Daten tut man sie (weil das einfacher geht und mehr Spaß macht, als bei germanischen Prinzeßchen). Heiraten und Kinder machen sind natürlich absolut tabu!


Joe
26.10.2013 22:31
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Aber warum zum Teufel sind dann angeblich nur die Frauen die Verlierer?

Opferabo 😉


bob
27.10.2013 0:26
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Feministisches Archiv
NRW streicht Alice Schwarzer die Fördermittel ab 2014 komplett.
250 000
http://www.rundschau-online.de/politik/feministisches-archiv-nrw-streicht-alice-schwarzer-die-foerdermittel,15184890,24781174.html

Die Dame hat wohl keine Männer in Ihrem Archiv recherieren lassen.
Gemeinnützigkeit verloren. 😉


bob
27.10.2013 0:40
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qed
27.10.2013 6:33
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Grinsel!

Ich hatte in Indonesien genügend Gelegenheit, das australische Elend zu bewundern: Phil, etwas schräg aussehender betaman und Ingenieur aus Perth, erholte sich auf Bali von seinem knockout durch die ‘neurotic depression’- Gattin und den Kindern, die sie ihm angedreht hatte. Als Stehaufmännchen war er rasch wieder im Offshore- Geschäft, unerreichbar für die Folterknechtinnen der australischen Unterhaltsindustrie und mutierte innerhalb weniger Monate zum attraktiven alpha bei den Mandeläuginnen.
Als ehemaliger beta durch einige Niederlagen gewitzt, war seine vordringlichste Maßnahme, sich sterilisieren zu lassen, um die sexuelle Kinderwunschbruft seiner neuen Gefährtinnen voll auskosten zu können- sie waren wunderhübsch anzuschauen und 20 Jahre jünger als er.
Dieses Phänomen findet sich auf Bali häufig- die Insel ist fest in der Hand von Expats.
Zu empfehlen sind auch die Hotels im Vergnügungszentrum um Kuta, wo sich massenhaft angekarrte australische Touristen tummeln: Die guys stellen Mandelauge nach, alldieweil die pale fat (schlimmer als in Usa!)australian walrusies frustriert im Hintergrund an Cocktails (sic!) nagen.
Ein herrlicher Ort für gepeinigte Underdogs und ein Lehrstück der Evolution!


Flash
27.10.2013 12:05
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Also nochmal zurück zum Ursprungsthema.

Daß die Frauen sich mit dem Feminismus selbst ins Knie schießen, das gilt nicht nur in Australien. Haargenau dasselbe Phänomen dürfte in der ganzen westlichen Welt grassieren.

Wenn die feministische Lebensstrategie so stark mit der Realität kollidiert, dann fragt sich: was IST denn die Geschlechterrealität wirklich – ganz real, ganz ohne jeden ideologischen Schnickschnack?

Wird das Rollenverhalten wirklich ganz allein von den Gesetzen der Evolution bestimmt, sprich: es geht nur um die besten Gene und ums Fortpflanzen mit den Alphas?

Oder ist das Rollen- und Geschlechterverhalten auch überformt von einer nahezu ewigen Kultur, von kulturellen Vorgaben, die sich vorrangig aus religiösen Vorstellungen speisen?

Woher soll denn bitteschön das unausrottbare Idealbild von “Familie” stammen?? Wieso legt die Masse der Menschen stets zugrunde, daß es “normal” sei, Mann + Frau + deren Kinder + lange stabile Beziehungsdauer sei das beste bzw. das normale Modell?

Kann es sein, daß dieses Modell das einzig funktionierende, einzig brauchbare für alle drei Parteien (Männer, Frauen, Kinder) darstellt?

Wenn es nicht so wäre, müßten doch die leer ausgehenden Weiber nicht jammern. Aber ein promiskuitives Single-Dasein funktioniert weder für Männer noch für Frauen auf Dauer, schon gar nicht jenseits der 35.

Wer oder was unsere Kultur so eingerichtet hat, wie sie ist, sei dahingestellt:

das Modell

“das passende*) Männchen/Weibchen finden – eine Beziehung zum gegenseitigen Nutzen führen (beide profitieren) – diese Beziehung gesetzlich (Ehe) vor dem Zerbruch schützen – im Alter von den Errungenschaften profitieren (=Kinder, =Besitztum, =keine Einsamkeit, =Versorgung etc.)”

ist doch allen anderen Modellen haushoch überlegen. Dieses Modell konnte bisher nicht ausgerottet werden. Dieses Modell steckt in den Genen unserer Kultur.

Und Fakt ist, Frauen werden es nie schaffen, aus ihrer Rolle als “schwächerer” Part auszubrechen (also quasi auch Männerrollen zu spielen), ohne dafür unersetzliche Verluste hinzunhemen: nämlich, daß sie eben dann ohne Mann und ohne Kinder, ergo ohne das lebenswerteste Modell (Familie) auskommen müssen.

Dann drohen Vereinsamung, Verbitterung, Emanzentum, sinnlose Kämpfe gegen die bösen Männer und anderes mehr.

*) “passend” heißt: Alpha-Männchen können sich halt die begehrenswertesten Weibchen aussuchen, und umgekehrt. Statusniedrigere müssen sich halt auf ihrer Ebene umschauen. Die weniger ansehnlichen Frauen haben ja bei den Top-Männchen auch keine Chance, also müssen sie sich mit den Betas zufriedengeben. Weiß nicht, was daran nicht funktionieren sollte, nachdem es nun jahrhundertelang funktioniert hat.


Bud
27.10.2013 18:58
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@Karsten:
> Hmmmm …. also ist dieser Fem-Totalitariums nur das Resultat von “niemand hat mich lieb; schnüff” ????? Wäre lustig.

Du streifst da einen Aspekt, den ich für sehr wichtig und sehr vernachlässigt halte, nämlich die psychologischen Hintergründe des Feminismus. Ich glaube in der Tat, das psychische Probleme der Protagonistinnen eine wesentliche Triebkraft des Feminismus sind, und der Mangel an männlicher Aufmerksamkeit kann eine Ursache für solche Probleme sein.

Ich halte es für ziemlich naheliegend, daß die Thesen solcher feministischer Ikonen wie Solanas, de Beauvoir, Dworkin oder Butler (oder auch Schwarzer, die aber lediglich deren Ideen nochmal auf deutsch nachplappert) einfach zur Symptomatik psychischer Erkrankungen gehören. Besonders offensichtlich ist das im Fall der Valerie Solanas: Scheidungskind, vom Vater sexuell mißbraucht, vom Großvater regelmäßig verprügelt, später wird ihr dann der Sohn weggenommen. Sowas hat natürlich Folgen; daß sie ihren aufgestauten Haß auf Männer im allgemeinen projiziert, kann wohl niemand wirklich überraschen.

Psychische Erkrankungen sind oft eine Reaktion auf traumatische Erfahrungen; besonders häufig liegen die Ursachen in der Kindheit. Daher lautet meine Hypothese, daß diese Menschen, die ständig irgendwelche abstrusen Vorwürfe produzieren, sich immerzu von irgendwem unterdrückt oder getriggert fühlen und an bizarre Verschwörungstheorien glauben, in der Vergangenheit tatsächlich in einem traumatischen Ausmaß schlecht behandelt wurden und dadurch allerlei Psychosen entwickelt haben.

Sieht das lautstarke, anmaßende Auftreten der Prediger und Aktivisten nicht stark nach einer Überkompensation von Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen aus? (Als Ursache läßt sich ein Mangel an Wertschätzung in der Kindheit vermuten.) Sind die Predigerinnen nicht auffällig häufig unterdurchschnittlich attraktiv? (Männliche Aufmerksamkeit ist für des Selbstwertgefühl von Frauen enorm wichtig, weil sie ein direkter Indikator für ihren Marktwert ist. Sie fühlen sich verunsichert, wenn man ihnen /nicht/ auf Arsch oder Titten glotzt.) Was ist mit den männlichen Unterstützern des Feminismus, den sogenannten “Manginas” oder “Lila Pudeln”? Stimmt das Klischee, daß diese bei der holden Weiblichkeit einen eher schweren Stand haben und sich aus ihrem Engagement letztlich eine Belohnung in Form erhöhter weiblicher Aufmerksamkeit und vielleicht auch sexueller Aktivität erhoffen? (Das weist auf emotionale Entbehrung in der Kindheit hin.)

Und auch die allgemeine Anspruchshaltung, daß Frauen alles haben können und die Männer dafür zu sorgen haben, würde man auf eine Einzelperson bezogen als psychisches Problem betrachten (kann verschiedene Ursachen haben, die auch alle in der Kindheit liegen).

Leider wird dieser psychologische Aspekt von der Feminismuskritik bislang weitgehend übersehen. Die gängige Feminismuskritik, die hierzulande vor allem von wenigen bekannten Bloggern und Buchautoren getragen wird, konzentriert sich ganz überwiegend auf Sachfragen, auf rationale Auseinandersetzung mit den irrationalen Behauptungen der Feministen. Auch aus dem amerikanischen Raum ist mir noch nichts aufgefallen, was dieses Schema hinter sich läßt. Das ist ja auch wichtig, schon um den eigenen Standpunkt zu entwickeln und abzusichern, und um diejenigen zu überzeugen, die rationalen Argumenten zugänglich sind.

Aber auf diese Weise läßt sich der Kampf nicht gewinnen. Wir alle wissen ja, wie der feministische Diskurs in der Praxis aussieht: Verleumdung und Diffamierung, Zensur, Repression und Gewalt, Moving Target, Gespaltene Zunge. Mit rationalen Argumenten ist da nicht viel zu holen.

Vor allem aber sind wir auf diese Weise immer in der Defensive. Sobald wir im Begriff sind, eine Behauptung zu widerlegen, werden wir schon mit der nächsten abstrusen Behauptung konfrontiert. Die Feministen treiben uns vor sich her. /Sie/ kontrollieren den Diskurs. /Wir/ folgen ihren Vorgaben und versuchen, das beste draus zu machen.

Die rationale Feminismuskritik stellt eine Defensivposition dar, die unter ständigem schweren Beschuß der feministischen Akteure liegt, die dafür auf immense gesellschaftliche Resourcen zurückgreifen können, die sie in den letzten 40 Jahren geschickt unter ihre Kontrolle gebracht haben. Aus strategischer Sicht ist es notwendig, eine Möglichkeit zu finden, um in die Offensive gehen zu können. Meine Vermutung ist, daß der Schlüssel für eine Offensive in der Untersuchung der fundamentalen Ursachen des Feminismus liegt, um dann dort – an der Wurzel – ansetzen zu können. Deshalb sollten wir unser Augenmerk auf diese Zusammenhänge richten.

(Bevor ich falsch verstanden werde, ich will nicht sagen, daß /alle/ Feministen psychisch krank sind. Es gibt gerade an der Basis viele junge Frauen (naja, oder Mädchen), die einfach aus einem gesunden Gerechtigkeitsempfinden heraus zum Feminismus finden. Ich bezeichne diese als Sympathisanten. Sie gehen der allgegenwärtigen Propaganda auf den Leim. Wer würde schon vermuten, daß der Gender Pay Gap eine glatte Lüge ist, wenn es doch alle sagen. Dann lesen sie sowas wie “Bist Du für Gleichberechtigung und gegen Sexismus, dann bist du Feministin”. Weiterhin spielt auch das Zugehörigkeitsgefühl eine Rolle. Der Mensch neigt nun mal dazu, sich Gruppen anzuschließen, und zwar vorzugsweise solchen, die die vermeintliche Mehrheit bilden (Mitläufereffekt).)


Georg Caltern
27.10.2013 21:27
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@Bud

> Ich halte es für ziemlich naheliegend, daß die Thesen solcher
> feministischer Ikonen wie … de Beauvoir … einfach zur
> Symptomatik psychischer Erkrankungen gehören.

Ich habe während meiner Bundeswehrzeit einen älteren britischen Offizier, genannt “Der Eisbär”, aus uraltem schottischem Adel kennengelernt. Wenn der einen oder zwei Single Malts intus hatte, dann behauptete der steif und fest, in seiner Eigenschaft als Lord von Dingsda die Familie de Beauvoir zu kennen und daher zu wissen, dass Simone de B. keine Kinder bekommen konnte und ihr gesamtes Leben darunter gelitten habe.

Als Quelle natürlich bestenfalls dubios, aber ich habe den “Eisbären” in etlichen Jahren nie einer Lüge überführen können.


Joe
27.10.2013 22:16
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Symptomatik psychischer Erkrankungen

Feminismus ist institutionalisierter Narzißmus mit Hysterie. Oversexed and underfucked eben.


anonym
27.10.2013 23:52
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@Bud

Vielen Dank für den exzellenten Kommentar! Damit haben sie meiner Meinung nach den Kern der Sache sehr gut getroffen.
Man muss sich nur eine typische Biografie durchlesen, um zu sehen, dass man es hier mit einem psychisch kranken Menschen zu tun hat:
http://en.wikipedia.org/wiki/Andrea_Dworkin

Viele dieser Frauen waren anfangs in sozialistischen/alternativen Bewegungen, so auch Dworkin.
Diese Bewegunden standen wiederum dem Marxismus sehr nahe, und von dort haben die Feministinnen Agitprop Techniken gelernt.

Deshalb ist auch eine sachliche Diskussion mit Feministinnen völlig sinnlos, weil für sie Diskussion nur ein Weg ist, mit jedem Mittel ihre Forderungen durchzusetzen.

Mir fällt dazu ein Zitat ein (Ich glaube Ho Chi Minh), sinngemäß
“Eine Koalitionsregierung geht man nur ein, um die Koalition zu zerstören”

Und genau das passiert jedem, der sich auf eine Koalition mit Feministinnen einlässt.
Hätten die Piraten beherzigen sollen.

Die Dritte Zutat für den Feminismus ist die Masse der Frauen, die immer irgendwie diffus unzufrieden ist.
Diese Frauen verstehen zwar überhaupt nicht, wofür Feminismus eigentlich steht, aber endlich zu nehmen, was ihnen zusteht, hört sich natürlich gut an.
Der Feminismus liefert den unzufriedenen und unreifen Prinzessinnen eine Begründung für ihre Unzufriedenheit, und zugleich noch den Erzfeind Mann, der an allen ihren Problemen schuld ist.

Eine letzte Zutat im Feminismus ist unser wachstumsbasiertes Wirtschaftssystem. Natürlich ist es für viele finanziell mächtige Gruppen äußerst interessant, wenn Feministinnen die Frauen aufhetzen und in die Lohnabhängigkeit drücken. *)
Erstens senkt dies die Löhne, und zweitens wird unser System ohne permanente Erweiterung der arbeitenden Basis zusammenbrechen.
Aus diesem Grund stehen wohl auch immer die Artikel in der Zeitung, dass eine Frauenquote im IT Bereich 9 Milliarden Euro bringen würde.
Wenn irgendwann alle Frauen arbeiten, dann wird eine Kinderbewegung kommen, die Kinderarbeit fordert, damit die Wirtschaft weiter wächst.
Der Feminismus ist heute der sozial-/ familienpolitische Flügel des Kapitalismus.

Für mich ist Feminismus das folgende Viereck

1) Psychisch kranke Frauen
2) Marxistische Agitprop
3) Die Masse diffus unzufriedener Frauen
4) Finanzielle Interessen Frauen in die Lohnabhängitkeit zu drücken.

Eine argumentativ-sachliche Auseinandersetzung mit diesem System ist völlig sinnlos. z.B. Hadmuts Wortmeldung bei Susanne Gaschke ist am Ende auch komplett verdreht worden.
Das ist das Thema Politiker gegen Sachargument, der geschulte Politiker gewinnt immer.

Wie kann man dieses Viereck angreifen? Wenn wir den Feminismus loswerden wollen, dann müssen wir uns einen systematischen Ansatz überlegen.

Mir fallen folgende Dinge ein
1) Öffentlich machen, was für kranken Spinnerinnen hinter der Ideologie stecken. Niemand möchte sich mit solchen Leuten assoziieren.

2) Die Diskussionshoheit zurückgewinnen. Von den Feministinnen lernen.
Wie oft habe ich ein bemüht sachliches und ausgewogenes Argument formuliert, um dann als Antwort zu hören “Du hast offensichtlich ein Problem mit Frauen”.
Das können wir auch, wenn man mit dem Müll zugelabert wird, einfach mal statt Argument sagen “Nehmen sie das Leben doch nicht so ernst. Sie brauchen einfach mal einen Mann um sich zu entspannen”.
Das nimmt der Agitprop die Luft aus den Segeln.

Es ist nicht mein Fachgebiet, aber vielleicht kennt sich jemand mit Propaganda und Gegenpropaganda aus und kann etwas beitragen.
Deprogramming ist auch eine Technik, auf die wir schauen sollten.

3) Den Frauen klarmachen, dass psychisch Kranke SpinnerInnen sie instrumentalisieren und sie zur Arbeit zwingen möchten.
Langfristige Lösung: Frauen zu erwachsenen Menschen erziehen, die ihre Unzufriedenheit erkennen und kontrollieren können, um selbst einen weg zum persönlichen Glück zu finden .(hier spricht der Optimist)

Zusammenfassung:
Wir haben es beim Feminismus nicht mit einer sachlich fundierten Bewegung zu tun, sondern mit einer zu allem bereiten allumfassenden Ideologie mit einem Aktivistenstamm, der hervorragend in Agitation, Propaganda und Unterwanderung existierender Strukturen geschult ist.
Lösungsansätze müssen Techniken der Gegenpropaganda und -agitation mit einbeziehen.

(* Eine persönliche Anmerkung:
Ich bin nicht der Meinung, dass eine Hausfrauenehe die beste Lösung ist, nicht aus Niedrigschätzung der Hausfrau, sondern weil ich kein Interesse daran habe, dass sich jemand auf meine Kosten mit meinen Kindern ein schönes Leben macht, während ich mich zu Tode arbeite und dafür noch verachtet werde, weil ich nicht genug Geld bringe weil ich nicht genug arbeite und trotzdem nicht genug daheim bin.

Aber abgesehen davon ist es doch seltsam, dass der heilsbringer für Feministinnen gerade die abhängige Lohnarbiet ist. Ich könnte mir hundert Dinge vorstellen, um mich besser selbst zu verwirklichen.

Selbst eine Führungsrolle in der IT ist doch, ehrlich gesagt, kein toller Job.
Ich möchte wetten, dass die meisten (männlichen) IT Führungskräfte viel lieber mit ihren Kindern angeln gehen oder ihren Hobbies nachgehen würden, wenn sie es sich leisten könnten.

Ich habe aber noch die gehört, dass die Feministinnen mehr Freihet fordern, um ihren Hobbies nachzugehen und um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Da ist der Feminismus wohl etwas unterwandert worden.


Joe
28.10.2013 0:17
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Wie kann man dieses Viereck angreifen?

Das Übel kann man nur an der Wurzel bekämpfen: bei Fed, EZB & Co. Der Papiergeldschwindel liefert nämlich dem Feminismus unendlich Munition – und zwar frisch aus den Gelddruckmaschinen.

Dagegen kommt niemand an, wenn der im gleichen System gefangen ist und nach dessen Regeln spielt. Die Gegenseite ist immer im Vorteil und hat Zugriff auf quasi unbegrenzte Ressourcen.

Da man diese Eliten wohl kaum zur Einsicht bewegen kann, wird man wohl ihr Währungsystem crashen lassen müssen (das komplette, nicht einzelne davon). Dann sind Feminismus-Marxismus mitsamt seinen Auswüchsen automatisch mit weg. Denn ohne die grünen Motivationszettelchen wird kaum noch eine “Aktivistin” für ihre Ideologie morgens aufstehen.

Muß man dabei überhaupt nachhelfen? Ich denke nicht, im Moment könnte reines Abwarten reichen. Bislang ist jedes Pyramidenspiel am Ende zusammengebrochen, ein weiterer Kondratjew-Superzyklus neigt sich gerade dem Ende zu.


Bernd Kraut
28.10.2013 11:25
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@Flash
> Alpha-Männchen können sich halt die begehrenswertesten Weibchen aussuchen, und umgekehrt. Statusniedrigere müssen sich halt auf ihrer Ebene umschauen.

Du verkennst die Asymmetrie im Paarungsverhalten: Beta-Frauen suchen sich Alpha-Maenner und Gamma-Frauen Beta-Maenner. Wer leer ausgeht sind oft die Alpha-Frauen und Gamma-Maenner. Ursache dafuer ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass Frauen das Sex- und Liebes-Monopol haben und es voll auskosten, was dazu fuehrt, dass sie nur nach oben heiraten.


Slartibartfast
29.10.2013 8:30
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@Flash

> Wenn die feministische Lebensstrategie so stark mit der Realität kollidiert, dann fragt sich: was IST denn die Geschlechterrealität wirklich – ganz real, ganz ohne jeden ideologischen Schnickschnack?

In der “freien Wildbahn” gibt es bei Menschen einen großen Unterschied zu den meisten Tieren: Bei uns wird das Männchen für die sehr ressourcenintensive Kinderaufzucht gebraucht (4-12 Jahre?). Deshalb sehen bei uns auch die Weibchen “spektakulär” aus und nicht die Männchen (wie bspw. bei Pfauen, Löwen, etc. pp.). Bei Homo Sapiens Sapiens müssen die Weibchen ein Männchen dazu bringen ihr Kind für mehrere Jahre zu unterstützen — nur kurz begatten lassen und weg bringt Frau+Kind eher den Hungertod als irgendwas.

Die Ehe ist im Endeffekt ein Wachstumsmotor: Männer sind gezwungen ihre Kinder durchzubringen, es gibt weniger hungernde Frauen mit “Bastarden” (Abschreckung durch sozialen Druck!).

Die moderne staatliche Alimentierung von Kindern weicht das “natürliche” System auf, auch wenn wir unsere Biologie emotional natürlich nicht ganz entkommen können.


Joe
3.11.2013 8:57
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Du verkennst die Asymmetrie im Paarungsverhalten: Beta-Frauen suchen sich Alpha-Maenner und Gamma-Frauen Beta-Maenner.

Das ist schon mal falsch, grundsätzlich suchen alle Frauen Alpha-Männer (= Männer mit den größten Ressourcen). Aber nur Alpha-Frauen (= Frauen mit den besten genetischen Merkmalen) haben Erfolg bei Alpha-Männern. Die Beta- und Omega-Frauen müssen sich das mit dem zufriedengeben, was übrigbleibt.

Wenn sie frühzeitig (!) dazu bereit sind, haben sie keine Schwierigkeiten, einen Partner zu finden. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Wer leer ausgeht sind oft die Alpha-Frauen und Gamma-Maenner.

Auf das, was so “leer” ausgeht (und sich dann bei “ElitePartner” & Co. stapelt), paßt der Begriff “Alpha-Frauen” ja wohl nicht einmal im Geringsten.

Aber was bei dem ganzen Gejammer gar nicht zur Sprache kommt ist, daß das überhaupt kein Problem ist. Omega-Frauen können eh keinen brauchbaren Beitrag zum Genpool leisten und bleiben deshalb von der Fortpflanzung sinnvollerweise ausgeschlossen. Für die individuelle Frau im Babywahn mag das ganz schrecklich sein, für die Gesamheit der Menschheit ist das aber letztlich nützlich.

Und was die Männer ohne Ressourcen angeht: Die könnten den Nachwuchs eh nicht durchbringen, also bleiben auch sie außen vor. Auch das ist durchaus sinnvoll, damit die Kinder der Alphas überleben können.